{"id":8982,"date":"2017-09-17T21:24:01","date_gmt":"2017-09-17T21:24:01","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=8982"},"modified":"2017-09-25T22:08:47","modified_gmt":"2017-09-25T22:08:47","slug":"schnellschachmm-landesliga-nord-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=8982","title":{"rendered":"SchnellschachMM Landesliga Nord 2017"},"content":{"rendered":"<p>Zum zweiten Mal nach 2014 hatte sich der Schachklub Neumarkt bei den Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaften f\u00fcr die Landesliga Nord qualifiziert. Dort zeigte das Neumarkter Quartett Kevin Beesk (5\/7), Jozef Smyk (4\/7), Lorenz Schilay (4\/7) und Erwin Hirn (2,5\/7) eine starke Leistung, sicherte sich als Sechster souver\u00e4n den Klassenerhalt und schrammte nur haarscharf am sensationellen Aufstieg in die Oberliga vorbei.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schachbund-bayern.de\/index.php?id=842\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Endstand<\/a><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nBericht von Kevin:<\/p>\n<p>Runde 1 (2.5-1.5 gegen SK Schwanstetten: Beesk &#8211; Arlt 1:0, Manthey &#8211; Smyk 0:1, Schilay &#8211; Pohl 1\/2, L. Cipra &#8211; Hirn 1:0): Zum Auftakt ging es gleich gegen den Oberliga-Absteiger aus Schwanstetten. Als Erstes endete die Partie an Brett drei remis, wobei Lorenz zwar optisch etwas unter Druck zu stehen schien, aber wohl auch keine allzu gro\u00dfe M\u00fche hatte, die Partie im Gleichgewicht zu halten. Dann gewann Jozef seine Partie, was doch \u00fcberraschend kam, da er zwischenzeitlich eine Figur weniger hatte. Erwins Gegner hatte ein Remisgebot abgelehnt, nur um kurz darauf zwei Bauern einzub\u00fc\u00dfen; leider fiel bei Erwin im weiteren Verlauf aber die Zeit. Mein Gegner hatte im Mittelspiel einen Bauern eingestellt und verrechnete sich in beiderseitiger Zeitnot dann noch in einer Kombination, sodass er mit einem Turm weniger schlie\u00dflich aufgeben musste.<\/p>\n<p>Runde 2 (0-4 gegen SGem F\u00fcrth: Schubert &#8211; Beesk 1:0, Smyk &#8211; W. Heimrath 0:1, K. Wittmann &#8211; Schilay 1:0, Hirn &#8211; Thiele 0:1): Gegen im Vergleich zur Bezirks-SSMM Anfang Juli noch einmal verst\u00e4rkte F\u00fcrther mussten wir uns deutlich mit 0-4 geschlagen geben. Betrachtet man jedoch die Partien, so war der Wettkampf weit weniger klar, als es das Ergebnis suggerieren mag. Erwin hatte am vierten Brett fr\u00fch Material ins Gesch\u00e4ft gesteckt und nach eigener Aussage durchaus Kompensation (war von meinem Brett schwer einzusch\u00e4tzen); am Ende entschied hier leider erneut der Bl\u00e4ttchenfall zu unseren Ungunsten. Lorenz musste ein Endspiel mit Minusbauer verteidigen, was zwar wom\u00f6glich haltbar war; bei knapper Bedenkzeit und ung\u00fcnstiger eigener Figurenaufstellung k\u00e4mpfte er letztlich aber vergeblich. Jozef wiederum hatte ein ausgeglichenes Springerendspiel auf dem Brett, in welchem jedoch Schwarz die Initiative ergreifen und Jozef nach ein paar Ungenauigkeiten vom Brett schieben konnte. Ich selbst hatte nach einer strategisch gut gef\u00fchrten Partie ein strukturell besseres Turmendspiel erreicht, in dem ich mir schlie\u00dflich eine Gewinnstellung erarbeiten konnte, nur um sie dann kurz vor dem Ziel noch taktisch einzustellen.<\/p>\n<p>Runde 3  (1-3 gegen Kronacher SK: T. Becker &#8211; Beesk 1\/2, Smyk &#8211; F. H\u00f6rmann 1\/2, Murmann &#8211; Schilay 1:0, Hirn &#8211; Lechleitner 0:1): Die zweite Niederlage in Serie setzte es f\u00fcr uns gegen den Kronacher SK. Relativ schnell einigten sich dabei Jozef und sein Gegner in ausgeglichener Stellung auf Unentschieden. Der Gegner von Lorenz entschied sich zu einem objektiv eher zweifelhaften Qualit\u00e4tsopfer, auf das Lorenz in Zeitnot aber keine ad\u00e4quate Verteidigung fand. Erwin hatte ausgangs der Er\u00f6ffnung einige Klippen zu umschiffen und wurde, als er sich gerade aus dem Gr\u00f6bsten heraus w\u00e4hnte, von einem unerwarteten Figurenopfer niedergestreckt. Ich geriet im Mittelspiel unter Druck und musste einen Bauern geben, konnte die Stellung aber trotz Zeitnot gerade so zusammenhalten und schlie\u00dflich in ein Turmendspiel abwickeln. Da ich dabei meinen Bauern zur\u00fcckgewonnen hatte und der Wettkampf bereits entschieden war, wurde mein Remisgebot sofort akzeptiert.<\/p>\n<p>Runde 4 (3.5-0.5 gegen PTSV Hof: Beesk &#8211; Schindler 1:0, Hertel &#8211; Smyk 0:1, Schilay &#8211; Galstyan 1\/2, G.Meier &#8211; Hirn 0:1): Ein wichtiger und dabei deutlicher Sieg gelang uns gegen den PTSV Hof. Als Erstes konnte diesmal Erwin einen Sieg vermelden, wobei ich hier aber nichts Weiteres mitbekommen habe. Lorenz stellte seinem Gegner Spartak Galstyan ausgangs der Er\u00f6ffnung eine kleine Falle und hatte fortan klaren Vorteil. Leider \u00fcbersah er etwas sp\u00e4ter selbst einen taktischen Schlag und musste sich letztlich mit Remis begn\u00fcgen. Ich hatte meinen Gegner in der Er\u00f6ffnung mit meinen agilen Leichtfiguren so lange unter Druck gesetzt, bis er schlie\u00dflich einen Bauern opferte, um sich zu entlasten. Um den Preis einer anf\u00e4lligen K\u00f6nigsstellung konnte ich sp\u00e4ter noch einen zweiten Bauern einheimsen, und als mein Gegner in der Folge an einer Stelle dem Damentausch \u00fcberraschend nicht auswich, konnte ich das nunmehr entstandene Doppelturmendspiel mit zwei Mehrbauern trotz starker Zeitnot sicher nach Hause spielen. Jozef stand lange Zeit gedr\u00e4ngt, verteidigte sich jedoch umsichtig, und als sein Gegner angesichts des Spielstandes alles auf eine Karte setzte, gelang es Jozef, den entscheidenden Konter zu setzen.<\/p>\n<p>Runde 5 (4-0 gegen SG Sonneberg: Beesk &#8211; Hartleb 1:0, Jacob &#8211; Smyk 0:1, Schilay &#8211; Geisensetter 1:0, Rierl &#8211; Hirn 0:1): Gegen die SG Sonneberg konnten wir nachlegen und uns ein kleines Polster zu den Abstiegsr\u00e4ngen verschaffen. Den Anfang machte dabei Lorenz mit seinem ersten Sieg an diesem Tag, dessen Gegner in schon schwieriger Stellung Material einstellte. Erwin konnte einen weiteren vollen Punkt verbuchen und sicherte damit bereits das Unentschieden, und auch bei Jozef und mir sah es sehr gut aus. Ich hatte meinen Gegner schon in der Er\u00f6ffnung mit einem Figurenopfer kalt erwischt und erreichte letztlich ein Turm- und L\u00e4uferendspiel, in welchem ich meinen Gegner trotz ungleichfarbiger L\u00e4ufer dank eines verbundenen Freibauernpaars zur Aufgabe zwingen konnte. Jozef war derweil mit beiden T\u00fcrmen auf die zweite Reihe eingedrungen und kn\u00fcpfte dort ein Mattnetz, aus welchem der wei\u00dfe K\u00f6nig nicht mehr entkommen konnte.<\/p>\n<p>Runde 6 (3-1 gegen SF F\u00fcrth: Kuehn &#8211; Beesk 0:1, Smyk &#8211; Hinzmann 1\/2, G. Koschka &#8211; Schilay 0:1, Hirn &#8211; R. Koschka 1\/2): Mit dem dritten Sieg in Folge sicherten wir uns vorzeitig den Klassenerhalt. Lorenz \u00fcbernahm im Mittelspiel die Initiative und landete schlie\u00dflich in einem Turmendspiel mit Mehrbauer, das er erfolgreich zum Sieg f\u00fchren konnte. An meinem Brett war ebenfalls ein Turmendspiel entstanden, in welchem Schwarz zwar nicht \u00fcber einen Mehrbauern, daf\u00fcr jedoch \u00fcber eine zentrale Bauernmajorit\u00e4t verf\u00fcgte, die von einem aktiven K\u00f6nig unterst\u00fctzt wurde. Letztlich konnte ich ein verbundenes Freibauernpaar auf f4 und e4 schaffen, das sich als deutlich gef\u00e4hrlicher erwies als der entfernte Freibauer meines Gegners auf h2. Beim Stand von 2-0 akzeptierte Erwin trotz Mehrbauer das Remisgebot seines Gegners, um den Mannschaftssieg abzusichern, und als wenig sp\u00e4ter absehbar war, dass nur noch die blanken K\u00f6nige auf dem Brett verbleiben w\u00fcrden, wurde am zweiten Brett der Punkt geteilt.<\/p>\n<p>Runde 7 (1.5-2.5 gegen SV W\u00fcrzburg: Beesk &#8211; FM Siepelt 1\/2, Helgert &#8211; Smyk 1:0, Schilay &#8211; T.Vogt 1:0, Ers\u00f6z &#8211; Hirn 1:0): Vor der letzten Runde lagen wir mit 8:6 Punkten auf Platz f\u00fcnf, nur einen Mannschaftspunkt hinter dem Spitzenreiter aus W\u00fcrzburg. Da wir nicht mehr absteigen konnten, war die Devise klar: Alles auf Sieg und dann hoffen, dass sich die Konkurrenz gegenseitig die Punkte wegnimmt. Als ich nach einiger Zeit zum ersten Mal meinen Blick \u00fcber die anderen Bretter schweifen lie\u00df, wurde mir klar, dass die Sensation tats\u00e4chlich in der Luft lag, denn Jozef und Lorenz setzten ihren Gegner schwer zu, Erwin stand jedenfalls nicht schlechter und auch ich selbst hatte trotz des nominell deutlichen Spielst\u00e4rkeunterschieds eine angenehme Stellung erreicht, in der ich den Isolani meines Gegners auf der d-Linie belagern konnte. Lorenz gewann dann schlie\u00dflich auch als Erster, da seinem Gegner in der Verteidigung schlicht die Zeit ausging. Jozef, der in der Er\u00f6ffnung eine Figur geopfert hatte, um dem gegnerischen K\u00f6nig nachstellen zu k\u00f6nnen, hatte mittlerweile drei Bauern f\u00fcr die Figur und dabei noch immer Angriff; zudem war auch sein Gegner in hochgradiger Zeitnot. Ich hatte mittlerweile ein Damen- und L\u00e4uferendspiel mit Mehrbauer auf dem Brett und suchte bei knapper Zeit nach einem Weg, die Verteidigung meines Gegners zu durchbrechen, was jedoch zun\u00e4chst nicht gelingen wollte. Dass Erwin inzwischen zum dritten Mal an diesem Tag auf Zeit verloren hatte, bekam ich nun allerdings nicht mit. Nach dem Tausch der L\u00e4ufer und im Bestreben, der dreifachen Stellungswiederholung auszuweichen, stellte ich dann leider meinen Mehrbauern irgendwann wieder ein und bot daraufhin Remis an. Genau in diesem Moment fiel nun an Brett zwei ein Bl\u00e4ttchen \u2013 zu meinem Entsetzen allerdings dasjenige von Jozef, der in einem vorteilhaften Endspiel auf der Suche nach dem besten Weg zum Sieg schlicht zu lange reingeschaut hatte. Beim Stand von nunmehr 2-1 f\u00fcr W\u00fcrzburg akzeptierte mein Gegner jetzt nat\u00fcrlich mein Remisgebot und sicherte seiner Mannschaft damit die Meisterschaft, wohingegen wir noch auf Rang sechs zur\u00fcckfielen. Trotzdem k\u00f6nnen wir mit der gezeigten Leistung mehr als zufrieden sein und haben unser Ziel, die Klasse zu halten, deutlich erreicht.<\/p>\n<h3>Related Images:<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum zweiten Mal nach 2014 hatte sich der Schachklub Neumarkt bei den Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaften f\u00fcr die Landesliga Nord qualifiziert. 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