JSM U20 2011 – Kevin im zehnten Anlauf

Posted by Sebastian in Jugend 11/12 | Kommentare deaktiviert für JSM U20 2011 – Kevin im zehnten Anlauf

Vier Wochen nach der JSM U14 war nun die U20 an der Reihe. Doch die „Großen“ glänzten größtenteils durch Absagen, so dass von den zehn Teilnehmern bezeichnenderweise sechs auch in der U14 spielberechtigt waren. Nach neun Runden setzte sich Kevin Beesk mit 9/9 verdient durch und holte damit im zehnten Anlauf seit 2002 endlich den ersehnten Titel nachdem er schon dreimal Vizemeister geworden war. Dahinter klassierten sich – ganz nach Setzliste – Maximilian Lutter und Lorenz Schilay mit je 7 Punkten sowie Simon Drechsel (6) und Eva Schilay (5). Einen guten sechsten Platz mit drei Punkten erzielte Maxis Bruder Jonathan, der als einziger Nichtvereinsspieler mit Thomas Fritsch, Maria Schilay, Johannes Wastl und Johannes Hierl gleich vier Arrivierte hinter sich lassen konnte.

JSMU20_2011-Kreuz-R9


In der ersten Runde gab es erwartungsgemäß fünf Favoritensiege, wobei es Eva spannender als nötig machte, da sie mal wieder in Zeitnot kam. Schon in Runde zwei kam es zum Favoritenduell zwischen Kevin und Maxi, dass mal wieder in einer Zeitnotschlacht endete. Kevin hatte im Endspiel T+S vs. T+L zwar einen Bauern mehr aber auch nur eine gegen zwei Minuten auf der Uhr. Lange sah es danach aus, als würde Maxi trotz verlorener Stellung Kevin über die Zeit heben. Doch dann wich er einem Turmtausch nicht aus und die 25 Sekunden reichten Kevin leicht eine Dame zu holen und matt zu setzen. Auch Lorenz, Eva und Simon holten ihren zweiten Sieg während Thomas und Jonathan den Punkt teilten.
Eine weitere Punkteteilung holte Jonathan anschließend gegen Maxi, der wohl den Familienfrieden nicht gefährden wollte… Kevin setzte sich auch gegen Lorenz durch und hatte damit die größten Klippen auf dem Weg zum Titel schon umschifft, aber man muss natürlich erst noch konzentriert zum Ziel navigieren. Denn Simon und Eva blieben mit Sieg Nummer drei hartnäckig mit an der Spitze und waren begierig Kevin Schlagseite zu verpassen.
Doch schon früh in Runde vier musste Simon beidrehen und einsehen, dass Kevin nicht vom Kurs abzubringen ist. Im zweiten Spitzenduell gewann Maxi relativ glatt gegen Lorenz, der zu sehr im Express-Modus unterwegs war. Eva gelang gegen Johannes Hierl Sieg Nummer vier und Maria holte ihren ersten Skalp gegen Thomas, der erst die Dame einstellte und danach auf Zeit verlor. Johannes Wastl holte ebenfalls seinen ersten Punkt, er konnte Jonathan bezwingen.
In der fünften Runde trafen die verlustpunktfreien Spitzenreiter aufeinander, wobei sich Kevin durchsetzen konnte. Dramatisch ging es im Verfolgerduell zwischen Simon und Maxi zu. Maxi hatte ein gewonnenes Turmendspiel am Brett, machte es aber noch mal spannend, da er länger in die Stellung schaute als notwendig gewesen wäre. Somit suchte Simon seine Chance im schnelleren Ziehen, übersah bei 26:22 Sekunden aber ein Schach und nachdem Maxi den ungültigen Zug reklamierte und somit zwei Extraminuten bekam war die Partie entschieden. Maria indes setzte gegen Johannes Wastl gleich noch einen drauf und Lorenz bezwang Jonathan.
Die folgende Mittagspause bekam dem Steuermann der MS Kevin Beesk offensichtlich nicht besonders, denn plötzlich wurde die See rauer und das Schiff geriet unerwartet ins Schlingern. So wurde das Duell gegen Thomas zur Zitterpartie und auch in der darauf folgenden Runde gegen Johannes Wastl hatte Kevin einige Mühe den Punkt einzuholen. In Runde sechs gab es außerdem gleich zweimal das Duell Lutter – Schilay und beide Schilayschwestern hatten das Nachsehen. Dafür machte Lorenz einen großen Schritt Richtung Podium indem er Simon bezwang. Gleich darauf setzte er sich im Familienduell gegen Eva durch und überholte auch sie in der Tabelle. Maxi gab gegen Thomas einen halben Punkt ab und Maria holte ihren dritten Sieg gegen Johannes Hierl.
In der achten Runde funktionierte der Kompass von Kevin wieder problemlos und nach dem Sieg über Maria war der Titelhafen erreicht. Im Duell um Rang vier hatte Eva gegen Simon alle Trümpfe in der Hand: bessere Stellung (obwohl ein Bauerngewinn ausgelassen wurde) und auch die bessere Zeit. Eva begann zu tauschen und wickelte in ein ausgeglichenes Leichtfigurenendspiel ab, das mit drei Minuten gegen eine zu Ungunsten vor Simon ausgehen sollte. Doch dann kostete eine Springergabel eine Figur und Simon brachte einen Bauern zur Umwandlung mit ausreichend Bedenkzeit zum Mattsetzen.
In der letzten Runde gab es dann noch einmal fünf Favoritensiege (auch in den beiden Duellen Schilay – Lutter), so dass sich an den Platzierungen nichts mehr änderte.

Comments are closed.