Aussetzung des Vereinsbetriebs

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Aufgrund der Corona-Pandemie ist unser Vereinsheim bis auf Weiteres geschlossen und sämtlicher Trainings- und Spielbetrieb ausgesetzt.

In der Zwischenzeit bieten wir wieder einen virtuellen Vereinsabend freitags ab 19h auf unserem Discord-Server an.

Tata Steel Chess Masters 2021

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GM Alexander Donchenko bei der DSEM 2019 in Neumarkt (© Klaus Steffan)

Vom 16.-31. Januar findet das 83. Tata Steel Chess Masters in Wijk aan Zee statt. Dieses Jahr in abgespeckter Version ohne B- und C-Turnier sowie Amateur-Events. Im Masters befindet sich unter den 14 Teilnehmern neben Magnus Carlsen und Fabiano Caruana auch die Deutsche Nummer 1 Alexander Donchenko, der 2019 die Deutsche Schnellschachmeisterschaft in Neumarkt gewonnen hat.

Runde 5 beginnt am Donnerstag um 14h – Donchenko trifft auf Carlsen.

Live-Übertragung bei Chess24

Bericht Runde 1
Bericht Runde 2
Bericht Runde 3
Bericht Runde 4

Quarantäne-Liga

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Seit dem 15. März gibt es auf Lichess die Quarantäne-Liga. Bei der 21. Auflage am 26. April war auch das Team des „SK Neumarkt“ erstmals am Start, das seitdem jeweils donnerstags und sonntags zwei Stunden lang gegen Mannschaften aus der ganzen Welt um Arena-Punkte kämpft.

UPDATE 17.01.:
Viel Abstand nach vorne, viel Luft nach hinten – das ist die Geschichte der Liga 13A, die wir mit 79 Punkten als Siebter beendeten. Bester Scorer war Sebastian Mösl mit 22 (9/14 – Leistung 2150) vor Martin Simon (8,5/13 – Leistung 2089) und Franz Xaver Beer (8/14) mit je 20 sowie Erwin Hirn mit 17 (8/15).

Donnerstag 21.01. 20:01h: Quarantäne-Liga 13A (5+0)

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Champions Chess Tour 2021 (2) – Airthings Masters

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Nach dem Skilling Open steht vom 26. Dezember – 3. Januar die zweite Etappe der Champions Chess Tour vor der Tür: das Airthings Masters. Im Gegensatz zu den sechs regulären Turnieren, treten bei den drei Masters 12 statt 16 Spieler an, ansonsten bleibt der Modus gleich. Qualifiziert sind die besten Acht des Skilling Open, hinzu greifen erstmals u.a. Alexander Grischuk und Daniil Dubov ins Geschehen ein, die beide sowohl auf als auch neben dem Brett immer für Unterhaltung gut sind. Dubov spielte erst vor kurzem eine Glanzpartie bei der Russischen Meisterschaft gegen Sergej Karjakin.

Alle Partien werden wieder auf Chess24 von mehreren Kommentatoren-Teams live übertragen. Spielbeginn ist jeweils um 15h.

Bericht Tag 1
Bericht Tag 2
Bericht Tag 3

Die Vorrunde ist beendet, am Dienstag und Mittwoch steht das Viertelfinale auf dem Programm.

Bericht VF Tag 1
Bericht VF Tag 2

Mit Carlsen, So, Nakamura und Nepomniachtchi hatten die vier Halbfinalisten des Skilling Opens die ersten vier Plätze in der Vorrunde belegt und sind nun unisono im Viertelfinale ausgeschieden! Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Carlsen und seinem Sekundanten Dubov hielt was es versprach, da Dubov es schaffte den Weltmeister fast in allen Partien unter Druck zu setzen. Zwar gewann Carlsen im ihm eigenen Stil den Auftakt an Tag eins, doch in den anderen Begegnungen stand er mitunter mit dem Rücken zur Wand und musste sich in Partie drei geschlagen geben. Nach dem 2:2 startete Dubov mit einem Sieg in den zweiten Tag und hielt die folgende Partie Remis. Die Entscheidung fiel bereits in der dritten Partie: Dubov drückte, Carlsen kam zurück und in Zeitnot stellte Dubov eine Figur ein. Aber der schwarze König war nicht in Sicherheit und prompt unterlief auch dem Weltmeister ein Fehler, sein König zappelte im Mattnetz und Dubov hatte den Topfavoriten aus dem Turnier genommen.
Levon Aronian gelang es mehr als einmal Nakamura zu überspielen, gewann Tag eins mit 2,5:1,5 und stand nach zwei Siegen an Tag zwei als erster Halbfinalist fest. Dagegen gingen die beiden anderen Duelle über die volle Distanz.
Maxime Vachier-Lagrave setzte sich am ersten Tag gegen Wesley So mit 3:1 durch, aber der Sieger des Skilling Opens schlug am zweiten Tag in Partie eins zurück und hielt die restlichen Spiele remis. In den Blitzpartien ging MVL erneut in Führung, doch So schaffte wiederum den Ausgleich. Im Armageddon wählte So Weiß, aber MVL hielt den Laden zusammen und holte das notwendige Remis.
An Drama nicht zu überbieten war das Duell zwischen Nepo und Radjabov. Tag eins sah vier Remispartien, aber Nepo war zweimal kurz davor auf die Bretter geschickt zu werden. Am zweiten Tag nutzte Radjabov zum Auftakt einen Fehler von Nepo zur Führung aus und manövrierte sich in Partie zwei aus einer schwierigen Lage ins Remis. Ein weiteres Unentschieden folgte und in der vierten Partie war Radjabov am Drücker und es sah danach aus, als würde er den Sack zumachen können. Allerdings entglitt ihm die Partie mit abnehmender Bedenkzeit und Nepo fand im Endspiel einen hübschen Gewinnplan. Damit schien das Momentum auf Nepos Seite, aber in der ersten Blitzpartie war es wiederum Radjabov der sich eien starke Stellung erspielen konnte. Doch einmal mehr verpasste er den finalen Schlag und verlor am Ende sogar noch. Die zweite Partie spielte Radjabov entsprechend mit offenem Visier und behielt in einer hochtaktischen Stellung die Übersicht. So kam es auch hier zur Armageddon-Entscheidung und Nepo wählte Weiß. Radjabov übernahm im Mittelspiel das Kommando, verpasste zwar eine schöne Gewinnidee, holte aber ohne Schwierigkeiten das notwendige Remis.

Bericht HF Tag 1
Bericht HF Tag 2

Levon Aronian knüpfte im Halbfinale nahtlos an seine starke Leistung vom Viertelfinale an und ging nach einem Figurenverlust von MVL in Führung. In Partie zwei war Aronian drauf und dran diese auszubauen, doch MVL hatte noch einen Pfeil im Köcher und rettete sich ins Remis. Danach war erstmals MVL am Drücker, doch auch hier wurde der Punkt geteilt. In der letzten Partie von Tag eins stellte Aronian in gewonnener Stellung eine Figur ein, doch das Leichtfigurenendspiel mit zwei Bauern für die Figur war immer noch gut genug für das notwenige Unentschieden und am Ende gewann Aronian sogar noch. Tag zwei begann mit zwei Remis, ehe Aronian zum finalen Schlag ansetzte. Aber das Leichtfigurenendspiel mit zwei Mehrbauern war gegen MVLs Läuferpaar gar nicht so einfach und es gab wieder Remischancen. Letztlich übersah MVL eine Kombination und Aronian blieben L+S übrig.
Radjabov gelang es am ersten Tag sehr gut die Stellungen nicht zu wild werden zu lassen, in denen sich Dubov so wohl fühlt. Nach zwei Remis gewann Radjabov Partie drei im Endspiel mit zwei Mehrbauern. Im letzten Spiel des Tages war Radjabov gerade dabei die Initiative zu übernehmen, als Dubov mit einem Springeropfer Schwung in die Partie brachte. Objektiv zwar nicht korrekt, aber in Radjabovs Zeitnot die beste Chance, zumal die folgenden taktischen Verwicklungen auf den ersten Blick schwer zu bewerten waren. Radjabov reagierte pragmatisch, gab die Figur zurück und setzte darauf, dass sein zentraler Freibauer im Zusammenspiel mit dem unsicheren weißen König stärker war als Dubovs Freibauernpaar am Damenflügel. Mit teilweise nur noch einer Sekunde auf der Uhr fand Radjabov starke Züge, u.a. ein feines Ablenkungmotiv, dass ihm eine Quali einbrachte, die letztlich den Sieg einbrachte. Am zweiten Tag sprang Dubov seinen Kontrahenten schon in der Auftaktpartie mit 5.g4 an, doch Radjabov hielt cool im Zentrum dagegen. In der resultierenden hochtaktischen Mittelspielstellung war Radjabov auf der Höhe und konnte in ein gewonnenes Springerendspiel abwickeln. Dort machte er die Tür für ein Remis nochmal auf, aber ein falscher Königszug von Dubov ließ das schwarze Freibauernpaar am Königsflügel durchmarschieren. Die zweite Partie verlief zunächst ruhig und als Dubov zum Angriff übergehen wollte, wurde er ausgekontert. Mit unter 10 Sekunden auf der Uhr musste Radjabov noch einige genaue Züge finden, da Dubov noch kreative Angriffsideen in petto hatte, doch als alle Klippen umschifft waren, blieb Dubov nichts anderes übrig als das Handtuch zu schmeißen.

Bericht Finale Tag 1
Bericht Finale Tag 2

Finaltag eins sah zunächst drei Unentschieden, wobei Radjabov in der ersten Partie drückte und Aronian in der zweiten zwei Mehrbauern sein Eigen nannte, aber Radjabov dank eines agilen Springers ausreichend Gegenspiel hatte um eine Zugwiederholung zu provozieren. Im letzten Spiel ging Radjabov Risiko und im Mittelspiel hatte er einen Bauern mehr, aber sein Lf8 hatte kein Feld, weshalb auch der Th8 aus dem Spiel war. Doch mit präzisen Zügen gelang es ihm seine Figuren zu koordinieren und als alle im Spiel waren, kam ein zweiter Mehrbauer hinzu und Radjabov entschied Match eins für sich. Tag zwei begann mit einer hochdramatischen Partie in der Aronian mit einem Opfer zur Attacke bließ. Tatsächlich gab es eine Wiederlegung, aber den Unterschied, den dieser Bauernzug machen würde, war im Voraus kaum zu ahnen. So stand Aronian auf Gewinn, musste aber seinerseits noch einen wichtigen Zug finden, den er mit Sekunden auf der Uhr verpasste. So konnte Radjabov mit einem Damenopfer das Matt abwehren und hatte zwei Türme und Läufer für die Dame. Allerdings waren zwei seiner Figuren nicht aktiv und er fand keinen Weg aus der Schachserie der Dame. In der zweiten Partie probierte Aronian ein Bauernopfer als nur noch Türme und ungleichfarbige Läufer auf de Brett waren. Er hatte in der folgenden Varainte aber einen wichtigen Zug übersehen und lief dem Bauern letztlich vergeblich hinterher. Damit brauchte Radjabov nur noch ein Remis aus den folgenden zwei Partien. Er hielt den Angriffsversuchen von Aronian stand, wickelte in ein ausgeglichenes Turmendspiel ab und bekam alles vom Brett, womit er sich den Turniersieg sicherte.

Im Spiel um Platz drei zeigte sich Dubov sehr gut aufgelegt und gewann die ersten beiden Partien. Danach verkürzte MVL auf 1:2, doch zum Abschluss stand Dubov sehr aussichtsreich. Allerdings verdarb er mit einem Zug den ganzen Vorteil und auch wenn er später eine Quali für einen Bauern auf dem Brett hatte, entschied der schwarze Freibauer auf der b-Linie zum 2:2 Endstand. Tag zwei begann wie Tag eins geendet hatte: Dubov stand ausgangs der Eröffnung klar besser, doch am Ende gewann MVL die Partie. Nach einem Remis konnte Dubov in Partie drei ausgleichen. Aber in der letzten Partie riskierte er zu viel und nach einer kleinen Kombination entschied der a-Bauer von MVL.

Lorenz Schilay gewinnt 1.Wittelsbacher Weihnachts-Online-Open!

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Seit acht Jahren findet zwischen Weihnachten und Neujahr das Wittelsbacher Weihnachts-Open in Kelheim statt. Diesmal gab es den Umständen geschuldet eine besondere Ausgabe, das 1.Wittelsbacher Weihnachts-Online-Open. 96 Teilnehmer traten im KO-Modus an, wobei zunächst zwei Schnellschach-Partien mit 10+5 gespielt wurden. Im Falle eines 1:1 folgten zwei Blitzpartien 3+2, bei erneutem Unentschieden stand 1+0 Bullet bis zur ersten Gewinnpartie auf dem Programm. Ausgeschiedene Spieler hatten in drei Arena-Turnieren (3+2) die Möglichkeit sich mit einem Sieg zurück ins Turnier zu spielen.

Unter den 96 Teilnehmern befand sich Lorenz Schilay (#15 der Setzliste), der in Runde eins mit Christoph Eichinger (DWZ 2241) gleich auf den Setzlistenzweiten traf. Doch Lorenz kam in der ersten Partie zu einem druckvollen Königsangriff mit Dame und Läuferpaar und ging in Führung. In Partie zwei eroberte er per Ausschalten der Verteidigung entscheidendes Material und zog somit mit 2:0 in die zweite Runde ein.
Dort wartete mit Maximilian Lohr ein Top-50 Schnellschachspieler auf Lichess. Wiederum war Lorenz taktisch auf der Höhe und ging mit zwei Mehrbauern ins Endspiel, wo sich sein verbundenes Feribauernpaar durchsetzte. In der zweiten Partie brachte Maximilian ein aktiver Königszug in Schwierigkeiten, wonach Lorenz mit tempo zu einer Fesselung kam, die ihm eine Figur für zwei Bauern einbrachte. In Zeitnot gelang es Lorenz bis auf ein Bauernpaar und ungleichfarbige Läufer alles vom Brett zu bekommen und qualifizierte sich mit dem resultierenden Remis für die nächste Runde.
Hier ging es gegen Manuel Kues und Lorenz konnte erneut in Führung gehen, nachdem er die Königsstellung geöffnet und den Monarchen über das halbe Brett gejagt hatte. Doch diesmal konnte Lorenz den Vorsprung nicht konservieren, da er im T+S-Endspiel einen Bauern verlor und die weißen Figuren im Anschluss über seinen König herfielen. In den Blitzpartien dasselbe Bild: Lorenz ging in Führung, Manuel gelang der Ausgleich. Somit musste Bullet die Entscheidung bringen und Lorenz war die ganze Partie über auf der Uhr unter Druck mit konstant um die zehn Sekunden Rückstand und letztlich war die Zeit abgelaufen.
Dank des Formats war das Turnier für Lorenz aber nicht vorbei. Während sich die zwölf Sieger der dritten Runde sowie die beiden Qualifikanten aus den Arenen 1 und 2 in Runde vier um den Einzug ins Viertelfinale duellierten, kämpfte Lorenz mit neun anderen Spielern in Arena 3 um den letzten Platz im Viertelfinale. Nach einer Stunde 3+2 hatte Lorenz mit sieben Siegen und zwei Niederlagen das Turnier mit 14 Punkten für sich entschieden und damit einer der acht Viertelfinalisten.
Der Gegner im Viertelfinale hieß Robert Wagner, der auf seinem Weg in acht Partien nur zwei Unentschieden abgegeben hatte. Doch Lorenz setzte seine Serie der gewonnenen ersten Partien fort: er wehrte den Bauernangriff auf seine Rochadestellung ab und behielt im folgenden taktischen Gemenge die Übersicht. In Partie zwei war Lorenz ebenfalls auf Kurs mit besserer Stellung und deutlichem Zeitvorteil. Aber beides entglitt ihm und als beide unter 30 Sekunden angekommen waren, fand sich Lorenz in einem Turmendspiel mit zwei Minusbauern wieder. Dies bedeutete zwei Blitzpartien, wobei Lorenz in der ersten im Schwerfigurenendspiel Druck auf den rückständigen c3-Bauern machte, in Zeitnot aber den möglichen Bauerngewinn übersah und die Züge wiederholte. Im Anschluss gewann Lorenz früh einen Bauern und Robert war bald unter zehn Sekunden angekommen. In seiner Zeitnot gelang es Lorenz seine Dame zu fangen und Robert musste das Handtuch schmeißen.
Im Halbfinale kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Manuel Kues und der Matchverlauf war zunächst wie derjenige in Runde drei. Lorenz hatte in Partie eins ein angenehmes Endspiel erreicht wo sein Läuferpaar stärker war als die Kombination L+S. Mit einem taktischen Trick eroberte er einen Bauern, schuf sich einen Freibauern und wickelte in ein gewonnenes Bauernendspiel ab. In der zweiten Partie kam Lorenz gut aus der Eröffnung und nannte wiederum das Läuferpaar sein eigen. Aber Manuel setzte ihn mit seinen Springern unter Druck, so dass Lorenz viel Bedenkzeit verbrauchte. Er setzte zum Gegenspiel am Damenflügel an und gewann auch einen Bauern, doch gab er eine Quali für einen weiteren Bauern, da der einzige Zug der die Springerdrohungen abwehrte schwer zu finden war. Die Engine zeigte Ausgleich, aber wenn man weniger als eine Minute in einer komplizierten Stellung mit materiellen Ungleichgewichten hat, passiert das, wovor auch die Top-GMs nicht gefeit sind: es unterlaufen einem Fehler und die Verteidigung brach auseinander. Dies bedeutete erneut zwei Blitz-Partien zwischen den Beiden und Lorenz ging wie in Runde drei in Führung. In der Eröffnung opferte er einen Bauern und sein Angriff brachte eine Quali sowie einen Mehrbauern ein. Im Gegensatz zum vorherigen Duell konnte Manuel diesmal nicht zurückschlagen. Lorenz nutzte seine L-D-Batterie auf der langen Diagonale für den entscheidenden taktischen Schlag und zog damit ins Finale ein.
Sein Gegner dort war der topgesetzte Tobias Kolb (DWZ 2261), der in letzter Zeit sowohl am Brett als auch online starke Resultate erzielt hatte und Ende Oktober in Willingen Deutscher Vize-Meister in der U16 geworden war. Tobias musste nur in Runde zwei eine Niederlage hinnehmen und in den Blitzentscheid, gewann ansonsten alle Duelle mit 2:0. Doch die erste Partie hatte kaum begonnen, da hatte Lorenz schon das Kunststück geschafft auch im sechsten Duell Partie eins für sich zu entscheiden, nachdem Tobias in der Eröffnung eine Figur eingebüßt hatte. In Partie zwei hatte Lorenz wieder Mal das Läuferpaar und machte damit Druck auf die gefesselten Springer. Doch dann gab er beide Läufer für die Springer, weil er dachte dass sein Springer dem gegnerischen Läufer überlegen sei. Allerdings büßte er genau wegen diesem agilen Läufer einen Bauern ein und musste in ein Turmendspiel mit Minusbauer und passiven Figuren gehen. Dort spielte Tobias mit wenig Bedenkzeit auf der Uhr den ein oder anderen ungenauen Zug und Lorenz schaffte es seinen Turm zu aktivieren und gerade rechtzeitig Gegenspiel zu kreieren. Am Ende kam der letzte Bauer von Tobias durch und Lorenz musste seinen Turm geben, da aber auch sein letzter Bauer kurz vor der Umwandlung stand, blieben nur die blanken Könige übrig. Damit hatte Lorenz das gut besetzte und hervorragend organisierte Turnier gewonnen – starke Leistung!

Turnierseite

Im Halbfinale und Finale gab es eine Live-Übertragung kommentiert von Constantin Blodig und GM Leon Mons.

Online Herbstserie

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Chessbase führt auf seiner Online-Plattform Playchess eine Serie an neunründigen Blitzturnieren (3+2) durch, an denen Kevin Beesk und Johannes Hierl teilnehmen.

Im ersten Turnier konnte Kevin als Neunter mit 5,5 Punkten gleich ein starkes Resultat erzielen, wobei er nur dem Ersten, Dritten und Fünften unterlag.

Endstand

Noch besser lief es für Kevin in Turnier Nummer drei: zum Auftakt musste er sich dem späteren Zweiten Nikola Potpara (ELO 2383) aus Montenegro geschlagen geben, holte dann 4,5 Punkte aus den nächsten sechs Partien. Das Highlight war der folgende Sieg in Runde acht gegen IM Sebastian Plischki (2352), wodurch er bis auf Platz vier kletterte. Zum Abschluss nahm er dem souveränen Turniersieger Veaceslav Cofmann (2292) das einzige Remis ab und beendete das Turnier als hervorragender Sechster mit 6/9. Johannes Hierl hatte gegen die starke Konkurrenz, die durchweg mindestens 200 Wertungspunkte mehr auf die Waage brachte einen schweren Stand. Er konnte eine Partie für sich entscheiden und belegte Rang 33.

Endstand

Turnier Nummer vier begann für Kevin mit dem nächsten Highlight: ein Sieg gegen den späteren Turniersieger IM Christian Köpke (2342). Den Schwung konnte er in die folgenden Partien nicht ganz mitnehmen. Am Ende landete er mit fünf Zählern auf Rang 16 und damit zum dritten Mal vor seinem Setzlistenplatz. Johannes Hierl belegte mit 1/4 Rang 44.

Endstand

So langsam scheint Kevin Gefallen daran gefunden zu haben gegen IMs zu gewinnen. Im fünften Turnier musste er sich zwar IM Plischki in der Auftaktrunde geschlagen geben, bezwang aber später sowohl IM Klaus Klundt als auch IM Köpke, der sich nicht mit einem Remis begnügen wollte und die Stellung überzog. Am Ende gab es aber doch noch einen Wermutstropfen: in der letzten Runde hatte Kevin Turniersieger Veaceslav Cofmann überspielt, fand aber den Gewinn nicht und verlor die Partie sogar noch. So stand am Ende statt eines sensationellen dritten Platzes, Rang zwölf mit 5,5 Punkten zu Buche.

Endstand

In Turnier sechs war Kevin zu Beginn noch nicht richtig „wach“ und kam gegen FM Tomislav Gruskovnjak aus Slowenien schon in der Eröffnung in Nachteil. Danach spielte er vier starke Partien und holte dabei 3,5 Zähler. Runde sechs nach einer kurzen Pause ging wiederum schnell in die Binsen, nachdem sich Kevin in eienr Schlagvariante verzählt hatte. Es folgte ein weiteres denkwürdiges Duell mit IM Köpke: zunächst kam Kevin gut aus der Eröffnung, wollte später aber angesichts zweier Minusbauern sowie 45 Sekunden weniger Bedenkzeit schon die weiße Fahne hissen, als er unverhofft zwei Figuren für seinen Turm bekam. Dadurch war die Stellung wieder unklar und dank eines starken Springers für Kevin einfacher zu spielen. In Zeitnot griffen dann beide daneben, letztlich nahm der IM doch ein Geschenk in Form eines Läufers an. Aber die Sache war immer noch nicht gelaufen, denn auch dieser machte nochmal einen Fehler und die Partie mündete in ein Endspiel Turm gegen Springer. 20 Züge lang fand Kevin den richtigen Weg, aber in Zug 106 kam dann doch der entscheidende Fehler. In den letzten beiden Partien holte Kevin noch einen Zähler und belegte mit 4,5 Punkten Rang 16. Johannes konnte drei Partien gewinnen und kam damit auf Platz 30.

Endstand

Im neunten Turnier wurde Kevin mit 5 Punkten Elfter, wobei er in der letzten Runde erneut IM Klundt bezwingen konnte.

Endstand

Deutsche Meisterschaft 2021

Posted by Sebastian in Jugend 20/21, Saison 20/21 | Kommentare deaktiviert für Deutsche Meisterschaft 2021

Tolle Nachrichten gibt es von der Deutschen Schachjugend. In der 1.Freiplatzrunde für die Deutsche Meisterschaft 2021 erhielt Laura Sophie Bauer einen Freiplatz in der U12w!

Champions Chess Tour 2021 (1) – Skilling Open

Posted by Sebastian in Online-Schach | Kommentare deaktiviert für Champions Chess Tour 2021 (1) – Skilling Open

Von April bis August hat mit der Magnus Carlsen Chess Tour eine hochkarätige Online-Turnierserie stattgefunden: vier Turniere und das große Finale, bei dem sich Magnus Carlsen knapp mit 4:3 gegen Hikaru Nakamura durchsetzen konnte. Nun gibt es eine Fortsetzung: die Champions Chess Tour – eine Serie über zehn Turniere bis September 2021 mit den besten Spielern der Welt.

Den Auftakt macht vom 22. – 30. November das Skilling Open. 16 Teilnehmer – darunter sieben aus den Top10 der Weltrangliste – spielen zunächst an drei Tagen im Modus Jeder-gegen-Jeden bei einer Bedenkzeit von 15min + 10sek. Die besten Acht spielen danach im KO-Format den Sieger aus, wobei jeweils zwei Matches über vier Partien auszutragen sind. Beim Stand von 1:1 folgen zwei Blitz-Partien und bei abermaligem Gleichstand heißt es Armageddon.

Die Partien beginnen jeden Tag um 18h und werden auf Chess24 live übertragen. Dabei hat man eine große Auswahl an Kommentatoren-Teams. Neben dem deutschen Kommentar mit GM Jan Gustafsson und Star-Trainer GM Rustam Kasimdzhanov gibt es gleich vier in englischer Sprache: IM Tania Sachdev und GM Peter Leko, GM Simon Williams mit wechselnden Co-Kommentatoren, ChessbaseIndia-Macher IM Sagar Shah zusammen mit Amruta Mokal und WGM Soumya Swaminathan sowie GM David Howell und IM Jovanka Houska zusammen mit der norwegischen Moderatorin Kaja Snare aus einem TV-Studio in Oslo.

Bericht Tag 1
Bericht Tag 2
Bericht Tag 3

Eine spannende Vorrunde mit vielen interessanten und dramatischen Partien ist zu Ende. In dem starken Feld konnte jeder jeden schlagen und so lag am Ende zwischen Platz eins und zehn gerade mal ein Punkt. Anish Giri startete exzellent mit 4/5 und beendete nach fünf Remisen auch Tag zwei als Spitzenreiter. Doch am dritten Tag kamen nur noch 1,5 Zähler hinzu und plötzlich war er auf Schützenhilfe angewiesen um sich überhaupt für das Viertelfinale zu qualifizieren. Die bekam er in Person von Quang Liem Le, der in der letzten Runde Alireza Firouzja bezwang, damit zu den Spielern mit 8 Punkten aufschloss und somit Giri in der Feinwertung an Firouzja vorbeihievte. Dieser war nach 13 von 15 Runden noch in Führung gelegen, doch durch zwei Niederlagen zum Abschluss fiel er auf Rang neun zurück und ist somit trotz der meisten Siege aller Teilnehmer (sechs) ausgeschieden. Dabei ist er in illustrer Gesellschaft und teilt das Schicksal mit Ding Liren und Sergey Karjakin. Sieger der Vorrunde wurde Magnus Carlsen mit 9/15 vor dem punktgleichen Hikaru Nakamura.

Bericht VF Tag 1
Bericht VF Tag 2

Nach einem dramatischen Viertelfinale mit drei Blitz-Stichkämpfen und zwei Armageddon-Entscheidungen, stehen die Halbfinalpaarungen fest.

Bericht HF Tag 1
Bericht HF Tag 2

Im Finale konnte Wesley So die Online-Siegesserie von Magnus Carlsen durchbrechen. Match 1 sah vier Weißsiege, wohingegen der zweite Tag mit zwei Schwarzsiegen begann. Es folgten zwei Remis, so dass es zum Blitzentscheid kam. Hier gewann So die erste Partie, hielt die Zweite remis und krönte sich somit an Carlsens Geburtstag zum Turniersieger.

Bericht Finale Tag 1
Bericht Finale Tag 2

Deutscher Jugend Online Cup

Posted by Sebastian in Online-Schach | Kommentare deaktiviert für Deutscher Jugend Online Cup

Kurz nach ihrem hervorragenden vierten Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Wilingen, wurde Laura Sophie Bauer zum Deutschen Jugend Online Cup eingeladen. Dies war das Qualifikationsturnier für die ab Ende November ausgetragene „FIDE Online World Cadets & Youth (Under 10-18) Rapid Chess Championship“. Da dort der Modus mit 10min + 3sek deutlich von der längeren Bedenkzeit bei der DEM abweicht, wurden nicht automatisch die Deutschen Meister nominiert, sondern in den jüngeren Altersklassen je sieben Spieler eingeladen, die im KO-Modus den deutschen Starter für die Europa Vorrunde ausspielten.
Im Viertelfinale wurden zwei Partien gespielt, ab dem Halbfinale jeweils vier und bei Gleichstand fiel die Entscheidung im Armageddon. Laura traf im Viertelfinale auf Svenja Hoffmann (Schachzwerge Magdeburg), der sie sich bei der DEM in einer wilden Angriffspartie geschlagen geben musste. Auch in diesem Duell wurde mit heterogenen Rochaden auf Angriff gespielt, wobei Laura diesmal schneller war und letztlich eine Mehrfigur auf dem Brett hatte. In der zweiten Partie ging es sofort zur Sache: Svenja spielte einen dubiosen Angriffszug, doch Laura griff fehl und hatte Glück statt mit einer Minusfigur mit einem Mehrturm aus der Variante herauszukommen.
Durch den 2:0 Erfolg zog Laura ins Halbfinale ein, wo sie es mit der Deutschen Meisterin Lisa Sickmann (Lübecker SV von 1873) zu tun bekam. In der ersten Partie mit – was wohl? – heterogenen Rochaden war Laura am Drücker, verpasste dann leider den Gewinnzug und wurde ausgekontert. Mit Weiß ging in der Eröffnung etwas schief und mit einer Figur weniger war die Partie schnell entschieden. Danach kam es mit heterogenen Rochaden wieder zu einer scharfen Stellung, bei der Laura zuerst daneben griff und sich zum 0:3 Endstand geschlagen geben musste.

Bericht bei der BSJ

Bericht bei der DSJ

Vereinsmeisterschaft 2020 – Teilnehmerlisten und Rundenspielpläne

Posted by Kevin in Senioren 19/20, Turniere 19/20 | Kommentare deaktiviert für Vereinsmeisterschaft 2020 – Teilnehmerlisten und Rundenspielpläne

Gruppe A:
Teilnehmerliste: VM2020_A-Teil-R1
Rundenspielplan: VM2020_A-XPaar-R5
Kreuztabelle: VM2020_A-Kreuz-R5

Gruppe B:
Teilnehmerliste: VM2020_B-Teil-R1
Rundenspielplan: VM2020_B-XPaar-R5
Kreuztabelle: VM2020_B-Kreuz-R5

Gruppe C:
Teilnehmerliste: VM2020_C-Teil-R1
Rundenspielplan: VM2020_C-XPaar-R5
Kreuztabelle: VM2020_C-Kreuz-R5