{"id":2913,"date":"2012-12-30T22:00:48","date_gmt":"2012-12-30T22:00:48","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=2913"},"modified":"2013-01-10T21:12:00","modified_gmt":"2013-01-10T21:12:00","slug":"deutsche-mannschaftsmeisterschaft-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=2913","title":{"rendered":"Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2012 &#8211; Platz 16 bei der Premiere"},"content":{"rendered":"<p>Zum ersten Mal hat sich eine Mannschaft des SK Neumarkt f\u00fcr die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften qualifiziert. Nun ist es soweit: heute bricht die U14 M\u00e4dchenmannschaft mit Eva Schilay, Maria Schilay, Fabienne Held sowie unserer Gastspielerin Alisa Semenova (SC Noris Tarrasch N\u00fcrnberg) zusammen mit dem Betreuerteam Hermann Krau\u00df (NT), Andr\u00e9 Schilay und Sebastian M\u00f6sl gen Magdeburg auf. Dort k\u00e4mpft unser junges Team vom 27. &#8211; 30- Dezember gegen die arrivierte deutsche Spitze und wird versuchen die Favoritinnen zu \u00e4rgern. Wie immer werden wir tagesaktuell \u00fcber die Geschehnsse vor Ort berichten, seid gespannt und dr\u00fcckt die Daumen!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dvm-schach.de\/dvm_2012\/index.htm\" target=\"_blank\">Turnierseite<\/a><\/p>\n<p>Am Donnerstag wird sich eine weitere Neumarkter Delegation auf den Weg nach Magdeburg machen, denn dort finden vom 27. &#8211; 29. Dezember auch die 3. Offenen U10 Mannschaftsmeisterschaften statt. Lorenz Schilay, Sebastian Lenz, Daiana Burger und Josef Franke werden dort unsere Farben vertreten, als Betreuer fungieren David Hofmann und Papa Franke.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<strong>Anreisetag:<\/strong><\/p>\n<p>Um 10:30h gabelte Sebi einen (fast) ausgeschlafenen Hermann und Alisa in N\u00fcrnberg auf und nachdem in Lauf das Schilay-Auto hinzugekommen war, ging es f\u00fcr unsere Delegation in zun\u00e4chst str\u00f6mendem Regen auf nach Magdeburg. Ein Zwischenstop kurz vor Leipzig wurde n\u00f6tig, um Hermanns Kaffee-Pegel auf einen f\u00fcr ihn notwendigen Stand zu bringen, wobei wir beim kurzen Gang vom Auto zum Rasthof fast davon geweht worden w\u00e4ren.<br \/>\nKurz vor 15h kamen wir  an der Jugendherberge an (Hermann wurde nicht m\u00fcde zu betonen, dass wir viel zu fr\u00fch da waren und er eigentlich l\u00e4nger h\u00e4tte schlafen k\u00f6nnen\u2026) und nachdem die Zimmer bezogen waren machten sich die drei Betreuer auf die n\u00e4here Gegend zu erkunden.<br \/>\nUm 18h ging es dann zum Abendessen und Hermann kam zu seiner ersehnten Wurst, die er schon von der DVM U14 2010 her kannte (\u201ejeden Tag die Gleiche\u201c). Das \u00fcberm\u00e4\u00dfige Salz darin verhagelte ihm jedoch die Wiedersehensfreude nachhaltig\u2026 Die anderen zogen die angebotene Pizza vor.<br \/>\nF\u00fcr 20:30h war eine Mannschaftsleiterbesprechung angesetzt, die dann aber doch erst nach 21h begann (\u201eDruckerprobleme\u201c). Da der Seminarraum aber noch abgesperrt war, lungerten knapp 40 Betreuer im Gang davor herum. Anschlie\u00dfend versorgten uns Orga-Leiter Michael Zeuner sowie die Schiedsrichter Steffen Erfle und Jan Bauer mit allen Infos und es gab die ersehnte Auslosung der ersten Runde.<br \/>\nSogleich machte sich Hermann frisch ans Werk und k\u00fcmmerte sich um Alisa und Eva, w\u00e4hrend Maria und Fabienne schon selig schlummerten. Nach getaner Arbeit wurde Hermann unruhig und wir machten uns gen Mitternacht auf der Suche nach einer Kneipe. Trotz schlimmster Bef\u00fcrchtungen wurden wir doch noch f\u00fcndig und genehmigten uns in der Cocktailbar \u201eOne\u201c noch ein Feierabendbier. Woran wir nat\u00fcrlich nicht mehr gew\u00f6hnt waren: die verrauchten Klamotten, die man f\u00fcr den Rest der Turniers eigentlich nicht mehr anziehen kann\u2026<\/p>\n<p><strong>Tag 1:<\/strong><\/p>\n<p>Unerbittlich klingelte um 7h der Wecker nach einer viel zu kurzen Nacht, wobei insbesondere Sebi ob des neben ihm befindlichen S\u00e4gewerkes kaum ein Auge zugetan hatte. Wider Erwarten befand sich auch Hermann relativ schnell unter den Lebenden und bereitete Maria und Fabienne vor. Dabei wurde es heute zeitlich ziemlich eng: erst um 8:52h verlie\u00dfen wir das Zimmer, mussten aber noch eine kurze Wegstrecke zum Turniersaal im Propsteipfarrhaus zur\u00fccklegen, wo um 9h die Runde angesetzt war. Mit kurzer Begr\u00fc\u00dfung wurde es zwar etwa zehn nach neun, ehe die Uhren gedr\u00fcckt wurden, aber f\u00fcr Morgen sollten wir einen etwas gro\u00dfz\u00fcgigeren Zeitpuffer einbauen.<br \/>\nUnser erster Gegner war die 7# der Setzliste (wir waren in der endg\u00fcltigen Startrangliste sogar noch mal um zwei Positionen auf #17 hochgerutscht) <strong>TuRa Harksheide (Schleswig-Holstein)<\/strong>, die an den Brettern 2 \u2013 4 nominell deutlich h\u00f6her einzusch\u00e4tzen waren, gegen die wir uns aber trotzdem durchaus etwas ausrechneten. Und es begann beinahe perfekt: Marias Gegnerin stellte im vierten Zug eine Figur ein und Eva gewann einen Bauern inklusive Damentausch. Jedoch spielte es Maria danach zu kompliziert weiter und pl\u00f6tzlich bekam die Gegnerin eine Konterchance und nachdem Maria die Figur zur\u00fcckgeben musste stand die Gegnerin klar besser. Maria gingen die Ideen aus und der Versuch mit einem Figurenopfer noch mal in Angriff zu kommen war wenig aussichtsreich, da Schwarz am Damenfl\u00fcgel einfach den schnelleren und gef\u00e4hrlicheren Angriff hatte. Fabienne wurde mit d4 \u00fcberrascht und baute sich etwas ungl\u00fccklich auf. Dennoch spielte sie sehr ordentlich, wehrte viele Drohungen ab und stand nach 25 Z\u00fcgen nur leicht schlechter. Beim Versuch ihren ungl\u00fccklich postierten Springer besser zu stellen, bekam die Gegnerin eine taktische M\u00f6glichkeit serviert, die sie umgehend ausnutzte. Auch Eva konnte ihren anf\u00e4nglichen Vorteil nicht halten und b\u00fc\u00dfte nach einem taktischen Schlag eine Qualit\u00e4t ein, die in der Folge zum ganzen Turm anwuchs. Blieb noch Alisa die im Leichtfigurenendspiel einen Mehrbauern und einen aktiv postierten Springer hatte, letzten Endes aber remisierte.<br \/>\nUnterm Strich eine zu hohe 0,5:3,5 Niederlage, bei der wesentlich mehr drin gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Die Vorbereitung zur Nachmittagsrunde war im Prinzip nicht m\u00f6glich. Die Auslosung wurde um 14:27h ausgeh\u00e4ngt, so dass maximal 20 Minuten Zeit blieben\u2026 Wir bekamen es mit der <strong>#12 SV Breitenworbis (Th\u00fcringen)<\/strong> zu tun, die von 1 \u2013 4 sehr homogen aufgestellt sind.<br \/>\nLeider gerieten wir dann schnell ins Hintertreffen, da Maria vollkommen von der Rolle war und in der Partie nie richtig ankam. Fabienne bekam eine gute Chance serviert als die Gegnerin mit ihrem Springer auf e4 schlug, wonach Wei\u00df einfach eine Figur f\u00fcr einen Bauern mehr gehabt h\u00e4tte. Aber Fabienne wickelte falsch ab und hatte fortan einen Bauern weniger und geriet obendrein zusehends unter Druck, so dass bald ein weiterer Bauer und eine Quali folgte.<br \/>\nHermann war bedient, doch unsere beiden Spitzenbretter zeigten Kampfgeist. Alisa gewann schon in der Er\u00f6ffnung einen Bauern und Eva verst\u00e4rkte ihren K\u00f6nigsangriff Zug um Zug. Doch es wurde nat\u00fcrlich nichts f\u00fcr schwache Nerven (zum Gl\u00fcck haben Andr\u00e9 und Sebi bei der U10 gekiebitzt und konnten ihre Nerven schonen): Alisa stand gedr\u00e4ngt und ein Gewinnweg war nicht in Sicht und bei Eva \u2013 die sich  mittlerweile Materialplus erspielt hatte \u2013 waren immer wieder taktische Drohungen am Brett. Aber Eva behielt die \u00dcbersicht, spielte alles richtig und gewann. Obendrein ergab sich auch f\u00fcr Alisa noch eine M\u00f6glichkeit und sie wickelte in ein gewonnenes Bauernendspiel ab. Nach \u00fcber vier Stunden Spielzeit war der erste hart erk\u00e4mpfte Punkt im Sack!<\/p>\n<p>Die U10-Mannschaft startete heute auch ins Turnier und ist nach zwei Runden noch ungeschlagen! Zweimal gab es ein 2:2 da Lorenz und Josef ihre Partien gewannen, Sebastian und Daiana mussten sich jeweils geschlagen geben.<\/p>\n<p><strong>Tag 2:<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer weiteren &#8222;ruhigen&#8220; Nacht neben abwechselnd Darth Vader und der Motors\u00e4ge stand die 3.Runde gegen die #18 SV 1980 Gernsheim (Hessen) auf dem Programm, gegen die wir tats\u00e4chlich einmal nominell als Favorit ins Rennen gingen. Und es fing erneut hervorragend an: Alisas Gegnerin lie\u00df kurioserweise erst e5 und dann f7 inklusive dem Turm auf h8 h\u00e4ngen und bis auf ein paar latente Gegendrohungen war keine Kompensation in Sicht. Fabienne war im Mittelspiel bereits eine Figur vorn und Maria stand leicht besser. So \u00fcbergab Sebi den Mannschaftsbetreuer-Staffelstab an Hermann, der dann aber mit dem Grauen konfrontiert wurde&#8230; Erst stellte Maria die Partie einz\u00fcgig weg und dann passierte Fabienne, die mittlerweile auch noch einen Turm hinzugewonnen hatte ein Malheur wie im schlechten Film. Sie wollte den Turm auf die achte Reihe ziehen, aber auf der siebten entglitt er ihr und blieb dort stehen. Dummerweise konnte er dort von einem Bauern geschlagen werden, der nun auf dem Weg zur Umwandlung nicht mehr aufzuhalten war! Also mussten unsere Spitzenbretter wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Alisa nutzte ihr Materialplus problemlos, aber bei Eva wurde es wieder nichts f\u00fcr schwache Nerven. Doch Eva behielt erneut die Nerven und brachte die Partie siegreich zu Ende zum zweiten 2:2.<\/p>\n<p>Zur &#8222;Belohnung&#8220; f\u00fcr den verpassten Sieg, bekamen wir es am Nachmittag \u00fcberraschend mit der #3 SK Freiburg-Z\u00e4hringen (Baden) zu tun, die nominell klar \u00fcberlegen waren (300 im Schnitt mehr). Fabienne geriet schnell in eine schwierige Stellung, in der die Gegnerin schon h\u00e4tte Matt setzen k\u00f6nnen, dann aber doch noch 30 Z\u00fcge zum 0:1 brauchte. Maria ging mutig in eine hochtaktische Stellung in der sie eine gute M\u00f6glichkeit auslie\u00df um in Vorteil zu kommen. So hatte sie zwar einen Bauern weniger, aber ausreichend Kompensation und gute Remischancen. Leider unterlief ihr dann wie in bislang jeder Partie ein gr\u00f6\u00dferer Fehler und sie musste sich geschlagen geben. Eva hatte bereits ein Remisgebot abgelehnt und versuchte ihr Turmendspiel mit aktiverem Turm zu gewinnen. Den vielversprechenden Plan sah sie leider nicht und b\u00fc\u00dfte stattdessen beim Gewinnversuch einen Bauern ein und k\u00e4mpfte pl\u00f6tzlich selbst ums Remis. Alisa stand gedr\u00fcckt und es schien nur eine Frage der Zeit bis die Gegnerin etwas Z\u00e4hlbares herausbringen w\u00fcrde. Bis zum Endspiel mit jeweils Turm + L\u00e4ufer konnte sie das Material ausgeglichen halten, erm\u00f6glichte dann aber der Gegnerin den Abtausch beider Figuren wonach das Bauernendspiel verloren war, da Wei\u00df einen entfernten Freibauern bilden konnte. Eva musste zwar ihren Turm f\u00fcr den verbliebenen gegnerischen Freibauern opfern, hatte aber selbst noch einen Freibauern, der nur unter Turmopfer aufzuhalten gewesen w\u00e4re. Daher bot die Gegnerin Remis und wir hatten immerhin einen halben Punkt erk\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Damit liegen wir nach vier Runden mit 2:6 Punkten auf Rang 18 und warten noch auf unseren ersten Sieg. Leider haben wir einige Chancen ausgelassen, sind aber guter Dinge, dass das noch klappen wird. Alisa und Eva haben mit je 2,5\/4 bislang eine sehr gute Bilanz aufzuweisen. Dagegen hat unsere Geheimwaffe noch nicht gez\u00fcndet und wartet genau wie Fabienne noch auf den ersten Punkt.<\/p>\n<p><strong>Tag 3:<\/strong><\/p>\n<p>Auch das dritte Hermannsche Konzert fand bei den Zuh\u00f6rern wenig Anklang (es handelt sich definitiv NICHT um die kleine Nachtmusik!!!), Andr\u00e9 versuchte es schon vergeblich mit Servietten in den Ohren&#8230; Bezeichnenderweise schickte uns Hermann heute alleine zur Runde und legte sich noch mal schlafen&#8230;<br \/>\nZur f\u00fcnften Runde erwartete uns der bis dato punktelose Tabellenletzte <strong>#20 SK Langen (Hessen)<\/strong> und wir waren nominell favorisiert. Fabienne profitierte von einem kapitalen Aussetzer ihrer Gegnerin, die ihre angegriffene Dame nicht wegzog und sorgte f\u00fcr das fr\u00fche 1:0. Trotzdem wurde Sebis Miene immer sorgenvoller, anbetracht der Entwicklung an den Brettern 2 und 3. Maria ist in dieser Woche nicht wiederzuerkennen und brachte mit ungenauen Z\u00fcgen die Gegnerin in eine starke Stellung mit einem gedeckten Freibauern auf c6. Eva rochierte in die halb-offene a-Linie hinein und h\u00e4tte bei konsequentem Angriff der Gegnerin gro\u00dfe Probleme am Damenfl\u00fcgel bekommen k\u00f6nnen. Auch nach dem Damentausch hatte Eva die schlechtere Bauernstruktur und man musste um das Unentschieden bangen. Bei Alisa war derweil noch nichts passiert, die beiden Spielerinnen befanden sich nach \u00fcber zwei Stunden Spielzeit noch in Zug zw\u00f6lf&#8230; Maria hatte inzwischen versucht am K\u00f6nigsfl\u00fcgel anzugreifen, doch die Gegnerin lie\u00df sich auf nichts ein und am Ende musste Maria eine Figur hergeben. Am Spitzenbrett kam die Kontrahentin schon kurz nach Zug 20 in Zeitnot und lebte nur noch vom Increment. Alisa nutzte ihre aktivere Stellung in Verbindung mit den Zeitproblemen zu einem Figurengewinn. Daher bot Eva \u2013 bei der mittlerweile ein Springerendspiel entstanden war, bei dem sie noch auf Gewinn h\u00e4tte spielen k\u00f6nnen \u2013 remis an, was die Gegnerin auch akzeptierte. Am l\u00e4ngsten k\u00e4mpfte Maria in aussichtsloser Stellung, doch kurz vor der ersten Zeitkontrolle spielte die Gegnerin eine Variante, bei der sie Dame f\u00fcr Turm zum Opfer anbot, um so ihren c6 Bauern umzuwandeln. Allerdings h\u00e4tte Maria daraufhin mit ihrer Dame auf f3 schlagen k\u00f6nnen und Dauerschach sicher gehabt. Unverst\u00e4ndlicherweise zog Maria den Schlag gar nicht in Erw\u00e4gung und so war wenig sp\u00e4ter ein korrektes Damenopfer am Brett, dem Maria nicht mehr ausweichen konnte und nach 3 \u00bd Stunden musste sie die Segel streichen. Damit hatten wir mit 2,5:1,5 unseren ersten Sieg bei einer Deutschen einfahren.<\/p>\n<p>Die Auslosung zur Nachmittagsrunde gab es um 14:40h (Rundenbeginn 15h&#8230;) und bescherte uns die <strong>#15 SV Empor-Erfurt (Th\u00fcringen)<\/strong>, die in etwa auf Augenh\u00f6he waren. Fabienne konnte den Schwung der Vormittagsrunde leider nicht mitnehmen, musste ihre K\u00f6nigsstellung \u00f6ffnen und b\u00fc\u00dfte deshalb entscheidendes Material ein. Maria spielte dagegen eine klasse Partie mit einem sch\u00f6nen K\u00f6nigsangriff, bei dem man nicht mehr viel Geld auf Schwarz setzen wollte. Aber die Gegnerin verteidigte sich sehr gut und stellte ihrerseits Gegendrohungen auf. Trotzdem blieb Maria am Dr\u00fccker, spielte alles richtig und hatte das Matt quasi schon vor Augen als sie mit einem Zug die Partie wegstellte. Leider sah es auch an den vorderen Brettern nicht gut aus. Alisa verstellte im Angriff ihrer Dame die R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten, so dass sie Material geben musste um Schlimmeres zu verhindern. Im Endspiel mit Turm + Figur, gegen Turm + zwei Figuren und Bauer bot die Gegnerin jedoch angesichts des Spielstands remis, was Alisa nat\u00fcrlich annahm. Eva \u00f6ffnete im Zentrum zu fr\u00fch und h\u00e4tte erst noch rochieren sollen. So kam sie in eine schwierige Stellung, die einen Bauern kostete und ihr obendrein einen Doppelbauern auf c6 und c7 bescherte. Dies nutzte die Gegnerin konsequent zum 3,5:0,5 Endstand aus.<\/p>\n<p><strong>Tag 4:<\/strong><\/p>\n<p>Die letzte Runde startete heute bereits um 8h, so dass keine Zeit zum ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck gegeben war. Mit der <strong>#19 Hamburger SK von 1830<\/strong> bekamen wir nun auch die dritte nominell schlechtere Mannschaft zugelost. Wir hofften dass unsere M\u00e4dels trotz der Strapazen der letzten Tage, die durchaus ihre Spuren hinterlassen hatten, noch einmal zeigen w\u00fcrden was in ihnen steckt. Dass das Turnier auch nicht spurlos an den Trainern vorbeigegangen ist, bewies die Tatsache, dass Andr\u00e9 und Sebi nach dem R\u00e4umen der Zimmer einen Spaziergang an der Elbe dem nervenaufreibenden Kiebitzen vorzogen&#8230;<br \/>\nDenn nachdem die Hamburger ihr Brett 2 aussetzen lie\u00dfen war schon vor Wettkampfbeginn die Vorbereitung an den Brettern 2 &#8211; 4 hinf\u00e4llig&#8230; Und dann bekam ausgerechnet unser &#8222;Sorgenkind&#8220; Maria das erste Mal in ihrer Schachkarriere c4 serviert. Davon lie\u00df sie sich aber nicht beirren, baute sich vern\u00fcnftig auf und gewann einen Bauern. Sp\u00e4ter lie\u00df die Gegnerin dann eine Figur h\u00e4ngen und Maria f\u00fchrte ihren Angriff druckvoll zum ersehnten ersten Punkt zu Ende. Auch Fabienne hatte fr\u00fch eine Figur mehr, griff konsequent am K\u00f6nigsfl\u00fcgel an und setzte matt. Eva hatte einen Mehrbauern und einen sehr aktiven Turm, tauschte dann aber genau diesen ab und nahm ein Remisgebot an. Alisa gewann in der Er\u00f6ffnung einen Bauern und spielte ihren Vorteil routiniert zum 3,5:0,5 Endstand herunter. Ein gelungener Abschluss des Turniers der uns mit 6:10 Punkten noch auf Rang 16 nach vorne brachte, womit wir einen Rang besser abschnitten als unser Setzlistenplatz.<br \/>\nNach dem Wettkampf gab es noch Verwirrung, da uns Hermann abhanden gekommen war, der erst w\u00e4hrend der Siegerehrung wieder auftauchte&#8230; Im Anschluss an die Siegerehrung fuhren wir m\u00fcde aber insgesamt zufrieden wieder nach Hause und sind um eine Erfahrung reicher.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n<p>Bei der ersten Teilnahme einer Neumarkter Mannschaft an den Deutschen Vereinsmeisterschaften konnten wir einen respektablen 16. Rang erreichen und landeten damit knapp vor unserem Setzlistenplatz. Mit den erzielten sechs Mannschaftspunkten k\u00f6nnen wir zufrieden sein, auch wenn wir die ein oder andere Chance ungenutzt lie\u00dfen. Immerhin konnten wir gegen die drei nominell schw\u00e4cheren Teams f\u00fcnf von sechs m\u00f6glichen Punkten holen, was ja auch nicht gerade selbstverst\u00e4ndlich ist, ein Ausrei\u00dfer nach oben ist uns verwehrt geblieben. Die Qualifikation an sich war ja schon sensationell und mit einem Altersschnitt von 10,75 Jahren waren wir auch das J\u00fcngste Team! Daher hie\u00df es Erfahrungen zu sammeln und &#8211; soweit das bei dem engen Zeitplan m\u00f6glich ist &#8211; Spa\u00df zu haben.<br \/>\nAlisa hat am Spitzenbrett b\u00e4renstarke 5\/7 geholt und war eine ganz wichtige St\u00fctze der Mannschaft. Beeindruckend wie sie gegen \u00e4hnlich starke Spielerinnen kleine Vorteile routiniert ausnutzte, so dass man sich nie Sorgen machte, da k\u00f6nnte noch was kippen. Eva spielte ebenfalls ein klasse Turnier und erzielte 3,5 Punkte. Zweimal behielt sie beim Stand von 1:2 in kritischen Stellungen den \u00dcberblick und sicherte nervenstark einen Mannschaftspunkt. Bei ihren drei Remispartien w\u00e4re durchaus noch mehr drin gewesen, aber manchmal agierte sie noch zu vorsichtig. Maria bekam dagegen bei diesem Turnier keinen Fu\u00df auf die Erde, etwas womit wir schon immer mal gerechnet hatten, aber bisher wurden wir ja immer positiv \u00fcberrascht. Dabei spielte sie mitunter klasse Partien, brachte sich aber mit je einem gr\u00f6\u00dferen Fehler um den verdienten Lohn. Dass auch mal schlechtere Partien dabei sind, muss man ihr in ihrem Alter zugestehen (sie war die J\u00fcngste im ganzen Teilnehmerfeld und spielte gegen bis zu sechs Jahre \u00e4ltere Gegnerinnen). In der letzten Runde zeigte sie dann nochmal, dass sie sich auch von einer bislang nicht gekannten Niederlagenserie aus der Spur bringen l\u00e4sst und holte ihren ersten Sieg. Dass es f\u00fcr Fabienne schwer werden w\u00fcrde, war uns von vornherein klar, aber mit zwei Siegen zeigte sie, dass sie mithalten kann und ohne dass Malheur in Runde drei w\u00e4re es sogar noch ein Punkt mehr gewesen.<br \/>\nWir k\u00f6nnen auf ein paar sehr sch\u00f6ne &#8211; anstrengende, nervenaufreibende und f\u00fcr manch einen auch SCHLAFLOSE &#8211; Tage in Magdeburg zur\u00fcckblicken und sind schon sehr gespannt was 2013 so alles auf uns zukommen wird&#8230;   <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.deutsche-schachjugend.de\/termine\/2012\/dvm-u14w\/tabelle\/7\/\" target=\"_blank\">Endstand<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.deutsche-schachjugend.de\/termine\/2012\/dvm-u14w\/\" target=\"_blank\">U14w<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.neumarktonline.de\/art.php?newsid=80813\" target=\"_blank\">Bericht bei neumarktonline<\/a><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<h3>Related Images:<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum ersten Mal hat sich eine Mannschaft des SK Neumarkt f\u00fcr die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften qualifiziert. 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