JSM U20 2012 – Erster Titel für Maximilian Lutter

Posted by Sebastian in Jugend 12/13 | Kommentare deaktiviert für JSM U20 2012 – Erster Titel für Maximilian Lutter

Eine Woche nach der U14 Jugendstadtmeisterschaft war die U20 an der Reihe. Zwölf Teilnehmer fanden sich im Gesindehaus ein, darunter ein Favoritenquartett bestehend aus Kevin Beesk, Maximilian Lutter, Simon Drechsel und Lorenz Schilay. Es sollte ein spannendes Turnier werden mit einem dramatischen Finale…


Die Auftaktrunde verlief eher ereignisarm, an allen Brettern konnten sich die Favoriten problemlos durchsetzen. Dagegen stand in Runde zwei schon das erste Favoritenduell zwischen Lorenz und Kevin an. Lorenz hatte die bessere Zeit, doch Kevin konnte einen Bauern gewinnen, weshalb Lorenz vorsichtigerweise ein Remisgebot annahm. Maxi profitierte von einem Figureneinsteller von Maria Schilay und gewann sicher, dagegen stand Simon gegen Thomas Fritsch angesichts vierer Minusbauern auf Verlust. Zwei Bauern konnte Simon beim Übergang ins Turmendspiel zurückgewinnen, doch das hätte auch nicht mehr geholfen, wenn Thomas nicht noch den Turm eingestellt hätte…
So hieß die Spitzenpaarung der dritten Runde Simon gegen Maxi. Simon hatte im Endspiel mit Springer gegen Läufer einen Bauern mehr und vor allem ein starkes Freibauernpaar im Zentrum. Hinzu kam noch die bessere Zeit, doch in beiderseitiger Zeitnot zockte Maxi cooler, opferte seinen Läufer für Simons Bauern und gewann mit zwei Bauern gegen Springer letztlich auf Zeit. In den Verfolgerduellen konnten sich Kevin und Lorenz gegen Thomas sowie Maria durchsetzen und im Schwesternduell behielt Daiana Burger gegen Radena die Oberhand.
Maxi war auch in Runde vier gegen Kevin das Glück hold und er feierte seinen vierten Sieg. Dabei drückte Kevin auf der offenen Linie und hatte immer latente Grundreihenmattdrohungen. Es kam zur nächsten Zeitnotschlacht, in der Maxi alle Drohungen neutralisierte und zwei Bauern eroberte. Alle Drohungen? Naja über das einmal mögliche einzügige Grundreihenmatt hüllen wir mal den Mantel des Schweigens (beide sahen es im Zug darauf)… Lorenz lief gegen Simon in eine Springergabel und spielte fortan mit einer Quali weniger, hatte dafür aber einen gefährlichen Freibauern, den er bis auf die siebte Reihe brachte. Simon blockierte den Bauern mit dem Turm, wollte danach diesen aktivieren und dafür den König zur Blockade heranziehen. Dabei lief aber etaws gewaltig schief und plötzlich war der Bauer durch. Eine schöne Angriffspartie zeigte Maria gegen Richie Meinl, der Drohung um Drohung zu parieren versuchte, doch letztlich damit nicht mehr hinterherkam.
In der fünften Runde traf Maxi auf Lorenz – eine wegweisende Partie zum möglichen Titel für beide. Lorenz hatte positionelle Vorteile und nutzte dies zu einem Mehrbauern im Turmendspiel. Trotz Zeitnot gelang es Maxi immerhin den gegnerischen Turm passiv zu stellen, dennoch sah es nach einem Sieg für Lorenz aus. Aber nach einem falschen Bauernzug kam es zu einem Generalabtausch und ehe man sich versah, waren nur die beiden Könige übriggeblieben. Kevin konnte sich gegen Johannes Wastl zwar zwei Mehrbauern erspielen, musste aber ins Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Hier reichte eine Ungenauigkeit von Johannes und Kevin konnte sich doch noch durchsetzen. Thomas sorgte derweil für großes Staunen, da er gegen Radena einfach seine angegriffene Dame nicht wegzog. Dass er die Partie trotzdem noch gewann, spricht dennoch nicht für ihn…
Zwei Runden vor Schluss schien Maxi schon wie der sichere Sieger. Einen halben Punkt vor dem Zweitplatzierten und alle Favoriten schon gehabt war nicht die schlechteste Ausgangslage. Doch gegen Thomas geriet er in eine unangenehme Stellung und musste mit einem Remis zufrieden sein. Dies nutzte Lorenz um mit einem Sieg über Johannes nach Punkten zu Maxi aufzuschließen. Und auch Kevin robbte sich mit einem glatten Erfolg über Simon wieder bis auf einen halben Zähler heran.
In der letzten Runde traf Maxi auf Richie, Lorenz spielte gegen Johannes und Kevin bekam es mit Maria zu tun. Von der Papierform her sprach alles für drei Favoritensiege und dann müsste die Buchholz zwischen Maxi und Lorenz entscheiden. Doch die Führenden bekamen das große Nervernflattern! Denn während Kevin gegen Maria langsam aber sicher den vollen Punkt einfuhr, sah es bei Lorenz und Maxi zusehends schlechter aus. Zwar hatte Thomas Läufer sich verfangen, doch er bekam zwei Bauern für die Figur und Lorenz König stand offen in der Mitte. Schnell kam ein dritter Bauer hinzu und Lorenz war mit dem Remisgebot noch gut bedient. Auch Maxi ließ den König in der Mitte und setzte alles auf einen Bauern der sich bis nach g2 durchschlug. Aber nach zwei Damenschächern wäre Maxi glatt auf Verlust gestanden, jedoch begnügte sich Richie mit Dauerschach.
Somit hatten alle drei 5,5 Punkte und nun wurde mit Spannung auf die Feinwertungen gewartet. Und tatsächlich hatten alle drei auch dieselbe Buchholz! Um dem Ganzen noch Die Krone auf zu setzen, wiesen Maxi und Kevin sogar noch dieselbe SoBe auf, so dass erst die Viertwertung zu Gunsten von Maxi entschied, der das direkte Duell gegen Kevin ja gewonnen hatte. Damit sicherte sich Maxi seinen ersten Titel – Herzlichen Glückwunsch! Hinter dem Spitzentrio führte Simon ein Quartett von Vierpunktern vor Johannes, Thomas und Maria an. Dahinter klassierten sich Richie, Dominik Seitz (erstes Turnier überhaupt), Josef Franke (als U8 Spieler), Daiana und Radena (ebenfalls U8).

Endstand

Nach dem nervenaufreibenden Turnier ging dann ein weiterer Werwolfabend über die Bühne. Dieser war interessanterweise mit 15 Teilnehmern besser besucht als die JSM (gut David und Sebi hätten ja auch nicht mitspielen dürfen und hoben den Altersschnitt massiv an)…

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