{"id":2344,"date":"2012-08-26T19:55:41","date_gmt":"2012-08-26T19:55:41","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=2344"},"modified":"2012-09-12T21:00:53","modified_gmt":"2012-09-12T21:00:53","slug":"jugend-europameisterschaft-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=2344","title":{"rendered":"Jugend Europameisterschaft 2012"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/20120826_EM201254.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2384\" title=\"20120826_EM2012(54)\" src=\"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/20120826_EM201254-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/20120826_EM201254-200x300.jpg 200w, https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/20120826_EM201254.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>In j\u00fcngster Vergangenheit durften wir \u00fcber viele H\u00f6hepunkte berichten: Erfolge bei Bezirksmeisterschaften, Bayerischen Meisterschaften und sogar Deutschen Meisterschaften. Ein Highlight jagte das n\u00e4chste und unser Nachwuchs setzte immer noch einen drauf und das ganze in Dimensionen, wie es sie in unserer Vereinsgeschichte noch nicht gegeben hatte. Jetzt folgt das Sahneh\u00e4ubchen mit der Teilnahme von <strong>Lorenz und Maria Schilay<\/strong> an den <strong>Jugend Europameisterschaften<\/strong> in Prag vom 16. &#8211; 26. August.<\/p>\n<p>Lorenz hatte sich mit seinem sensationellen f\u00fcnften Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Oberhof ein Startrecht in der U10 erspielt. Dort trifft er nun auf 134 Konkurrenten, gr\u00f6\u00dftenteils aus den osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern. Da die Setzliste nach ELO sortiert ist und die 70 Spieler ohne ELO dahinter alphabetisch einsortiert wurden, kann man schwer einsch\u00e4tzen wo Lorenz einzuordnen ist. Wie stark das Feld ist unterstreicht die Tatsache, dass zwei Spieler \u00fcber 2100 aufweisen&#8230;<\/p>\n<p>Maria wurde aufgrund ihrer starken Performance-Leistungen im Fr\u00fchjahr vom DSB als offizielle Starterin in der U8w nominiert. Als aktuelle Deutsche Nummer 2 in ihrer AK darf sie sich als Pionierin f\u00fchlen, denn der DSB besetzt zum ersten Mal die j\u00fcngste Altersklasse. Von den 55 Konkurrentinninen haben vier schon eine ELO-Zahl (die topgesetzte Russin hat 1703!), aber bei den J\u00fcngsten ist eine Einsch\u00e4tzung der Spielst\u00e4rke nat\u00fcrlich noch schwieriger als in der U10.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/20120826_EM201255.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2395\" title=\"20120826_EM2012(55)\" src=\"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/20120826_EM201255-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/20120826_EM201255-300x200.jpg 300w, https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/20120826_EM201255.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ebenfalls mit von der Partie ist Lorenz Kumpel <strong>Ruben Mantel (Zabo-Eintracht N\u00fcrnberg)<\/strong>, der sich als Dritter der Deutschen f\u00fcr die EM qualifiziert hatte. Er bildete zusammen mit den Geschwistern Schilay in den letzten Wochen eine Trainingsgemeinschaft, die sich unter Anleitung vom langj\u00e4hrigen Jugendtrainer Herrmann Krau\u00df (Noris Tarrasch N\u00fcrnberg) intensiv auf das Turnier vorbereitet hat. Die drei sind also gut ger\u00fcstet &#8211; mal sehen welche \u00dcberraschungen sie diesmal auf Lager haben.<\/p>\n<p>Mehr Infrormationen gibt es auf der <a href=\"http:\/\/www.eycc2012.eu\/\" target=\"_blank\">Turnierseite<\/a>. Wir werden versuchen tagesaktuell \u00fcber die Geschehnisse in Prag zu berichten. Seid gespannt und dr\u00fcckt die Daumen!<\/p>\n<p><strong>U8w:<\/strong><br \/>\nR1: Ginovart Camille (FRA) &#8211; Schilay Maria 0:1<br \/>\nR2: Djordjevic Nevena (SRB) &#8211; Schilay Maria 0:1<br \/>\nR3: Schilay Maria &#8211; Guillo Longares Cecilia (ESP) 0:1<br \/>\nR4: Schilay Maria &#8211; Gnilorybova Victoria (RUS) 0:1<br \/>\nR5: Garska Lenka (TCH) &#8211; Schilay Maria 1:0<br \/>\nR6: Schilay Maria &#8211; Malkova Adriana (TCH) 1:0<br \/>\nR7: Misiuk Emilija (LTU) &#8211; Schilay Maria 0:1<br \/>\nR8: Allahverdiyeva Ayan (AZB) &#8211; Schilay Maria 0:1<br \/>\nR9: Schilay Maria &#8211; Horkovaya Alina (UKR) 0:1<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/chess-results.com\/tnr79017.aspx?art=1&amp;rd=9&amp;lan=1&amp;fedb=GER&amp;flag=30\" target=\"_blank\">Tabelle U8w<\/a><\/p>\n<p><strong>U10:<\/strong><br \/>\nR1: Haase Pavel (TCH\/1553) &#8211; Schilay Lorenz remis<br \/>\nR2: Schilay Lorenz &#8211; Kugappi Tomi (FIN\/1778) 0:1<br \/>\nR3: Asensio Ramos Diego (ESP\/1520) &#8211; Schilay Lorenz 0:1<br \/>\nR4: Schilay Lorenz &#8211; Brnusak Andrej (SVK) remis<br \/>\nR5: Demko Robert (TCH) &#8211; Schilay Lorenz 0:1<br \/>\nR6: Schilay Lorenz &#8211; Cengiz Acar Utku (TUR\/1607) 0:1<br \/>\nR7: Alivodic Dario (MNE) &#8211; Schilay Lorenz 1:0<br \/>\nR8: Schilay Lorenz &#8211; Viczencz Peter (SVK\/1458) remis<br \/>\nR9: Serpetsidakis Nikolaos (GRE\/1534) &#8211; Schilay Lorenz remis<\/p>\n<p>R1: Mantel Ruben &#8211; Oboladze Luka (GEO\/1678) remis<br \/>\nR2: David Bogdan-Emanuel (ROU\/1671) &#8211; Mantel Ruben remis<br \/>\nR3: Mantel Ruben &#8211; Yasinovskiy Aleksandr (RUS\/1665) 1:0<br \/>\nR4: Rockmann Jan-Okke (GER\/1767) &#8211; Mantel Ruben remis<br \/>\nR5: Mantel Ruben &#8211; Bango Lukas (SVK\/1759) 0:1<br \/>\nR6: Mantel Ruben &#8211; Olsen Filip Boe (D\u00c4N\/1621) 0:1<br \/>\nR7: Semjonovs Ilja (LAT\/1526) &#8211; Mantel Ruben 0:1<br \/>\nR8: Kotov Arseny (BLR\/1652) &#8211; Mantel Ruben 1:0<br \/>\nR9: Mantel Ruben &#8211; Rilova Fernando Estefano (ESP\/1523) 1:0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/chess-results.com\/tnr79012.aspx?art=1&amp;rd=9&amp;lan=1&amp;fedb=GER&amp;flag=30\" target=\"_blank\">Tabelle U10<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?page_id=2374\" target=\"_blank\">Bilder<\/a><\/p>\n<p><strong>Fazit \u2013 Gelungene Premiere auf internationalem Parkett:<\/strong><\/p>\n<p>Zufrieden und mit insgesamt 50% der m\u00f6glichen Punkte kehrte die Neumarkter Delegation von ihrer ersten Europameisterschaftsteilnahme der Vereinsgeschichte in die Heimat zur\u00fcck. Es war spannend zu beobachten wie sich unser Nachwuchs mit der europ\u00e4ischen Spitze messen und das ein oder andere Ausrufezeichen setzen konnte. Am Ende belegte Maria mit 5\/9 einen starken 23. Platz, Lorenz klassierte sich mit 4\/9 auf Rang 88.<br \/>\nMaria spielte nur eine schlechte Partie als sie in Runde f\u00fcnf in der unbekannten Er\u00f6ffnung daneben griff (umso bitterer, da die Gegnerin letztlich nur auf 3,5 Punkte kam). Daf\u00fcr steigerte sie sich danach von Runde zu Runde und zeigte klasse Partien. Es war sogar noch ein Punkt mehr drin und wenn man bedenkt, dass sie die sechstplatzierte Russin eigentlich schon am Wickel hatte, w\u00e4re ein Top 10 Resultat nicht unrealistisch gewesen. Die Einsch\u00e4tzung dass die osteurop\u00e4ische Konkurrenz sehr stark sein w\u00fcrde best\u00e4tigte sich nat\u00fcrlich auch: unter den ersten acht sind alleine f\u00fcnf Russinnen. Hinter der an zwei gesetzten Spanierin Maria Eizaguerri Floris (die hat immerhin schon 1544 ELO) die Vierte wurde, war Maria auf Rang 23 die zweitbeste Westeurop\u00e4erin\u2026 Insgesamt ein b\u00e4renstarkes Turnier von Maria, v.a. wenn man bedenkt, dass sie zum ersten Mal neun Tage am St\u00fcck Schach gespielt hat, erstmals auf jede Partie vorbereitet wurde und im Prinzip fast ohne Er\u00f6ffnungswissen angetreten ist.<br \/>\nLorenz war eigentlich keinem Gegner schachlich unterlegen, agierte aber etwas ungl\u00fccklich und wurde unter Wert geschlagen. Nach dem holprigen Start lag er mit 3\/5 ausgezeichnet im Rennen, doch der Knackpunkt war die sechste Runde gegen den T\u00fcrken Cengiz Acar Utku. Dort hatte er aus der Er\u00f6ffnung heraus die gew\u00fcnschte Angriffsstellung bekommen, dann aber die \u00d6ffnung der h-Linie verpasst, woraufhin er ausgekontert wurde. Schon in dieser Runde h\u00e4tte er vier Punkte haben k\u00f6nnen und nach der siebten eigentlich m\u00fcssen als er in Gewinnstellung unn\u00f6tig die Bedenkzeit \u00fcberschritt. War er schon davor etwas aus dem Tritt, hallte diese Partie noch mehr nach und Lorenz kam gerade noch auf vier Punkte. Ein oder eineinhalb Punkte mehr waren sicher keine Utopie und dann geht es schnell auf Rang 50 oder gar 35 nach vorne. M\u00fc\u00dfig zu erw\u00e4hnen, dass auch in der U10 Osteuropa dominiert: ein Italiener (15.) und ein Franzose (18.) kamen immerhin unter die ersten Zwanzig.<br \/>\nAuch f\u00fcr Ruben gilt, dass mehr als 4,5\/9 und Platz 68 drin gewesen w\u00e4re. Er hatte leider mehrfach Probleme seine sehr guten Stellungen zu verwerten und lie\u00df hier den einen oder anderen Punkt liegen.<br \/>\nLetzten Endes k\u00f6nnen wir auf ein spannendes Turnier mit vielen sch\u00f6nen Momenten zur\u00fcckblicken und hatten jede Menge Spa\u00df (und nat\u00fcrlich jede Menge H\u00fchnchen mit Reis\u2026). Lassen wir uns \u00fcberraschen wie es mit unserem Nachwuchs weitergeht \u2013 aber gegen eine Wiederholung w\u00fcrden wir uns sicher nicht wehren \ud83d\ude09<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.neumarktonline.de\/art.php?newsid=71543\" target=\"_blank\">Bericht bei neumarktonline<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Artikel_EM2012.pdf\" target=\"_blank\">Bericht im Neumarkter Tagblatt<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Artikel_EM2012_NN.pdf\" target=\"_blank\">Bericht in den Neumarkter Nachrichten<\/a><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<strong>Runde 9 \u2013 Kein Sahneh\u00e4ubchen obendrauf:<\/strong><\/p>\n<p>Heute musste alles ein bisschen schneller gehen, denn die letzte Runde begann schon um 13h, weshalb zumindest die Kinder auf das Mittagessen verzichteten. Viel verpasst haben sie nat\u00fcrlich nicht: es gab das \u201eAltbew\u00e4hrte\u201c, diesmal eben in der Variante versalzen\u2026<br \/>\nF\u00fcr Maria hatte sich Herrmann zum Abschluss etwas Besonderes ausgedacht. Da die Ukrainerin Alina Horkovaya (UKR) bislang in jeder Partie etwas Anderes auf e4 erwidert hatte und wir Maria nach dem langen anstrengenden Turnier nicht mit zu vielen Varianten verwirren wollten, sollte sie erstmals in ihrer Schachkarriere nicht e4 spielen. Der Aufbau von Herrmann war leicht zu verstehen und versprach Angriffsm\u00f6glichkeiten. Trotz mehrmaliger Warnung (\u201edenk dran \u2013 nicht e4 im 1.Zug) h\u00e4tte Maria dann beinahe doch e4 gespielt. Nachdem Schwarz die Uhr gedr\u00fcckt hatte, ging ihre Hand reflexartig zum e-Bauern. Sie bemerkte es gerade noch rechtzeitig (es war verdammt knapp) und zog den anderen Bauern. Die Gegnerin jedoch hob sofort die Hand und reklamierte beim Schiedsrichter (das ist in der G8 Thomas, so dass sie auf Deutsch reden konnten) \u201eber\u00fchrt gef\u00fchrt\u201c. Nach R\u00fcckfrage bei Maria ob sie denn den Bauern ber\u00fchrt hatte, wies er die Gegnerin an weiterzuspielen. Diese zog unabh\u00e4ngig von Maria Er\u00f6ffnungswahl ihre Vorbereitung durch (kein Stein kam zun\u00e4chst \u00fcber die sechste Reihe hinaus) und Maria verfolgte ebenfalls den Angriffsplan. Dieser sah auch sehr vielversprechend aus, aber nachdem sie beim Angriff am K\u00f6nigsfl\u00fcgel in eine Fesselung geriet, verlor sie eine Figur. Der Computer zeigte allerdings, dass eigentlich Schwarz eine Figur verloren h\u00e4tte, doch diese hochkomplizierten taktischen Verwicklungen waren nur schwer zu sehen. So verlor Maria leider und beendete das Turnier mit sehr starken f\u00fcnf Punkten auf Rang 23. Ein Sieg heute h\u00e4tte Rang elf bedeutet, einen halben Buchholzpunkt hinter der Zehntplatzierten.<br \/>\nLorenz bekam es gegen den Griechen Nikolaos Serpetsidakis (1534) mal wieder mit d4 zu tun und es blieb die ganze Zeit \u00fcber ausgeglichen. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle b\u00fc\u00dfte Lorenz einen Bauern ein, den er im Springerendspiel aber dank aktivem Spiel mit dem K\u00f6nig zur\u00fcckbekam. Einmal gab es sogar noch einen schwer zu sehenden Gewinnweg mit Bauernopfer, so blieb Lorenz am Ende der blanke Springer \u00fcbrig. Damit verpasste Lorenz knapp die 50% und landete mit vier Punkten auf Rang 88. In dem engen Feld h\u00e4tte ein Punkt mehr gleich einen Sprung von \u00fcber 30 Pl\u00e4tzen bedeutet\u2026<br \/>\nRuben erarbeitete sich gegen den Spanier Fernando Estefano Rilova (1523) eine bessere Stellung mit sehr guten Gewinnchancen und holte schlie\u00dflich auch den vollen Punkt als sein Gegen\u00fcber die Zeit \u00fcberschritt. Damit klassierte sich Ruben mit 4,5 Punkten auf Rang 68.<br \/>\nAm Nachmittag reiste der Rest der Familie Schilay an, die noch bis Dienstag in Prag bleiben. Damit konnten auch sie der Schlussfeier beiwohnen, bei der die zw\u00f6lf Titeltr\u00e4ger standesgem\u00e4\u00df mit Nationalhymne geehrt wurden. Wie erwartet dominierten die osteurop\u00e4ischen L\u00e4nder: alleine f\u00fcnfmal erklang die russische Hymne, zudem gingen zwei Titel nach Polen, sowie je einer nach Wei\u00dfrussland, Bulgarien, Ukraine und Armenien. Der Ausrei\u00dfer ist der Titel einer Griechin in der G12. Westeurop\u00e4ische Podestr\u00e4nge gab es f\u00fcr Spanien (1x 2.,1x 3.), Niederlande (1x 2.), Frankreich (1&#215;3.) und England (1x 3.). Wenn man sich aber da manche Namen anschaut, wei\u00df man auch wo die Spieler ihre Wurzeln haben\u2026<\/p>\n<p><strong>Runde 8 \u2013 Noch ein Highlight von Maria!:<\/strong><\/p>\n<p>Das Turnierende ist langsam in Sicht und nun wird es auch eine Frage der Kondition. Sieben Tage Vorbereitung, Turnierpartien und Nachbereitung gehen insbesondere bei Maria langsam an die Substanz. Doch ausgerechnet bei ihr wird die Vorbereitung immer verzwickter, weil die Gegnerinnen viele Sachen spielen, die Maria nicht kennt. Trotzdem haben wir uns heute selbstbewusst entschieden gegen Ayan Allahverdiyeva (Aserbaidschan) den Kampf in ihrer Lieblingser\u00f6ffnung aufzunehmen. Herrmann hatte gro\u00dfe Bedenken, doch letztlich riskierten wir es. Und was passierte? Maria setzte nach der gestrigen Glanzpartie noch einen drauf! Obwohl die Gegnerin alles kannte und richtig spielte, kam Maria aus der Er\u00f6ffnung heraus in eine Angriffsstellung. Beide Spielerinnen spielten stark, wieder gab es Drohungen und Gegendrohungen. Nachdem sich der Rauch verzogen hatte, befanden sich die beiden in einem Turmendspiel mit zwei Mehrbauern f\u00fcr Maria auf a- und c-Linie. Da aber der wei\u00dfe K\u00f6nig rechtzeitig am Damenfl\u00fcgel war schienen die beiden Bauern verloren zu gehen. Maria hatte aber weiter gerechnet und packte eine sensationelle Gewinnvariante aus. Sie zog den Bauern einfach weiter und als der Turm von hinten die Umwandlung verhinderte, fesselte Maria den gegnerischen Turm, lenkte diesen somit von der c-Linie ab und holte sich eine Dame. Nach fast vier (!) Stunden Spielzeit (wobei die Gegnerin unsportlich einen Zug vor dem Matt ihre verbleibenden 20 Minuten ablaufen lie\u00df) war der f\u00fcnfte Punkt im Sack!<br \/>\nEine kuriose Anekdote gab es auf dem Weg zum Turniersaal. Wir gingen den Hotelflur entlang als jemand auf deutsch sagte \u201eda ist ja die Maria\u201c und sie danach fragte wie viele Punkte sie h\u00e4tte und wie sie heute spiele (Antwort: \u201egewinnen!\u201c). Zuerst dachten wir es sei ein deutscher Vater, aber es war der Delegationsleiter von Luxemburg. Andr\u00e9 kannte ihn auf jeden Fall nicht, anscheinend ist Maria schon \u00fcber die Landesgrenzen hinaus ber\u00fchmt (es liegt die Vermutung nahe, dass Maria als U8-Meisterin bei den Offenen Niederl\u00e4ndischen Meisterschaften 2011 in den Benelux-L\u00e4ndern keine Unbekannte mehr ist)&#8230;<br \/>\nBei Lorenz war sein Gegen\u00fcber Peter Viczencz (SVK\/1458) gut auf ihn vorbereitet und er f\u00fchlte sich in der Stellung sehr unwohl. Er kam zwar ungeschoren heraus, hatte aber viel Bedenkzeit investiert und nach 20 Z\u00fcgen nur noch knapp zw\u00f6lf Minuten auf der Uhr. Prompt \u00fcbersah er in Zeitnot einen m\u00f6glichen Damengewinn per Abzugsangriff und sp\u00e4ter w\u00e4re gegen den schwarzen c-Bauern eigentlich kein Kraut gewachsen gewesen. Doch nach der ersten Zeitkontrolle \u00fcbersah der Gegner, dass Lorenz den gedeckten Freibauern einfach wegen einer Fesselung nehmen konnte. Im entstandenen Endspiel mit je einem Turm und ungleichfarbigen L\u00e4ufern bot Lorenz Remis, was sein Gegen\u00fcber trotz Mehrbauers sofort annahm.<br \/>\nRubens Gegner Arseny Kotov (BLR\/1652) \u00fcberraschte ihn in der Er\u00f6ffnung, doch mit einigen Zugumstellungen gelang es ihm dennoch in seine Systems zu gelangen. Im Endspiel hatte er zun\u00e4chst Vorteil, am Ende hatte aber leider der Gegner das bessere Ende f\u00fcr sich.<br \/>\nImmerhin ist es unseren Jungs erspart geblieben, dass sie morgen gegeneinander antreten m\u00fcssen, sie verpassten sich um ein Brett. Nun k\u00f6nnen beide noch auf 50% kommen und einige R\u00e4nge gutmachen. Derzeit liegt Ruben auf Platz 82 und Lorenz drei R\u00e4nge dahinter. Maria hat jetzt schon starke 5 Punkte und befindet sich auf dem sechzehnten Platz.<br \/>\nDavid und Sebi hatten sich w\u00e4hrend der Runde aufgemacht um Prag ein wenig zu erkunden. Auf ihrem dreist\u00fcndigen Fu\u00dfmarsch kamen sie u.a. am Platz der Republik, Altst\u00e4dter Rathaus, Wenzels Platz, Karlsbr\u00fccke und nat\u00fcrlich der Burg vorbei.<\/p>\n<p><strong>Runde 7 \u2013 Glanzpartie von Maria:<\/strong><\/p>\n<p>Die Wolken hatten sich \u00fcber Nacht wieder verzogen und uns erwartete der gewohnt sonnige Tag. Es ist zwar nach wie vor sehr dr\u00fcckend, aber der Montag ist nicht zu toppen. Ansonsten gibt es vom Essen nichts Neues, allerdings zieht Maria in der Kuchenwertung sukzessive davon. Und neben den gef\u00fchlten 250 Runden UNO haben wir tats\u00e4chlich auch etwas Zeit f\u00fcr Schach\u2026<br \/>\nBei Maria haben wir heute mal ein bisschen gezockt und sie gegen das d4 von Emilija Misiuk (Litauen) etwas Neues probieren lassen. Diese lie\u00df sich auf nichts ein und w\u00e4hlte einen ruhigeren Aufbau, wonach Maria problemlos zu Ausgleich kam. Danach entwickelte sich ein spannender taktischer Kampf mit Drohung, Gegendrohung und Gegengegendrohung, bei der beide M\u00e4dels klasse Z\u00fcge aufs Brett zauberten. Zu unser aller Begeisterung (Herrmann war komplett aus dem H\u00e4uschen!) fand Maria eine herrliche Gewinnkombination und setzte Matt. Das war sicherlich eine der besten Partien ihrer noch jungen Schachkarriere.<br \/>\nLorenz kam gegen den Montenegriner Dario Alivodic ebenfalls gut aus der Er\u00f6ffnung und hatte das aktivere Spiel. Leider \u00fcbersah er im Mittelspiel einen m\u00f6glichen Figurengewinn, konnte aber einen Bauern erobern und hatte ein gewonnenes Leichtfigurenendspiel mit entferntem Freibauern auf dem Brett. Doch dann behielt er die Uhr nicht im Blick und verlor unn\u00f6tigerweise durch Zeit\u00fcberschreitung.<br \/>\nDagegen kam Ruben zu seinem zweiten Sieg. Sein Gegner Ilja Semjonovs (Lettland\/1526) w\u00e4hlte gegen den Franzosen einen falschen Aufbau und so kam Ruben einfach mit normalen Z\u00fcgen St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck in eine immer bessere Stellung und gewann problemlos.<br \/>\nDen Sieg feierten Hubert, Ruben und Herrmann im Centrum Chodov beim Italiener, da Hubert kein H\u00fchnchen mit Reis mehr sehen konnte\u2026 Andr\u00e9 und Maria nutzten den sp\u00e4ten Nachmittag zu einem Besuch im Schwimmbad, der f\u00fcr Maria blutig endete, da sie sich an einer rasiermesserscharfen Beleuchtung im Becken die Zehe aufriss.<\/p>\n<p><strong>Runde 6 \u2013 Verpasste Chancen und Maria in style:<\/strong><\/p>\n<p>In der Nacht gab es erneut Regen und diesmal auch ein Gewitter, trotz des mediterranen Flairs das wir am Vorabend wieder genossen haben. Tags\u00fcber war es ausnahmsweise mal zumeist bew\u00f6lkt und am Nachmittag gab es sogar einen kurzen Regenschauer \u2013 geschwitzt haben wir trotzdem wieder.<br \/>\nMarias heutige Gegnerin Adriana Malkova (Tschechien) gab in der Er\u00f6ffnung schon einen Bauern her und tauschte obendrein ihren Fianchetto L\u00e4ufer ab. Diese Einladung zum K\u00f6nigsangriff nahm Maria nat\u00fcrlich umgehend an, \u00f6ffnete die Rochadestellung, lie\u00df einfach eine Figur am Damenfl\u00fcgel ungedeckt und setzte inklusive Turmopfer matt.<br \/>\nLorenz hatte nach zehn Z\u00fcgen gegen den T\u00fcrken Acar Utku Cengiz (1607) ebenfalls eine vielversprechende Angriffsstellung am Brett: er h\u00e4tte die h-Linie \u00f6ffnen k\u00f6nnen und nach der langen Rochade h\u00e4tte der Gegner erst beweisen m\u00fcssen, dass man das noch halten kann. Leider zog Lorenz die Dame zu fr\u00fch nach h6 woraufhin sein Kontrahent mittels g5 deren R\u00fcckweg abschnitt. Nun musste Lorenz h\u00f6llisch aufpassen, dass seine Dame nicht gefangen werden konnte, w\u00e4hlte hierbei nicht die beste Variante und verlor einen Bauern und eine Qualit\u00e4t. Danach gab es keine Chance mehr zur\u00fcck in die Partie zu kommen und Lorenz musste seine zweite Niederlage hinnehmen.<br \/>\nRuben kam gegen Filip Boe Olsen (D\u00c4N\/1621) aus der Er\u00f6ffnung heraus sofort zu aktivem Spiel und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Selbst als eine Figur verloren ging hatte er dank eines gef\u00e4hrlichen Freibauers noch alle Chancen, bis er einen Mattangriff \u00fcbersah.<br \/>\nNach zwei Dritteln des Turniers liegt Maria mit 3\/6 derzeit auf Rang 30 etwas unter Wert. Nur in der f\u00fcnften Partie spielte sie in der unbekannten Er\u00f6ffnung schlecht, ansonsten war sie immer mindestens auf Augenh\u00f6he. Lorenz hat ebenfalls 3\/6 und befindet sich aktuell auf Platz 66. Erstaunlicherweise hat er bislang mit 0,5\/3 eine miserable Wei\u00dfbilanz (bei der Deutschen waren es 5\/5!), daf\u00fcr aber 2,5\/3 mit Schwarz (bei der DEM 3\/6). Beide Verlustpartien waren eigenen Ungenauigkeiten geschuldet, die Gegner waren auf jeden Fall in Reichweite. Ruben lie\u00df leider auch einige Chancen aus und liegt mit 2,5\/6 auf Rang 84. In den verbleibenden drei Runden ist f\u00fcr alle auf jeden Fall noch einiges m\u00f6glich \u2013 Daumen dr\u00fccken!<br \/>\nAm Abend waren wir zusammen mit dem U8 Spieler Johannes Schade (SV Dresden-Striesen 1990) noch ein wenig Fussball spielen. Nach einiger Zeit kam noch eine gr\u00f6\u00dfere Schar Russen sowie zwei t\u00fcrkische M\u00e4dchen und ein t\u00fcrkischer Junge hinzu und wir spielten ein Match GER\/TUR vs RUS. Bester Spieler der Russen war dabei David, der zwar vorne eine 100%ige versemmelte, daf\u00fcr aber als Torwart einen Ball durch die Beine lie\u00df und sp\u00e4ter einen Abwurf unseres neuen Torh\u00fcters gnadenlos ins eigene Tor k\u00f6pfte. Immerhin konnte Johannes auf 2:4 verk\u00fcrzen ehe zwei Mitarbeiter der Hotel-Security auftauchten und uns verscheuchten: \u201ewe have a SERIOUS problem \u2026 football is not allowed \u2026 200 \u20ac\u2026\u201c. Dazu muss man sagen, dass seit Freitag jeden Tag Kinder auf dem schmalen Rasenstreifen (naja \u2013 eher ein Acker) zwischen Tenniscourts und Japanese Garden Fussball gespielt haben, aber das ist ihnen vorher wohl nicht aufgefallen. Aber man kann schon verstehen, dass Fussball verboten ist, denn wenn ein Ball das Hotel trifft k\u00f6nnte die Pappmach\u00e9 ja einst\u00fcrzen\u2026<br \/>\nNachdem wir das Feld ger\u00e4umt hatten, dauerte es auch nicht lange bis die n\u00e4chsten rumtobten und diesmal r\u00fcckte die Security sogar mit dem Orga-Chef an (das ist \u00fcbrigens der Kasper der Sebis gebuchtes Einzelzimmer nach einer Anfrage von David per Mail OHNE R\u00fcckfrage bei Sebi in ein Doppelzimmer umgebucht hat\u2026). Es muss nicht extra erw\u00e4hnt werden, dass die Security noch \u00f6fters anr\u00fccken musste und auch nach 21h war wieder eine ganze Horde zu Gange.<br \/>\nStichwort Hotel und \u201eserious problem\u201c \u2013 da w\u00fcrde uns schon noch Einiges einfallen: zumindest das Zimmer von Sebi und David hat Absteige-Niveau, dreckige Handt\u00fccher, Boden und Dusche schaut man lieber auch nicht so genau an, dasselbe gilt f\u00fcr das gesp\u00fclte Geschirr, die St\u00fchle im Speisesaal sind voller Flecken, usw. \u2026<\/p>\n<p><strong>Runde 5 \u2013 Lorenz kommt in Fahrt:<\/strong><\/p>\n<p>Die gro\u00dfe \u00dcberraschung des Tages beim morgendlichen Blick aus dem Fenster: es hatte tats\u00e4chlich geregnet! Angesichts von den gef\u00fchlten tropischen Temperaturen gestern, als es selbst um Mitternacht drau\u00dfen noch sehr warm war (und die Mitarbeiter der Hotelbar eiskalt die T\u00fcren zugesperrt haben obwohl noch drei Tische auf der Terrasse voll besetzt waren\u2026), kam die leichte Abk\u00fchlung sehr gelegen. Nicht dass die Temperatur im Laufe des Tages nicht wieder anstieg, aber an den Vortag reichte es gl\u00fccklicherweise nicht heran. Somit konnten wir zwischen Vorbereitung und Rundenbeginn mal wieder etwas Ball spielen, nachdem man gestern wirklich niemanden im Japanese Garden gesehen hatte\u2026<br \/>\nMaria bekam es heute mit der Tschechin Lenka Garska zu tun, die in ihren bisherigen Partien eher passiv agierte. Daher rechneten wir uns f\u00fcr Maria gute Chancen aus, jedoch spielte die Gegnerin Schottisch, was Maria noch nie auf dem Brett hatte. Wie bef\u00fcrchtet griff sie schon in der Er\u00f6ffnung fehl und h\u00e4tte eine Figur einb\u00fc\u00dfen k\u00f6nnen, die Gegnerin begn\u00fcgte sich aber mit einem Bauerngewinn. Kurz drauf kam ein Zweiter hinzu und sie konnte obendrein alle Figuren tauschen. Trauriger H\u00f6hepunkt der Partie war aber, dass Maria die Kontrahentin durchs Schach rochieren lie\u00df\u2026 Sehenswert war daf\u00fcr die Gewinnf\u00fchrung der Wei\u00dfspielerin im Bauernendspiel: sie opferte zwei Bauern f\u00fcr einen Durchbruch, wobei Maria zwar noch im Quadrat blieb und so zwei weitere Bauern abholen konnte, wodurch sie selbst zwei verbundenen Freibauern am K\u00f6nigsfl\u00fcgel hatte. Allerdings hatte Wei\u00df ja noch die Majorit\u00e4t am Damenfl\u00fcgel und diesen Freibauern konnte der schwarze K\u00f6nig auf der anderen Seite nat\u00fcrlich nicht mehr stoppen.<br \/>\nBei Lorenz wurde sein Kontrahent Robert Demko (Tschechien) Zeuge einer Weltpremiere, denn Lorenz spielte zum ersten Mal einen Sizilianer. Und es wurde nicht nur der erhoffte Bauerngewinn, sondern der Gegner stellte im elften Zug gleich eine ganze Figur ein. Diesen Vorteil baute Lorenz im weiteren Verlauf der Partie sukzessive aus, auch wenn er wieder unn\u00f6tigerweise eine Qualit\u00e4t hergab um einen \u201el\u00e4stigen L\u00e4ufer\u201c vom Brett zu bekommen. Nach dem folgenden Damentausch spielte er mit drei Figuren f\u00fcr den Turm und setzte alsbald matt.<br \/>\nRuben stand gegen den Slovaken Lukas Bango (1759) die ganze Partie \u00fcber ausgeglichen, versuchte dann aber mit Gewalt auf Sieg zu spielen und entbl\u00f6\u00dfte dabei seine Grundreihe derart, dass der Gegner ihn dort kalt erwischte.<br \/>\nEine Neuerung gab es auch beim Abendessen: mit Schnitzel stand mal ein neues Gericht zur Auswahl, wenn auch wahlweise mit Nudeln oder Reis.<\/p>\n<p><strong>Runde 4 \u2013 Erstmals kein Sieg:<\/strong><\/p>\n<p>Heute verzichteten wir auf unseren obligatorischen Besuch im Japanese Garden da es schlichtweg drau\u00dfen nicht auszuhalten war. Die Luft stand den ganzen Tag und es war noch mal sp\u00fcrbar hei\u00dfer als gestern. So wagten wir uns zun\u00e4chst nur zum Delegationsfoto aus dem Hotel.<br \/>\nMaria traf auf die Russin Victoria Gnilorybova und kam gegen deren Aljechin Verteidigung super aus der Er\u00f6ffnung. Nach einem Bauernopfer waren keine Verteidiger mehr auf dem K\u00f6nigsfl\u00fcgel und als Dg4 folgte blickte die Gegnerin ratlos umher. Maria bekam auf g7 ihren Bauern zur\u00fcck und h\u00e4tte danach auch die Qualit\u00e4t einheimsen k\u00f6nnen, wollte aber kurioserweise lieber das L\u00e4uferpaar behalten und entschied sich nicht zu schlagen. Auch so stand sie immer noch besser, aber die Kontrahentin konnte sich langsam aber sicher befreien. Sp\u00e4ter hatte Maria einen Bauern mehr als Victoria entweder Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck oder einfach eine schwer zu sehende Falle aufgebaut hatte. Zweimal wurde Marias Dame angegriffen und als sie den h\u00e4ngenden Springer nahm, hatte diese nach einem L\u00e4uferr\u00fcckzug pl\u00f6tzlich kein Feld mehr zur Verf\u00fcgung. Danach brachen schnell die D\u00e4mme und Maria musste leider zum zweiten Mal die Segel streichen, obwohl sie aussichtsreich stand.<br \/>\nLorenz bekam gegen den Slovaken Andrej Brnusak ein Vierspringerspiel aufs Brett in dem der Gegner sich auf nichts einlie\u00df und die Stellung geschlossen hielt. Im Mittelspiel w\u00e4hlte Lorenz nicht den besten Plan und sein Gegen\u00fcber bekam auf der halboffenen c-Linie Spiel gegen c2. Zu allem \u00dcberfluss stellte Lorenz plump einen Bauern ein, weil er nicht bedachte, dass der d-Bauer ja auch en passant schlagen kann\u2026 Zu seinem Gl\u00fcck tauschte Schwarz gleich die Schwerfiguren und wickelte in ein Springerendspiel mit Mehrbauern am Damenfl\u00fcgel ab. Hier schaffte es Lorenz mit genauem Spiel den gef\u00e4hrlichen Freibauern im Tausch f\u00fcr seinen f-Bauern zu erobern und hielt das Endspiel mit zwei gegen drei Bauern am selben Fl\u00fcgel problemlos Remis. Der Gegner wollte es aber erst wahrhaben als nur noch die beiden K\u00f6nige am Brett waren.<br \/>\nRuben bekam aus deutscher Sicht ein bl\u00f6des Los, n\u00e4mlich den amtierenden Deutschen Meister Jan-Okke Rockmann (SK Bremen-Nord\/1767). Dieser \u00fcberraschte ihn mit einer Spezialvariante die Ruben noch nicht kannte, weshalb er an einem Zug eine gute Stunde \u00fcberlegen musste. Dies war auch notwendig, da er sonst schnell h\u00e4tte baden gehen k\u00f6nnen. So stand er zwar die ganze Partie \u00fcber unter Druck, doch der Gegner fand nichts Z\u00e4hlbares. In Zeitnot brachte Ruben dann ein Figurenopfer, dass tats\u00e4chlich die Partie gekippt h\u00e4tte. Da er sich ob der Korrektheit des Opfers nicht sicher war und auch kaum mehr Bedenkzeit \u00fcbrig war, bot er vorsichtshalber remis, was auch akzeptiert wurde.<br \/>\nDavid m\u00f6chte noch unbedingt darauf hingewiesen haben, dass ihn Maria heute in der Kuchenwertung \u00fcberholt h\u00e4tte, auch wenn das kaum zu glauben ist\u2026 Daf\u00fcr stellte er einen neuen Hausrekord bei UNO auf (&gt;200\u2026).<\/p>\n<p><strong>Runde 3 \u2013 \u201eIch hab dem Gegner extra noch ne Quali gschenkt\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Tag vier in Prag und es wird von Tag zu Tag hei\u00dfer. Sonnenkind Andr\u00e9 h\u00e4lt das nat\u00fcrlich nicht davon ab trotzdem vor und w\u00e4hrend der Runde im Freien zu verbringen was insbesondere Hubert im wahrsten Sinne des Wortes ins Schwitzen bringt.<br \/>\nDas schaffte auch Lorenz, denn als wir nach den obligatorischen zehn Minuten den Spielsaal verlassen mussten waren sich Herrmann und Sebi einig, dass er gegen Diego Asensio Ramos (1520) schon breit steht. Er hatte noch nicht rochiert, die wei\u00dfe Dame stand bedrohlich auf h6 und gerade hatte ein Springer auf g6 geschlagen, der wegen der Fesselung des h-Bauern nicht zu nehmen war. Lange Gesichter bei uns bis Herrmann auf einmal sinnierte, dass Lorenz Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck haben k\u00f6nnte, da er ja die Dame verfolgen k\u00f6nnte. \u201eDas ist evtl. Remis\u201c, nach nochmaligem Nachdenken \u201edas ist Remis\u201c, drei Minuten sp\u00e4ter \u201eSchmarrn, der kriegt die Dame net raus oder muss die Figur geben, das ist gewonnen!\u201c. Alle waren sich einig, dass eine der Varianten wohl zutreffend sein m\u00fcsste\u2026<br \/>\nWir hatten es uns gerade auf der Wiese im Japanese Garden bequem gemacht, da tigerte auch schon Lorenz ums Eck uns konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Tats\u00e4chlich war der Gegner zu forsch ans Werk gegangen und verlor in der Variante eine Figur. Dies lie\u00df sich Lorenz nicht mehr nehmen und war bereits nach einer Stunde fertig (sein Gegen\u00fcber hatte am Ende \u00fcbrigens mehr Bedenkzeit auf der Uhr als zu Partiebeginn\u2026). Dabei hatte er \u201edem Gegner extra noch eine Qualit\u00e4t geschenkt, denn mit zwei L\u00e4ufern gegen Turm gewinn ich auch\u201c (der Freibauer auf f2 war dabei nat\u00fcrlich auch hilfreich).<br \/>\nSomit war Lorenz diesmal also bereits nach einer Stunde fertig, daf\u00fcr spielte Maria heute \u00fcber 2 \u00bd Stunden. Ihre spanische Gegnerin Cecilia Guillo Longares spielte Sizilianisch, womit wir nicht gerechnet hatten (ist auch schwierig wenn nur eine Partie bekannt ist). Aber Maria spielte eine klasse Partie, kam besser aus der Er\u00f6ffnung und gewann einen Bauern. Diesen verlor sie wenig sp\u00e4ter zwar wieder, hatte daf\u00fcr jedoch das L\u00e4uferpaar und obendrein stand bei Schwarz noch der L\u00e4ufer auf c8. So hatte Maria selbst dann noch die bessere Stellung als sie einen Bauern hinten lag, verpasste es aber dann aus ihren dominierenden Figuren das notwendige Kapital zu schlagen. Daher konnte sich die Kontrahentin im 30.(!) Zug endlich fertig entwickeln und nach kleineren Ungenauigkeiten wurde es doch ein gesunder Mehrbauer. Trotz harter Gegenwehr war gegen diesen kein Kraut mehr gewachsen, da die Gegnerin das Endspiel sicher runterspielte und nach 73 Z\u00fcgen war leider die erste Niederlage besiegelt. Schade da Maria heute wesentlich besser gespielt hat als in den beiden Runden zuvor, aber nicht daf\u00fcr belohnt wurde.<br \/>\nAuch Ruben kam heute zu seinem ersten Sieg (damit haben alle Deutschen Spieler mindestens eine Partie gewonnen) gegen den Russen Aleksandr Yasinovskij (1665). Nachdem er zun\u00e4chst die etwas vorsichtigere Variante gew\u00e4hlt hatte und sich erst einmal ruhig aufgebaut hatte, griff er durchschlagend mit einem sch\u00f6nen Turmopfer den gegnerischen K\u00f6nig an und setzte matt.<br \/>\nDamit liegen alle drei nach dem ersten Turnierdrittel gut im Rennen. Maria und Ruben haben 2\/3 und Lorenz ist mit 1,5\/3 bei sehr guten 50%. Unangefochtener Spitzenreiter in der Kuchenwertung ist nach wie vor David, der seine Tabellenf\u00fchrung heute nochmals ausbauen konnte\u2026 A propos Essen: wir alle sind sehr gespannt ob das B\u00fcffet n\u00e4chste Woche abwechslungsreicher wird, da es bislang wahlweise ausschlie\u00dflich Huhn, Rind, Schwein und Fisch mit Nudeln, Reis, Kartoffelbrei oder Pommes gab.<\/p>\n<p><strong>Runde 2 \u2013 Maria 2, Europa 0!:<\/strong><\/p>\n<p>Heute gestaltete sich die Vorbereitung viel relaxter, da die Auslosungen gestern schon vor 22 Uhr bekannt waren. So holte Herrmann ab 10h (ja da ist er ausnahmsweise schon wach\u2026) nacheinander seine Sch\u00e4fchen zu sich und auch der Rest der Truppe nutzte die Zeit um noch mal das Repertoire durchzugehen.<br \/>\nAnschlie\u00dfend spielten wir etwas Ball im Japanese Garden und machten uns dann \u00fcber das Mittagsb\u00fcffet her, wobei Maria der Erfolgsformel von gestern (3 St\u00fcck Kuchen = 1 Punkt) treu blieb. Unangefochtener Kuchenspitzenreiter ist aber eindeutig David\u2026<br \/>\nNach dem Essen genossen wir noch ein wenig das herrliche Wetter ehe wir ein letztes Mal die Varianten durchgingen.<br \/>\nMaria bekam es heute mit der Serbin Nevana Djordjevic zu tun und hatte dabei das zweite Mal schwarz. Deren Vater musterte das Namensschild von unserem \u201eCoach\u201c David sehr streng, vmtl. gr\u00fcbeln s\u00e4mtliche Delegationen schon \u00fcber den mysteri\u00f6sen neuen Geheimtrainer der Deutschen, der sich als 1200er in der DWZ-Datenbank tarnt\u2026<br \/>\nIn der Partie spielte die Gegnerin nicht ganz wie erhofft, aber Maria kam trotzdem ordentlich aus der Er\u00f6ffnung. Danach griff sie wie gewohnt beherzt am K\u00f6nigsfl\u00fcgel an und opferte ohne mit der Wimper zu zucken ihren L\u00e4ufer auf h3. Da sie noch nicht rochiert hatte, w\u00e4re das Opfer zu widerlegen gewesen, aber die Gegnerin war von der Offensive so beeindruckt, dass die prompt eine Springergabel mit Damenverlust \u00fcbersah. Diesen Vorteil lie\u00df sich Maria nicht mehr nehmen und sackte den zweiten Punkt ein.<br \/>\nLorenz war wieder einer der Letzten im Turniersaal. Gegen den Finnen Tomi Kugappi (1778\/21. der Setzliste) \u00fcbersah er leider im siebten Zug einen m\u00f6glichen Bauerngewinn per L\u00e4uferopfer auf f7, danach war die Stellung immer ausgeglichen. Im Endspiel wurden zwei Remisgebote von Lorenz abgelehnt und zu allem \u00dcbel verpasste er es eine dreifache Stellungswiederholung zu reklamieren\u2026 Auch danach war die Stellung immer ausgeglichen bis Lorenz im 70. Zug seinen K\u00f6nig auf das falsche Feld zog und elf Z\u00fcge sp\u00e4ter nach \u00fcber f\u00fcnf Stunden aufgeben musste. Sehr schade \u2013 der harte Kampf wurde nicht belohnt.<br \/>\nRuben kam auch gegen den Rum\u00e4nen Bogdan-Emanuel David (1671) in eine ausgezeichnete Stellung und konnte in ein gewonnenes Turmendspiel mit Mehrbauern abwickeln, das er dann aber doch remis gab.<br \/>\nMorgen kommt es zweimal zum Duell Schilay vs. Spanien, Ruben bekommt es mit einem Russen zu tun. Spielbeginn ist wieder 15h!<\/p>\n<p><strong>Runde 1 \u2013 Gelungener Auftakt:<\/strong><\/p>\n<p>Da bei der Europameisterschaft im Gegensatz zur Deutschen nur eine Runde pro Tag auf dem Programm steht und diese erst um 15h beginnt, kann man etwas entspannter in den Tag gehen und so waren David und Sebi kurz vor 9h die ersten unserer Truppe beim Fr\u00fchst\u00fcck. Nach und nach gesellte sich der Rest dazu und da die Paarungen erst gegen 12h bekannt gegeben wurden, war sowieso noch nicht gro\u00df etwas zu tun. Wir vertrieben uns die Zeit mit dem Spiel Heckmeck, ehe um 12h ein Treffen der Deutschen Delegation stattfand. Dort erl\u00e4uterte Bernd V\u00f6kler die wichtigsten Regeln (Nullkarenz, kein Remisgebot vor Zug 40 etc.) und zudem bekamen Lorenz und Maria ihre Deutschland \u201eTrikots\u201c.<br \/>\nDanach machte sich Herrmann an die Vorbereitung und wurde mit den Dreien gerade so fertig, musste aber selbst auf das Mittagessen verzichten\u2026<br \/>\nPunkt 15h sa\u00dfen alle Teilnehmer an ihren Brettern und f\u00fcr unsere Youngster begann die erste Runde auf internationalem Parkett. \u00dcberraschenderweise waren die J\u00fcngsten (U8, 10 und 12) in ihrem Saal doch ziemlich eng geschlichtet und die Bretter in der U8w hatten auch schon mal bessere Tage erlebt (das scheint aber durchaus JugendEM-Standard zu sein). Kurioserweise hatten sie sogar einen breiteren grauen Streifen in der Mitte \u2013 fast wie eine Grenze zwischen den beiden Lagern\u2026<br \/>\nNach zehn Minuten mussten alle Eltern und Betreuer den Saal verlassen und durften auch w\u00e4hrend der ganzen Spielzeit nicht wieder zur\u00fcck. Deshalb sa\u00dfen oder standen Elterntrauben vor den S\u00e4len und warteten ungeduldig auf ihren Nachwuchs. Wir genossen dagegen erst einmal die Sonne auf der Terrasse beim Japanese Garden (nur Hubert wurde es bald zu warm). Nach einer guten Stunde kam Maria zur\u00fcck und berichtete stolz von ihrem Sieg. Gleich in der ersten Runde also ein Sieg f\u00fcr unsere J\u00fcngste \u2013 ein super Auftakt! Sie hatte es mit der Franz\u00f6sin Camille Ginovart zu tun bekommen, von der es erwartungsgem\u00e4\u00df keine Partien in der Datenbank gab. Aber bei ihrem Bruder fanden wir einen Anhaltspunkt und bereiteten sie auf Spanisch vor. In der Tat kam ein Spanier aufs Brett und Maria spielte den vorbereiteten Aufbau. Im Mittelspiel schwenkte sie ihre Figuren gewohnt zum K\u00f6nigsfl\u00fcgel und griff an ohne R\u00fccksicht auf h\u00e4ngende Bauern am Damenfl\u00fcgel bzw. im Zentrum. Dem Computer gefiel die schwarze Stellung nicht besonders, aber Maria behielt recht, da ihre Gegnerin nach einem Angriffszug fehlgriff und einen Turm einb\u00fc\u00dfte. Danach h\u00e4tte Maria den Sack schon zu machen k\u00f6nnen, begn\u00fcgte sich aber mit dem Mehrturm und spielte auf Abtausch. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle konnte Maria mit einem Hinlenkungszug eine Springergabel mit Damengewinn anbringen und wenig sp\u00e4ter setzte sie matt.<br \/>\nLorenz bekam es ausgerechnet mit einem der drei Spieler zu tun, denen er in diesem Jahr schon einmal begegnet war. Gegen den Tschechen Pavel Haase (1553) verlor er beim Jugendturnier in Ergolding. Im Damengambit schloss Pavel fr\u00fch mittels c5 den Damenfl\u00fcgel, jedoch verpasste Lorenz das sofortige e5 um seinen L\u00e4ufer ins Spiel zu bekommen. So versauerte dieser analog zur Auftaktpartie bei der Deutschen und sein Kontrahent konnte hinter der Bauernkette munter lavieren und den Bauernsturm am Damenfl\u00fcgel vorbereiten. Lorenz verteidigte sich z\u00e4h und nach \u00fcber 30 Z\u00fcgen konnte er tats\u00e4chlich einen Bauern erobern und diesen im Anschluss auch behalten. Kurz vor der Zeitkontrolle \u00fcbersah Lorenz noch eine bessere Fortsetzung, doch auch so waren im Doppelturmendspiel sicherlich Siegchancen vorhanden. Doch sein Gegen\u00fcber verteidigte ebenfalls umsichtig und so kam es nach 56 Z\u00fcgen zum Friedenschluss \u2013 nach 4 \u00bd Stunden Spielzeit, wobei die Beiden die l\u00e4ngste Partie der U10 spielten.<br \/>\nAuch Ruben holte gegen einen starken Georgier einen halben Punkt. Er bekam das vorbereitete Bauernopfer aufs Brett und war am Dr\u00fccker (Herrmann ist sich sicher, dass es Gewinnvarianten gab, die aber schwer zu sehen waren), doch die gegnerische Verteidigung hielt stand.<br \/>\nEin guter Auftakt ist uns also gelungen \u2013 morgen steht um 15h Runde 2 auf dem Programm.<\/p>\n<p><strong>Anreisetag: Coach David on tour<\/strong><\/p>\n<p>Gegen 13h machte sich heute die Neumarkter Delegation bestehend aus Andr\u00e9, Lorenz und Maria Schilay sowie Sebastian M\u00f6sl und David Hofmann auf zum bedeutendsten Schachturnier in unserer Vereinsgeschichte. Begleitet von anhaltenden Regenschauern ging es zun\u00e4chst nach Brunn um das zweite \u201emittelfr\u00e4nkische\u201c Auto mit Hubert und Ruben Mantel sowie Herrmann Krau\u00df und Thomas Strobl (er fungiert in Prag als Schiedsrichter) abzuholen, ehe es gen tschechische Grenze ging.<br \/>\nNach problemloser Fahrt (auch Herrmann wurde wider Erwarten ins Land gelassen\u2026) erreichten wir kurz vor 17h das Top Hotel Praha und es begannen die ersten Schwierigkeiten\u2026 Zun\u00e4chst gestaltete sich die Parkplatzsuche problematisch, danach wurden wir von einem Mitarbeiter zur Reception South geschickt (\u201eall Germans have to go there\u201c) nur um dort zu erfahren, dass alle Deutschen zur Main Reception m\u00fcssten\u2026 Also dort in die Schlange eingereiht und nachdem der Engl\u00e4nder davor nach endloser Diskussion eine Umbuchung vornehmen konnte, wurden weder Mantels noch David und Sebastian vom System gefunden! Nach weiterem Warten, Irrungen und Wirrungen haben wir dann doch alle unsere Zimmer beziehen k\u00f6nnen. Allerdings nicht alle wie gebucht: Herrmann bekam jetzt doch ein Einzelzimmer und David und Sebastian haben ein drittes Bett im Zimmer stehen. Noch kurioser wurde das Ganze \u00fcbrigens als uns Delegationsleiter Bernd V\u00f6kler \u00fcber den Weg lief und weitere Zimmerkartenschl\u00fcssel f\u00fcr uns hatte. D.h. wir h\u00e4tten uns gar nicht erst stundenlang anstellen m\u00fcssen\u2026<br \/>\nF\u00fcr den Br\u00fcller des Tages sorgte die Ausgabe der Akkreditierungen. W\u00e4hrend bei Andr\u00e9 ganz normal \u201eParent\u201c draufsteht und bei Sebi \u201eOthers\u201c haben sich die Organisatoren bei David wohl einen Scherz erlaubt und tats\u00e4chlich \u201eCoach\u201c draufgeschrieben\u2026<br \/>\nNachdem sich alle beim Abendessen gest\u00e4rkt hatten stand um 20h die Er\u00f6ffnungsfeier auf dem Programm, die zu unserer \u00dcberraschung im sogenannten Japanese Garden also im Freien stattfand. Angesichts des regnerischen Wetters den ganzen Tag mutete das sehr selbstbewusst an und es nieselte auch die ganze Zeit aber gr\u00f6\u00dfere Regenschauer blieben zum Gl\u00fcck aus.<br \/>\nDie Begr\u00fc\u00dfung der Offiziellen ging relativ z\u00fcgig \u00fcber die B\u00fchne, wobei wir sowieso nicht so viel verstanden haben. Das lag aber nicht nur an der Akustik, zumindest die vom Zettel abgelesene holprige englische Rede des Prager B\u00fcrgermeisters blieb auch inhaltlich ein R\u00e4tsel\u2026 Besser machte es hier der Hoteldirektor der gleich zugab, dass er von Schach keine Ahnung habe (\u201echess is not my cup of tea\u201c) und einfach nur die Teilnehmer begr\u00fc\u00dfte.<br \/>\nDas folgende Showprogramm begann mit etwas typisch tschechischem (???): einer Bauchtanzvorf\u00fchrung. Was diese bei einer Jugend EM zu suchen hat l\u00e4sst sich zwar nicht nachvollziehen, aber Herrmann und Thomas hat es gefallen. Danach musste ein wei\u00dfer K\u00f6nig gegen drei schwarze Figuren am Gartenschachbrett antreten, wobei alle Beteiligten in historischen Kost\u00fcmen gewandt waren. Nat\u00fcrlich kam es zu dramatischen Schwertkampfszenen, in denen der wei\u00dfe K\u00f6nig einen Konkurrenten nach dem anderen in seine Schranken verweisen konnte. Interessanterweise kam es in der \u201eSchachpartie\u201c sogar zu einer Bauernumwandlung des Wei\u00dfen, wobei kurzerhand die bereits geschlagene schwarze Dame das Lager wechselte. Im Anschluss traten zwei T\u00e4nzerinnen mit brennenden St\u00e4ben auf und zum gro\u00dfen Finale gab es ein imposantes Feuerwerk (in Deutschland w\u00e4ren diese Feuerwerksk\u00f6rper definitiv verboten\u2026).<br \/>\nAnschlie\u00dfend versuchte die Neumarkter Delegation das Internet zum Laufen zu bringen, was sich wie bef\u00fcrchtet als Herkulesaufgabe herausstellte. Zun\u00e4chst wurde das hoteleigene W-LAN angezeigt, aber es kam keine Verbindung zu Stande, danach wurde die Verbindung nicht einmal mehr angezeigt. Nach fast 90 min\u00fctigem Gefiesel konnten immerhin ein paar Bruchst\u00fccke gen Heimat gesendet werden \u2013 wir hoffen auf Besserung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/ArtikelEM2012VB_NT.pdf\" target=\"_blank\">Vorbericht NT<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.neumarktonline.de\/art.php?newsid=71355\" target=\"_blank\">Vorbericht bei neumarktonline<\/a><\/p>\n<h3>Related Images:<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In j\u00fcngster Vergangenheit durften wir \u00fcber viele H\u00f6hepunkte berichten: Erfolge bei Bezirksmeisterschaften, Bayerischen Meisterschaften und sogar Deutschen Meisterschaften. Ein Highlight jagte das n\u00e4chste und unser Nachwuchs setzte immer noch einen drauf und das ganze in Dimensionen, wie es sie in &hellip; <a href=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=2344\">Continue reading<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2344","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-jugend-1112"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2344","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2344"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2344\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}