{"id":9058,"date":"2017-10-16T08:00:36","date_gmt":"2017-10-16T08:00:36","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=9058"},"modified":"2017-10-17T21:35:18","modified_gmt":"2017-10-17T21:35:18","slug":"bezirks-blitz-mannschaftsmeisterschaft-2017-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=9058","title":{"rendered":"Bezirks-Blitz-Mannschaftsmeisterschaft 2017"},"content":{"rendered":"<p>An den diesj\u00e4hrigen Bezirks-Blitz-Mannschaftsmeisterschaften, die am 15. Oktober zum wiederholten Male im S\u00fcdstadtforum in N\u00fcrnberg \u00fcber die B\u00fchne gingen, nahmen 14 Mannschaften teil, darunter erneut auch ein Team unseres Vereins. In der Mitte der Setzliste angesiedelt und im Vergleich zu unserem erfolgreichen Schnellschachabenteuer Mitte September nur geringf\u00fcgig ver\u00e4ndert \u2013 Lorenz und Jozef tauschten einvernehmlich die Pl\u00e4tze \u2013, wollten wir die Vorqualifikation (Rang 1-7) f\u00fcr die kommende Saison anpeilen und gerne auch den ein oder anderen Favoriten ein wenig \u00e4rgern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/schachbezirk-mittelfranken.de\/?p=4457\">Turnierseite<\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dass dies ein schwieriges Unterfangen werden w\u00fcrde, wurde gleich zu Beginn offenbar, standen wir doch nach drei gespielten Runden noch immer mit leeren H\u00e4nden da. Schon in der <strong>ersten Runde<\/strong> kam es zum Derby mit Postbauer-Heng, das wir diesmal mit 1,5:2,5 verloren geben mussten. Erwin meldete fr\u00fch seine Niederlage, und auch ich musste nach einem Figureneinsteller bald darauf die Segel streichen. Lorenz erk\u00e4mpfte sich im Turmendspiel mit Minusbauer zumindest noch ein Remis, sodass es Jozef vorbehalten war, seinen Materialvorteil in den ersten und in dieser Runde auch einzigen Neumarkter Brettsieg zu verwandeln.<br \/>\nBesser wollten wir es anschlie\u00dfend in <strong>Runde zwei<\/strong> im Duell mit der zweiten Erlanger Mannschaft machen, doch am Ende stand auch hier eine 1:3-Niederlage zu Buche. Erwin \u00fcberspielte seinen Gegner am vierten Brett souver\u00e4n, w\u00e4hrend Jozef, Lorenz und ich selbst uns unisono geschlagen geben mussten. Ich hatte dabei in der Er\u00f6ffnung zwei Z\u00fcge vertauscht, was ich im weiteren Verlauf nie vollst\u00e4ndig reparieren konnte; mit ablaufender Bedenkzeit war die Stellung dann endg\u00fcltig nicht mehr zu halten. Lorenz hingegen hatte nach eigener Aussage seinen Kadertrainer Thomas Walter bereits an die Wand gespielt, bevor er dann in Zeitnot leider nicht mehr die richtigen Z\u00fcge fand und am Ende sogar noch eine Niederlage quittieren musste.<br \/>\nGegen den amtierenden bayerischen Vizemannschaftsmeister im Blitzschach, den SC Noris-Tarrasch N\u00fcrnberg, gab es in der <strong>dritten Runde<\/strong> nichts f\u00fcr uns zu holen. Alle Partien gingen relativ deutlich zugunsten der vier N\u00fcrnberger FIDE-Meister aus; immerhin sollte das aber unsere einzige 0:4-Klatsche an diesem Tage bleiben.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gelang uns dann auch postwendend die Revanche, als wir in <strong>Runde vier<\/strong> die zweite Garnitur von Gastgeber SW N\u00fcrnberg S\u00fcd mit 4:0 auf die Bretter schicken konnten. Von den Partien unserer Spieler habe ich allerdings nicht viel mitbekommen, da ich selbst bis zum Ende k\u00e4mpfen musste, bevor der Bl\u00e4ttchenfall meines Gegners mir meinen ersten Punktgewinn nach einer \u201egro\u00dfen Rochade\u201c zum Auftakt bescherte.<br \/>\nIn der <strong>f\u00fcnften Runde<\/strong> konnten wir nachlegen und die SF F\u00fcrth ebenfalls deutlich mit 3,5:0,5 bezwingen. Jozef und Erwin \u00fcberspielten ihre Kontrahenten, w\u00e4hrend Lorenz sich in un\u00fcbersichtlicher Stellung bei beiderseitiger Zeitnot mit seinem Gegner auf Unentschieden einigte. Am Spitzenbrett hatte ich schon aus der Er\u00f6ffnung heraus eine klar \u00fcberlegene Stellung erreicht, was alsbald in Materialgewinn resultierte. Zwar machte ich mir danach das Leben selbst noch unn\u00f6tig schwer und lie\u00df mein Gegen\u00fcber wieder in die Partie zur\u00fcckkommen, konnte am Ende dann aber doch den ganzen Punkt einfahren.<br \/>\n<strong>Runde sechs<\/strong> brachte den dritten Mannschaftserfolg nacheinander, wobei uns mit dem SC Forchheim niemand Geringeres als der amtierende mittelfr\u00e4nkische Mannschaftsmeister im Blitzschach gegen\u00fcbersa\u00df. Im Vergleich zu ihrem Triumph im Januar waren die Forchheimer diesmal zwar schw\u00e4cher aufgestellt, uns aber nominell immer noch deutlich \u00fcberlegen. Dennoch gingen wir \u00fcberraschend in F\u00fchrung, da es mir gelungen war, den zentralen Gegensto\u00df von FM Manfred Heidrich als verfr\u00fcht nachzuweisen. Die wei\u00dfen Figuren waren in der Folge deutlich aktiver als die schwarzen, was alsbald zu Materialgewinn f\u00fchrte und der Partie so ein schnelles Ende bereitete. Kurze Zeit sp\u00e4ter erh\u00f6hte Erwin auf 2:0, und da auch Jozef seine Partie gewinnen konnte, \u00e4nderte die abschlie\u00dfende Niederlage von Lorenz, der im Endspiel noch lange gek\u00e4mpft hatte, letztlich aber keinen Fehler seines Gegners mehr hatte provozieren k\u00f6nnen, nichts mehr an unserem unerwarteten Erfolg \u00fcber den Meister.<\/p>\n<p>Gegner der <strong>siebten Runde<\/strong> war der SC J\u00e4klechemie, der ebenfalls mit 3:1 besiegt werden konnte. Den Siegen an den Wei\u00dfbrettern durch Lorenz und Erwin standen zwei Schwarzremisen durch Jozef und mich gegen\u00fcber. Dabei hatte ich ausgangs der Er\u00f6ffnung eine sehr angenehme Stellung erreicht, ehe mich ein \u00dcberseher einen wichtigen Bauern kostete und ich noch lange ums Remis k\u00e4mpfen musste.<br \/>\nZur <strong>achten Runde<\/strong> erwartete uns nun die starke erste Mannschaft des Ausrichters, der wir uns aber dennoch nicht geschlagen geben mussten. Nach einem Remis von Erwin teilte auch ich selbst am Spitzenbrett mit FM Johannes Fischer den Punkt, nachdem ich zuvor aus meiner klar vorteilhaften Stellung nicht genug herausgeholt hatte und nun allm\u00e4hlich in Zeitnot zu geraten drohte. Jozef brachte uns im Anschluss einmal mehr an diesem Tage in F\u00fchrung, doch leider konnte Lorenz das Endspiel mit zwei Minusbauern trotz ungleichfarbiger L\u00e4ufer auf Dauer nicht halten. Unterm Strich stand somit also ein 2:2 zu Buche, wobei wir dem Mannschaftssieg sicher n\u00e4her waren als unsere klar favorisierten Kontrahenten.<br \/>\nF\u00fcr <strong>Runde neun<\/strong> galt die Devise, dass jeder halbe Brettpunkt ein Erfolg sein w\u00fcrde, denn wir trafen auf den Topfavoriten SC Erlangen 1, der an keinem Brett weniger als 2300 DWZ-Punkte auf die Waage brachte. Entsprechend schnell standen Erwin und Lorenz dann leider auf verlorenem Posten, woraufhin Jozef ein Remisgebot von FM Florian Ott erhielt, welches er auch annahm. Meine Begegnung mit Alexander Hilverda konnte ich lange Zeit offen gestalten und h\u00e4tte an einer Stelle sogar in Vorteil kommen k\u00f6nnen, was allerdings nicht leicht zu sehen war. So befand sich die Stellung immer noch im dynamischen Ausgleich, als mir mit beginnender Zeitnot ein unn\u00f6tiger Figureneinsteller unterlief und ich mich geschlagen geben musste.<\/p>\n<p>Einen R\u00fcckschlag galt es nach der <strong>zehnten Runde<\/strong> zu verdauen, als wir gegen die nominell hinter uns eingestufte Mannschaft des SC Ansbach mit 1:3 unterlagen. Den Anfang machte dabei Erwin, der seinen K\u00f6nig im Schach stehen lie\u00df, weil er ihn auf einem anderen Feld w\u00e4hnte, als dieser sich tats\u00e4chlich befand. Ich lieferte meine schw\u00e4chste Partie an diesem Tage ab und wurde, obwohl ich die wei\u00dfen Steine f\u00fchrte, von meinem Gegner einfach zusammengeschoben. Auch Lorenz hatte ein verlorenes Endspiel auf dem Brett und gab auf, als sein Gegner einen letzten Patttrick durchschaute. Jozef hatte im Mittelspiel das Kommando \u00fcbernommen und setzte seinen Kontrahenten immer weiter unter Druck, bis dieser schlie\u00dflich bei ablaufender Bedenkzeit zusammenbrach.<br \/>\nGegen die erste der beiden Mannschaften der SG F\u00fcrth mussten wir in <strong>Runde elf<\/strong> eine weitere Niederlage hinnehmen. Zwar konnte ich uns durch einen unerwartet glatten Erfolg am Spitzenbrett rasch in F\u00fchrung bringen; nach Niederlagen von Erwin, Jozef und Lorenz hie\u00df es am Ende aber trotzdem 1:3, womit unsere zweite \u201egro\u00dfe Rochade\u201c an diesem Tage perfekt war.<br \/>\nDie <strong>zw\u00f6lfte Runde<\/strong> bescherte uns gleich im Anschluss das Duell mit der F\u00fcrther Jugendmannschaft, die allerdings unter anderem auch gegen die etatm\u00e4\u00dfige erste Mannschaft des eigenen Vereins die Oberhand behalten hatte \u2013 wir waren also gewarnt. Erwin legte mit einem souver\u00e4nen Sieg vor, der bald darauf von mir ausgebaut wurde, nachdem mein Gegner in komplizierter Stellung einen ung\u00fcltigen Zug gemacht hatte. Zwar musste sich Lorenz wenig sp\u00e4ter mit Joseph Homi einem \u201ealten Bekannten\u201c geschlagen geben, doch Jozef hatte sich materiellen Vorteil erspielt und verwertete diesen im Endspiel routiniert zum 3:1-Endstand f\u00fcr den SKN.<\/p>\n<p>Zum Abschluss der Meisterschaften stand nun in der <strong>dreizehnten Runde<\/strong> noch die Begegnung mit dem SC Heilsbronn auf dem Programm, der \u00dcberraschungsmannschaft des Turniers, die sich als sp\u00e4terer Drittplatzierter sogar die Qualifikation f\u00fcr die bayerische Ebene sichern konnte. Trotz eines verhei\u00dfungsvollen Auftakts mit einem Sieg von Lorenz und einem Remis durch Erwin sah es ganz danach aus, als w\u00fcrden auch wir uns den Heilsbronnern beugen m\u00fcssen, denn sowohl Jozef als auch ich selbst waren in Schwierigkeiten geraten. W\u00e4hrend meine Stellung dann leider irgendwann nicht mehr zu halten war, hoffte Jozef im Endspiel mit Minusfigur und Zeitnachteil noch auf einen Patzer seines Kontrahenten, welcher kurz vor dem Bl\u00e4ttchenfall unseres Spielers dann auch tats\u00e4chlich eintrat: Patt und damit 2:2!<\/p>\n<p>In der <strong>Endabrechnung<\/strong> belegten wir nach diesem Unentschieden mit 12:14 Mannschafts- und 25,5 Brettpunkten den neunten Tabellenplatz unter vierzehn Mannschaften, womit wir unser Ziel der Vorqualifikation f\u00fcr das kommende Jahr leider knapp verfehlt haben. Eifrigster Punktesammler unseres Teams war diesmal Jozef an Brett drei mit 8,5 Punkten aus dreizehn Partien, gefolgt von Erwin, der am vierten Brett sieben Punkte erzielen konnte. Lorenz an Brett zwei und ich selbst am Spitzenbrett blieben mit vier beziehungsweise sechs Punkten leider unter der Marke von f\u00fcnfzig Prozent und h\u00e4tten beide sicher gerne noch etwas mehr geholt. Hoffentlich auf ein Neues im n\u00e4chsten Jahr!<\/p>\n<p style=\"text-align: right\">Kevin Beesk<\/p>\n<h3>Related Images:<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An den diesj\u00e4hrigen Bezirks-Blitz-Mannschaftsmeisterschaften, die am 15. Oktober zum wiederholten Male im S\u00fcdstadtforum in N\u00fcrnberg \u00fcber die B\u00fchne gingen, nahmen 14 Mannschaften teil, darunter erneut auch ein Team unseres Vereins. In der Mitte der Setzliste angesiedelt und im Vergleich zu &hellip; <a href=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=9058\">Continue reading<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[42,45],"tags":[],"class_list":["post-9058","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-saison-1718","category-senioren-1718"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9058","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9058"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9058\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9058"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9058"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9058"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}