{"id":5334,"date":"2014-08-14T20:20:57","date_gmt":"2014-08-14T20:20:57","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=5334"},"modified":"2014-08-14T21:52:49","modified_gmt":"2014-08-14T21:52:49","slug":"schacholympiade-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=5334","title":{"rendered":"Schacholympiade 2014 &#8211; Runde 11"},"content":{"rendered":"<p>Vom 1. &#8211; 14. August findet die <strong>41. Schacholympiade<\/strong> im norwegischen Troms\u00f8 statt. Dort k\u00e4mpfen 172 Nationen im Open sowie 134 bei den Frauen um die Nachfolge von Armenien und Russland. Als ELO-Favoriten gehen Russland (2773), Ukraine (2723) und Frankreich (2719) sowie China (2549), Russland (2520) und die Ukraine (2510) ins Rennen. Die deutschen <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/teams\/germany\" target=\"_blank\">Herren<\/a> (Arkadij Naiditsch, Georg Meier, Daniel Fridman, Liviu-Dieter Nisipeanu und David Baramidze) und auch die <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/womenTeams\/germany-women\" target=\"_blank\">Damen<\/a> (Elisabeth P\u00e4htz, Zoya Schleining, Tatjana Melamed, Melanie Ohme und Sarah Hoolt) befinden sich mit einem ELO-Schnitt von 2671 bzw. 2379 jeweils an #12 der Setzliste und werden versuchen in die Top 10 zu kommen.<br \/>\nAlle Partien k\u00f6nnen auf der sehr gut gemachten <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/schacholympiade2014\" target=\"_blank\">Turnierseite<\/a> verfolgt werden und es gibt eine Live-Kommentierung von GM Jan Gustafsson und IM Lawrence Trent.<\/p>\n<p><strong>Runde 11:<\/strong><br \/>\nDie deutschen Herren beendeten das Turnier mit einem entt\u00e4uschenden 2:2 gegen Australien. Dabei gewann Daniel Fridman bereits im 14. Zug eine Figur und sorgte f\u00fcr die fr\u00fche F\u00fchrung. David Baramidze hatte gegen das 13j\u00e4hrige australische Supertalent Anton Smirnov eine gute Stellung, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Noch schlimmer erging es Liviu-Dieter Nisipeanu, der in den gegnerischen Angriff hineinrochierte und sp\u00e4ter Material verlor. Georg Meier hatte im Endspiel zwar die bessere Bauernstruktur, aber sein Gegen\u00fcber verteidigte mit einem Dreiecksman\u00f6ver die Einbruchsfelder. Damit landete Deutschland auf einen doch entt\u00e4uschenden 30. Platz mit zwei Punkten Abstand zu den erhofften Top 10.<br \/>\nSpitzenreiter China lie\u00df auch in der letzten Runde gegen Polen nichts anbrennen und sicherte sich mit einem 3:1 ungeschlagen den Titel. Dabei ging einmal mehr das bew\u00e4hrte Rezept bei diesem Turnier auf: die erfahrenen Spieler remisierten und die aufstrebenden Stars machten den Sieg perfekt. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/1\/2\" target=\"_blank\">Liren Ding<\/a> bezwang Grzegorz Gajweski und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/1\/3\" target=\"_blank\">Yangyi Yu<\/a> schn\u00fcrte Jan-Krzyztof Duda regelrecht ein. Yu war mit sensationellen 9,5\/11 (Leistung 2912!) auch bester Spieler des Turniers.<br \/>\nIm Verfolgerduell trennten sich Ungarn und die Ukraine 2:2. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/2\/1\" target=\"_blank\">Peter Leko<\/a> dr\u00fcckte gegen Ruslan Ponomariov leicht, konnte sich aberso wenig einen Vorteil erspielen wie <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/2\/3\" target=\"_blank\">Zoltan Almasi<\/a> gegen Anton Korobov. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/2\/4\" target=\"_blank\">Richard Rapport<\/a> hatte gegen Alexander Moiseenko Raumnachteil, da die Stellung aber komplett geschlossen blieb wurden auch die Punkte geteilt. Zuletzt musste <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/2\/2\" target=\"_blank\">Csaba Balogh<\/a> ein Springerendspiel mit Minusbauer und Freibauern seitens Pavel Eljanov verteidigen, was ihm auch gelang.<br \/>\nDurch das Unentschieden der Ungarn er\u00f6ffnete sich f\u00fcr die Mannschaften mit 15 Punkten die Chance gleichzuziehen. Russland kam gegen Frankreich zum dritten 2,5:1,5 Erfolg in Serie dank <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/4\/4\" target=\"_blank\">Ian Nepomniachtchi<\/a> der Romain Edouard im Endspiel niederringen konnte, nachdem dieser den Damentausch zugelassen hatte. Auch Aserbaidschan konnte seinen Wettkampf gegen die USA mit 2,5:1,5 siegreich gestalten, wobei <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/5\/1\" target=\"_blank\">Shakhriyar Mamedyarov<\/a> dank seines a-Bauern Hikaru Nakamura eine Figur abjagen konnte. Zu einem \u00fcberraschend deutlichen 3,5:0,5 kam Indien \u00fcber Usbekistan, bei dem u.a. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/6\/1\" target=\"_blank\">Parimarjan Negi<\/a> Rustam Kasimdzhanov im Turmendspiel mit zwei Mehrbauern in die Knie zwingen konnte.<br \/>\nKuba bezwang England 2,5:1,5 und beim 2,5:1,5 der Spanier \u00fcber Vietnam zeigte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/8\/1\" target=\"_blank\">Francisco Vallejo Pons<\/a> einen sch\u00f6nen Angriff gegen Quang Liem Le. Israel setzte sich gegen Kroatien mit 2,5:1,5 durch und Armenien schlug Tschechien 3:1, wobei <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/10\/1\" target=\"_blank\">Levon Aronian<\/a> von einem taktischen Patzer seitens David Navara profitierte. F\u00fcr Bulgarien endete das Turnier mit einem entt\u00e4uschenden 1,5:2,5 gegen Wei\u00dfrussland. Dagegen gewann der Gastgeber ohne Magnus Carlsen 4:0 gegen Malaysia.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/chess-results.com\/tnr140380.aspx?lan=1&#038;art=0&#038;fed=RUS&#038;turdet=YES&#038;flag=30&#038;wi=821\" target=\"_blank\">Endstand:<\/a><br \/>\n1. China 19 422,5 31,5<br \/>\n2. Ungarn 17 372,0 29,0<br \/>\n3. Indien 17 371,5 30,5<br \/>\n4. Russland 17 352,0 28,5<br \/>\n5. Aserbaidschan 17 345,0 28,0<br \/>\n6. Ukraine 16 377,5 29,0<br \/>\n7. Kuba 16 361 29,5<br \/>\n8. Armenien 16 350,5 28,5<br \/>\n9. Israel 16 348,0 28,0<br \/>\n10. Spanien 16 334,5 28,09<br \/>\n<strong>30. Deutschland 14 304,5 26,5<\/strong><\/p>\n<p>Die deutschen Damen verpassten heute die Sensation und mussten gegen Georgien eine deutliche 0:4 Niederlage hinnehmen. Dabei verzichtete Georgien \u00fcberraschend auf den Einsatz der besten Spielerin des Turniers, Nana Dzagnidze (8\/9 &#8211; Leistung 2719!), war aber mit Ausnahme von Brett 1 immer noch jeweils \u00fcber 100 Punkte st\u00e4rker. Trotzdem sah es am Anfang gar nicht so schlecht aus: Sarah Hoolt kam gewohnt gut aus der Er\u00f6ffnung und an den anderen Brettern war noch nichts passiert. Doch dann ging eine Partie nach der anderen in die Binsen&#8230; Zun\u00e4chst w\u00e4hlte Elisbeth P\u00e4htz einen falschen Plan und wurde dem c-Bauern nicht mehr Herr. Tatjana Melamed stand optisch aus der Er\u00f6ffnung heraus gut, opferte dann einen Bauern, den sie kurz darauf zur\u00fcckbekam. Allerdings nahm sie dabei eine Fesselung in Kauf und nachdem sie sich mit dem falschen Zug entfesselte war die Partie innerhalb von vier Z\u00fcgen vorbei. Melanie Ohme gab ihren d6-Bauern f\u00fcr einen auf f4, wonach jedoch die wei\u00dfen T\u00fcrme dominierten und Melanie schlie\u00dflich eine Figur kosteten. Zu allem \u00dcberfluss geriet auch noch Sarah Hoolt auf Abwege und b\u00fc\u00dfte zwei Bauern ein. Im Endspiel war trotz ungleichfarbiger L\u00e4ufer gegen das Freibauernpaar kein Kraut gewachsen. Durch die hohe Niederlage fiel Deutschland zwar noch bis auf Rang neun zur\u00fcck, kann mit der erhofften Top 10 Platzierung aber sehr zufrieden sein. Tr\u00f6sten kann auch die Tatsache, dass selbst ein 4:0 nicht f\u00fcr Bronze gereicht h\u00e4tte, bei einem 2:2 w\u00e4re man sehr starker F\u00fcnfter geworden.<br \/>\nSpitzenreiter Russland geriet gegen Bulgarien unter Druck nachdem <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/11\/1\/1\" target=\"_blank\">Kateryna Lagno<\/a> nach einem Bauernopfer von Antoaneta Stefanova auf die Verliererstra\u00dfe geraten war. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/11\/1\/2\" target=\"_blank\">Valentina Gunina<\/a> spielte einmal mehr mit offenem Visier und wurde belohnt als sich Iva Videnova in leicht besserer Stellung \u00fcbel verkombinierte. Derweil kam <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/11\/1\/3\" target=\"_blank\">Alexandra Kosteniuk<\/a> zu einem souver\u00e4nen Erfolg \u00fcber Adriana Nikolova, so dass <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/11\/1\/4\" target=\"_blank\">Natalija Pogonina<\/a> mit einem Remis gegen Margarita Voiska den Titelgewinn in trockene T\u00fccher brachte.<br \/>\nIm Verfolgerduell zwischen der Ukraine und China wurde viermal remisiert. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/11\/3\/1\" target=\"_blank\">Yifan Hou<\/a> konnte zwar den Turm von Anna Muzychuk im Endspiel einsperren, was jedoch kein Problem darstellte. In der Partie zwischen <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/11\/3\/2\" target=\"_blank\">Wenjun Ju<\/a> und Mariya Muzychuk \u00e4nderte sich die Materialverteilung mehrfach, am Ende hatte die Chinesin eine Figur f\u00fcr drei Bauern und man einigte sich auf Unentschieden.<br \/>\nArmenien und Kasachstan k\u00e4mpften sich mit einem 2,5:1,5 \u00fcber Spanien bzw. einem 3:1 \u00fcber Tschechien nochmal nach vorne, wohingegen sich Rum\u00e4nien und Indien 2:2 trennten. Weiterhin bezwang Polen Aserbaidschan mit 3,5:0,5, die USA schlugen Argentinien mit 4:0 und Frankreich behielt gegen Serbien mit 3:1 die Oberhand.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/chess-results.com\/tnr140381.aspx?lan=1&#038;art=0&#038;rd=11&#038;fed=RUS&#038;turdet=YES&#038;flag=30&#038;wi=821\" target=\"_blank\">Endstand:<\/a><br \/>\n1. Russland 20 420,5 32,0<br \/>\n2. China 18 406,0 32,5<br \/>\n3. Ukraine 18 383,0 28,5<br \/>\n4. Georgien 17 390,0 32,0<br \/>\n5. Armenien 17 350,5 29,0<br \/>\n6. Kasachstan 17 320,0 27,0<br \/>\n7. Polen 16 362,0 26,5<br \/>\n8. USA 16 339,5 29,5<br \/>\n<strong>9. Deutschland 16 304,0 26,5<\/strong><br \/>\n10. Indien 15 380,0 30,5<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<strong>Runde 1:<\/strong><br \/>\nZum Auftakt setzten sich die Favoriten beinahe ausnahmslos mit 4:0 durch, darunter auch die deutsche Mannschaft gegen den Irak. Einzig der Gastgeber musste hart k\u00e4mpfen und kam ohne den Weltranglistenersten Magnus Carlsen nur zu einem knappen 2,5:1,5 Erfolg gegen den Jemen.<\/p>\n<p>Dasselbe Bild gab es bei den Damen und auch Deutschland kam zu einem 4:0 \u00fcber Albanien, wobei Elisabeth P\u00e4htz Damenopfer f\u00fcr Turm und Figur laut Engine nach hinten losgehen h\u00e4tte k\u00f6nnen. Sehr schwer taten sich die Kasachinnen, die gegen Portugal vorne \u00fcberraschend nur einen halben Punkt holten und sich nur knapp mit 2,5:1,5 durchsetzen konnten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/news\/runde-1-zusammenfassung-mit-gm-ilja-zaragatski\" target=\"_blank\">Zusammenfassung von GM Ilja Zaragatski<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.chessbase.com\/post\/mihail-marin-analysiert-olympiapartien\" target=\"_blank\">Analysen von GM Mihail Marin<\/a><\/p>\n<p><strong>Runde 2:<\/strong><br \/>\nDie deutschen Herren zeigten auch am zweiten Turniertag gegen das Team Norwegen 3 eine souver\u00e4ne Vorstellung. Gegen einige der besten Nachwuchshoffnungen wurden leichte Vorteile sukzessive ausgebaut und sicher in ein 4:0 verwandelt. Damit ist Deutschland eine von acht Mannschaften mit bl\u00fctenwei\u00dfer Weste.<br \/>\nDagegen scheint der Gastgeber dem Druck der hohen Erwartungen nicht standhalten zu k\u00f6nnen. Nach dem wackeligen Auftaktsieg kam man heute gegen Finnland nicht \u00fcber ein 2:2 hinaus. Dabei konnte auch <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/2\/3\/1\" target=\"_blank\">Magnus Carlsen<\/a> nicht seine gewohnte Endspiel-Magie in die Waagschale werfen und musste gegen Tomi Nyback z\u00e4hneknirschend in die dreifache Stellungswiederholung einwilligen. Und da auch an den restlichen Brettern die Punkte geteilt wurden, gab es den ersten D\u00e4mpfer f\u00fcr den Gastgeber.<br \/>\nF\u00fcr die erste faustdicke \u00dcberraschung des Turniers sorgten ebenfalls die Norweger. Norwegen 2 trotzte dem Setzlistenzweiten Ukraine ein 2:2 ab. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/2\/2\/1\" target=\"_blank\">IM Frode Urkedal<\/a> bezwang dabei die ukrainische #1 Vassily Ivanchuk. Knapp an der Sensation vorbei schrammte Venezuela bei der 1,5:2,5 Niederlage gegen Ungarn. Hier musste die #2 der Juniorenrangliste <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/2\/6\/3\" target=\"_blank\">Richard Rapport<\/a> gegen den um \u00fcber 300 ELO-Punkte schw\u00e4cheren Juan Armando Rohl Montes eine Niederlage quittieren. \u00dcberraschend war auch das Remis von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/2\/5\/1\" target=\"_blank\">Levon Aronian<\/a> gegen den Australier David Smerdon.<\/p>\n<p>Die deutschen Damen w\u00e4ren beinahe gegen die im Schnitt um 350 Punkte schw\u00e4cheren \u00c4gypterinnen gestolpert. Zwar konnten Elisabeth P\u00e4htz und Sarah Hoolt ihre Partien sicher gewinnen, aber Zoya Schleining hatte irgendwann keine Kompensation mehr f\u00fcr den geopferten Bauern und landete in einem verlorenen Turmendspiel. Tatjana Melamed hatte im Endspiel einige kritische Momente zu \u00fcberstehen, rettete aber ein Remis und damit den 2,5:1,5 Sieg. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/news\/runde-2-zusammenfassung-mit-gm-ilja-zaragatski\" target=\"_blank\">Zusammenfassung von GM Ilja Zaragatski<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.chessbase.com\/post\/sich-treu-sein-oder-nicht-mihail-marin-analysiert\" target=\"_blank\">Analysen von GM Mihail Marin<\/a><\/p>\n<p><strong>Runde 3:<\/strong><br \/>\nEinen spannenden Fight lieferten sich heute Deutschland und England bei dem letztlich ein 2:2 zu Buche stand. Dabei sahen sich die Wei\u00dfspieler Arkadij Naiditsch und Liviu-Dieter Nisipeanu jeweils mit der ber\u00fcchtigten Berliner Mauer konfrontiert. W\u00e4hrend Nisipeanu relativ schnell eine dreifache Stellungswiederholung akzeptierte \u00fcbernahm Naiditsch die Initiative, gewann einen Bauern und schien im Endspiel Siegchancen zu haben. Sein Gegen\u00fcber Michael Adams best\u00e4tigte im Interview dass seine Stellung &#8222;close to lost&#8220; war, schaffte es jedoch seinen Turm zu aktivieren und Remis zu halten. David Baramidze geriet gegen Matthew Sadler fr\u00fch unter Druck und hatte Gl\u00fcck, dass Sadler gute Chancen auslie\u00df. Beim \u00dcbergang ins Leichtfigurenendspiel ging letztlich doch ein Bauer verloren und sp\u00e4ter lie\u00df sich Baramidze seinen Springer einfangen. Beim Stand von 1:2 musste nun Georg Meier seine vorteilhafte Stellung auf Gewinn spielen, was ihm im Turmendspiel mit feiner Technik auch gelang.<br \/>\nIn der Spitzenbegegnung zwischen Armenien und Frankreich brachte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/3\/1\/1\" target=\"_blank\">Maxime Vachier-Lagrave <\/a> mit einem Figurenopfer Schwung in die Partie gegen Levon Aronian. Der Computer sah darin kein Problem, doch Aronian war die Sache zu hei\u00df, gab die Figur zur\u00fcck und setzte auf einen weit vorger\u00fcckten Freibauern. Diesen konnte MVL unter Verlust eines Bauern neutralisieren und hielt remis. So avancierte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/3\/1\/3\" target=\"_blank\">Laurent Fressinet<\/a> zum Matchwinner der mit seinem Erfolg \u00fcber Sergei Movsesian den 2,5:1,5 Sieg sicherstellte.<br \/>\nNach Anreiseschwierigkeiten sa\u00df nun auch Hikaru Nakamura erstmals f\u00fcr die USA am Brett, war aber aufgrund der Strapazen f\u00fcr ein schnelles Remis gegen Anish Giri dankbar. Loek Van Wely verlor, aber Siege von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/3\/2\/2\" target=\"_blank\">Erwin L\u00b4Ami<\/a> und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/3\/2\/4\" target=\"_blank\">Robin Van Kampen<\/a> brachten den Niederlanden einen 2,5:1,5 Erfolg.<br \/>\nGastgeber Norwegen \u00fcberzeugte erstmals bei diesem Turnier und bezwang Montenegro mit 3:1 auch dank des souver\u00e4nen Siegs von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/3\/3\/1\" target=\"_blank\">Magnus Carlsen<\/a>.<br \/>\nIm Duell Ungarn &#8211; China unterlief <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/3\/11\/3\" target=\"_blank\">Zoltan Almasi<\/a> beim Stand von 1,5:1,5 im Damenendspiel ein folgenschwerer Schnitzer: er zog seinen K\u00f6nig auf ein falsches Feld, so dass Yangyi Yu mit Schach die Damen tauschen und dank entferntem Freibauern gewinnen konnte. Dabei hatte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/3\/11\/1\" target=\"_blank\">Peter Leko<\/a> in einer sehenswerten Partie gegen Yue Wang mit einem Damenopfer einen wichtigen Punkt geholt.<br \/>\nEine sch\u00f6ne Angriffspartie gab es von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/3\/15\/1\" target=\"_blank\">Veselin Topalov<\/a> gegen Francisco Vallejo Pons zu sehen und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/3\/6\/1\" target=\"_blank\">Fabiano Caruana<\/a> zeigte gegen Parimarjan Negi warum er zu Monatsbeginn die 2800er Marke geknackt hat.<\/p>\n<p>Den deutschen Damen gelang Sieg Nummer drei. Sarah Hoolt stand schon in der Er\u00f6ffnung deutlich besser und gewann auch ihre dritte Partie problemlos. Dasselbe gilt f\u00fcr Elisabeth P\u00e4htz die fr\u00fch einen Bauern gewann und diesen sicher verwertete. Dagegen geriet Zoya Schleining im Endspiel mit jeweils drei Leichtfiguren zunehmend unter Druck und musste letztlich zusehen wie sich ihre Gegnerin einen entscheidenden Freibauern im Zentrum schuf. Melanie Ohme wurde mit einem Figurenopfer f\u00fcr zwei Bauern konfrontiert wonach Schwarz ein gedecktes Freibauernpaar auf c2 und b3 bekam. Sie fand nicht die besten Mittel und stand schon auf Verlust, hatte aber Gl\u00fcck, da ihre Gegnerin in Zeitnot im 40.Zug nicht den einzigen Zug fand, der den klaren Vorteil behauptet h\u00e4tte und sich pl\u00f6tzlich in einem hoffnungslosen Endspiel wiederfand.<br \/>\nLohn f\u00fcr den guten Turnierstart ist morgen ein Duell mit Russland. Dabei hatten die Titelverteidigerinnen heute sehr viel Dusel und kamen zu einem sehr schmeichelhaften 2,5:1,5 \u00fcber Frankreich. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/3\/3\/1\" target=\"_blank\">Marie Sebag<\/a> verpasste eine Gewinnm\u00f6glichkeit im Mittelspiel und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/3\/3\/2\" target=\"_blank\">Sophie Milliet<\/a> wiedeholte gegen die frischgebackene Europameisterin Valentina Gunina in klar besserer Stellung die Z\u00fcge. Und da Mathilde Congiu gegen Olga Girya ihre beiden Mehrbauern im Endspiel mit ungleichfarbigen L\u00e4ufern nichts brachten, entschied der Sieg von Alexandra Kosteniuk das Match.<br \/>\nIn der Spitzenbegnung zwischen China und den USA musste <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/3\/1\/1\" target=\"_blank\">Yifan Hou<\/a> bei ihrem ersten Einsatz gegen Irina Krush gleich 91 Z\u00fcge lang k\u00e4mpfen ehe sie ihre Partie im Damenendspiel f\u00fcr sich zum 3:1 Endstand entschieden hatte. F\u00fcr eine \u00dcberraschung sorgte Indonesien mit einem 2,5:1,5 Erfolg \u00fcber die #6 Rum\u00e4nien und Kasachstan konnte Indien ein 2:2 abtrotzen. Auch die Ukraine gab ihren ersten Punkt gegen Spanien ab.<br \/>\nDass man kleine M\u00e4dchen nicht untersch\u00e4tzen darf musste die Kanadierin Nava Starr (2145) leidvoll erfahren. Sie hatte gegen <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/3\/39\/4\" target=\"_blank\">Luzia Pires<\/a> (1538\/Jahrgang 2003) aus Angola sorglos einen Springer verspeist und musste ob des unvermeidbaren Matts nach acht Z\u00fcgen aufgeben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/news\/runde-3-zusammenfassung-mit-gm-ilja-zaragatski\" target=\"_blank\">Zusammenfassung von GM Ilja Zaragatski<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.chessbase.com\/post\/marin-analysiert-olympiapartien-mauerbrecher\" target=\"_blank\">Analysen von GM Mihail Marin<\/a><\/p>\n<p><strong>Runde 4:<\/strong><br \/>\nDeutschland bekam es heute mit den Usbeken zu tun, die bislang alle Wettk\u00e4mpfe f\u00fcr sich entscheiden konnten. An Brett 1 traf Arkadij Naiditsch auf Rustam Kasimdzhanov, der dem deutschen Team beim sensationellen <a href=\"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=1136\" target=\"_blank\">EM-Titel 2011<\/a> als Er\u00f6ffnungstrainer zur Seite gestanden war. In einem K\u00f6nigsinder wurde Naiditsch dem gegnerischen Freibauern auf der b-Linie nicht Herr und musste die erste Niederlage im Turnier quittieren. Daf\u00fcr sah es an den anderen Brettern gut aus. Doch w\u00e4hrend David Baramidze eine Figur eroberte, entglitt Daniel Fridman die Stellung mehr und mehr bis sie aufgabereif war. Damit hatte Georg Meier wie schon am Vortag die Aufgabe beim Stand von 1:2 wenigstens noch ein Unentschieden zu sichern. Und diese meisterte er erneut mit Bravour womit er nun bei beeindruckenden 3\/3 steht.<br \/>\nBeeindruckend war auch die Partie von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/4\/3\/1\" target=\"_blank\">Magnus Carlsen<\/a> der einen Weltklasse-Spieler wie Radoslaw Wojtaszek (2735) in gewohnter Manier in einem geschlossenen Sizilianer scheinbar m\u00fchelos \u00fcberspielte. Da die restlichen Partien Remis endeten kam Norwegen so zu einem wichtigen 2,5:1,5 Erfolg \u00fcber Polen und ist nun definitiv im Turnier angekommen.<br \/>\nEinen D\u00e4mpfer gab es dagegen f\u00fcr die Franzosen: einen Tag nach dem Erfolg \u00fcber Armenien mussten sie sich Aserbaidschan 1,5:2,5 geschlagen geben. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/4\/1\/1\" target=\"_blank\">Shakhriyar Mamedyarov<\/a> hatte gegen Maxime Vachier-Lagrave den gef\u00e4hrlicheren Freibauern, an den restlichen Brettern wurden die Punkte geteilt.<br \/>\nIm mit Spannung erwarteten Duell zwischen Russland und China gab es keinen Sieger. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/4\/4\/1\" target=\"_blank\">Vladimir Kramnik<\/a> musste trotz Mehr-Quali seine Siegbem\u00fchungen gegen Yue Wang einstellen und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/4\/4\/2\" target=\"_blank\">Alexander Grischuk<\/a> verteidigte mit ungleichfarbigen L\u00e4ufern zwei Minusbauern gegen Liren Ding.<br \/>\nDie Niederlande und Israel trennten sich ebenfalls 2:2, daf\u00fcr feierte Bulgarien Sieg Nummer vier mit 2,5:1,5 gegen Rum\u00e4nien dank Siegen von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/4\/6\/1\" target=\"_blank\">Veselin Topalov<\/a> und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/4\/6\/3\" target=\"_blank\">Valentin Iotov<\/a> mit einem durchschlagenden K\u00f6nigsangriff.<br \/>\nIn der Tabelle liegen Aserbaidschan, Bulgarien und Serbien verlustpunktfrei in Front vor 14 Mannschaften mit sieben Z\u00e4hlern. Deutschland befindet sich als bestes 6-Punkte-Team derzeit auf Rang 18.<\/p>\n<p>Bei den Damen sorgte Melanie Ohme f\u00fcr eine gro\u00dfe \u00dcberraschung und bezwang die fr\u00fchere Jugend-Welt- und Europameisterin Olga Girya. Diese hatte zun\u00e4chst einen Bauern verloren und im weiteren Verlauf zwei weitere f\u00fcr Gegenspiel geopfert. Lange befand sich die Partie laut Computer im Gleichgewicht, doch in Zeitnot lief die Russin in eine Kombi, womit Melanie nun 3\/3 hat. Elisabeth P\u00e4htz verlor einen Bauern und geriet unter starken Druck, der f\u00fcr einen taktischen \u00dcberseher in Zeitnot verantwortlich war. Tatjana Melamed musste sich ebenfalls die ganze Partie \u00fcber verteidigen und verlor letztlich die Kontrolle \u00fcber f7. Sarah Hoolt lie\u00df im Mittelspiel einen m\u00f6glichen Bauerngewinn aus und opferte im weiteren Verlauf eine Qualit\u00e4t um dem starken L\u00e4uferpaar Herr zu werden. Der gegnerische Vorteil verflachte im Endspiel zwar, aber ein Remis reichte Russland ja zum 2,5:1,5.<br \/>\nAn Tisch 1 kam es derweil zu der unerwarteten Spitzenpaarung #21 Iran &#8211; #18 Slowakei. Hier setzte sich der Iran klar mit 3,5:0,5 durch und hat nun 15,5\/16 Brettpunkten! Eine weitere Sensation feierten die Indonesierinnen (#23) die #10 Armenien mit 3,5:0,5 bezwangen. China untersrich seine Titelambitionen mit einem 3,5:0,5 gegen Aserbaidschan w\u00e4hrend Georgien und die Niederlande die Punkte teilten. Bei Indiens 1,5:2,5 Niederlage gegen Serbien bewies <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/4\/11\/1\" target=\"_blank\">Harika Dronavalli<\/a>, dass auch Endspiele mit ungleichfarbigen L\u00e4ufern zu gewinnen sind. Kaum zu Glauben ist die Zugfolge an <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/4\/59\/2\" target=\"_blank\">Brett 2<\/a> der Begegnung Simbabwe &#8211; Togo: 1. e4 g5 2. d4 f6 3. Dh5#&#8230;<br \/>\nIn der Tabelle befinden sich f\u00fcnf Mannschaften mit wei\u00dfer Weste an der Spitze: China, Indonesien, Ungarn, Russland und Iran. Es folgen sieben Teams mit sieben Punkten, Deutschland liegt mit sechs Punkten auf Rang 16.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/news\/runde-4-zusammenfassung-mit-gm-ilja-zaragatski\" target=\"_blank\">Zusammenfassung von GM Ilja Zaragatski<\/a><\/p>\n<p><strong>Runde 5:<\/strong><br \/>\nAm f\u00fcnften Turniertag gab es die erste gr\u00f6\u00dfere Entt\u00e4uschung f\u00fcr die deutschen Herren. Zwar ist man weiterhin ungeschlagen, kam gegen die im Schnitt um 200 Punkte schw\u00e4cheren Qatari aber nicht \u00fcber ein 2:2 hinaus und musste am Ende sogar froh sein wenigstens einen Punkt geholt zu haben. Arkadij Naiditsch stand nach unorthodoxem Er\u00f6ffnungsverlauf zun\u00e4chst etwas schlechter, allerdings lebte sein Gegen\u00fcber schon ab Zug 22 nur noch vom Inkrement und lief in einen Mattangriff. Liviu-Dieter Nisipeanu b\u00fc\u00dfte einen Bauern ein, rettete sich aber dank ungleichfarbiger L\u00e4ufer im Turmendspiel ins Remis. David Baramidze bekam bislang als einziger Spieler noch keine Pause und sa\u00df auch heute am Brett. Er verlor im Mittelspiel einen Bauern und als im Damenendspiel noch ein weiterer hinzukam musste er die Segel streichen. Somit lagen erneut alle Hoffnungen auf Georg Meier. Er hatte im Mittelspiel Gl\u00fcck, dass sein Kontrahent eine Gewinnm\u00f6glichkeit auslie\u00df. Auch das m\u00f6gliche Dauerschach wollte der Qatari nicht und so \u00fcbernahm Georg langsam das Kommando. Hoffnung keimte auf, dass er wie in den vergangenen beiden Runden einen kleinen Vorteil im Endspiel w\u00fcrde verwerten k\u00f6nnen. Zwar eroberte er zun\u00e4chst einen Bauern, aber diesmal hie\u00df es am Ende Punkteteilung.<br \/>\nDie Spitzenreiter teilten heute allesamt die Punkte, so dass es kein Team mehr mit bl\u00fctenwei\u00dfer Weste gibt. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/1\/1\" target=\"_blank\">Shakhriyar Mamedyarov<\/a> hatte Aserbaidschan gegen Serbien in F\u00fchrung gebracht, aber <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/1\/2\" target=\"_blank\">Milos Perunovic<\/a> eroberte gegen Teimour Radjabov eine Figur.<br \/>\nBulgarien gab seinen ersten Punkt gegen Topfavorit Russland ab. Im seit dem WM-Skandal 2006 vergifteten Duell zwischen <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/2\/1\" target=\"_blank\">Vladimir Kramnik<\/a> und Veselin Topalov setzte sich Vlad dank eines Quali-Opfers zur Bildung eines Freibauernpaars sehenswert durch. Allerdings patzte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/2\/3\" target=\"_blank\">Sergey Karjakin<\/a> gegen Valentin Iotov: zun\u00e4chst \u00fcbersah er einen starken Damenzug mit dem er einen Bauern h\u00e4tte gewinnen k\u00f6nnen, sp\u00e4ter verweigerte er einen logischen Bauernzug und als H\u00f6hepunkt \u00fcbersah er, dass sein c-Bauer nicht auf d5 schlagen darf, da er sonst einem Angriff von Dame und L\u00e4ufer gegen h2 nichts mehr entgegenzusetzen hat.<br \/>\nIm Duell des Weltranglistenersten <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/3\/1\" target=\"_blank\">Magnus Carlsen<\/a> mit dem Zweiten Levon Aronian hatte der Armene Vorteile, aber Carlsen opferte einen Bauern um in ein Damenendspiel mit ungleichfarbigen L\u00e4ufern abzuwickeln. Dank des Erfolgs von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/3\/2\" target=\"_blank\">Gabriel Sargissian<\/a> \u00fcber Simen Agdestein nach z\u00e4hem Kampf gewann Armenien 2,5:1,5.<br \/>\nBei China gegen die Niederlande gab es vier Remis, wobei <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/4\/3\" target=\"_blank\">Loek Van Wely<\/a> Dame gegen Turm, Springer und L\u00e4ufer auf dem Brett hatte. Usbekistan schlug die Ukraine 2,5:1,5 womit zwei Trends best\u00e4tigt wurden: die Usbeken sind sehr gut drauf und gaben bislang erst einen Punkt gegen Deutschland ab, wohingegen <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/5\/1\" target=\"_blank\">Vassily Ivanchuk<\/a> weit von seiner Bestform entfernt ist. Schon gegen Norwegen 2 hatte Ivanchuk verloren, es folgten zwei Remis gegen 2500er und nun stellte er in besserer Stellung gegen Rustam Kasimdzhanov eine Figur ein. Dem stand <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/5\/4\" target=\"_blank\">Anton Korobov<\/a> in Nichts nach und lief in ein Matt nachdem er die ganze Partie \u00fcber am Dr\u00fccker gewesen war.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/9\/1\" target=\"_blank\">Michael Adams<\/a> bezwang bei Englands 2:2 gegen Vietnam Quang Liem Le mit einer h\u00fcbschen Kombination. Dagegen l\u00e4uft es f\u00fcr das ungarische Supertalent <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/20\/4\" target=\"_blank\">Richard Rapport<\/a> mit 1,5\/4 alles andere als nach Wunsch. Heute verlor er gegen Miguel Illescas Cordoba, die Ungarn bezwangen Spanien dennoch mit 2,5:1,5. Nicht zufrieden werden die USA sein die gegen Canada nicht \u00fcber ein 2:2 hinaus kamen.<br \/>\nIm Gesamtklassement liegen Aserbaidschan, Serbien, Kasachstan, Bulgarien, Kuba, Usbekistan und Georgien mit neun Punkten in Front, dahinter rangieren 17 Teams mit acht Punkten. Deutschland liegt auf Platz 25 mit sieben Z\u00e4hlern, der Gastgeber befindet sich auf Platz 38 und damit kurioserweise hinter dem zweiten Team auf Rang 19.<\/p>\n<p>Die deutschen Damen mussten sich nach der knappen Niederlage gegen Russland diesmal Frankreich mit 1:3 geschlagen geben. Zoya Schleining kam zu einem sicheren Remis, dagegen geriet Tatjana Melamed fr\u00fch unter Druck und konnte ihren Lc8 nicht ins Spiel bringen. Gerade als dieser aktiviert h\u00e4tte werden k\u00f6nnen \u00fcbersah Tatjana eine taktische M\u00f6glichkeit. Melanie Ohme befand sich ebenfalls in der Defensive, ihre Gegnerin hatte einen gedeckten Freiabuern auf b4 sowie einen aktiven Turm auf a2. Als dann auch noch ein Springer auf d4 das Geschehen beherrschte ging letztlich eine Figur verloren. Bei Elisabeth P\u00e4htz und Marie Sebag entstand eine un\u00fcbersichtliche Stellung mit unterschiedlichen Rochaden. Elisabeth hatte die besseren Chancen gab aber in vorteilhafter Stellung aufgrund von Zeitnot Remis.<br \/>\nAn Tisch 1 beendete China den H\u00f6henflug der Indonieserinnen mit 3,5:0,5. Allerdings hatte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/5\/1\/3\" target=\"_blank\">Chelsie Monica Ignesias Sihite<\/a> zwischendurch eine Mehrfigur und auch am Ende eine gewonnene Stellung, verdarb diese aber ins Remis. Auch die Iranerinnen mussten ihre erste Niederlage mit 1,5:2,5 gegen Ungarn quittieren. F\u00fcr die einzige Gewinnpartie sorgte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/5\/3\/1\" target=\"_blank\">Thanh Trang Hoang<\/a>.<br \/>\nDen erwartet spannenden Fight gab es zwischen Russland und Georgien. Drei Bretter endeten Remis und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/5\/4\/2\" target=\"_blank\">Valentina Gunina<\/a> stand gegen Bela Khotenashvili von Anfang an unter Druck. Sp\u00e4ter opferte die Georgierin eine Quali und stand dank zweier Freibauern auf Gewinn. Als beide nur noch vom Inkrement lebten verflachte die Stellung zusehends und am Ende lief Khotenashvili sogar noch ins Matt.<br \/>\nMitfavorit Ukraine musste seine erste Niedelage mit 1:3 gegen Serbien hinnehmen, w\u00e4hrend die USA Aserbaidschan mit 2,5:1,5 bezwang.<br \/>\nAn der Spitze befinden sich mit China, Ungarn und Russland drei Teams ohne Punktverlust, dahinter folgen die Niederlande, Polen und Serbien mit jeweils einem Z\u00e4hler weniger. Deutschland befindet sich mit sechs Punkten auf Rang 39.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/news\/runde-5-zusammenfassung-mit-gm-ilja-zaragatski\" target=\"_blank\">Zusammenfassung von GM Ilja Zaragatski<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.chessbase.com\/post\/marin-kommentiert-runden-4-und-5\" target=\"_blank\">Analysen von GM Mihail Marin<\/a><\/p>\n<p><strong>Runde 6:<\/strong><br \/>\nDie deutschen Herren konnten heute ihre Unentschieden-Serie durchbrechen und gegen Belgien mit 2,5:1,5 den dritten Turniersieg einfahren. Nach einem schnellen Remis von Daniel Fridman der in etwas schlechterer Stellung die Z\u00fcge wiederholte, brachte Liviu-Dieter Nisipeanu Deutschland in Front, nachdem er im Mittelspiel eine Qualit\u00e4t erobern konnte. Auch bei Georg Meier sah es sehr gut aus, hatte er doch ein Loch in die gegnerische Rochade-Stellung gerissen. Allerdings entschied er sich f\u00fcr 23. Sf5 anstatt Lf5 wonach die Partie verflachte. Arkadij Naiditsch hatte dank typischem Minorit\u00e4tsangriff am Damenfl\u00fcgel leichten Vorteil im Doppelturmendspiel und sicherte mit seinem Remis den Mannschaftssieg.<br \/>\nAn Tisch 1 setzte sich Aserbaidschan klar mit 3,5:0,5 gegen Georgien durch. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/1\/1\" target=\"_blank\">Shakhriyar Mamedyarov<\/a> und Baadur Jobava rochierten unterschiedlich und lie\u00dfen die Bauern laufen, aber Mamedyarov kam mit feinen Man\u00f6vern als Erster zum Mattangriff. Beim 2:2 von Serbien gegen Bulgarien zeigte sich <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/2\/1\" target=\"_blank\">Veselin Topalov<\/a> gut erholt von seiner Niederlage gegen Kramnik in der Runde zuvor und gewann das Turmendspiel trotz des Versuchs von Ivan Ivanisevic sich ins Patt zu retten. Im dritten Duell der 9-Punkter schlug Kuba Kasachstan mit 3,5:0,5.<br \/>\nDass die Usbeken alles andere als Laufkundschaft sind musste schon Deutschland beim 2:2 in Runde vier leidvoll erfahren und auch Topfavorit Russland w\u00e4re um ein Haar ins Stolpern geraten. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/5\/1\" target=\"_blank\">Rustam Kasimdzhanov<\/a> zeigte sich weiterhin in bestechender Form und gewann auch gegen Vladimir Kramnik dank aktivem Figurenspiels, das er mit einer h\u00fcbschen Kombination kr\u00f6nte. Nicht minder sehenswert war das Figurenopfer von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/5\/2\" target=\"_blank\">Alexander Grischuk<\/a> mit dem er Anton Filippov zum Ausgleich matt setzte. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/5\/4\" target=\"_blank\">Ian Nepomniachtchi<\/a> brachte die Russen 2:1 in F\u00fchrung, jedoch stand <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/5\/3\" target=\"_blank\">Peter Svidler<\/a> gegen Marat Dzhumaev auf Verlust. Mit Gl\u00fcck rettete sich Svidler noch ins Remis und Usbekistan musste die erste Niederlage quittieren.<br \/>\nMitfavorit Frankreich kam gegen Bosnien-Herzegovina nicht \u00fcber ein 2:2 hinaus, dagegen gab es Favoritensiege von China mit 3,5:0,5 gegen \u00c4gypten, Ungarn mit 3:1 gegen Vietnam sowie den Niederlanden mit dem selben Resultat gegen den Iran.<br \/>\nArmenien k\u00e4mpfte sich mit einem 2,5:1,5 gegen England wieder ein St\u00fcck nach vorne, da <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/12\/2\" target=\"_blank\">Gawain Jones<\/a> mit Dame gegen Turm und Springer gegen Gabriel Sargissian nicht gewinnen konnte nachdem zuvor <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/12\/3\" target=\"_blank\">Nigel Short<\/a> gegen Sergei Movsesian verloren hatte. Kanada hielt nach dem 2:2 gegen die USA auch gegen Israel ein Unentschieden und Qatar holte nach dem \u00fcberraschenden 2:2 gegen Deutschland einen 2,5:1,5 Sieg gegen Griechenland.<br \/>\nNorwegen gelang ein wichtieger 3:1 Erfolg \u00fcber Italien. Dabei waren alle Blicke auf das Duell von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/3\/1\" target=\"_blank\">Magnus Carlsen<\/a> gegen die #3 der Welt Fabiano Caruana gerichtet. Carlsen w\u00e4hlte eine passive Variante im Skandinavier und nahm wie gewohnt eine zun\u00e4chst schlechtere Stellung in Kauf. Caruana konnte daraus aber kein Kapital schlagen und langsam aber sicher schlug die Waagschale zu Gunsten des Weltmeisters aus. Seine Figuren kamen immer besser ins Spiel und am Ende entstand ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern f\u00fcr Carlsen. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/3\/4\" target=\"_blank\">Kjetil Lie<\/a> profitierte von einem kapitalen \u00dcberseher seitens Sabino Brunello wonach der in der Mitte verbliebene K\u00f6nig nur noch unter gro\u00dfem Materialverlust zu retten gewesen w\u00e4re. Durch diesen Sieg r\u00fcckte Norwegen 1 die Verh\u00e4ltnisse wieder zu Recht, da die zweite Mannschaft gegen Tschechien mit 1:3 unterlag. Hierbei geriet <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/11\/1\" target=\"_blank\">Frode Urkedal<\/a> gegen David Navara fr\u00fch unter die R\u00e4der und musste nach 17 Z\u00fcgen ob des unparierbaren Figurenverlusts die Waffen strecken.<br \/>\nIn der Tabelle ist aus dem F\u00fchrugnsseptett ein Duo bestehend aus Aserbaidschan und Kuba geworden. Einen Z\u00e4hler dahinter rangieren insgesamt zehn Mannschaften, Deutschland kletterte auf Rang 16.<\/p>\n<p>Auch die deutschen Damen konnten ihre Negativserie beenden und kamen zu einem 3,5:0,5 Pflichtsieg gegen Malaysia, wobei man an allen Brettern mindestens 400 Punkte mehr auf der Habenseite hatte. Dabei war es zun\u00e4chst nicht so klar ob Tatjana Melamed f\u00fcr den geopferten Bauern ausreichend Kompensation besitzt. Sp\u00e4ter kam sie mit einem Damenopfer f\u00fcr zwei T\u00fcrme zu einem K\u00f6nigsangriff h\u00e4tte aber nach 31. Kh1 wohl mit Dauerschach zufrieden sein m\u00fcssen, konnte nach Kh3 aber wenig sp\u00e4ter matt setzen. Zoya Schleining hatte nach einer langen Schlagvariante zwei Bauern erbeutet und verwertete diese im Endspiel souver\u00e4n, w\u00e4hrend Melanie Ohme sukzessive das Kommando \u00fcbernahm und dank starker Freibauern gewann. Derweil konnte sich Sarah Hoolt gegen eine gl\u00e4nzend aufgelegte Gegnerin keinerlei Vorteile erspielen und h\u00e4tte das Endspiel an einer Stelle sogar verlieren k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Spitzenduell bezwang China Ungarn mit 3:1 wobei <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/6\/1\/1\" target=\"_blank\">Yifan Hou<\/a> zum vierten Sieg im vierten Einsatz kam indem sie Thanh Trang Hoang aus der Er\u00f6ffnung heraus einfach \u00fcberspielte. Auch die Russinnen kamen zu einem souver\u00e4nen 3,5:0,5 Erfolg \u00fcber Serbien.<br \/>\nPolen schlug die Niederlande mit 3:1 und Frankreich bezwang die Slowakei mit demselben Resultat. Indien kam gegen Spanien nicht \u00fcber ein 2:2 hinaus, wohingegen die Ukraine sich mit 3:1 gegen Bulgarien durchsetzen konnte.<br \/>\nIn der Tabelle sind China und Russland nach wie vor verlustpunktfrei vor Polen mit elf Punkten sowie sechs Teams mit neun Z\u00e4hlern. Deutschland befindet sich mit acht Punkten nun auf Rang 23.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/news\/runde-6-zusammenfassung-mit-gm-ilja-zaragatski\" target=\"_blank\">Zusammenfassung von GM Ilja Zaragatski<\/a><\/p>\n<p><strong>Runde 7:<\/strong><br \/>\nDie 7.Runde war kein guter Tag f\u00fcr die amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen und Yifan Hou, denn beide mussten sich erstmals in diesem Turnier geschlagen geben. Damit sorgte die deutsche Nummer Eins Arkadij Naiditsch f\u00fcr eines der Highlights dieser Olympiade, zumal er in den bisherigen 14 Partien gegen Carlsen noch nie gewonnen hatte. Dass dies der entscheidende Punkt zum 2,5:1,5 gegen die Gastgeber war, machte das ganze umso sch\u00f6ner. Dabei hatte es zun\u00e4chst danach ausgesehen, dass Arkadijs Teamkollegen f\u00fcr ihn in die Bresche w\u00fcrden springen m\u00fcssen, da er im fr\u00fchen Mittelspiel durch ein paar Ungenauigkeiten ersatzlos einen Bauern eingeb\u00fc\u00dft hatte. Aber anscheinend wusste Carlsen mit der ungewohnt besseren Stellung aus der Er\u00f6ffnung heraus nicht so viel anzufangen&#8230; Denn auch er leistete sich ein paar ungenaue Z\u00fcge und die Remischancen f\u00fcr Arkadij stiegen. In Zeitnot opferte Carlsen f\u00fcr alle unverst\u00e4ndlich einen Bauern und geriet nun selbst unter Druck (Arkadij meinte im Interview nach der Partie, dass Carlsen in der Zeitnotphase sehr nerv\u00f6s gewesen sei, was nicht gerade typisch f\u00fcr ihn ist). Mit feiner Technik m\u00fcnzte Arkadij seinen entfernten Freibauern im Leichtfigurenendspiel in den vollen Punkt um und machte damit das 2,5:1,5 \u00fcber den Gastgeber perfekt. Liviu-Dieter Nisipeanu hatte gegen Jon Ludvig Hammer nach kurzem taktischen Scharm\u00fctzel ein Turmendspiel mit ungleichfarbigen L\u00e4ufern erreicht und remisierte. David Baramidze war lange Zeit die gr\u00f6\u00dfte Hoffnung auf einen deutschen Sieg dank gutem Figurenspiel. Im Leichtfigurenendspiel verschm\u00e4hte er einen Bauerngewinn und versuchte den Druck aufrecht zu erhalten, aber danach war kein Vorteil mehr in Sicht. Daniel Fridman hatte leichte Vorteile, riskierte aber ob des sich abzeichnenden Erfolgs am Spitzenbrett nichts und wickelte in ein Endspiel mit ungleichfarbigen L\u00e4ufern ab.<br \/>\nIm Duell der beiden Spitzenreiter musste sich Kuba trotz des Siegs von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/7\/1\/1\" target=\"_blank\">Leinier Dominguez Peres<\/a> \u00fcber Shakhriyar Mamedjarov Aserbaidschan mit 1,5:2,5 geschlagen geben. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/7\/1\/2\" target=\"_blank\">Teimour Radjabov<\/a> holte im Turmendspiel den entscheidenden Punkt.<br \/>\nEinen Schock musste das russische Team gegen Tschechien hinnehmen. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/7\/2\/1\" target=\"_blank\">Alexander Grischuk<\/a> unterlag David Navara und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/7\/2\/2\" target=\"_blank\">Peter Svidler<\/a> musste sich Viktor Laznicka geschlagen geben. An den hinteren Brettern hielt Tschechien Remis und sorgte somit f\u00fcr einen 3:1 \u00dcberraschungserfolg.<br \/>\nChina \u00fcberrollte die bis dato ungeschlagenen Serben mit 3,5:0,5 und auch die Bulgaren unterstrichen ihre Medaillenambitionen mit einem 3:1 \u00fcber die Niederlande. Hierbei kam einmal mehr <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/7\/5\/3\" target=\"_blank\">Valentin Iotov<\/a> zu einem \u00fcberzeugenden Sieg gegen Sergei Tiviakov.<br \/>\nArmenien und Ungarn trennten sich 2:2 Unentschieden, wobei <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/7\/7\/1\" target=\"_blank\">Levon Aronian<\/a> Peter Leko bezwingen konnte, aber <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/7\/7\/2\" target=\"_blank\">Gabriel Sargissian<\/a> unterlag Csaba Balogh. Beim 3:1 von Frankreich \u00fcber Georgien k\u00e4mpfte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/7\/8\/1\" target=\"_blank\">Maxime Vachier-Lagrave <\/a> insgesamt 139 Z\u00fcge bis Baadur Jobava im Damenendspiel doch noch der entscheidende Fehler unterlief. Indien schlug Qatar mit 3:1 und Usbekistan musste die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Beim deutlichen 0,5:3,5 gegen die USA gab es auch f\u00fcr <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/7\/10\/1\" target=\"_blank\">Rustam Kasimdzhanov<\/a> gegen Hikaru Nakamura nichts zu holen.<br \/>\nAlleiniger Spitzenreiter mit 13 Punkten ist nun Aerbaidschan, vor China, Tschechien, Bulgarien und Rum\u00e4nien mit 12 Punkten. Es folgen neun Teams mit 11 Punkten darunter auch Deutschland auf Platz 13.<\/p>\n<p>Die deutschen Damen komplettierten den erfoglreichen Tag mit einem 3,5:0,5 Erfolg \u00fcber die T\u00fcrkei. Zwar konnte Elisabeth P\u00e4htz ihren Merhbauern im Schwerfigurenendspiel nicht verwerten, daf\u00fcr war Sarah Hoolt von Anfang an am Dr\u00fccker, gewann einen Bauern und baute diesen Vorteil sukzessive aus. Melanie Ohme sicherte sich fr\u00fch das L\u00e4uferpaar und kam zu einem druckvollen Angriff auf der f-Linie inklusive Turmopfer, das ihr die Dame f\u00fcr Turm und Springer brachte, was sie im Endspiel sicher verwertete. Die Partie von Zoya Schleining wogte hin und her bis ihre Kontrahentin im 40. Zug einen starken Zug \u00fcbersah. Danach brachte sie das entstandene Endspiel mit Dame gegen Turm und L\u00e4ufer sicher nach Hause.<br \/>\nDas wohl vorentscheidende Duell um den Sieg bei den Damen konnten die Russinnen mit 3:1 gegen China f\u00fcr sich entscheiden. Dabei wurde <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/7\/1\/1\" target=\"_blank\">Yifan Hou<\/a> nach bislang vier Siegen aus der Er\u00f6ffnung heraus von Kateryna Lagno \u00fcberspielt, wonach Hou eine Quali einb\u00fc\u00dfte. Auch <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/7\/1\/4\" target=\"_blank\">Olga Girya<\/a> gewann ihre Partie gegen Zhongyi Tan, w\u00e4hrend <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/7\/1\/2\" target=\"_blank\">Valentina Gunina<\/a> gegen Wenjun Ju und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/7\/1\/3\" target=\"_blank\">Alexandra Kosteniuk<\/a> gegen Xue Zhao remisierten.<br \/>\nPolen bleibt nach einem 2:2 gegen Frankreich weiter ungeschlagen und auch Ungarn ist nach dem 2,5:1,5 Erfolg \u00fcber Rum\u00e4nien weiterhin ein hei\u00dfer Podiumskandidat. Die \u00dcberraschungsmannschaften Indonesien und Iran trennten sich genauso wie Armenien und die USA 2:2 unentschieden.<br \/>\nGeorgien und die Ukraine k\u00e4mpften sich jeweils mit 3:1 Siegen gegen Serbien bzw. Kasachstan weiter nach vorne und auch Indien ist nach dem 3,5:0,5 \u00fcber die Niederlande noch nicht raus aus dem Medaillenrennen.<br \/>\nIn der Tabelle liegt Russland verlustpunktfrei zwei Z\u00e4hler vor China, Ungarn und Polen. Es folgen sieben Mannschaften mit elf Punkten, dahinter rangiert Deutschland mit zehn Punkten auf Platz 12.  <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/news\/runde-7-zusammenfassung-mit-gm-ilja-zaragatski\" target=\"_blank\">Zusammenfassung von GM Ilja Zaragatski<\/a><\/p>\n<p><strong>Runde 8:<\/strong><br \/>\nDas erwartete Duell auf Augenh\u00f6he zwischen der #12 der Setzliste Deutschland und der #13 Kuba endete 2:2. Arkadij Naiditsch neutralisierte den Weltranglistenelften Lenier Dominguez Perez mit 3.Lb5 gegen dessen Sizilianer. Zwar blieb der schwarze K\u00f6nig in der Mitte aber es wurde schnell viel Material getauscht, so dass die Stellung immer im Gleichgewicht war. Georg Meier hatte im Franzosen keinerlei Schwierigkeiten, wohingegen Daniel Fridman im Endspiel eine kritische Phase mit Minusbauer zu \u00fcberstehen hatte. Die gr\u00f6\u00dfte Hoffnung auf einen vollen Punkt war Liviu-Dieter Nisipeanu ob seines ELO-Plus von knapp \u00fcber 100 Punkten. Aber auch hier f\u00fchrte die franz\u00f6sische Verteidigung zu einer ausgeglichenen Partie.<br \/>\nSpitzenreiter Aserbaidschan musste gegen China mit 1:3 seine erste Niederlage hinnehmen. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/1\/3\" target=\"_blank\">Yangyi Yu<\/a> zeigte gegen Eltaj Safarli, dass ein passives L\u00e4uferpaar im Endspiel nichts wert ist und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/1\/4\" target=\"_blank\">Hua Ni<\/a> bezwang Gadir Guseinov nach einer wechselhaften Partie trotz Minusbauers im Endspiel, da sich der Springer des Aseri vergaloppiert hatte.<br \/>\nIm Verfolgerduell trennten sich Rum\u00e4nien und Tschechien an allen Brettern remis, daf\u00fcr machten Frankreich und die Ukraine Boden gut. Die Franzosen bezwangen Polen 2,5:1,5 dank des Erfolges von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/5\/2\" target=\"_blank\">Etienne Bacrot<\/a> \u00fcber Grzegorz Gajewski. Die Ukraine holte vorne zwar nur einen halben Z\u00e4hler, aber <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/4\/3\" target=\"_blank\">Pavel Eljanov<\/a> bezwang Valentin Iotov dank eines Figurenopfers im Mittelspiel und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/4\/4\" target=\"_blank\">Anton Korobov<\/a> nutzte einen Fehler von Krasimir Rusev im Endspiel.<br \/>\nDagegen kam Armenien gegen Indien nicht \u00fcber ein 2:2 hinaus, wobei <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/7\/3\" target=\"_blank\">Sergei Movsesian<\/a> im Schwerfigurenendspiel mit vier verbundenen Freibauern am Damenfl\u00fcgel gegen deren Drei von Krishnan Sasikiran eine Gewinnm\u00f6glichkeit liegen lie\u00df und ins Dauerschach lief. Ebenfalls 2:2 trennten sich Ungarn und die USA. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/8\/1\" target=\"_blank\">Peter Leko<\/a> hatte gegen Hikaru Nakamura zwar einen Mehrbauern im Turmendspiel, remisierte aber genauso wie <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/8\/2\" target=\"_blank\">Zoltan Almasi<\/a> gegen Gata Kamsky. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/8\/3\" target=\"_blank\">Richard Rapport<\/a> profitierte von einem Figureneinsteller von Alexander Onischuk im 20.Zug, aber <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/8\/4\" target=\"_blank\">Judit Polgar<\/a> musste gegen Samuel Shankland ihre erste Niederlage hinnehmen, der ihr Figurenopfer verteidigte und nun bei sensationellen 7\/7 steht (Leistung 3196!).<br \/>\nDie Niederlande sowie Israel kamen zu souver\u00e4nen 3,5:0,5 Erfolgen \u00fcber Brasilien bzw. Indonesien und Usbekistan schlug Australien mit 3:1. Dagegen entt\u00e4suschte Russland beim 2:2 gegen Spanien erneut. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/10\/1\" target=\"_blank\">Vladimir Kramnik<\/a> musste sich Francisco Vallejo Pons geschlagen geben, der im Mittelspiel insgesamt drei Bauern herauskombinierte. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/10\/3\" target=\"_blank\">Sergej Karjakin<\/a> rettete das Unentschieden, da Ivan Salgado Lopez den Angriff mit Damen und Turm im Endspiel nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Einen Tag zum Vergessen erlebten auch die Engl\u00e4nder, die Serbien mit 1:3 unterlagen. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/13\/1\" target=\"_blank\">Michael Adams<\/a> bezwang Ivan Ivanisevic am Spitzenbrett, aber die restlichen Partien gingen allesamt verloren.<br \/>\nGut erholt von seiner gestrigen Niederlage gegen Arkadij Naiditsch zeigte sich <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/3\/1\" target=\"_blank\">Magnus Carlsen<\/a>. Beim 3:1 Erfolg \u00fcber Bosnien-Herzegovina schlug er Borki Predojevic in gewohnter Manier im Endspiel.<br \/>\nIn der Tabelle f\u00fchrt nun China mit 14 Punkten vor Frankreich, Ukraine, Aserbaidschan, Tschechien und Rum\u00e4nien mit jeweils 13 Punkten. Dahinter rangieren zw\u00f6lf Teams mit 12 Z\u00e4hlern, darunter Deutschland auf Platz 16. Deutschland ist neben China \u00fcbrigens die einzige Mannschaft die noch ungeschlagen ist!<br \/>\nTopfavorit Russland ist mit drei Z\u00e4hlern R\u00fcckstand raus aus dem Titelrennen. Noch nie wurde eine Mannschaft mit mehr als drei abgegebenen Mannschaftspunkten Erster, Russland hat bereits deren f\u00fcnf. Damit gibt es auch in Troms\u00f8 eine weitere Episode der Serie entt\u00e4uschender Olympaiden in denen die Russen hoch gehandelter Topfavorit sind (diesmal mit einem Schnitt von 2773 genau 50 Punkte vor dem Setzlistenzweiten) aber nicht den Titel holen. Das letzte Mal gelang dies \u00fcbrigens 2002 in Bled (sechster Triumph in Folge, davor noch sechs weitere Male als UdSSR) als ein gewisser Garry Kasparov das letzte Mal f\u00fcr Russland antrat und mit 7,5\/9 (Leistung 2933!) einen nicht unwesentlichen Anteil am Triumph hatte.<br \/>\nMit der 9.Runde beginnt nun die hei\u00dfe Phase. Bekanntlich wird hinten die Ente fett und die Erfahrung der vergangenen Schacholympiaden zeigt, dass die ersten Runden mehr oder weniger Vorgepl\u00e4nkel darstellen, bei dem man nicht zu viele Punkte liegen lassen darf, wohingegen ein starker Schlussspurt entscheidend ist. Sprich es ist moneytime!<\/p>\n<p>Besser als die Herren machten es die Damen und bezwangen Kuba mit 2,5:1,5. Der entscheidende Sieg gelang Sarah Hoolt, die die Schw\u00e4chen auf den schwarzen Feldern zu einem durchschlagenden K\u00f6ningsangriff nutzte. Elisabeth P\u00e4htz stand etwas passiv, kam aber zu einem sicheren Remis. Tatjana Melamed setzte ihre Kontrahentin unter Druck, konnte aber keinen entscheidenden Vorteil herausspielen. In der Partie von Melanie Ohme hatten beide Spielerinnen jeweils einen Freibauern und auch hier wurden die Punkte geteilt.<br \/>\nDie Russinnen verteidigten ihre F\u00fchrung mit einem souver\u00e4nen 3,5:0,5 Erfolg \u00fcber Ungarn, die bis dato nur gegen China verloren hatten und sonst nur Siege auf dem Konto. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/8\/1\/2\" target=\"_blank\">Valentina Gunina<\/a> kam hierbei dank der Kontrolle der g-Linie zu einem durchschlagenden Angriff.<br \/>\nChina bleibt dem Spitzenreiter mit einem 3:1 \u00fcber Polen auf den Fersen. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/8\/3\/1\" target=\"_blank\">Yifan Hou<\/a> eroberte gegen Monika Socko eine Qualit\u00e4t und holte somit nach ihrer gestrigen Niederlage Sieg Nummer f\u00fcnf.<br \/>\nFrankreich schlug die USA mit 2,5:1,5 und die Ukraine bezwang Georgien mit demselben Resultat. Indien brachte den Indonesierinnen mit 3:1 die zweite Niederlage bei und auch Armenien bleibt mit einem 3,5:0,5 Sieg \u00fcber Kolumbien im Rennen um die Medaillen.<br \/>\nRussland bleibt verlustpunktfrei vor China mit zwei Punkten R\u00fcckstand sowie Frankreich, Armenien und die Ukraine mit drei. Deutschland liegt mir einem weiteren Z\u00e4hler weniger auf einem ausgezeichneten neunten Platz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/news\/runde-8-zusammenfassung-mit-gm-ilja-zaragatski\" target=\"_blank\">Zusammenfassung von GM Ilja Zaragatski<\/a><\/p>\n<p><strong>Runde 9:<\/strong><br \/>\nDie deutschen Herren bleiben auch nach neun Runden ungeschlagen, lie\u00dfen aber heute beim 2:2 gegen die USA eine sehr gute M\u00f6glichkeit aus bis auf einen Punkt an das F\u00fchrungsduo heranzur\u00fccken. Georg Meier hatte n\u00e4mlich f\u00fcr das 1:0 gesorgt weil Gata Kamsky in unbequemer Stellung einz\u00fcgig eine Figur einstellte, da er einen Abzugsangriff \u00fcbersah und damit einmal mehr unterstrich, dass dies nicht sein Turnier ist (er steht jetzt bei 3\/8). Unmittelbar danach remisierte Liviu-Dieter Nisipeanu mit &#8222;Mr. 100%&#8220; Samuel Shankland im Schwerfigurenendspiel mit Minusbauer. Allerdings h\u00e4tte er dank seines Freibauers auf c6 mit 30. Dd6 statt Dd7 gewinnen k\u00f6nnen, da er dann im weiteren Verlauf den taktischen Schlag Dxe8 gehabt h\u00e4tte. Da zu diesem Zeitpunkt Arkadij Naiditsch gegen Hikaru Nakamura besser stand und Daniel Fridman sich gegen Varuzhan Akobian konsolidiert zu haben schien, lag ein 2,5:1,5 Erfolg in der Luft. Doch bald konnte Akobian einen Bauern erobern und das Turmendspiel war nicht mehr zu halten. Arkadij hatte in einer geschlossenen Stellung mit L\u00e4ufer- gegen Springerpaar die Kontrolle der halboffenen g-Linie als Plus, aber nur wenig Bedenzeit f\u00fcr die letzten zehn Z\u00fcge. Ein Durchkommen war nicht in Sicht und so trennte man sich Unentschieden.<br \/>\nAn Tisch 1 gab es vier Remis zwischen Spitzenreiter China und der Ukraine, zuletzt erzwang <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/1\/4\" target=\"_blank\">Yi Wei<\/a> gegen Alexander Moiseenko mit einem Turmopfer ein Dauerschach. Damit konnte Frankreich mit einem 2,5:1,5 \u00fcber Tschechien zu den Chinesen aufschlie\u00dfen. Matchwinner war hierbei <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/2\/2\" target=\"_blank\">Etienne Bacrot<\/a> der mit einem L\u00e4uferopfer gegen Viktor Laznicka zun entscheidenden Angriff kam.<br \/>\nAserbaidschan musste im Kampf um den Titel den n\u00e4chsten R\u00fcckschlag hinnehmen und kam gegen die \u00fcberraschend starke<br \/>\nen Rum\u00e4nen nicht \u00fcber ein 2:2 hinaus. Dabei hatte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/4\/3\" target=\"_blank\">Rauf Mamedov<\/a> gegen Vlad-Cristian Jianu Dame gegen Turm und zwei Bauern, gab aber nach 90 Z\u00fcgen seine Gewinnbem\u00fchungen auf. Dagegen gewann Ungarn 3:1 gegen Israel dank Siegen von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/5\/2\" target=\"_blank\">Csaba Balogh<\/a> \u00fcber Maxim Rodshtein sowie <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/5\/4\" target=\"_blank\">Richard Rapport<\/a> gegen Emil Sutovsky.<br \/>\nAuch die Bulgaren bleiben mit einem 2,5:1,5 \u00fcber Kuba im Rennen um die Medaillen. In der Partie zwischen <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/6\/1\" target=\"_blank\">Veselin Topalov<\/a> und Lenier Dominguez Perez entschied letztlich der Freibauer von Topalov auf e7 und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/6\/3\" target=\"_blank\">Valentin Iotov<\/a> brachte das Damenendspiel mit Mehrbauer sicher nach Hause. Die Niederlande und Indien trennten sich von Wei\u00dfrussland bzw. Argentinien nur 2:2 und auch Titelverteidiger Armenien verabschiedete sich mit vier Unentschieden gegen Serbien aus dem Titelrennen. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/10\/1\" target=\"_blank\">Levon Aronian<\/a> eroberte zwar zwei Bauern von Ivan Ivanisevic, doch dessen Druck auf der h-Linie sorgte f\u00fcr ausreichend Kompensation.<br \/>\nRussland kam zu einem knappen 2,5:1,5 Erfolg \u00fcber Norwegen 2, wobei <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/11\/1\" target=\"_blank\">Alexander Grischuk<\/a> gegen Frode Urkedal f\u00fcr die einzige Gewinnpartie sorgte. Norwegen 1 kam trennte sich gl\u00fccklich 2:2 von der T\u00fcrkei. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/3\/1\" target=\"_blank\">Magnus Carlsen<\/a> sicherte im Endspiel dank eines starken Freibauers den Ausgleich. Dabei war er gegen Dragan Solak lange schlechter gestanden, hatte dieser doch ein starkes L\u00e4uferpaar und Carlsen seinen K\u00f6nig bis Zug 24 in der Mitte. In starker Zeitnot verpasste Solak das starke Quali-Opfer 32. Txd4 wonach die Partie sofort kippte.<br \/>\nIn der Gesamtwertung f\u00fchren China und Frankreich mit 15 Punkten vor der Ukraine, Aserbaidschan, Bulgarien, Ungarn und Rum\u00e4nien. Aus diesem Septett wird auch der neue Olympiasieger kommen. Insgesamt 13 Mannschaften weisen 13 Punkte auf, darunter auch Deutschland auf Rang 18. F\u00fcr diese Teams sollte auch mit zwei Siegen zum Abschluss eine Medaille au\u00dfer Reichweite sein.<\/p>\n<p>Die deutschen Damen machten es heute besser, bezwangen Ungarn mit 2,5:1,5 und kletterten damit auf Rang f\u00fcnf! Elisabeth P\u00e4htz kam zu einem starken Schwerfigurenangriff gegen den schwarzen K\u00f6nig, der nach den Z\u00fcgen f5 und g5 nicht mehr allzu sicher stand. Letzten Endes kostete der Angriff die Ungarin die Dame und somit nat\u00fcrlich auch die Partie. Dagegen brachte ein Turmopfer von Zoya Schleining nicht das gew\u00fcnschte Resultat. Ildiko Madl evakuierte ihren K\u00f6nig \u00fcber das offene Feld und so bekam Zoya zwar den Turm vor\u00fcbergehend zur\u00fcck, musste aber im Anschluss Dame f\u00fcr Turm und Figur geben was nicht zu halten war. Tatjana Melamed hatte leichte Vorteile, brachte im Endspiel aber nichts Z\u00e4hlbares heraus. Somit avancierte Sarah Hoolt wie schon gegen Kuba im Duell mit einer nominell gleichwertigen Gegnerin zur Matchwinnerin. Sarah eroberte im Mittelspiel einen Bauern und im folgenden Damenendspiel kamen noch zwei weitere hinzu bis sie die Gegnerin mit einer Unterverwandlung inklusive Springergabel zur Aufgabe zwang und nun bei b\u00e4renstarken 7\/8 steht.<br \/>\nSpitzenreiter Russland hatte beim 2,5:1,5 gegen Armenien das notwendige Gl\u00fcck auf seiner Seite. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/9\/1\/1\" target=\"_blank\">Kateryna Lagno<\/a> b\u00fc\u00dfte gegen Elina Danielian nach einem Bauernschlag eine Figur ein und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/9\/1\/2\" target=\"_blank\">Valentina Gunina<\/a> musste per Figurenopfer den starken Freibauern von Lilit Mkrtchian aufhalten, bekam aber insgesamt drei Bauern f\u00fcr die Figur. Nach einigen Ungenauigkeiten drehte Gunina einmal mehr eine Partie zu ihren Gunsten. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/9\/1\/3\" target=\"_blank\">Olga Girya<\/a> sah man mit zwei Minusbauern gegen Lilit Galojan schon auf der Verliererstra\u00dfe, aber sie rettete sich ins Dauerschach. Somit sorgte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/9\/1\/4\" target=\"_blank\">Natalija Pogonina<\/a> mit ihrem Erfolg \u00fcber Maria Kursova f\u00fcr Sieg Nummer neun und einem weiteren Schritt Richtung Titelverteidigung.<br \/>\nChina bleibt mit einem klaren 3,5:0,5 \u00fcber Frankreich den Russinen auf den Fersen. Dabei gab es in der Partie zwischen <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/9\/3\/1\" target=\"_blank\">Marie Sebag<\/a> und Yifan Hou eine Bauernumwandlung in Zug 9 zu sehen, trotzdem befand sich die Stellung stets im Gleichgewicht. Auch die Ukraine bleibt auf dem Vorw\u00e4rtsmarsch und bezwang Indien mit 2,5:1,5 dank des Erfolgs von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/9\/4\/2\" target=\"_blank\">Mariya Muzychuk<\/a> \u00fcber Tania Sachdev mit zwei Mehrbauern im Springerendspiel.<br \/>\nSpanien bezwang Argentinien mit 3,5:0,5 und auch Rum\u00e4nien sowie Polen kamen zu wichtigen 2,5:1,5 Siegen \u00fcber Vietnam bzw. die Mongolei. Georgien schlug Indonesien mit 3:1, wohingegen die USA nicht \u00fcber ein 2:2 gegen Montenegro hinaus kam.<br \/>\nIn der Tabelle f\u00fchrt Russland mit 18 Punkten vor China (16) sowie der Ukraine (15). Spanien, Deutschland, Rum\u00e4nien sowie Polen sind mit jeweils 14 Punkten ebenfalls gut im Rennen um die Medaillen.<\/p>\n<p>\u00b4Neben dem Sport stand heute mit der Wahl des FIDE-Pr\u00e4sidenten ein richtungsweisendes Ereignis auf dem Programm. Der amtierende Pr\u00e4sident Kirsan Ilyumzhinov setzte sich mit 110:61 Stimmen deutlich gegen Ex-Weltmeister Garry Kasparov durch. Es steht zu bef\u00fcrchten, dass die Delegierten dem Schachsport damit einen B\u00e4rendienst erwiesen haben. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/news\/runde-9-zusammenfassung-mit-gm-ilja-zaragatski\" target=\"_blank\">Zusammenfassung von GM Ilja Zaragatski<\/a><\/p>\n<p><strong>Runde 10:<\/strong><br \/>\nNach neun ungeschlagenen Runden ri\u00df heute die deutsche Serie mit einer 1,5:2,5 Niederlage gegen Indien. Auffallend dabei war das die Deutschen unisono die schlechtere Zeit und mitunter starke Zeitnot hatten. Als erstes gab Georg Meier sein leicht schlechteres Endspiel remis, zumal er nur noch eine gute Minute auf der Uhr hatte. Bei Liviu-Dieter Nisipeanu war der K\u00f6nig in der Mitte verblieben und eine Ungenauigkeit kostete ihm einen Bauern, wonach das Endspiel mit gleichfarbigen L\u00e4ufern nicht zu halten war. Arkadij Naiditsch bem\u00fchte sich nach Kr\u00e4ften seiner ausgeglichene Position noch irgendwie Leben einzuhauchen. Parimarjan Negi konnte den entstandenen Freibauern im Springerendspiel aber stoppen. David Baramidze geriet nach ausgeglichenem Partieverlauf in eine forcierte Variante, wonach er in einem Endspiel Turm und zwei Bauern gegen Turm und Springer landete. Seine beiden Bauern gingen verloren, aber 50 Z\u00fcge sp\u00e4ter war sein Gegen\u00fcber noch nicht weiter, so dass nach 127 Z\u00fcgen die Punkte geteilt wurden.<br \/>\nIm Duell der beiden Spitzenreiter gelang China ein gro\u00dfer Schritt Richtung Titelgewinn und bezwang Frankreich mit 2,5:1,5. Held des Tages war <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/1\/3\" target=\"_blank\">Yangyi Yu<\/a> der Laurent Fressinet mit seinen T\u00fcrmen auf der zweiten Reihe in die Knie zwang und nun bei sensationellen 8,5\/10 steht (Leistung 2902!). Eine wilde Partie spielten <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/1\/2\" target=\"_blank\">Liren Ding<\/a> und Etienne Bacrot, in der der Franzose zwei T\u00fcrme f\u00fcr Springer, L\u00e4ufer und drei Bauern gab, zwischenzeitlich auch leicht besser stand, am Ende aber in eine Zugwiederholung einwilligen musste. Im Duell zwischen <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/1\/4\" target=\"_blank\">Hua Ni<\/a> und Romain Edouard passierte nicht viel und letztlich musste auch <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/1\/1\" target=\"_blank\">Maxime Vachier-Lagrave<\/a> seine Gewinnbem\u00fchungen gegen Yue Wang einstellen.<br \/>\nDie Verfolger Ukraine und Aserbaidschan nahmen sich beim 2:2 gegenseitig Punkte weg. Dabei leistete sich <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/2\/1\" target=\"_blank\">Vassily Ivanchuk<\/a> einmal mehr einen Blackout in ausgeglichener Stellung und stellte gegen Shakhriyar Mamedyarov eine Figur ein. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/2\/3\" target=\"_blank\">Pavel Eljanov<\/a> sorgte mit einem Schwerfigurenangriff am K\u00f6nigsfl\u00fcgel gegen Rauf Mamedov f\u00fcr den Ausgleich. Dagegen schob sich Ungarn mit einem 3:1 \u00fcber Rum\u00e4nien auf Rang zwei nach vorne. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/4\/2\" target=\"_blank\">Csaba Balogh<\/a> bezwang Mircea-Emilian Parligras dank zweier Freibauern im Turmendspiel und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/4\/4\" target=\"_blank\">Richard Rapport<\/a> holte nach schwachem Turnierstart gegen Levente Vajda seinen dritten Sieg in Folge dank eines sch\u00f6nen R\u00e4umungsopfers.<br \/>\nBulgarien verabschiedete sich aus dem Kampf um die Medaillen mit einer 1,5:2,5 Niederlage gegen Polen. Zwar demonstrierte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/5\/1\" target=\"_blank\">Veselin Topalov<\/a> gegen Radoslaw Wojtaszek einmal mehr seine St\u00e4rke, aber <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/5\/2\" target=\"_blank\">Ivan Cheparinov<\/a> unterlag Grzegorz Gajewski und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/5\/3\" target=\"_blank\">Valentin Iotov<\/a> musste sich Jan-Krzysztof Duda geschlagen geben.<br \/>\nDie USA schlugen Argentinien 2,5:1,5 da <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/6\/1\" target=\"_blank\">Hikaru Nakamura<\/a> Fernando Peralta auskombiniert hatte und Russland k\u00e4mpfte sich mit einem 2,5:1,5 \u00fcber Serbien weiter nach vorne. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/7\/1\" target=\"_blank\">Vladimir Kramnik<\/a> erspielte sich schon in der Er\u00f6ffnung anhaltenen Vorteil gegen Ivan Ivanisevic, den er bis ins Springerendspiel auf drei Mehrbauern ausbaute. Dagegen vergaloppierte sich ein Springer von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/7\/3\" target=\"_blank\">Peter Svidler<\/a> gegen Robert Markus, aber <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/7\/4\" target=\"_blank\">Sergey Karjakin<\/a> wiederlegte ein Figurenopfer von Aleksandar Indjic.<br \/>\nTschechien kam nur zu vier Remis gegen Wei\u00dfrussland, w\u00e4hrend Usbekistan die Niederlande dank eines Erfolgs von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/9\/4\" target=\"_blank\">Jahongir Vakhidov<\/a> \u00fcber Robin Van Kampen 2,5:1,5 bezwingen konnte. F\u00fcr Armenien gab es eine weitere Entt\u00e4uschung beim 2:2 gegen Vietnam. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/11\/1\" target=\"_blank\">Levon Aronian<\/a> rettete gegen Quang Liem Le ein Turmendspiel mit Minusbauer ins Remis und <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/11\/2\" target=\"_blank\">Gabriel Sargissian<\/a> stand gegen Ngoc Truong Son Ngyuen ebenfalls schlechter.<br \/>\nKein guter Tag war es auch f\u00fcr die Gastgeber: beim 0,5:3,5 gegen Kroatien opferte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/3\/1\" target=\"_blank\">Magnus Carlsen<\/a> zwei Bauern ohne daf\u00fcr Kompensation zu bekommen. Mehr noch &#8211; Ivan Saric \u00fcberspielte ihn einfach und brachte ihm somit die zweite Niederlage bei. Dies schlug sich auch auf die Leistung seiner Teamkollegen nieder, bezeichnend war hierbei der Schnitzer von <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/3\/4\" target=\"_blank\">Kjetil Lie<\/a> der in trotz ungew\u00f6hnlicher Materialverteilung &#8211; Dame und Turm gegen vier Leichtfiguren &#8211; ausgeglichener Stellung ins Matt lief.<br \/>\nEine Runde vor Schluss f\u00fchren die Chinesen mit 17 Punkten, die nach wie vor als einziges Team ungeschlagen sind und in 40 Partien bis dato erst einmal als Verlierer das Brett verlie\u00dfen (Yue Wang gegen Peter Leko in Runde 3)! \u00c4rgster Verfolger ist Ungarn mit 16 Punkten vor Frankreich, Ukraine, Russland, USA, Usbekistan, Indien, Aserbaidschan und Polen mit 15. Deutschland fiel durch die Niederlage auf Platz 24 zur\u00fcck. Dabei spielen Naiditsch und insbesondere Meier \u00fcber ihren Zahlen, aber an den hinteren Brettern schaut das Bild anders aus. Bezeichnenderweise holte man dort in den Runden drei bis zehn nur zwei Siege.<\/p>\n<p>Einen phantastischen Erfolg feierten die deutschen Damen, die nach dem 2,5:1,5 \u00fcber Rum\u00e4nien als Vierte nun mittendrin sind im Kampf um die Medaillen! Dabei musste man den Schock der fr\u00fchen Niederlage von Sarah Hoolt verdauen, die bislang mit 7\/8 ja eine herausragende Leistung gezeigt hatte. Aber gegen Irina Bulmaga die selbst mit 6,5\/8 eine ausgezeichnete Bilanz aufwies, musste Sarah schon nach etwas mehr als 1 1\/2 Stunden aufgeben. Sarah hatte noch nicht rochiert und als sie auch noch die Kontrolle der Diagonalen a3-f8 verlor, setzte Bulmaga zum finalen Mattangriff an. Nun mussten die Teamkolleginnen f\u00fcr Sarah in die Bresche springen und genau das taten sie auch. Sicherlich half auch die Tatsache, dass die Rum\u00e4ninnen mit Zeitproblemen zu k\u00e4mpfen hatten, als sie fast zeitgleich allesamt auf die Verliererstra\u00dfe gerieten. Elisabeth P\u00e4htz stand kurz vor der Zeitkontrolle sogar schlechter, als ihrer Gegnerin im 40. Zug ein grober Fehler unterlief der eine Figur kostete. Auf den ersten Blick sah es zwar danach aus als w\u00fcrde Elisabeth die Mehrfigur wieder verlieren, aber die Kombination ging noch weiter und mit einer h\u00fcbschen Pointe zwang sie die Gegnerin zur Aufgabe. Melanie Ohme brachte im Mittelspiel ihre Zentrumsbauern zur Geltung und hatte einen Freibauern auf d6. Der Computer zeigte bei gleichem Material schon +3 an, als Melanie direkt nach der Zeitkontrolle die Chance bekam beide T\u00fcrme zu tauschen und mit einem Bauernopfer die Umwandlung des d6-Bauern zu erzwingen. Tatjana Melamed stand im Schwerfigurenendspiel schon leicht besser als ihre Gegnerin mit einem K\u00f6nigszug freiwillig in eine Fesselung lief, die den g-Bauern kostete. Danach r\u00fcckte Tatjana mit Dame und Turm dem gegnerischen K\u00f6nig zu Leibe, \u00fcbersah aber einen m\u00f6glichen Damengewinn. So rettete sich die Gegnerin in ein Turmendspiel mit zwei Minusbauern, das nach z\u00e4hem Kampf und weiteren Ungenauigkeiten ins Remis verflachte.<br \/>\nIm brisanten Duell zwischen der Ukraine und Russland lie\u00df der Spitzenreiter erstmals Federn und unterlag mit 1,5:2,5. <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/10\/1\/1\" target=\"_blank\">Anna Muzychuk<\/a> remisierte gegen das langj\u00e4hrige Spitzenbrett der Ukraine Kateryna Lagno die erst seit Kurzem die russisches Staatsb\u00fcrgerschaft besitzt (und zwar nach dem offiziellen Meldeschluss was im Vorfeld f\u00fcr heftige Diskussionen sorgte&#8230;). <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/10\/1\/2\" target=\"_blank\">Mariya Muzychuk<\/a> hatte gegen Valentina Gunina leichte Vorteile im Turmendspiel, remsierte aber genauso wie <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/10\/1\/3\" target=\"_blank\">Anna Ushenina<\/a> gegen Alexandra Kosteniuk. Da aber <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/10\/1\/4\" target=\"_blank\">Natalia Zhukova<\/a> einen Fehler von Olga Girya, die ihr die Diagonale a7-g1 \u00fcberlie\u00df, ausnutzte, wurde der Siegeszug der Russinnen gestoppt.<br \/>\nDarauf hatten die Chinesinnen sehns\u00fcchtig gewartet, konnten die Chance gleichzuziehen durch ein 2:2 gegen Spanien jedoch nicht nutzen. Nach zwei Remisen brachte <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/10\/3\/1\" target=\"_blank\">Yifan Hou<\/a> China mit einem Sieg \u00fcber Sabrina Vega Gutierrez in F\u00fchrung, aber <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/10\/3\/3\" target=\"_blank\">Ana Matnadze<\/a> sorgte dank des aktiveren L\u00e4uferpaars in der Partie gegen Zhongyi Tan f\u00fcr den Ausgleich.<br \/>\nGeorgien schlug Polen 3:1 und bleibt damit genauso im Rennen um die Medaillen wie Kasachstan nach dem 3:1 \u00fcber Frankreich, Bulgarien nach einem 2,5:1,5 \u00fcber die Slowakei sowie Armenien das Kroatien 2,5:1,5 bezwang.<br \/>\nVor der letzten Runde f\u00fchrt Russland mit 18 Punkten vor China und der Ukraine mit 17 sowie Deutschland mit 16. Georgien, Spanien, Bulgarien, Armenien sowie Kasachstan mit jeweils 15 Z\u00e4hlern lauern dahinter.<br \/>\nDie deutschen Damen haben mit acht Siegen und zwei Niederlagen bislang ein phantastisches Turnier gespielt und der angestrebte Top 10-Platz d\u00fcrfte ihnen kaum noch zu nehmen sein. Aber als Vierter schnuppert man nun nat\u00fcrlich an einer Medaille und wer wei\u00df wann so eine Chance die super Leistung zu veredeln wiederkommt. Mit #4 Georgien hat man aber in der letzten Runde den dicksten Brocken der 15-Punkter bekommen, haben die Titeltr\u00e4ger von 2008 doch im Schnitt 120 Punkte mehr. Ein Blick in die Einzelbilanzen zeigt allerdings, dass die Georgierinnen hinten anf\u00e4llig sind und dort unter ihrer Zahl spielen. Wie passend, dass es bei Melanie Ohme und Sarah Hoolt genau andersherum ist. Daf\u00fcr punktet Georgien vorne au\u00dferordentlich, insbeondere Nana Dzagnidze mit 8\/9 (Leistung 2719 &#8211; Turnierbestleistung bei den Damen!). Spannung ist auf jeden Fall garantiert &#8211; Daumen dr\u00fccken f\u00fcr unsere M\u00e4dels!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/news\/runde-10-zusammenfassung-mit-gm-ilja-zaragatski\" target=\"_blank\">Zusammenfassung von GM Ilja Zaragatski<\/a><\/p>\n<p><strong>Herren:<\/strong><br \/>\nR1 #12 Deutschland (2647) &#8211; #98 Irak (2252) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/1\/12\/1\" target=\"_blank\">4:0<\/a><br \/>\nR2 #71 Norwegen 3 (2381) &#8211; #12 Deutschland (2662) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/2\/13\/1\" target=\"_blank\">0:4<\/a><br \/>\nR3 #12 Deutschland (2664) &#8211; #10 England (2677) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/3\/4\/1\" target=\"_blank\">2:2<\/a><br \/>\nR4 #33 Usbekistan (2548) &#8211; #12 Deutschland (2652) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/4\/7\/1\" target=\"_blank\">2:2<\/a><br \/>\nR5 #12 Deutschland 2664) &#8211; #57 Qatar (2470) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/5\/10\/1\" target=\"_blank\">2:2<\/a><br \/>\nR6 #44 Belgien (2500) &#8211; #12 Deutschland (2671) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/6\/14\/1\" target=\"_blank\">1,5:2,5<\/a><br \/>\nR7 #14 Norwegen (2666) &#8211; #12 Deutschland (2662) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/7\/3\/1\" target=\"_blank\">1,5:2,5<\/a><br \/>\nR8 #12 Deutschland (2671) &#8211; #13 Kuba (2656) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/8\/6\/1\" target=\"_blank\">2:2<\/a><br \/>\nR9 #6 USA (2693) &#8211; #12 Deutschland (2671) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/9\/9\/1\" target=\"_blank\">2:2<\/a><br \/>\nR10 #12 Deutschland (2664) &#8211; #19 Indien (2631) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/10\/8\/1\" target=\"_blank\">1,5:2,5<\/a><br \/>\nR11 #60 Australien (2437) &#8211; #12 Deutschland (2647) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014open\/11\/14\/1\" target=\"_blank\">2:2<\/a><\/p>\n<p><strong>Damen:<\/strong><br \/>\nR1 #12 Deutschland (2362) &#8211; #80 Albanien (1823) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/1\/12\/1\" target=\"_blank\">4:0<\/a><br \/>\nR2 #60 \u00c4gypten (2030) &#8211; #12 Deutschland (2379) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/2\/9\/1\" target=\"_blank\">1,5:2,5<\/a><br \/>\nR3 #12 Deutschland (2363) &#8211; #24 Argentinien (2276) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/3\/8\/1\" target=\"_blank\">3:1<\/a><br \/>\nR4 #12 Deutschland (2362) &#8211; #2 Russland (2505) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/4\/5\/1\" target=\"_blank\">1,5:2,5<\/a><br \/>\nR5 #9 Frankreich (2389) &#8211; #12 Deutschland 2375) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/5\/8\/1\" target=\"_blank\">3:1<\/a><br \/>\nR6 #12 Deutschland (2338) &#8211; #78 Malaysia (1914) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/6\/23\/1\" target=\"_blank\">3,5:0,5<\/a><br \/>\nR7 #33 T\u00fcrkei (2191) &#8211; #12 Deutschland (2363) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/7\/15\/1\" target=\"_blank\">0,5:3,5<\/a><br \/>\nR8 #19 Kuba (2314) &#8211; #12 Deutschland (2362) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/8\/8\/1\" target=\"_blank\">1,5:2,5<\/a><br \/>\nR9 #12 Deutschland (2379) &#8211; #13 Ungarn (2370) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/9\/7\/1\" target=\"_blank\">2,5:1,5<\/a><br \/>\nR10 #12 Deutschland (2362) &#8211; #6 Rum\u00e4nien (2407) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/10\/4\/1\" target=\"_blank\">2,5:1,5<\/a><br \/>\nR11 #4 Georgien (2471) &#8211; #12 Deutschland (2362) <a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/live\/olympiad2014women\/11\/4\/1\" target=\"_blank\">4:0<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chess24.com\/de\/olympiad2014\/games\/pgn\" target=\"_blank\">Partien und Bulletin<\/a><\/p>\n<h3>Related Images:<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 1. &#8211; 14. August findet die 41. Schacholympiade im norwegischen Troms\u00f8 statt. Dort k\u00e4mpfen 172 Nationen im Open sowie 134 bei den Frauen um die Nachfolge von Armenien und Russland. Als ELO-Favoriten gehen Russland (2773), Ukraine (2723) und Frankreich &hellip; <a href=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=5334\">Continue reading<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-5334","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-turniere-1314"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5334","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5334"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5334\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5334"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5334"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5334"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}