{"id":263,"date":"2011-04-23T21:16:03","date_gmt":"2011-04-23T21:16:03","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=263"},"modified":"2011-07-11T18:49:27","modified_gmt":"2011-07-11T18:49:27","slug":"mittelfrankische-einzelmeisterschaft-2011-qualiturnier-20-23-04","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=263","title":{"rendered":"Mittelfr\u00e4nkische EM 2011 Nebenturnier &#8211; Sebastian M\u00f6sl wird starker Dritter!"},"content":{"rendered":"<p>Unsere beiden Nachwuchshoffnungen Maxi und Simon belegten am Ende mit jeweils 2,5 Punkten die R\u00e4nge 39 und 40, wobei Simon am Ende sogar noch vor Maxi landete, was den Partien nach nicht ganz gerechtfertigt ist. Maxi agierte manchmal etwas ungl\u00fccklich, ihm war eigentlich mehr zuzutrauen. Ein durchaus m\u00f6glicher Sieg zum Abschluss h\u00e4tten 3,5 Punkte und den guten Mittelfeldplatz 28 bedeutet &#8211; und aus einer guten Leistung w\u00e4re eine sehr gute geworden. Simon kann mit seinen 2,5 Punkten durchaus zufrieden sein, am zweiten Tag hatte er viel Gl\u00fcck, daf\u00fcr lie\u00df er an Tag drei etwas liegen. Sebi spielte vielleicht nicht immer gut, daf\u00fcr aber \u00fcberaus erfolgreich. Dank des gl\u00fccklichen &#8222;BigPoint&#8220; in Runde 6 landete er in der letzten Runde am Spitzenbrett und spielte um den Turniersieg mit. Mit dem abschlie\u00dfenden Remis sicherte er den dritten Platz hinter den stark aufspielenden Udo G\u00fcldner und Michael Braun ab, gleichbedeutend mit der Qualifikation zum Hauptturnier 2012! Zudem blieb er ungeschlagen, was \u00fcbrigens auch Udo G\u00fcldner, Michael Braun, Daniel Diller (er konnte zur letzten Runde leider nicht mehr antreten, da der Flieger nicht wartet&#8230;), Jochen Dietrich und Peter Th\u00fcrauf gelang. Alles in allem ein hervorragendes Ergebnis &#8211; B\u00fcchenbach war definitiv eine Reise wert. An dieser Stelle auch ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n an Bruno Nachtrab und sein Team von der SG B\u00fcchenbach\/Roth f\u00fcr die gute Organisation.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sc-postbauer-heng.de\/08open\/?p=318\" target=\"_blank\">Endstand:<\/a><br \/>\n1. Udo G\u00fcldner          SC Forchheim             5,5  29,0<br \/>\n2. Michael Braun        SG B\u00fcchenbach\/Roth   5,5  26,5<br \/>\n<strong>3. Sebastian M\u00f6sl       SK Neumarkt             5,0  28,0 (3 4 0)<\/strong><br \/>\n4. Thomas Bildt          SK Zirndorf               5,0  26,0<br \/>\n5. Maximilian M\u00fcller     SG B\u00fcchenbach\/Roth  5,0  24,0<br \/>\n<strong>39. Simon Drechsel     SK Neumarkt             2,5  18,0  129,0 (2 1 3)<\/strong><br \/>\n<strong>40. Maximilian Lutter   SK Neumarkt             2,5  18,0  125,0 (2 1 4)<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.noris-tarrasch.de\/partien\/online-nachspielen\/257-bem-2011-nebenturnier-partien-zum-nachspielen.html\">Partien<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sg-buechenbach-roth.de\/\">Ausrichter-Homepage<\/a><\/p>\n<p><!--more-->Es kommt ja selten genug vor, dass Neumarkter beim Qualiturnier der Mittelfr\u00e4nkischen mitspielen, doch diesmal machten wir uns immerhin zu Dritt (Maximilian Lutter, Simon Drechsel und Sebastian M\u00f6sl) auf nach B\u00fcchenbach. Gerade f\u00fcr unseren Vorstand ist es eine Rarit\u00e4t, datiert doch sein letztes mehrt\u00e4giges Turnier aus dem Jahre 1997 (BezirksEM U17; 6 Remisen und 1 Niederlage&#8230;)!!!<br \/>\nInsgesamt 46 Teilnehmer von 1986 bis 1176 sind mit von der Partie, wobei Sebi an #15 gesetzt ist, Maxi an #43 und Simon an #45.<\/p>\n<p><strong>Runde 1:<\/strong><br \/>\nDie Auftaktrunde war kaum angepfiffen, da war Maxi auch schon zum Zuschauen verdammt. Er hatte gegen Daniel Diller (SC Erlangen\/1710) in der Er\u00f6ffnung zwei Z\u00fcge vertauscht und einen Turm eingestellt. Auch Simon griff gegen Friedemann Zedlitz (SG B\u00fcchenbach\/Roth\/1715) schon in der Er\u00f6ffnung daneben und stand mit offenem K\u00f6nig in der Brettmitte. Erwartungsgem\u00e4\u00df \u00fcberstand er das nicht und musste sich obendrein auch noch w\u00e4hrend der Partie \u00fcbergeben. Deshalb lie\u00df er sich auch abholen und gab die zweite Runde kampflos ab.<br \/>\nSebi traf zum Auftakt auf das B\u00fcchenbacher Nachwuchstalent Thomas Hollmann (1441). Im Abtauschfranzosen \u00f6ffnete Sebi die h-Linie und kam zu einem starken Angriff als der Gegner h7 h\u00e4ngen lie\u00df. Dies brachte eine Mehrfiur und zwei Bauern ein, wobei Rybka noch bessere Varianten fand&#8230; In klar \u00fcberlegener Stellung (+9) ersp\u00e4hte Thomas noch eine Schummelchance in Form eines m\u00f6glichen Anastasia Mattes (der Nachteil wenn man mit offener h-Linie kurz rochiert). Sebi sah das auch, was ihn aber nicht daran hinderte falsch zu spielen und so Dame gegen Turm + Figur opfern zu m\u00fcssen. Gut m\u00fcssen ist falsch &#8211; Rybka zeigt Auswege aus der Misere, doch der Schock am Brett sa\u00df zu tief ob der eigenen Bl\u00f6dheit und mit TUrm + 2 Mehgrbauern opfert sich die Dame auch viell eichter&#8230; Denn die Stellung war nat\u00fcrlich immer noch klar besser und wenig sp\u00e4ter half der Gegner obendrein mit einem Damenverlust per Turmschach ein wenig nach.<\/p>\n<p><strong>Runde 2:<\/strong><br \/>\nNach der Mittagspause bekam es Maxi mit Peter Stahl (Wolframs-Eschenbach\/1600) zu tun. Er geriet nach der Er\u00f6ffnung unter Druck und nachdem der Gegner die Damen getauscht hatte konnte dieser dank eines starken L\u00e4ufers auf der Diagonalen a2-g8 und dem Besitz der offenen e-Linie einen Bauern gewinnen. Maxi versuchte das Endspiel zu halten, \u00fcbersah in einer Variante aber ein Zwischenschach und verlor entscheidend Material. Sebi hatte es bis auf Brett 2 verschlagen wo er auf den Setzlistenzweiten Thomas Dittmar (SF F\u00fcrth\/1915) traf. Im K\u00f6nigsinder w\u00e4hlte Sebi gegen den flexiblen Aufbau seines Gegen\u00fcbers nicht die beste Fortsetzung und stand sehr passiv. Immerhin konnte er mit Gewalt noch f5 durchdr\u00fccken und trotz der offenen g-Linie und dem gegenerischen Druck am Damenfl\u00fcgel bestand Hoffnung ob des in der Mitte verbliebenen wei\u00dfen K\u00f6nigs. Wei\u00df griff erwartungsgem\u00e4\u00df am Damenfl\u00fcgel an und die Stellung f\u00fchlte sich am Brett schlechter an als die Rybka-Bewertung (mehr als 0,7 war es nie)&#8230; Doch Sebi konnte alle Einbruchsfelder zusammenhalten und ab Zug 25 begann er seine unkoordinierten Figuren langsam ins Spiel zu bringen, \u00fcberf\u00fchrte einen Springer nach g3 und suchte sein Heil mit noch zehn Minuten f\u00fcr zehn Z\u00fcgen im Gegenspiel auf der g-Linie. Der Angriff war nicht zu untersch\u00e4tzen und prompt musste der Gegner in eine Zugwiederholung einwilligen.<\/p>\n<p><strong>Runde 3:<\/strong><br \/>\nMit einem wieder genesenen Simon ging es in den zweiten Turniertag. Dieser musste gegen den mittelfr\u00e4nkischen U10 Meister (und einen der Topfavoriten bei der Bayerischen) Kevin Tong (SC Erlangen\/1432) antreten. Simon behandelte die Er\u00f6ffnung nicht gut und b\u00fc\u00dfte fr\u00fch einen Bauern ein. Im Mittelspiel folgte ein Zweiter und nachdem nur noch die Damen und je eine Leichtfigur auf dem Brett verblieben schien der a-Freibauer die Partie zu entscheiden. Doch Simon hatte einen aktiven Springer und noch eine Drohung, die sein Gegner prompt nicht rechtzeitig ersp\u00e4hte und somit ob des drohenden Matts Dauerschach geben musste. Auch Maxi erzielte seinen ersten halben Punkt gegen Ursula Dreiseitel (NT N\u00fcrnberg\/1299). In der Partie war wohl nicht viel drin, es blieb geschlossen und keiner traute sich etwas aufzumachen. Sebi bekam es erneut mit einem Lokalmatador zu tun, diesmal in Person von Jochen Dietrich (1953). Sebi versuchte gegen den Pirc einen Grand-Prix-Angriff-\u00e4hnlichen Aufbau, geriet aber durch Zugumstellung in eine ung\u00fcnstige Stellung. Also musste Sebi den geplanten K\u00f6nigsangriff abblasen und die Einbruchsfelder am Damenfl\u00fcgel unter Kontrolle halten. Dies sah nach Sd1 und Db1 zwar nicht sehr berauschend aus, doch Sebi konnte sich befreien und nachdem alle Schwerfiguren getauscht waren trennte man sich freidlich.<\/p>\n<p><strong>Runde 4:<\/strong><br \/>\nAm Nachmittag traf Simon auf Ursula Dreiseitel und im Gegensatz zur Partie von Maxi wurde mit offenem Visier und unterschiedlich rochierten K\u00f6nigen gek\u00e4mpft. Nachdem Turm und L\u00e4ufer in Simons Stellung eindrangen, der K\u00f6nig in die Brettmitte wandern musste und Simon obendrein zwei Bauern weniger hatte, sah alles nach einer Niederlage aus. Doch Simon hatte erneut das Gl\u00fcck auf seiner Seite und konnte einen Turm und wenig sp\u00e4ter die Partie gewinnen. Maxi dagegen stand auch gegen Hans Dorner (Heideck\/Hip\/1675) am Ende mit leeren H\u00e4nden da. Er lie\u00df sich zu einem Figurentausch hinrei\u00dfen, der dem Gegner die g-Linie \u00f6ffnete. Diese schloss Maxi zwar wieder, allerdings auf Kosten einer offenen h-Linie. Diese wurde Maxi im Verbund mit einer starken Dame auf der Diagonalen h2-b8 alsbald zum Verh\u00e4ngnis. Sebi bekam es mit dem aufstrebenden Erlanger Nachwuchstalent Daniel Diller (1710) zu tun (er lag nur einen halben Buchholzpunkt hinter den beiden Co-Siegern der Mittelfr\u00e4nkischen U16), der ebenfalls ungeschlagen war. Gegen einen Engl\u00e4nder versuchte Sebi den Damenfl\u00fcgel mittels b5 zu \u00f6ffnen und stellte dabei plump einen Bauern ein. Doch mit einem taktischen Schlag wurde er immerhin den Fianchettol\u00e4ufer los und hoffte Drohungen auf der Diagonalen h1-a8 zu bekommen. Auch Rybka zeigt trotz Minusbauer schon einen leichten schwarzen Vorteil an, denn bei korrektem Spiel h\u00e4tte Sebi den Bauern zur\u00fcckgewonnen. Stattdessen brachte der Gegner seine Figuren sch\u00f6n ins Spiel und nach beiderseitigen Ungenauigkeiten gewann Wei\u00df einen zweiten Bauern. Mit zwei Bauern weniger, einem gegnerischen L\u00e4ufer auf e7 gedeckt von einem Freibauern auf d6 und weniger als 6 Minuten f\u00fcr 10 Z\u00fcge wollte Sebi eigentlich schon aufgeben, entschied sich dann aber doch noch ein paar Z\u00fcge zu machen (Rybka zeigt &#8222;nur&#8220; +1,1 an&#8230;). Und tats\u00e4chlich fand auch der Gegner nicht die beste Fortsetzung, doch Sebi verpasste gleich zweimal die Gelegenheit den gef\u00e4hrlichen d6 zu schlagen. Dabei hatte er das Motiv zwischen beiden M\u00f6glichkeiten gesehen, aber mit 1.33 min f\u00fcr 6 Z\u00fcge kann das mal passieren&#8230; Trotzdem bekam Sebi noch vor der Zeitkontrolle beide Mehrbauern weg und im 40.Zug einigte man sich auf Remis. Kurioserweise zeigt Rybka nach dem 38.Zug von Schwarz einen klaren Gewinnweg f\u00fcr Wei\u00df und das obwohl der Freibauer verloren geht, nach Zug 39 dagegen war der Vorteil dahin &#8211; Gl\u00fcck gehabt!<\/p>\n<p><strong>Runde 5:<\/strong><br \/>\nTurniertag drei bescherte Simon den erfahrenen Laufer Roland M\u00fcller (1635). Im Mittelspiel musste Simon seinen Fianchetto-L\u00e4ufer tauschen und der Gegner bekam einen gef\u00e4hrlichen Bauern auf g5. Obendrein verpasste Simon die M\u00f6glichkeit seinen Springer sebst in des Gegners H\u00e4lfte zu postieren. In der Folge bekam Wei\u00df einen starken Angriff auf der h-Linie und unter dem Druck verlor Simon die Dame. Maxi bekam es mit Fritz Seidlitz (SK Zirndorf\/1334) zu tun. Dieser lie\u00df den K\u00f6nig in der Mitte stehen und griff mit den Bauern am K\u00f6nigsfl\u00fcgel an. Dies sah \u00e4u\u00dferst unangenehm aus zumal f\u00fcr Maxi kein Gegenspiel in Sicht war. Doch nachdem der Gegner einen wichtigen Bauern verloren hatte, kam Maxi zu aktivem Spiel gegen den ungesch\u00fctzten K\u00f6nig und gewann Material. Diesen Vorteil verwertete er im Endspiel problemlos zum ersten Sieg. Sebi wollte nach drei Remisen in Folge endlich den erhofften Schritt in die Top 10 machen, wozu es eines Sieges \u00fcber Richard Gajewski (FC Gunzenhausen\/1616) bedurfte. Gegen den ungewohnten Aufbau (e6, b6, Lb7, Lb4, f5) kam Sebi nicht optimal aus der Er\u00f6ffnung und hatte Probleme seine Entwicklung (0-0 und Sg1) abzuschlie\u00dfen. Sein Gegner griff entsprechend agressiv mittels h6 und g5 (trotz 0-0) an und postierte einen Turm auf f4. In ausgeglichener Stellung brachten zwei unn\u00f6tige Z\u00fcge Sebi die notwendigen Tempi um mit Dh5 einen starken Angriff einzuleiten, der Schwarz nur vier Z\u00fcge sp\u00e4ter zur Aufgabe zwang, da Matt in zwei nicht mehr zu vermeiden war.<\/p>\n<p><strong>Runde 6:<\/strong><br \/>\nIn der Nachmittagsrunde lie\u00df Maxi gegen den Postbaurer Michael Gottlieb (1217) den zweiten Sieg folgen. Dieser verlor einen wichtigen Bauern und verlor dadurch in der Folge weiter an Material. Indes h\u00e4tte Simon gegen Adrian Siegl (SW N\u00fcrnberg S\u00fcd\/1383) wohl einen Bauern gewinnen k\u00f6nnen, aber auch sein Freibauer im Turmendspiel sah vielversprechend aus. Selbst als Simon einen Bauern verlor schien ein Remis noch m\u00f6glich zu sein, doch Simon konnte die Partie letztlich nicht halten. Sebi &#8211; mittlerweile auf Rang 8 klassiert &#8211; bekam wie tags zuvor einen starken Erlanger Jugendlichen vorgesetzt, diesmal in Person von Kevin Zhao. Es wurde eine &#8222;denkw\u00fcrdige&#8220; Partie mit einem hochdramatischen Finale&#8230; Schon nach acht Z\u00fcgen \u00e4rgerte sich Sebi \u00fcber sich selbst, hatte er doch bereits rochiert, dabei aber nicht daran gedacht, dass der Gegner ja nicht zwingend auch rochieren muss&#8230; Entsprechend sah er sich einem Bauernsturm (f3,g4, etc.) ausgesetzt und f\u00fchlte sich bis Ende der Partie nicht wohl. Dabei zeigt Rybka, dass der schwarze Aufbau durchaus korrekt war und das Gegenspiel am Damenfl\u00fcgel trotz der fehlenden langen Rochade seitens Wei\u00df gef\u00e4hrlich ist. Tats\u00e4chlich h\u00e4tte Sebi sogar eine vorteilhafte Variante gehabt und das obwohl er bereits einen Doppelbauern am Rand (h7,h5) hatte. Auch die gespielte Variante ist bis Zug 20 ok, allerdings sind da teilweise abenteuerliche Stellungen dabei, in denen die Maschine halt einfach cool bleibt. Erschwerend kam die rapide ablaufende Bedenkzeit hinzu, nach 20 Z\u00fcgen hatte Sebi noch 10 Mintuen auf der Uhr, sein Gegner immerhin 28. Im weiteren Verlauf baute dieser seinen K\u00f6nigsangriff sch\u00f6n auf, auch wenn Rybka f\u00fcr beide Seiten gute Alternativen aufzeigt und die Stellung nie so schlecht beurteilt wie sie sich angef\u00fchlt hatte (was den Kiebitzen wohl auch so ging). Richtig hei\u00df wurde es dann ab Zug 28: Sebi war mittlerweile bei unter 5 Minuten angekommen und musste ob der kaputten Stellung weiter Bedenkzeit investieren, wohingegen Kevin Zhao noch 11 Minuten auf der Uhr hatte, aber seinerseits ebenfalls lange rechnete. Und da dieser nun auch in Zeitnot kam, sah Sebi &#8211; gest\u00e4hlt von so mancher Zeitnotschlacht &#8211; eine kleine Chance sich doch noch zu retten, suchte nun endlich sein Heil am Damenfl\u00fcgel und stellte Gegendrohungen auf. Als beide Spieler weniger als 1 Minute auf der Uhr hatten war die Stellung schon ausgeglichen und in Zug 39 stellte Wei\u00df eine Figur ein. Nachdem beide \u00fcber die 40 Z\u00fcge dr\u00fcber waren und sich der Rauch verzogen hatte, verblieb Sebi mit einer klaren Gewinnstellung und der Gegner gab auf. Somit hatte sich Sebi mit viel Dusel 4,5 Punkte erspielt und kletterte damit \u00fcberraschend bis auf Rang 4 in der Tabelle.<\/p>\n<p><strong>Runde 7:<\/strong><br \/>\nZur letzten Runde brachen wir mit folgender Ausgangslage auf: Sebi geh\u00f6rte einem Quartett mit 4,5 Punkten an, das Spitzenreiter Udo G\u00fcldner (SC Forchheim\/1803) dicht auf den Fersen war. Da Sebi nun selbst auf den Spitzenreiter traf hatte er unverhofft sogar Chancen auf den Turniersieg! Bei einem Remis drohte er auf Rang 7 oder 8 zur\u00fcckzufallen, bei einer Niederlage sollte auch ein Top 10 Platz drin sein. Maxi lag mit seinen 2,5 Punkten derweil auf Rang 36 und h\u00e4tte mit seinem dritten Sieg in Folge doch noch die 50% knacken k\u00f6nnen. Simon lag mit 1,5 Punkten auf Platz 43 und brauchte f\u00fcr ein zufriedenstellendes Turnier auf jeden Fall noch einen ganzen Punkt. Und dies gelang ihm auch mit einem Erfolg \u00fcber Michael Gottlieb, der damit das zweite &#8222;Derby&#8220; verlor. Michael brachte sich unn\u00f6tig in Schwierigkeiten als er Simon eine Kreuzfesselung erlaubte und b\u00fc\u00dfte so eine Figur ein. Maxi spielte gegen Lokalmatador Erwin Wild (1605) die l\u00e4ngste Partie des Nebenturniers. Es ging sehr taktisch zu mit Kombinationsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr beide Parteien. Am Ende setzte sich dabei der Erfahrenere durch, als Maxi kurz vor der ersten Zeitkontrolle daneben giff und kurz darauf Matt wurde. Sebi beantwortete den gegnerischen Sizilianer mit einem GP-Angriff und hoffte auf den thematischen K\u00f6nigsangriff. Udo investierte viel Bedenkzeit, verzichtete zun\u00e4chst auf die Rochade und \u00fcberf\u00fchrte seinen K\u00f6nigsspringer nach c6 um d4 unter Kontrolle zu halten, wodurch Sebi seinen Damenfl\u00fcgel nicht vernachl\u00e4ssigen durfte. Im 16. Zug nahm Udo mittels f5 dem wei\u00dfen Angriffpotential erneut Wind aus den Segeln und bot mit 29 Minuten auf der Uhr remis, was ihm zum Turniersieg reichen w\u00fcrde. Sebi hatte noch 45 Minuten und da er seine M\u00f6glichkeiten begrenzt sah, studierte er die Tabelle und die bereits erzielten Ergebnisse. Daraus folgte dass ihm ein Remis sicher zu Rang 3 reichen w\u00fcrde und er nahm das Angebot an. Zwar h\u00e4tte er mit einem Sieg sogar das Turnier gewonnen, aber eine Niederlage h\u00e4tte ihn auch bis auf Rang 6 zur\u00fcckgeworfen. Daher entscheid sich Sebi lieber f\u00fcr den Spatz in der Hand, zumal dieser Spatz ein sensationelles Ergebnis ist. Und Rybka machte auch kein schlechtes Gewissen, zeigt er doch in der Endstellung +0,04 an.<\/p>\n\n<h3>Related Images:<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere beiden Nachwuchshoffnungen Maxi und Simon belegten am Ende mit jeweils 2,5 Punkten die R\u00e4nge 39 und 40, wobei Simon am Ende sogar noch vor Maxi landete, was den Partien nach nicht ganz gerechtfertigt ist. 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