Bezirksliga 1 – Runde 3

Posted by Sebastian in Saison 19/20, Senioren 19/20 | Kommentare deaktiviert für Bezirksliga 1 – Runde 3

Neumarkter Serie gerissen, nach 11 Siegen in Folge gab es wieder mal einen Niederlage, die so unnötig war wie ein Kropf… leider haben heute ein paar Spieler in der entscheidenden Phase irgendwie daneben gegriffen.

Aber wie immer von Anfang an: Unser Gegner trat heute bis auf Brett 2 in Bestbesetzung an, wir waren komplett. Nach 3,5 Stunden fielen die ersten Entscheidungen. An Brett 1 hatte es Kevin Beesk mit Stefan Leis zu tun, Kevin hatte sich mit Weiß auf seinen Gegner vorbereitet und es kam genau das aufs Brett was er vorbereitet hatte. Was für seinen Gegner bedeutete……….. voll in die Falle gelaufen, ein Bauern weniger, Rochade dahin und ein Freibauer von Kevin auf c6, der die Entwicklung der gegnerischen Figuren hemmte. Um es kurz zu machen, Kevin spielte es routiniert runter bis sein Gegner einsah das es an der Zeit war aufzugeben. (0-1)
An Brett 3 spielte Jozef Smyk ebenfalls wie Kevin mit den weißen Steinen das Londoner System, allerdings wählte sein Gegner Thomas Mehwald eine andere Variante. Nach der Eröffnung war eine ziemlich ausgeglichene Stellung mit beidseitigen Chancen entstanden. Ob sein Gegner im 20 Zug den Qualitätsverlust übersehen hatte oder er sich mit seinem nächsten Zug mehr erhoffte, weiß ich natürlich nicht, aber danach kippte die Partie komplett und Jozef konnte ein paar Züge später einen weiteren Sieg vermelden. (0-2)
An Brett 7 hatte Matthias Bothe mit Gerhard Pröschel einen sehr erfahrenen Gegner, der mit Schwarz sich den nach vorne drängenden Figuren von Matthias erwehren musste. Wenn man sich die Stellung nach 20 Zügen anschaute, dachte man schon dass die Partie zu gewinnen sein würde. Aber als Matthias nach dem 28.Zug dem durchlaufenden c-Bauern überhaupt keine Achtung schenkte, kippte die Partie, sein Gegner schaftte es den Bauern bis auf c2 durchzubringen und als dann auch noch der Springer das vom Turm besetzte Umwandlungsfeld angriff, war es auch schon vorbei, Matthias gab die Partie auf. (1-2)
An Brett 4 hatte es Erwin Hirn mit den schwarzen Steinen mit Jochen Dietrich zu tun. Nach einer relativ unspektakulären Eröffnung mit völlig ausgeglichener Stellung versuchte ich was aus der Stellung rauszuholen. Im 13.Zug zog ich den Turm auf die offene c-linie mit der Hoffnung auf Initiative. Nachdem er nun seinen weißen Läufer auf b5 zum Tausch anbot, was auch meine Hoffnung bei Tc8 war, konnte ich die Partie ziemlich schnell in eine für weiß schwierig zu spielende Stellung bringen. Nach dem Gewinn eines Bauern und einer Stellung, die es einen leicht macht, konnte ich den zweiten Bauern abholen und mein Gegner sah ein, dass es keinen Sinn mehr macht und gab auf. (1-3)
Lorenz Schilay hatte es mit den schwarzen Steinen mit Hans Greul zu tun, nach ca. 20 Zügen war Lorenz schon in großen Schwierigkeiten, Qualität weniger und schwierig was vernünftiges zu finden. Aber da Lorenz ja dann normalerweise erst richtig aufdreht, konnte man noch Hoffnung haben. Aber heute war der Gegner einfach zu erfahren und spielerisch zu gut, ganz sicher spielte er die Partie runter und den Punkt ein. (2-3)
Noch drei Partien am laufen und an Brett 5 und 6 sollte mindestens je ein halber Punkt rausschauen, an Brett 8 dagegen schaute es schon schwierig aus. Die erste Entscheidung fiel an Brett 6: Andreas Niebler hatte mit den schwarzen Steinen gegen Dr.Wirth aus der Eröffnung heraus einen Mehrbauern. Diesen zu verteidigen kostete ihm die Entwicklung seiner Figuren. Nachdem sich Andreas auf Kosten seines Mehrbauern befreien konnte, ging es in ein Endspiel mit je vier Bauern und gleichfarbigem Läufer. Er probierte mit dem entfernten Freibauern alles um die Partie zu gewinnen, aber sein Gegner konnte alle Versuche parieren und am Ende stand eine verdiente Punkteteilung. (2,5 – 3-5)
An Brett 8 hatte unser MF Wofgang Brunner mit den schwarzen Steinen gegen Helmut Hetzner nach der Eröffnung eigentlich ein gut spielbares Mittelspiel auf dem Brett. Leider verirrte seine Dame sich auf ein Feld, das ihn in Kürze eine Figur und nach langem erfolglosen Kampf auch die Partei kostete. (3,5 – 3,5)
Somit musste an Brett 5, wo Martin Simon mit den weißen Steinen gegen Roland Reuter am Brett saß, die Entscheidung fallen. Martin hatte gegen Caro-Kann aus der Eröffnung sehr gutes Spiel erhalten, er war eigentlich wenn man die Partie betrachtet immer stellungsmäßig seinem Gegner voraus. Leider hat es Martin im 40.Zug verpasst den Springer des Gegners gegen seinen Läufer abzutauschen, womit er den Schweirigkeiten aus dem Weg gegangen wäre und hätte eigentlich mit einer „Mehrfigur“, der Läufer stand auf h7 und war eher ein besserer Bauer, dann mit seinem Freibauern auf a2 Gewinnversuche starten können. So kam der Springer ins Spiel und entschied am Ende auch die Partie zugunsten von Roland Reuter und natürlich auch für Schwabach.

4,5 – 3,5 für SK Mühl.Reich. / Schwabach 1

Wie man sieht war diese Niederlage völlig unnötig, aber wir hatten auch in so manch einem Wettkampf das Glück auf unserer Seite und müssen nun mal auch so eine Niederlage hinnehmen!

(Erwin Hirn)

Bezirksliga 1

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