{"id":1916,"date":"2012-03-30T16:00:33","date_gmt":"2012-03-30T16:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=1916"},"modified":"2013-01-13T13:42:11","modified_gmt":"2013-01-13T13:42:11","slug":"kreisliga-2-der-aufstieg-ist-geschafft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=1916","title":{"rendered":"Kreisliga 2: Der Aufstieg ist geschafft!"},"content":{"rendered":"<p>Am Freitag, dem 30. M\u00e4rz 2012, fand der letzte Ausw\u00e4rtskampf der Saison gegen die sechste Mannschaft von SW N\u00fcrnberg S\u00fcd statt. Die Ausgangslage war dabei eindeutig: Da der Tabellenzweite aus M\u00f6geldorf mit 15 Mannschaftspunkten noch gegen den Dritten (SW N\u00fcrnberg S\u00fcd 5, 14 MP) und gegen uns (16 MP) antreten musste, w\u00fcrden uns zwei Mannschaftspunkte aus den letzten beiden Runden gen\u00fcgen, um aufzusteigen. Weil allerdings die M\u00f6geldorfer Mannschaft st\u00e4rker als unsere eigene einzusch\u00e4tzen war, wollten wir mit einem Sieg gegen den Tabellenvierten (11 MP) den Aufstieg vorzeitig sichern.<\/p>\n<p>Leider war Peter Markoff diesmal verhindert, und auch mein Einsatz war aufgrund einer Mandelentz\u00fcndung fraglich. Im Sinne der Mannschaft entschloss ich mich dann aber, dennoch zu spielen, und so fuhren wir zu sechst gen S\u00fcdstadtforum. Da Christians Wagen \u00fcber kein Navigationsger\u00e4t verf\u00fcgt, gab F.X. Benedikt kurzerhand eine \u201etopaktuelle\u201c Landkarte mit (Zitat nach der Ankunft: \u201eSchmei\u00df\u2019 sie blo\u00df weg! Ich hab\u2019 trotz Gleitsichtbrille die Stra\u00dfe nicht gefunden!\u201c) und verst\u00e4ndigte sich mit Christian darauf, seinem Auto m\u00f6glichst durchgehend zu folgen. Die Anfahrt verlief dann ohne besondere Vorkommnisse; warum am Spielort eine erh\u00f6hte Polizeipr\u00e4senz (ein Polizeibus in jeder Seitenstra\u00dfe) herrschte, blieb offen. Thomas Simon wartete bereits auf uns und st\u00e4rkte sich bei einer \u201eOstermahlzeit\u201c (hart gekochte Eier), und w\u00e4hrend der Begr\u00fc\u00dfung stie\u00df dann auch unser Brett eins, Nicolas G\u00f6ssnitzer, zu uns. Die S\u00fcder, deren Mannschaft sich durch eine meiner Meinung nach sehr gute Mischung aus vier erfahrenen und auch spielstarken Erwachsenen und vier aufstrebenden Jugendspielern (Melina Siegl, mittelfr\u00e4nkische Meisterin U14, DWZ 1755, Brett eins; Valentin Krasotin, DWZ 1549, 5,5\/7 (!), Brett vier; Adrian Siegl, mittelfr\u00e4nkischer Vize-Einzelmeister U12, DWZ 1473, Brett f\u00fcnf; Marty Ehmer, DWZ 1498, 6\/7 (!), Brett acht) auszeichnet und die trotz eines vergleichsweise geringen DWZ-Durchschnitts schon f\u00fcr einige starke Mannschaften ein Stolperstein war, traten erwartungsgem\u00e4\u00df in Bestbesetzung an; schlie\u00dflich ben\u00f6tigte die f\u00fcnfte Mannschaft ja Sch\u00fctzenhilfe.<\/p>\n<p>Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit gab es dann die ersten Ergebnisse: Nicolas erzielte am Spitzenbrett ein (zu erwartendes) Remis, und auch F.X. teilte wenig sp\u00e4ter in einem ausgeglichenen L\u00e4uferend\u00adspiel mit Werner M\u00fcller (DWZ 1733) den Punkt. Bald darauf remisierte Benedikt gegen seinen erst elfj\u00e4hrigen Gegner. (Zitat: \u201eWenn ich weitergespielt h\u00e4tte, h\u00e4tte er mich zusammengeschoben.\u201c) Leider hatte Zlatko am sechsten Brett zu diesem Zeitpunkt gegen Horst Bertram (DWZ 1673) bereits einen Bauern weniger, und bei Thomas, der schon in der Er\u00f6ffnung unter Druck geraten war, sah es noch schlechter aus. Folglich musste ich das Remisangebot meines dreizehnj\u00e4hrigen Kontrahenten ablehnen; allerdings h\u00e4tte ich wohl ohnehin weitergespielt, da ich eine druckvolle Stellung am Damenfl\u00fcgel aufgebaut hatte. W\u00e4hrend Thomas seine Partie im 21. Zug aufgab, gelang es Zlatko mit Gl\u00fcck und Geschick, das entstandene Leichtfigurenendspiel trotz zweier Minusbauern im Gleichgewicht zu halten und ein weiteres Unentschieden zu erzielen. Nun liefen beim Stand von 3:2 f\u00fcr N\u00fcrnberg S\u00fcd noch die Partien von Christian und Rudi sowie meine eigene. Mir war es mittlerweile gelungen, am Damenfl\u00fcgel durchzubrechen und im weiteren Verlauf vier Bauern zu gewinnen. Doch Valentin Krasotin steckte nicht auf und schaffte es sogar noch, im Turmendspiel Mattdrohungen gegen meinen K\u00f6nig aufzustellen. Nach einiger \u00dcberlegung entschloss ich mich dann dazu, zwei Bauern zur\u00fcckzugeben, daf\u00fcr noch den wei\u00dfen h-Bauern zu erobern und das Turmendspiel mit drei Mehrbauern heimzuspielen. Als mein Gegner gegen 23.30 Uhr dann aufgab, hatte Christian die Angriffsbem\u00fchungen Dietrich Pahlens (DWZ 1663), der bereits in der Er\u00f6ffnung einen Bauern geopfert hatte und sp\u00e4ter noch eine Figur f\u00fcr zwei Bauern gab, widerlegt und eine Figur f\u00fcr einen Bauern mehr. Diesen Vorteil lie\u00df er sich nicht mehr nehmen und brachte uns mit 4:3 in F\u00fchrung. Jetzt k\u00e4mpfte nur noch Rudi im Doppelturmendspiel mit Minusbauer um den entscheidenden halben Punkt. Sein Kontrahent Harald Rost (DWZ 1683) schuf allerdings nach dem Tausch eines Turmpaares einen Freibauern auf der c-Linie, und als Rudi dessen Vormarsch bis c2 nicht verhinderte und in der Folge forciert seine K\u00f6nigsfl\u00fcgelbauern einb\u00fc\u00dfte, sprach alles f\u00fcr einen Endstand von 4:4. Thomas und ich stellten uns innerlich schon auf ein z\u00e4hes Ringen gegen M\u00f6geldorf ein, als Rost eklatante Konditionsschw\u00e4chen offenbarte. Zun\u00e4chst gab er den c2-Bauern ersatzlos auf, um mithilfe seiner K\u00f6nigsfl\u00fcgelbauern den Sieg zu erringen. Als er dann aber nach einer Unachtsamkeit auch noch den g-Bauern einstellte, keimte wieder Hoffnung auf, weil nun neben K\u00f6nigen und T\u00fcrmen nur noch die beiden a-Bauern (auf a5 und a6) und der schwarze h4-Bauer \u00fcbrig waren. Rudi offerierte allerdings trotz mehrmaligen Hinweises keine Punkteteilung und verpasste leider eine M\u00f6glichkeit, die T\u00fcrme zu tauschen und ein Randbauernremis zu erzwingen. Mit nunmehr 90 Sekunden auf der Uhr reklamierte er dann wegen Zeitspiels auf Remis, woraufhin zuerst die FIDE-Regeln konsultiert und im Anschluss \u00fcber das weitere Vorgehen diskutiert wurde. Welche Erfolgsaussichten eine Reklamation aufgrund Zeitspiels gehabt h\u00e4tte, kann ich nicht einsch\u00e4tzen; die Abbruchstellung w\u00e4re laut Fritz aber remis gewesen. Man kam schlie\u00dflich \u00fcberein, bis zum Fall eines Bl\u00e4ttchens weiterspielen und dann bei Uneinigkeit der Mannschaftsf\u00fchrer \u00fcber den Ausgang der Partie den ersten Spielleiter (Sebi) entscheiden zu lassen. So weit kam es allerdings gar nicht mehr, da Rost auf Thomas\u2018 Frage, ob sich die Spieler denn nicht unter sich einig w\u00e4ren, das mit der Reklamation verbundene Remisgebot mit den Worten: \u201eIch nehm\u2018 es an, ich hab\u2018 einen Tunnelblick, ich kann nicht mehr!\u201c, akzeptierte. Durch diesen Friedensschluss und den damit einhergehenden knappen und gl\u00fccklichen, aber aufgrund des gezeigten Einsatzes auch nicht ganz unverdienten 4,5:3,5-Sieg sicherten wir uns am Samstagmorgen um 0.45 Uhr vorzeitig den Aufstieg in die h\u00f6chste Spielklasse des Schachkreises Mittelfranken-Mitte. Auch f\u00fcr unseren Mannschaftsf\u00fchrer F.X. schlie\u00dft sich hier ein Kreis, weil ihm nach dem ungl\u00fccklichen Abstieg vor mittlerweile f\u00fcnf Jahren (damals in seinem ersten Jahr als Mannschaftsf\u00fchrer) nun der Wiederaufstieg gelungen ist. Ich spendierte Rudi f\u00fcr seine k\u00e4mpferische Leistung einen kleinen Schokohasen, bevor es im Gesindehaus dann eine kleine Aufstiegsfeier gab. Da gleichzeitig N\u00fcrnberg S\u00fcd f\u00fcnf gegen M\u00f6geldorf 3,5:4,5 verloren hatte, steht mit M\u00f6geldorf auch der zweite Aufsteiger bereits fest. Weil nun die siebte Mannschaft der S\u00fcder nicht aus der Kreisliga drei aufsteigen darf (nicht mehr als zwei Mannschaften desselben Vereins in einer Liga), hat unsere dritte Mannschaft als Dritter den Aufstieg nun sogar noch selbst in der Hand. Am letzten Spieltag geht es f\u00fcr uns beim Heimkampf gegen M\u00f6geldorf nun noch um die Meisterschaft in der Kreisliga zwei; wenn wir hier eine Chance haben wollen, m\u00fcssen wir aber in Bestbesetzung antreten und vor allem auf den hinteren Brettern punkten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"right\">Kevin Beesk<\/p>\n<h3>Related Images:<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag, dem 30. M\u00e4rz 2012, fand der letzte Ausw\u00e4rtskampf der Saison gegen die sechste Mannschaft von SW N\u00fcrnberg S\u00fcd statt. 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