Bezirksliga 2b – Runde 3

Posted by Sebastian in Saison 18/19, Senioren 18/19 | Kommentare deaktiviert für Bezirksliga 2b – Runde 3

KANTERSIEG gegen Mühlhof-Reichelsdorf/Schwabach 2

Wir waren in Bestbesetzung angetreten und wollten natürlich einen Sieg einfahren, unser Gegner hatte für Brett 4 und 7 zwei Ersatzleute aufgeboten. Nach ca. 2 Stunden bin ich mal rumgegangen um ein bischen genauer zu schauen wie es so an den Brettern steht, zu diesem Zeitpunkt konnte man noch keine Prognose wie es ausgeht abgeben.
Nach ca. einer weiteren halben Stunde gab es das erste Ergebnis zu melden, Remis an Brett 8 von Lothar Müller,
nach meinem erstem Rundgang dachte ich eigentlich das er sehr gut steht und hatte doch gehofft dass er die Partie
zu seinen Gunsten entscheidet, aber Lothar hatte sicher seine Gründe Remis anzubieten, es verdirbt ja im Manschaftssinne nichts (0.5 – 0,5).
An Brett 6 hatte Andreas Niebler im 13.Zug durch eine Ungenauigkeit seines Gegners einen Springer einfangen können,
er spielte die Partie dann sicher und routiniert weiter, baute seinen Vorteil Zug um Zug aus, bis sein Gegner im 38. Zug die Waffen streckte (1,5-0,5).
Kurz danach gewann an Brett 3 Lorenz Schilay seine Partie mit einem Zug der erst mal am Brett gefunden werden muss,
er führte unweigerlich zum Matt. Über die Partie muss man sagen, dass sie vogelwild war. Nach meinem ersten Rundgang muss ich ehrlich sagen, dass ich selbige eigentlich abgeschrieben hatte, bei richtigem Spiel, wie die Analyse zeigte, wäre es sicherlich noch ein hartes Unterfangen gewesen ein Remis rauszuholen (2,5 – 0,5).
Nun konnte ich als Brettnachbar an Brett 2 Kevin Beesk beobachten wie er seinen Gegner mit dem Londoner System unter Druck gesetzt hatte. Nachdem er einen Bauern gewonnen hatte, machte er Druck am Königsflügel und die Partie stand schon sehr gut, als sein Gegner auch noch ein Schach übersah was ihm einen Figur kostete, sah er die Sinnlosigkeit weiter zu spielen sofort ein und gab auf (3,5-0,5).
An Brett 1 hatte Ewin Hirn mit seiner Caro-Kann Eröffnung nicht gerade ein Musterbeispiel abgegeben wie man die Eröffnung sauber abhandelt, irgendwo war da ein Zug der nicht ganz korrekt war und dadurch war die Stellung sicher nicht verloren aber sehr schwierig zu spielen. Im Laufe der Partie fand ich aber dann doch ein paar gute Züge und konnte zumindest eine ausgeglichene Stellung erreichen. Nachdem der Gegner aber dann versuchte seinen Freibauern mittels Springer durchzubringen, konnte ich den Springer einfangen und damit auch die Partie gewinnen (4,5-0,5).
Damit war der Sieg erstmal sicher gestellt, aber nun war unser Manschaftsführer Wolfgang Brunner an Brett 7 der nächste der einen Gegner so weit hatte, dass er die Partie aufgab. Im 16. Zug hatte sein Gegner einen Springer für zwei Bauern geopfert, im Laufe der Partie entwickelte sich dann der Kampf mit Mehrfigur gegen zwei Bauern am Königsflügel. Es gelang Wolfgang dann noch ein Figurentausch, was praktisch auch den Sieg bedeutete, zwei Züge später gab sein Gegner die Partie auf (5,5-0,5).
Jetzt liefen noch 2 Partien und es sah nicht so aus als ob eine verloren gehen würde, allerdings war es auch sicher nicht einfach sie zu gewinnen. Jozef Smyk hatte an Brett 4 ebenfalls mit dem Londoner System versucht seinen Gegner auszuspielen und Vorteil zu erlangen, wenn man aber die Partie betrachtete hatte er sich sicher einen optischen Vorteil erarbeitet, aber zum Sieg war es schon noch ein Stück hin. Wie man aber Jozef eben kennt, knetete er seinen Gegner, er hatte noch Turm und Springer, sein Gegner Turm und Läufer und jeder noch 6 Bauern. Jozef nutzte nun seine sicher größere Spielerfahrung aus und konnte mit seinem König in die Stellung eindringen und sich einen Bauern nach dem anderen einholen bis ein Gegner die Waffen streckte (6,5-0,5).
Nun lief nur noch an Brett 5 die Partie von Martin Simon, nach der Eröffnung und dem Mittelspiel hatte jeder noch einen Springer und einen Läufer sowie je 5 Bauern auf dem Brett. Nun setzte Martin sein ganzes Schachkönnen ein und setzte immer wieder kleine Nadelstiche. Wenn man sich die Partie anschaute war es sehr schwer den Weg zum Gewinn zu finden, der einzige Weg die Partie zu gewinnen war es mit dem König in die Stellung einzudringen und Martin hatte diesen Weg gefunden und spielte dies dann auch aus. Bevor er jedoch die letzten Züge spielen konnte gab sein Gegner auf. Er sah nun auch wie sein Gegner in die Stellung eindringen konnte und wollte sich dies ob der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr zeigen lassen (Endstand 7,5 – 0,5).
Man kann heute sicher sagen, dass der Sieg ein bisschen zu hoch ausgefallen ist, aber jeder hat heute auch einen Kampfgeist gezeigt um seine Partie zu gewinnen. Der nächste Wettkampf ist gegen den wahrscheinlich härtesten Gegner, SW Sued 3, einfach weiter so einen Kampfgeist an den Tag legen und wir werden dann sicher auch weiterhin erfolgreich sein.
(Erwin Hirn)

Bezirksliga 2b

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