1. Mannschaft in der Bezirksliga 2b: BIG POINT erneut verpasst!

Posted by Kevin in Saison 17/18, Senioren 17/18 | Kommentare deaktiviert für 1. Mannschaft in der Bezirksliga 2b: BIG POINT erneut verpasst!

Vorab traf uns am Samstag die Meldung per Mail, dass Kevin Beesk erkrankt ist, was natürlich ein herber Schlag ist, wenn die Nummer 1 ausfällt. Unser Mannschaftsführer Wolfgang Brunner versuchte alles, um einen Ersatz zu finden; leider war es anscheinend nicht möglich, einen Spitzenspieler aus der zweiten Mannschaft zu bekommen, da alle keine Zeit hatten oder nicht erreichbar waren, sehr schade für so einen wichtigen Wettkampf! Zlatko Zidar war nach einem Anruf von Wolfgang sofort bereit einzuspringen, einen herzlichen Dank dafür, Zlatko!

So, nun zum Wettkampf gegen Schwanstetten, Tabellendritter mit einem Punkt Rückstand.

Schwanstetten hatte anscheinend wie viele Klubs in der letzten Zeit Probleme, eine komplette Mannschaft zu stellen, und machte uns ein „Gastgeschenk“, Brett 4 kein Spieler für Martin Simon, 1 – 0 für Neumarkt.

Nach ca. 2 Stunden Remis an Brett 5, Matthias Bothe war mit Schwarz gegen Lothar Cipra eigentlich ganz gut aus der Eröffnung gekommen und stand sicher ganz gut, im weiteren Verlauf der Partie geriet er ein wenig unter Druck, aber auch sein Gegner fand nicht die besten Züge, sodass die Stellung wieder ausgeglichen war. Matthias bot daraufhin Remis an, was Lothar Cipra dann auch annahm. 1,5 – 0,5 für Neumarkt.

Auf Brett 7 dauerte es ebenfalls nicht viel länger, bis Andreas Niebler seiner Gegnerin Birgit Arlt Remis anbot und sie es auch annahm. Laut Aussage von Andi war er ob der Stellung schon sehr zufrieden mit dem Remis, denn er fand irgendwie in dieser Partie nie richtig ins Spiel. 2 – 1 für Neumarkt.

An Brett 3 hatte der Schreiber dieser Zeilen, Erwin Hirn, Michael Arlt als Gegner. Nachdem ich letztmalig am Samstagvormittag mein Mailpostfach kontrolliert hatte und aufstellungsmäßig nichts vorgefunden hatte, ging ich davon aus, mit Weiß gegen Peter Vogt zu spielen, natürlich gut vorbereitet. Nichts war’s, wieder Schwarz ohne Vorbereitung. Also gegen e4 wieder mal Caro-Kann, nun kam aber eine Stellung nach ein paar Zügen aufs Brett, wie ich sie bis jetzt noch nicht hatte. Mein Gegner Michael Arlt hatte dies sich wahrscheinlich am Brett ausgedacht, da er eine Unmenge von Zeit verbrauchte, ich fühlte mich wohl in der Stellung und nach ca. 20 Zügen konnte ich eine Qualität gewinnen und nicht lange danach auch die Partie entscheiden.

3 – 1 für Neumarkt, es schaute doch gut aus…

Zum gleichen Zeitpunkt konnte Jozef Smyk an Brett 1 gegen Frank Manthey remisieren. Jozef kam in einer Spanischen Partie gut aus der Eröffnung und sein Gegner musste viel Zeit investieren, um die Stellung auszugleichen. Irgendwie kam Jozef dann aber schwer auf der d-Linie unter Druck, dann aber fand Jozef einen sehr guten und rettenden Springerzug, der die Stellung ausglich. Da sein Gegner schon sehr viel Zeit verbraucht hatte, bot Jozef nun Remis an, was sein Gegner auch annahm.

3,5 – 1,5 für Neumarkt, das sollte doch reichen…

Nun hatte ich Zeit, mich mal genauer umzuschauen, es liefen ja noch 3 Partien.

Brett 2 Lorenz Schilay gegen Christian Kroneder, schwer abzuschätzen, leichte Vorteile für seinen Gegner. Brett 6 Wolfgang Brunner gegen Frank Leonhardt, klarer Vorteil für Wolfgang, 2 Türme und 1 Läufer gegen 1 Turm und 2 Läufer bei gleicher Bauernzahl, dazu Druckstellung, sollte eigentlich gewinnen. An Brett 8 Zlatko Zidar gegen Karl Gstaltmayr, zu diesem Zeitpunkt ausgeglichene Stellung mit guten Aussichten für Zidar. Also alles in allem, das muss reichen für den Sieg.

Aber wie es halt manchmal kommt: Zidar schaltete von Offensive auf Defensive um und kam nun in eine gefährliche Stellung mit Mattdrohungen, 2 Züge später war die Partie vorbei, Zidar hatte, statt weiter auf Angriff zu spielen, seine Dame so gestellt, dass er matt wurde, beim Nachspielen konnten wir zeigen, dass ein Dauerschach kein Problem gewesen wäre, leider 0 – 1.

3,5 – 2,5 für Neumarkt.

Die Hoffnung ruhte nun auf Wolfgang Brunner auf Brett 6. Nachdem wir eine kurze Zeit Zidars Partie im Nebenraum analysiert hatten, ging ich in den Spielraum zurück und sah, dass bei Wolfgangs Partie die Türme weg waren, Wolfgang hatte zwar drei verbundene Bauern gegen einen, aber ungleichfarbige Läufer, der Gegner auch einen Freibauern, der aber keine Rolle spielte, da er sich um Wolfgangs Bauern kümmern musste. Wolfgang hatte vorher bei einem gedachten Bauerngewinn übersehen, dass er dabei eine Figur verliert, und musste die Qualität hergeben. Bei der Nachbetrachtung der Partie waren bei der schnellen Analyse durchaus noch Gewinnchancen zu erkennen, aber es muss halt am Brett gefunden werden; nachdem aber die Stellung nun so war, kam es, wie es kommen musste, ungleiche Läufer, Remis…

4 – 3 für Neumarkt.

An Brett 2 hatte unser Küken und Punktbester Lorenz Schilay gegen Christian Kroneder schon geraume Zeit große Probleme, am Damenflügel die Stellung zu halten, leider musste er nach sehr guter Spielführung seines Gegners einsehen, dass die Stellung verloren war, und die Segel streichen.

Endstand 4 – 4!

Fazit: Heute war der Sieg eigentlich ein Muss und auch machbar, es wäre der BIG POINT gewesen, da unser zweiter und ernsthaftester Mitkonkurrent Heideck bei SW Süd Nürnberg, ebenfalls gegen 7 Mann, einen Punkt abgab.
Das heißt, nun muss in unserem letzten Wettkampf bei Noris-Tarrasch ein Sieg her, was ziemlich sicher den Aufstieg bedeuten würde. Ich hoffe, dass wir in Bestbesetzung antreten können; sollte ein Spieler ausfallen, wäre es jetzt schon mal für die Spitzenspieler der Zweiten schön, wenn sie sich den Termin im Falle eines Falles freihalten würden!

Erwin Hirn

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