{"id":12837,"date":"2022-08-09T19:59:34","date_gmt":"2022-08-09T19:59:34","guid":{"rendered":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=12837"},"modified":"2022-08-10T21:15:43","modified_gmt":"2022-08-10T21:15:43","slug":"schacholympiade-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=12837","title":{"rendered":"Schacholympiade 2022"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Screenshot-2022-07-26-at-15-21-29-44th-Chess-Olympiad-Logo_Q79DF_977x1000.jpeg-JPEG-Grafik-977-\u00d7-1000-Pixel-Skaliert-61_.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-12838\" src=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Screenshot-2022-07-26-at-15-21-29-44th-Chess-Olympiad-Logo_Q79DF_977x1000.jpeg-JPEG-Grafik-977-\u00d7-1000-Pixel-Skaliert-61_-293x300.png\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Screenshot-2022-07-26-at-15-21-29-44th-Chess-Olympiad-Logo_Q79DF_977x1000.jpeg-JPEG-Grafik-977-\u00d7-1000-Pixel-Skaliert-61_-293x300.png 293w, https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Screenshot-2022-07-26-at-15-21-29-44th-Chess-Olympiad-Logo_Q79DF_977x1000.jpeg-JPEG-Grafik-977-\u00d7-1000-Pixel-Skaliert-61_.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a>Vom 29. Juli bis 9. August findet in Chennai (Indien) die 44. Schacholympiade statt. Im <a href=\"https:\/\/chess-results.com\/tnr653631.aspx?lan=0&amp;zeilen=99999\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">offenen Turnier<\/a> sind 186 Mannschaften am Start, angef\u00fchrt von den USA mit einem Schnitt von 2771 als klarer Favorit. Derweil hat China &#8211; Titelverteidiger in beiden Wettbewerben &#8211; wegen der Pandemie auf eine Teilnahme verzichtet, russische Teams wurden wegen des Angriffs auf die Ukraine ausgeschlossen. Hinter den USA gehen neun Teams mit einem Schnitt von 2696 &#8211; 2662 ins Rennen, darunter #2 Indien, #3 Norwegen (mit Magnus Carlsen) und Deutschland an #9 (2664). Das Spitzenbrett besetzt erstmals der 17j\u00e4hrige Vincent Keymer, gefolgt vom amtierenden Europameister Matthias Bl\u00fcbaum, Rasmus Svane, Liviu-Dieter Nisipeanu und Dmitrij Kollars. Bei den <a href=\"https:\/\/chess-results.com\/tnr653632.aspx?lan=0&amp;art=0&amp;flag=30&amp;zeilen=99999\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Damen<\/a> f\u00fchrt Indien (2486) die Setzliste der 159 Teams knapp vor der Ukraine (2478) und Georgien (2475) an. Die deutschen Damen sind an #8 (2383) gesetzt und treten mit Elisabeth P\u00e4htz, Josefine Heinemann, Hanna Marie Klek vom SC Erlangen 48\/88, Dinara Wagner und Jana Schneider vom SC Bavaria Regensburg von 1881 an. Jana trug auch schon das Trikot des SK Neumarkt, als sie als Gastspielerin unsere U14-M\u00e4dchenmeisterschaft zu Platz 5 bei der <a href=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=5760\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DVM 2014<\/a> f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Rundenbeginn ist t\u00e4glich um 11:30h, am 04.08. ist ein Ruhetag und am 09.08. werden die Breter um 6:30h freigegeben. Es gibt wieder zahlreiche \u00dcbertragungen mit Live-Kommentierung.<\/p>\n<p>Open R1: Sudan &#8211; Deutschland 0:4<br \/>\nOpen R2: Deutschland &#8211; Finnland 3:1<br \/>\nOpen R3: \u00d6sterreich &#8211; Deutschland 2,5:1,5<br \/>\nOpen R4: Deutschland &#8211; Irland 2,5:1,5<br \/>\nOpen R5: Slowenien &#8211; Deutschland 1:3<br \/>\nOpen R6: Deutschland &#8211; Italien 2,5:1,5<br \/>\nOpen R7: Serbien &#8211; Deutschland 1,5:2,5<br \/>\nOpen R8: Deutschland &#8211; Usbekistan 1,5:2,5<br \/>\nOpen R9: Litauen &#8211; Deutschland 2:2<br \/>\nOpen R10: Deutschland &#8211; Israel 3:1<br \/>\nOpen R11: Deutschland &#8211; Indien 2 1:3<\/p>\n<p>In den ersten beiden Runden setzten sich die nominellen Favoriten meist deutlich durch, aber es gab vereinzelt \u00dcberraschungen. So kam u.a. Levon Aronian bei seinem Deb\u00fct f\u00fcr das US-Team mit einem blauen Auge in Form eines Remis gegen IM David Silva aus Angola davon. In Runde zwei h\u00e4tte der Setzlistenerste gut und gerne ein 2:2 gegen Paraguay abgeben k\u00f6nnen, aber FM Ruben Zacarias (2175) lie\u00df Sam Shankland (2720) ins Remis entkommen. Tags darauf mussten sich drei Top-10-Teams von ihrer wei\u00dfen Weste verabschieden, darunter leider auch Deutschland, die 2018 noch ungeschlagen durch das Turnier gekommen waren. Gegen \u00d6sterreich erlitt man an beiden hinteren Brettern Schiffbruch und unterlag 1,5:2,5. Derweil verlor Norwegen 1:3 gegen Italien und die Ukraine kam zu einem gl\u00fccklichen 2:2 gegen Kuba.<br \/>\nNach vier Runden gibt es noch f\u00fcnf Teams ohne Verlustpunkt: Indien 2 (die gegen Italien die ersten beiden Remis abgaben), Armenien, Israel (nach einem 2,5:1,5 gegen die Niederlande), England und Spanien. Dagegen gab es beim Duell Indien 1 gegen Frankreich vier Remis und auch zwischen Polen und Rum\u00e4nien gab es an keinem Brett einen Sieger. Usbekistan war drauf und dran den Top-Favoriten zu schlagen: Schnellschach-Weltmeister Nodirbek Abdusattorov bezwang Fabiano Caruana im Endspiel, doch Jakhongir Vakhidov brachte sich mit einem falschen Zug im Endspiel um den verdienten Lohn gegen Shankland. Eine Punkteteilung gab es auch zwischen der T\u00fcrkei und Aserbaidschan, w\u00e4hrend die Ukraine der Slowakei mit 1,5:2,5 unterlag. Bei Deutschland griff heute erstmals Vincent Keymer ein und gewann seine Premierenpartie bei einer Schacholympiade gegen Alexander Baburin. Am Ende gelang ein gl\u00fccklicher 2,5:1,5 Erfolg \u00fcber Irland, da Tarun Kanyamarala den Gewinnweg gegen Rasmus Svane nicht fand.<br \/>\nAus dem Spitzenquintett wurde in Runde f\u00fcnf ein F\u00fchrungsduo bestehend aus Indien 2 und Armenien mit je 10:0 Punkten. Die junge indische Truppe setzte sich gegen Spanien dank der Siege von Gukesh und Adhiban mit 2,5:1,5 durch, Praggnanandhaa kassierte die erste Niederlage gegen Jaime Santos Latasa. Gukesh zeigt bislang eine eindrucksvolle Leistung, bezwang auch Alexei Shirov und steht jetzt bei 5\/5! Armenien setzte sich mit 2,5:1,5 gegen England durch, dasselbe Resultat gab es zwischen Indien 1 und Rum\u00e4nien sowie der USA und Israel. Frankreich und Polen trennten sich 2:2 unentschieden, w\u00e4hrend Aserbaidschan eine 1,5:2,5 Niederlage gegen Kuba hinnehmen musste. Ungeschlagen bleibt das junge Team aus Usbekistan, beim 4:0 Erfolg \u00fcber die Slowakei holte Abdusattorov Sieg Nummer f\u00fcnf. Die deutschen Herren bezwangen Slowenien problemlos mit 3:1, Keymer und Kollars gewannen dabei ihre Partien.<br \/>\nEs gab einige Kandidaten die man h\u00e4tte nennen k\u00f6nnen, wenn man sich vor dem Turnier gefragt h\u00e4tte, welches Team denn nach sechs von elf Runden alleine in Front liegen w\u00fcrde. Armenien h\u00e4tten sicher nicht viele auf der Rechnung gehabt, gleichwohl die Armenier in Mannschaftswettbewerben immer stark sind. Ohne ihre langj\u00e4hrige Nummer #1 Levon Aronian konnten sie alle Wettk\u00e4mpfe bislang gewinnen, so auch heute gegen Indien 2. Zwar setzte Gukesh auch gegen Gabriel Sargissian seinen Siegeszug fort, aber Adhiban unterlag Samvel Ter-Sahakyan und auch Raunak Sadhwani zog gegen Robert Hovhannisyan den K\u00fcrzeren. Indien 1 bleibt ungeschlagen, h\u00e4tte beim 2:2 gegen Usbekistan aber verlieren k\u00f6nnen. Abdusattorov geriet gegen Pentala Harikrishna fr\u00fch auf Abwege, aber Shamsiddin Vokhidov gewann gegen Krishnan Sasikiran. Die USA kletterte mit einem 2,5:1,5 \u00fcber den Iran auf Rang zwei, dank des Erfolgs von Caruana \u00fcber Parham Maghsoodloo. Vier Unentschieden gab es zwischen Spanien und Kuba, w\u00e4hrend Polen \u00fcberraschend Serbien 1,5:2,5 unterlag. Das deutsche Team brachte sich gegen Italien selbst in Schwierigkeiten, am Ende setzte man sich aber gl\u00fccklich mit 2,5:1,5 durch und ist dmait eine von elf Mannschaften die hinter Armenien (12) und den USA (11) mit je 10:2 Punkten gut im Rennen liegen.<br \/>\nDas Spitzenduell zwischen Armnenien und den USA sah vier entschiedene Partien. Den Anfang machte Wesley So, der eigentlich selbst etwas \u00fcbersehen hatte, aber Hrant Melkumyan war zu gierig, bemerkte eine feine Matt-Kombination inklusive Damenopfer zu sp\u00e4t und verblieb mit einer hoffnungslosen Stellung. Beim Stand von 2:1 f\u00fcr die USA spielte sich dann das wahre Drama an Brett vier ab. Hier versuchte Sam Shankland seit Stunden eine schlechte Position gegen Robert Hovhannisyan zu halten und wurde belohnt, als dieser in Zug 82 seinen Vorteil verspielt hatte. Wenig sp\u00e4ter griff Shankland in Erwartung des Damenschachs auf h1 zu seinem K\u00f6nig und musste nach Kc2 feststellen, dass sein Gegner die Dame auf g2 gezogen hatte. Schlimmer noch: der einzig legale K\u00f6nigszug Kc1 stellte die Partie ein und Shankland gab auf (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CNLBjaDjmD0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video bei Chess24<\/a>). Indien 1 setzte sich im ersten indischen Duell mit 3:1 gegen Indien 3 durch. Die derzeitige St\u00e4rke Indiens erkennt man daran, dass auch das dritte Team noch an #16 gesetzt ist, vier GMs mit 2600+ aufbieten kann und wie die beiden anderen Mannschaften Indiens 10:2 Punkte auf dem Konto hatte. Indien 2 bezwang Kuba 3,5:0,5 und Usbekistan kam zu einem glatten 4:0 \u00fcber Peru, w\u00e4hrend sich die Niederlande und Frankreich 2:2 trennten. Die deutschen Herren gewannen gegen Serbien mit 2,5:1,5 dank des Erfolgs von Dmitrij Kollars. Damit geh\u00f6rt Deutschland einem Sextett mit 12:2 Punkten an, das einen Z\u00e4hler hinter Spitzenreiter Armnenien liegt.<br \/>\nArmenien bleibt weiter in der Erfolgsspur und bezwingt Indien 1 mit 2,5:1,5. Zwar konnte Robert Hovhannisyan seinen Vorteil gegen S.L. Narayanan nicht verwerten, aber Gabriel Sargissian holte nach seinem Sieg \u00fcber Caruana tags zuvor den n\u00e4chsten bigpoint. Er stellte Pentala Harikrishna mit dem L\u00e4uferpaar im Leichtfigurenendspiel so lange vor Probleme, bis er nach \u00fcber 100 Z\u00fcgen den Gewinn in der Tasche hatte. Mit Spannung erwartet wurde das Duell zwischen Top-Favorit USA und dem hei\u00df gehandelten Geheimfavoriten Indien 2. Und die junge indische Truppe lie\u00df den Top-GMs keine Chance und gewann 3:1. Nach einem Remis von Praggnanandhaa gegen Wesley So, teilte auch Nihal Sarin mit Blick auf die verbliebenen Stellungen trotz Vorteils den Punkt mit Levon Aronian. Denn Gukesh hatte trotz anf\u00e4nglicher Probleme gegen Caruana die Initiative \u00fcbernommen und diesen in der Folge komplett \u00fcberspielt. Damit steht er jetzt bei sensationellen 8\/8 (Leistung 3366!) und hat sich im Live-Rating auf Rang #20 der Weltrangliste gespielt. Obendrein gewann Raunak Sadhwani gegen Leinier Dominguez Perez. Die deutschen Herren mussten sich gegen Usbekistan beweisen, die bis dato einen gl\u00e4nzenden Eindruck hinterlassen hatten: 4x 4:0, 1x 3:1 und gegen die Top-Teams USA und Indien 1 zweimal ungl\u00fccklich 2:2. An Brett 4 gab es nach ausgeglichenem Verlauf ein Remis, aber an den vorderen Brettern sah es gar nicht gut aus. Derweil verpasste Rasmus Svane eine Chance gegen Javokhir Sindarov und musste sich mit der Punkteteilung begn\u00fcgen. Vincent Keymer musste sich der tiefen Vorbereitung von Abdusattorov erwehren, verbrauchte viel Zeit und stand mit dem R\u00fccken zur Wand. Nach dem der Usbeke nicht die beste Fortsetzung fand, gelang es Keymer trotz Zeitnot mit pr\u00e4ziser Verteidigung die Partie in den Remishafen zu steuern. Matthias Bl\u00fcbaum dagegen wurden seine Schw\u00e4chen auf den schwarzen Feldern sowie der wei\u00dfe Bauer auf d6 als Pfahl im Fleisch zum Verh\u00e4ngnis und er konnte die Partie gegen Nodirbek Yakubboev nicht halten. Auch Kasachstan musste sich Aserbaidschan mit 1,5:2,5 geschlagen geben, da Kazybek Nogerbek (bis hierhin mit 6,5\/7) im Endspiel gegen Nijat Abasov ein kapitaler Einsteller unterlief. Die Niederlande bezwang Ungarn mit 3:1 und Iran sorgte f\u00fcr die erste Niederlage der Franzosen. Dagegen kommt Team-Europameister Ukraine weiterhin nicht in Tritt und kam gegen Brasilien nicht \u00fcber ein 2:2 hinaus. In der Tabelle findet man aktuell kein Team der Top-10 der Setzliste auf den Podestpl\u00e4tzen. Es f\u00fchrt weiterhin #12 Armenien mit 15 Punkten vor #11 Indien 2 und #14 Usbekistan mit 14. Die Niederlande, Iran und Aserbaidschan haben 13 Z\u00e4hler auf dem Konto, gefolgt von zehn Mannschaften mit je 12 Punkten, darunter Deutschland auf Platz zehn. Doch jetzt geht das Turnier in die hei\u00dfe Phase, die Performance in den letzten drei Runden wird entscheidend sein.<br \/>\nMan merkt dass es nun um die Wurst geht: die Anspannung steigt, die Spieler haben bereits acht Runden in neun Tagen in den Knochen und so mehren sich die dramatischen Wendungen im Inkrement und nicht erwartete \u00dcberseher. Im Duell der beiden letzten ungeschlagenen Teams, mussten nun auch die Armenier Federn lassen. Zwar war Robert Hovhannisyan drauf und dran sein schlechtes Endspiel gegen Jakhongir Vakhidov mindestens zu halten, doch letztlich musste er sich genau so geschlagen geben wie Samvel Ter-Sahakyan gegen Javokhir Sindarov. Abdusattorov dr\u00fcckte lange gegen Sargissian und remisierte zum 3:1 Endstand. Shakhriyar Mamedyarov gelang es den Siegszug von Gukesh zu stoppen und ihm das erste Remis im Turnier abzunehmen. Nachdem Raunak Sadhwani im Endspiel ein kapitaler Fehler unterlaufen war, brachte Nihat Abasov Aserbaidschan in F\u00fchrung. Doch Praggnanandhaa setzte sich in einer Zeitnotschlacht gegen Vasif Durarbayli durch und rettete Indien 2 das Unentschieden. Vier Remis gab es zwischen den Niederlanden und dem Iran, w\u00e4hrend Indien 1 dank zweier Siege an den hinteren Brettern Brasilien mit 3:1 bezwingen konnte. Auch die USA gewann ihr Match gegen Griechenland mit 2,5:1,5, gleichwohl Levon Aronian gegen Nikolaos Theodorou zu viel Risiko gegangen war. Die deutschen Herren mussten am Ende mit einem 2:2 gegen Litauen zufrieden sein: nach Niederlagen von Dmitrij Kollars und Rasmus Svane retteten Vincent Keymer und Matthias Bl\u00fcbaum einen Mannschaftspunkt. An der Tabellenspitze befindet sich nun erstmals Usbekistan mit 16 Punkten, vor Indien 2 und Armenien mit je 15, sowie sieben Mannschaften mit 14 Z\u00e4hlern.<br \/>\nIn der vorletzten Runde geriet nun auch Usbekistan erstmals geh\u00f6rig unter Druck, rettete sich aber noch in ein Unentschieden gegen Indien 2. Das Duell der kommenden Weltklasse hielt was es versprach. Beim Stand von 1:1 gelang es Praggnanandhaa eine Qualit\u00e4t von Javokhir Sindarov zu erobern. Mit Turm gegen L\u00e4ufer blieb Pragg noch der h-Bauer \u00fcbrig und da dieser die Brettmitte noch nicht \u00fcberschritten hatte, brachte er die Gastgeber in Front. Damit sah alles danach aus, dass die Geheimfavoriten als Tabellenf\u00fchrer in die letzte Runde gehen w\u00fcrden, denn Gukesh war gegen Abdusattorov am Dr\u00fccker. Doch nach der Zeitkontrolle verflachte der Vorteil und pl\u00f6tzlich waren wieder alle drei Ergebnisse m\u00f6glich. Letztlich zeigte sich, dass auch an Gukesh der Hype und die Erwartungshaltung der ganzen Nation nicht spurlos an ihm vorbeigehen. Unter Druck unterlief ihm in Zeitnot ein kapitaler Fehler und mit einem simplen Doppelangriff beendete Abdusattorov die Partie. Damit bleibt Usbekistan mit 17 Punkten an der Spitze, doch Armenien konnte mit einem 3:1 Erfolg \u00fcber Aserbaidschan gleichziehen, hat aber die deutlich schlechtere Zweitwertung. Gabriel Sargissian holte wiederum den ganzen Punkt am Spitzenbrett, nachdem Mamedyarov ausgangs der Er\u00f6ffnung daneben gegriffen hatte. Zudem setzte sich Robert Hovhannisyan gegen Nijat Abasov durch. Erste Verfolger des Spitzenduos sind Indien 2, Indien 1 und die USA mit einem Z\u00e4hler R\u00fcckstand. Indien 1 gewann gegen den Iran mit 2,5:1,5, obwohl Pentala Harikrishna gegen Parham Maghsoodloo verlor. Aber Vidit Gujrathi konnte nach sieben Remis in Folge gegen Amin Tabatabaei gewinnen und S.L. Narayanan machte gegen Bardiya Daneshvar den Sack zu. Die USA setzte sich souver\u00e4n mit 3:1 gegen die T\u00fcrkei durch, w\u00e4hrend die Niederlande die Chance verpasste auf 16 Punkte zu kommen, da Anish Giri beim 2:2 gegen Serbien eine komplizierte Gewinnvariante gegen Aleksandar Indjic nicht fand. Die deutschen Herren behielten mit 3:1 gegen Israel die Oberhand, weil Vincent Keymer etwas gelang, was die Top-10-Spieler Giri, Caruana und Mamedyarov nicht schafften: ein Sieg gegen den bis dato ungeschlagenen Avital Boruchovsky. Keymer verpasste seinem Gegen\u00fcber in der Er\u00f6ffnung Bauernschw\u00e4chen, die er letztlich erfolgreich zur Eroberung eines Bauern nutzte. Nach zwei ungef\u00e4hrdeten Remis an den hinteren Brettern, hatte Matthias Bl\u00fcbaum eine kritische Phase zu \u00fcberstehen, da er ein starkes Figurenopfer von Tamir Nabaty \u00fcbersehen hatte. Doch der Israeli fand die beste Fortsetzung nicht und blieb auf dem Materialnachteil sitzen. Damit ist Deutschland eine von sechs Mannschaften mit 15 Punkten und befindet sich aktuell auf seinem Setzlistenplatz neun. Allerdings steht zum Abschluss mit Indien 2 eine schwere Aufgabe bevor.<br \/>\nDie drei Teams die bislang diesem Turnier ihren Stempel aufgedr\u00fcckt haben, gewannen auch in der letzten Runde und erklommen damit verdient das Podest. Indien 2 bezwang nach der bitteren Pille am Vortag die deutschen Herren mit 3:1. Vicent Keymer und Rasmus Svane remisierten problemlos gegen die Wunderkinder Gukesh und Pragg. Aber Matthias Bl\u00fcbaum und Liviu-Dieter Nisipeanu kamen zwar beide nach Problemen zur\u00fcck in die Partie, gerieten in Zeitnot jeoch endg\u00fcltig auf die Verliererstrasse. Gabriel Sargissian profitierte von einem taktischen \u00dcberseher seitens Alexei Shirov und f\u00fchrte Armenien zum 2,5:1,5 Erfolg \u00fcber Spanien. Spitzenreiter Usbekistan hatte das Match gegen die Niederlande unter Kontrolle und letztlich war es Jakhongir Vakhidov vorbehalten mit seinem Sieg \u00fcber Max Warmerdam den sensationellen Titelgewinn unter Dach und Fach zu bringen. Usbekistan blieb als einzige Mannschaft ungeschlagen, holte mit 33 die meisten Brettpunkte (Indien 2 kam auf 32,5, alle anderen blieben unter 30) und hatte die deutlich bessere Zweitwertung als Armenien (435:382,5 Olympia-SoBe (= Anzahl Punkte der Gegner multipliziert mit den erzielten Brettpunkten im direkten Vergleich)). Armenien hatten nach dem Verbandswechsel von Levon Aronian wohl die wenigsten auf der Rechnung, aber der Titeltr\u00e4ger der Jahre 2006, 08 und 12 zeigte wie immer eine geschlossene Mannschaftsleistung, gewann neunmal und musste sich nur dem Turniersieger geschlagen geben. Geheimfavorit Indien 2 wurde mit einem Z\u00e4hler R\u00fcckstand starker Dritter, wird aber der verpassten Goldchance in der vorletzten Runde ein wenig nachtrauern. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die #14, #12 und #11 der Setzliste ganz vorne gelandet sind, wobei nat\u00fcrlich die jungen Spieler aus Usbekistan und Indien 2 noch deutlich an Rating zulegen werden. Auf Platz vier und f\u00fcnf mit einem Punkt hinter den Podestpl\u00e4tzen liefen die #2 Indien 1 sowie das klar favorisierte US-Team ein, bei dem einfach zu viele Spieler nicht in Bestform waren. Eine Risesen\u00fcberraschung ist der sechste Rang von Moldawien mit ebenfalls 17 Punkten. Die #48 der Setzliste unterlag in Runde 2 Indien 1, blieb danach auch gegen gute Mannschaften ungeschlagen und katapultierte sich mit einem starken Schlussspurt mit Siegen \u00fcber Rum\u00e4nien, Norwegen und England weit nach vorne. Die Top-10 komplettieren Aserbaidschan, Ungarn, Polen und Litauen mit je 16 Punkten. Dahinter klassierten sich 14 Mannschaften mit je 15 Z\u00e4hlern, darunter Deutschland auf Platz 18, die aber mit Usbekistan und Indien 2 gleich zwei Gegner auf dem Podium hatten. Vincent Keymer holte bei seiner Olympia-Premiere sehr gute 6\/8 und hatte damit mit 2766 die achtbeste Performance am Spitzenbrett (Gukesh mit 2867, Abdusattorov und Carlsen mit je 2803 waren hier die Medaillengewinner). Der Rest scorte zwischen 50 und 67%, was jeweils einen ELO-Verlust bedeutete. Insgesamt ein ordentliches Resultat in einem Feld mit sehr vielen guten Mannschaften. F\u00fcr einen Schritt nach vorne, br\u00e4uchte es mehr Spieler die \u00fcber Zahl spielen, das Potential daf\u00fcr ist auf jeden Fall vorhanden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Screenshot-2022-08-09-at-21-56-58-Schachturnier-Ergebnisserver-Chess-results.com-44th-Olympiad-Chennai-2022.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-12865 size-full\" src=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Screenshot-2022-08-09-at-21-56-58-Schachturnier-Ergebnisserver-Chess-results.com-44th-Olympiad-Chennai-2022.png\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Screenshot-2022-08-09-at-21-56-58-Schachturnier-Ergebnisserver-Chess-results.com-44th-Olympiad-Chennai-2022.png 720w, https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Screenshot-2022-08-09-at-21-56-58-Schachturnier-Ergebnisserver-Chess-results.com-44th-Olympiad-Chennai-2022-300x168.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Frauen R1: Deutschland &#8211; Sambia 4:0<br \/>\nFrauen R2: D\u00e4nemark &#8211; Deutschland 1:3<br \/>\nFrauen R3: Deutschland &#8211; Schweiz 3:1<br \/>\nFrauen R4: Rum\u00e4nien &#8211; Deutschland 2,5:1,5<br \/>\nFrauen R5: Deutschland &#8211; Mongolei 3:1<br \/>\nFrauen R6: Israel &#8211; Deutschland 3:1<br \/>\nFrauen R7: Deutschland &#8211; T\u00fcrkei 3,5:0,5<br \/>\nFrauen R8: Vietnam &#8211; Deutschland 1,5:2,5<br \/>\nFrauen R9: Deutschland &#8211; England 3,5:0,5<br \/>\nFrauen R10: Deutschland &#8211; Ukraine 1,5:2,5<br \/>\nFrauen R11: Indonesien &#8211; Deutschland 1,5:2,5<\/p>\n<p>Meist deutliche Resultate zu Gunsten der Favoritinnen gab es bei den Damen in den ersten Runden. Doch in Runde drei erwischte es die ersten beiden Top-10-Teams: die USA unlerlag der Mongolei mit 1:3 und Armenien verlor 1,5:2,5 gegen Estland.<br \/>\nAm vierten Tag musste auch Deutschland die erste Niederlage hinnehmen, die Rum\u00e4nin Mihalea Sandu drehte die Partie gegen Josephine Heinemann zum 2,5:1,5. Die Mongolei holte beim 2:2 gegen Kasachstan den n\u00e4chsten Punkt gegen ein Top-10-Team. Die topgesetzten Inderinnen bezwangen Ungarn mit 2,5:1,5 und auch die Ukraine behielt gegen Bulgarien knapp mit 2,5:1,5 die Oberhand. Ebenfalls verlustpunktfrei sind Aserbaidschan, Polen, Frankreich, Indien 2, Georgien und Rum\u00e4nien.<br \/>\nIndien 1 bleibt nach einem 2,5:1,5 Erfolg \u00fcber Frankreich verlustpunktfrei, genauso wie Georgien und Rum\u00e4nien. Georgien verwies dabei Indien 2 mit 3:1 in die Schranken und #20 Rum\u00e4nien setzte seinen Siegeszug mit 2,5:1,5 gegen #4 Polen fort. Die Ukraine und Aserbaidschan trennten sich 2:2 unentschieden, w\u00e4hrend die USA eine weitere \u00fcberraschende 1,5:2,5 Niederlage gegen Peru hinnehmen musste. Deutschland kam zu einem ungef\u00e4hrdeten 3:1 \u00fcber die Mongolei, die schon drei von vier m\u00f6glichen Punkten gegen Teams aus den Top-10 einfahren konnten. Dabei sorgten einmal mehr Dinara Wagner (4\/4) und Jana Schneider (5\/5!) f\u00fcr die Entscheidung.<br \/>\nAuch bei den Damen gibt es nach sechs Runden noch ein verlustpunktfreies Team. Indien 1 bezwang Georgien mit 3:1 und liegt damit einen Z\u00e4hler vor Aserbaidschan (3:1 gegen Kasachstan) und Rum\u00e4nien (die der #2 Ukraine ein 2:2 abnahmen), gefolgt von acht Teams mit 10:2 Punkten. Die deutschen Frauen geh\u00f6ren leider nicht dazu, da man Israel mit 1:3 unterlag. Die beiden Top-Scorerinnen mussten dabei heute erstmals Punkte abgeben: Jana Schneider spielte remis, Dinara Wagner verlor ihre Partie genauso wie Hanna Marie Klek.<br \/>\nDie indischen Damen behielten ihre wei\u00dfe Weste und bezwangen auch Aserbaidschan mit 2,5:1,5, obwohl man aus zwei vielversprechenen Stellungen an den vorderen Brettern nur ein Remis holte. Die Ukraine (3,5:0,5 gegen die Niederlande), Armenien (2,5:1,5 gegen Israel) und Georgien (2,5:1,5 gegen Rum\u00e4nien) sind das erste Verfolgertrio mit zwei Z\u00e4hlern R\u00fcckstand. Polen kam gegen Bulgarien nicht \u00fcber ein 2:2 hinaus, w\u00e4hrend Indien 2 \u00fcberraschend 1,5:2,5 Griechenland unterlag. Die deutschen Damen feierten einen souver\u00e4nen 3,5:0,5 Erfolg \u00fcber die T\u00fcrkei und sind zur\u00fcck in den Top-20.<br \/>\nIm Duell der #1 der Setzliste Indien und der #2 Ukraine hatte Anna Ushenina beim Stand von 1,5:1,5 Vorteile im Doppelturmendspiel, aber Vaishali Rameshbabu hielt den Laden zusammen. Damit gab Indien zwar den ersten Mannschaftspunkt ab, verteidgte aber die Tabellenspitze mit nun 15 Punkten. Erste Verfolgerinnen sind nun Georgien mit 14 Z\u00e4hlern nach einem 3,5:0,5 \u00fcber Armenien. Die Ukraine f\u00fchrt ein Quintett mit 13 Punkten an, gefolgt von neun Teams mit je 12 Z\u00e4hlern. Darunter befinden sich auch die deutschen Damen nach einem 2,5:1,5 Erfolg \u00fcber Vietnam. Den einzigen Sieg verbuchte Jana Schneider, die damit bei 7,5\/8 steht &#8211; einzig die Polin Oliwia Kiolbasa hat mit perfekten 8\/8 eine noch bessere Bilanz.<br \/>\nIn der neunten Runde hat es nun auch Indien 1 erwischt und man unterlag Polen 1,5:2,5. Harika Dronavalli war am Dr\u00fccker, fand aber kein Durchkommen und so war es erneut Vaishali, die beim Stand von 1,5:1,5 den Mannschaftspunkt sichern musste. Sie hatte ein klassisches Turmendspiel auf dem Brett, bei dem der gegnerische Mehrbauer der a-Randbauer ist und am K\u00f6nigsfl\u00fcgel noch je drei Bauern auf dem Brett sind. Doch ihr unterlief ein Fehler, so dass Oliwia Kiolbasa am K\u00f6nigsfl\u00fcgel der f-Bauer \u00fcbrig blieb, mit dem sie den K\u00f6nig von seiner Verteidigungszone (g7,h7) ablenken konnte. Dies bedeutete Sieg Nummer neun f\u00fcr Kiolbasa. Nun h\u00e4tte Georgien die Tabellenf\u00fchrung \u00fcbernehmen k\u00f6nnen, trennte sich von der Ukraine aber 2:2 Unentschieden. Kasachstan setzte sich mit 3:1 gegen Bulgarien durch und komplettiert damit das Spitzenquarttet mit je 15 Punkten. Dahinter lauern f\u00fcnf Teams mit einem Z\u00e4hler R\u00fcckstand, darunter auch die deutschen Damen nach einem 3,5:0,5 Erfolg \u00fcber England. Dabei erh\u00f6hte Jana Schneider mit einer feinen Angriffspartie ihren Score auf 8,5\/9 und Hanna Marie Klek konnte in ein gewonnenes Turmendspiel abwickeln.<br \/>\nDie indischen Damen zeigten sich gut erholt von der ersten Niederlage tags zuvor und bezwangen Kasachstan mit 3,5:0,5. Doch im zweiten Spitzenduell sah es kurz danach aus, als w\u00fcrde Polen die Tabellenf\u00fchrung verteidigen k\u00f6nnen. Dabei hatte Oliwia Kiolbasa gegen Lela Javakhishvili ihr erstes Remis abgegen, aber Maria Malicka gewann gegen Salome Melia. Daf\u00fcr stand Monika Socko mit dem R\u00fccken zur Wand, doch Nino Batsiashvili machte die T\u00fcr nochmal einen Spalt auf. Laut Tablebase war das Endspiel mit Turm gegen L\u00e4ufer, Springer und Bauer remis, in der Praxis aber kaum zu halten und somit endete der Wettkampf 2:2. Die deutschen Damen mussten sich der #2 Ukraine nur knapp mit 1,5:2,5 geschlagen geben. Elisabeth P\u00e4htz und Jana Schneider kamen zu ungef\u00e4hrdeten Unentschieden, wobei Jana zwischendurch positionelle Vorteile hatte. Leider konnte Dinara Wagner in einer Zeitnotschlacht ihre Partie gegen Anna Ushenina nicht halten. Josefine Heinemann stand geh\u00f6rig unter Druck, verteidgte sich aber z\u00e4h und wurde mit einem Remis gegen Anna Muzychuk belohnt. Damit geht Indien 1 als alleiniger Tabellenf\u00fchrer mit 17 Punkten in die letzte Runde, gefolgt von Polen, Aserbaidschan (nach einem 4:0 gegen Armenien), Ukraine und Georgien mit 16. Dahinter lauert ein Quintett mit je 15 Z\u00e4hler, darunter Indien 2 und Indien 3! Deutschland liegt mit 14 Punkten auf Rang 14 und kann mit einem Erfolg zum Abschluss gegen Indonesien den erhofften Top-10-Platz erreichen.<br \/>\nEigentlich war alles wie gemalt f\u00fcr die Gastgeberinnen: Indien ging als alleiniger Spitzenreiter in die letzte Runde und hatte mit den USA einen Gegner, der bis dato in diesem Turnier nicht \u00fcberzeugt hatte. Doch Tania Sadchdev und Bhakti Kulkarni verloren erstmals und die USA gewann mit 3:1. Damit war die T\u00fcr f\u00fcr die vier Verfolger offen. Mariya Muzychuk brachte die Ukraine gegen Polen in F\u00fchrung und letztlich setzte sich Anna Ushenina im Turmendspiel zum 3:1 Endstand durch, womit auch Oliwia Kiolbasa ihre erste Niederlage quittieren musste. Damit war die Ukraine in F\u00fchrung und wartete gebannt auf dem Ausgang des Matches zwischen Aserbaidschan und Georgien. Nino Batsiashvili drehte ihre Partie gegen Khanim Balajayeva und Meri Arabidze bezwang Ulviyya Fataliyeva zum 3:1 Endstand. Damit hatte letztlich das einzig ungeschlagene Team der Ukraine mit 18 Punkten die Nase vorne, dank der besseren Zweitwertung gegen\u00fcber Georgien (413,5:392). F\u00fcr die lange auf Goldkurs gesteuerten Inderinnen reichte es mit 17 Z\u00e4hlern knapp zu Bronze vor den USA (396,5:390) und Kasachstan, die einen fast schon verloren geglaubten Wettkampf gegen Indien 3 2,5:1,5 gewannen. Dahinter klassierten sich neun Teams mit je 16 Punkten mit Polen, Aserbaidschan, Indien 2, Bulgarien und Deutschland auf den R\u00e4ngen sechs bis zehn. Die deutschen Damen hatten zum Abschluss Indonesien mit 2,5:1,5 bezwungen, dank des Erfolgs von Dinara Wagner gegen Dewi Ardhiani Anastasia Citra. Deutschland hatte zwei R\u00fcckschl\u00e4ge in Runde vier und sechs zu verdauen, gewann aber nach dem Ruhetag vier von f\u00fcnf Wettk\u00e4mpfen und unterlag nur den Olympiasiegerinnen knapp. Der zehnte Platz ist ein gutes Ergebnis, ist es doch seit dem Jahr 2000 erst die dritte Top-10-Plazierung. F\u00fcr das herausragende Resultat aus deutscher Sicht sorgte Jana Schneider, die mit der Goldmedaille f\u00fcr die beste Spielerin an Brett 5 ausgezeichnet wurde: Leistung 2414 mit 9\/10 (Silber und Bronze gingen an Ulviyya Fataliyeva (2312) und Divya Deshmukh (2298))! Jana ist damit die erste Deutsche die eine Goldmedaille bei einer Schacholympiade holt. Bislang gab es \u00fcberhaupt erst je eine Silber- und Bronzemedaille durch Barbara Hund 1978 und 1980, sowie je zweimal Silber und Bronze bei den Teilnahmen der DDR vor mehr als 60 Jahren. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Screenshot-2022-08-09-at-21-58-01-Schachturnier-Ergebnisserver-Chess-results.com-44th-Olympiad-Chennai-2022.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-12867 size-full\" src=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Screenshot-2022-08-09-at-21-58-01-Schachturnier-Ergebnisserver-Chess-results.com-44th-Olympiad-Chennai-2022.png\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Screenshot-2022-08-09-at-21-58-01-Schachturnier-Ergebnisserver-Chess-results.com-44th-Olympiad-Chennai-2022.png 720w, https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Screenshot-2022-08-09-at-21-58-01-Schachturnier-Ergebnisserver-Chess-results.com-44th-Olympiad-Chennai-2022-300x179.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/lichess.org\/broadcast\/44th-chess-olympiad-2022--open--boards-1-40\/round-1\/T1CUcvwV\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Partien Open auf Lichess<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/lichess.org\/broadcast\/44th-chess-olympiad-2022--women--boards-1-128\/round-1\/8EfMVhCQ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Partien Frauen auf Lichess<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/watch\/live-tournaments\/olympiad-chennai-2022-open\/1\/1\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Open Live auf Chess24<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/watch\/live-tournaments\/olympiad-chennai-2022-women\/1\/1\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frauen Live auf Chess24<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chessolympiad.fide.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Turnierseite<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.schachbund.de\/olympiade-2022.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Turnierseite beim DSB<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mCpCdZuF5HA\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Fazit der deutschen Teams<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8ArWnlgN3QU\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Interview mit dem Team Usbekistan<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/c\/ChessBaseIndiachannel\/videos\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Videos bei Chessbase India<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.chessbase.com\/post\/the-road-to-chennai\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Impressionen aus Chennai<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QJXTzQPEoKE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lebendschach<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZWc8qMMXKWc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video von der Er\u00f6ffnungsfeier<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/chennai-olympiad-1-aronian-stumbles-as-favourites-win\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht Runde 1<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/chennai-olympiad-2-magnus-grinds-out-win-as-zambia-and-bulgaria-post-upsets\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht Runde 2<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/chennai-olympiad-3-norway-and-germany-beaten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht Runde 3<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/chennai-olympiad-4-abdusattorov-beats-caruana\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht Runde 4<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/chennai-olympiad-5-gukesh-abdusattorov-continue-rampage\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht Runde 5<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/chennai-olympiad-6-gukesh-on-6-6-but-armenia-lead\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht Runde 6<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/chennai-olympiad-7-shankland-shocker-gukesh-hits-7-7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht Runde 7<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/chennai-olympiad-8-gukesh-crushes-caruana\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht Runde 8<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/chennai-olympiad-9-uzbekistan-poland-take-over\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht Runde 9<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/chennai-olympiad-10-gukesh-despair-as-uzbekistan-escape\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht Runde 10<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/en\/read\/news\/uzbekistan-and-ukraine-win-chennai-olympiad\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Bericht Runde 11<\/a><\/p>\n<h3>Related Images:<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 29. Juli bis 9. August findet in Chennai (Indien) die 44. Schacholympiade statt. Im offenen Turnier sind 186 Mannschaften am Start, angef\u00fchrt von den USA mit einem Schnitt von 2771 als klarer Favorit. 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