Deutsche SchnellschachEM 2011

Posted by Sebastian in _Saison 11/12 | Kommentare deaktiviert für Deutsche SchnellschachEM 2011

Am 12./13. November fanden die 22. Deutschen Meisterschaften im Schnellschach in Forchheim statt. Damit richtete nach der DBEM 2009 bei uns zum zweiten Mal in kurzer Zeit ein Verein aus dem Schachbezirk Mittelfranken eine Deutsche Meisterschaft aus.
Zwar befand sich kein GM im Teilnehmerfeld, aber 11 IMs und 13 FMs waren mit von der Partie, wobei acht Spieler über 2400 Elo auf die Waage brachten.
Als Favoriten galten der Titelträger von 2007-2009 IM Karl-Heinz Podzielny (SV Letmathe 1933) sowie Titelverteidiger IM René Stern (SK König Tegel). Doch überraschenderweise kam Podzielny nie richtig ins Turnier und holte erst in der achten Runde seinen ersten Sieg – leidtragender war FM Florian Wagner von Noris Tarrasch. Am Ende reichte es für den dreifachen Meister nur zu Rang 22 mit 5,5 Punkten. Dagegen war René Stern stets mit an der Spitze zu finden und lag am Ende zusammen mit dem Deutschen U18 Meister von 2009 IM Hagen Poetsch (Wiesbadener SV 1885) mit sehr starken 9/11 in Front. Mit etwas Respektabstand führte IM Thies Heinemann (Hamburger SK von 1830) ein Trio mit jeweils 7 Punkten vor IM Andreas Strunski (Stuttgarter SF 1879) und IM Gunter Spieß (ESV Nickelhütte Aue) an.
Da bei Punktgleichheit der Titel nicht etwa durch die bessere Buchholz (71:65 für Stern) vergeben wird, kamen die Zuschauer in den Genuß einer entscheideden Blitzpartie. Poetsch zog die schwarzen Steine und geriet unter Druck. Doch Stern wählte mit weniger als einer Minute auf der Uhr ein falsches Abspiel, verlor so eine Qualität, verblüffte seinen Kontrahenten jedoch durch fortwährende Springerattacken auf den eingeengten Turm, so dass eine Verfolgung unumgänglich war. Also wurde eine weitere Partie mit vertauschten Farben gespielt. Poetsch stand von Anfang an aktiver und gewann einen Bauern. Auf der Suche nach Gegenspiel stellte Stern anschließend tatsächlich seinen Läufer einzügig ein. Wie er dann aber seinen Gegner trickreich immer wieder vor neue Aufgaben stellte war sehenswert. Trotzdem war die Stellung in Zeitnot nicht mehr zu halten, womit sich Hagen Poetsch erstmals den Meistertitel sicherte.

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