Bezirksliga 2b – Runde 5

Posted by Sebastian in Saison 18/19, Senioren 18/19 | Kommentare deaktiviert für Bezirksliga 2b – Runde 5

SK Neumarkt – SK Nürnbeg 1911 2 6,5:1,5

Nach ca. zwei Stunden kam es an Brett 5 bei Martin Simon mit den schwarzen Steinen gegen Marc Dereser zur Punkteteilung. Die Stellung nach 20 Zügen war ziemlich ausgeglichen und Martin nahm das Angebot seines Gegners an. Hier bleibt natürlich zu vermerken, dass der Wettkampf zu diesem frühen Zeitpunkt nicht schlecht stand und somit die Punkteteilung OK war. (0,5 – 0,5)
Ca. zehn Minuten später gab es die nächste Entscheidung, an Brett 1 hatte Erwin Hirn mit den schwarzen Steinen gegen
Dr. Frank Zimmer die Stellung nach 15 Zügen schon sehr vorteilhaft ausgenutzt, nun weiter Druck gemacht und nach 22 Zügen war es soweit, mit schon einem Bauern mehr und offener Königststellung, Einschlag auf e3 mit dem Turm, was Matt oder Figurenverlust in sehr schlechter Stellung bedeutete. Der Gegner hatte sofort ein Einsehen und gab auf. (1,5-0,5)
Es ging weiter an Brett 8: Lothar Müller hatte mit den weissen Steinen gegen Leonard Kurz in einem Sizilianer seinem Gegenspieler im 17.Zug einen Figur abgeluchst. Ab da spielte er die Partie bis ins Endspiel souverän und routiniert weiter, bis am Schluss zwei Mehrbauern sowie die Mehrfigur auf dem Brett standen. Hier sah sein Gegner ein, dass es an der Zeit war das Handtuch zu schmeissen. (2,5-0,5)
An Brett 3 hatte es unser Punktesammler Lorenz Schilay mit den schwarzen Steinen gegen Duong Ba Duc zu tun. Es entwickelte sich eine Partie, in der es weder auf der einen noch auf der anderen Seite irgendwo einen Vorteil gab. So war es abzusehen, dass sich die beiden auf ein Remis einigen, auch hier muss man sagen bei dem Spielstand OK. (3-1)
Unser Manschaftsführer Wolfgang Brunner hatte es auf Brett 7 mit den schwarzen Steinen mit Dirk Lohse zu tun.
Wenn man die Partie nachspielt und sich die Stellungen so anschaut, ist das Gefühl da als ob weiss relativ aktiv steht und agressiv weiterspielt. Geht man aber tiefer rein in die Stellungen, sieht man dass Wolfgang eigentlich immer eine solide und gute Stellung hatte. Nachdem nun Wofgang auf den offenen Linien Druck machte und sein Gegner noch dazu die Königsstellung aufmachte, nutzte Wolfgang das aus und konnte mit einem Springerschach die Partie entscheiden. Sein Gegner gab daraufhin sofort auf. Sehr sauber gespielte Partie unseres Käptens. (4-1)
Die nächste Entscheidung satnd an Brett4 an. Jozef Smyk hatte gegen Thomas Wießmeier mit den weissen Steinen das Londoner System gespielt. Aus der Eröffnung heraus hatte er damit sich aber keinen Vorteil erarbeiten können, wenn man die Stellung sich anschaute musste man zu diesem Zeitpunkt eigentlich schauen, dass er die Partie ausgeglichen hielt. Sein Gegner versuchte nun mit allen Mitteln die Partie an sich zu reißen und opferte eine Figur um den König offen am Königsflügel zu bekämpfen oder seinen Freibauern durchzubringen. Wie jetzt aber Jozef trotz Zeitnot, er lebte noch von seinen 30 Sekunden Bonus pro Zug, sogar Stellungen auswich die wahrscheinlich im Remis geendet hätten und seinerseits versuchte die Partie zu seinen Gunsten zu drehen, war sehenswert. Nachdem sein Gegner nun auch ein paar ungenaue Züge gemacht hatte, konnte Jozef den ganzen Punkt einfahren, kämpferisch eine ganz starke Leistung. (5-1)
Andreas Niebler hatte es an Brett 6 mit den weissen Steinen gegen Duong Quang Bach zu tun. Andreas spielte von Anfang an auf Angriff, lange Rochade und wenn möglich Angriff am Königsflügel. Bevor es jedoch zum Angriff am Königsflügel kam, konnte Andreas im 19.Zug sich die Dame gegen Läufer und Turm holen. Wer nun aber glaubte die Partie sei gelaufen wurde eines besseren belehrt. Sein junger Gegner spielte eine sehr starke Partie und nach dem Abtausch mehrerer Figuren waren am Ende noch Dame gegen Turm und Läufer sowie je fünf Bauern auf dem Brett. Sein Gegner hatte seine Figuren so gestellt, dass der König von Andreas am Damenflügel abgeschnitten war und die Gefahr bestand am Königsflügel die Bauern zu verlieren. So einigte man sich auf ein remis. Hier kann man mal den Gegner loben, nicht Andreas hat irgendwo schlecht gespielt, sondern sein junger Gegner hat eine ganz starke Partie gespielt. (5,5-1,5)
Nun lief noch eine Partie: an Brett 2 hatte es Kevin Beesk mit den weissen Steinen gegen Ronald Ammom zu tun. Nach der Eröffnung und dem Mittelspiel war zwar ein leichter Stellungsvorteil für Kevin zu erkennen, aber sicher noch nicht wie man die Partie nach Hause bringt. Kevin hatte nun ein Endspiel mit je zwei Türmen, mit Springer gegen Läufer, sowie je fünf Bauern erreicht. Wenn man so reinschaute sah man den positionellen Vorteil, aber noch immer keinen sicheren Gewinnweg. Er probierte nun einige Manöver aus, aber nichts reichte für den Gewinn. Nach der Zeitkontrolle tauschte er den Springer gegen den Läufer und probierte es weiter den Gegner weich zu machen, aber dieser spielte es auch gut. Nun ging Kevin volles Risko und konnte sich durchsetzen, hier hat sein Gegner sicherlich nicht immer die beste Fortsetzung gefunden, aber man sah Kevin den absoluten Siegeswiilen an und so strich sein Gegner im 80.Zug die Segel! Kämpferische Leistung wie an Brett 4! (Endstand 6,5-1,5)

Nachdem wir nun auch den Endstand von SK Schwanstetten – SW Sued Nürnberg III wissen, 2,5-5,5, sicher ein Ergebnis
das kein Nachteil für uns ist, heisst es die nächsten beiden Gegner, Uttenreuth und Anderssen, nicht zu unterschätzen, bevor der vielleicht entscheidende Wettkampf gegen Schwanstetten ansteht. Wenn alle weiter so kämpfen sollte es doch mal klappen…

(Erwin Hirn)

Bezirksliga 2b

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