{"id":9611,"date":"2018-04-23T08:00:56","date_gmt":"2018-04-23T08:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=9611"},"modified":"2018-04-24T18:54:36","modified_gmt":"2018-04-24T18:54:36","slug":"1-mannschaft-in-der-bezirksliga-2b-drama-bei-noris-tarrasch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=9611","title":{"rendered":"1. Mannschaft in der Bezirksliga 2b: DRAMA bei Noris-Tarrasch"},"content":{"rendered":"<p>Diesen Wettkampf irgendwie in Worten zu fassen, ist wirklich nicht einfach&#8230;<br \/>\nZuversichtlich, unser erkl\u00e4rtes Ziel, den Aufstieg, heute klar zu machen, fuhren wir zu unserem Gegner Noris-Tarrasch N\u00fcrnberg. Sch\u00f6nes Wetter, gute Laune, Zuversicht, der Wettkampf konnte beginnen.<br \/>\nNach einem Blick auf die Aufstellung unseres Gegners\u00a0konnte man schon sehen, um was es f\u00fcr Noris-Tarrasch ging. Sie boten ziemlich alles auf, um den Abstieg zu verhindern, an Brett 1 ihren Spitzenspieler Florian Walter, dazu 2 Ersatzspieler, die sicher mindestens gleichwertig, wenn nicht besser als ihre Stammspieler sind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Fangen wir mal an mit dem Verlauf des Wettkampfes, der sich bis 20 Uhr hinzog.<br \/>\nNach ca. 2 Stunden ging ich mal durch die Reihen und schaute mir die einzelnen Stellungen an. An Brett 1 spielte Kevin Beesk gegen Florian Walter, und was man sah, schaute sehr gut aus. Brett 2 Jozef Smyk gegen Dimi Vogiatzis, wie immer spielte Dimi gnadenlos auf Angriff und zwischenzeitlich hatte Jozef die Partie einigerma\u00dfen im Griff. Brett 3 Lorenz Schilay gegen Carlos Corral, zu diesem Zeitpunkt schwer abzusch\u00e4tzen, einigerma\u00dfen ausgeglichen. Brett 4 Erwin Hirn, der Schreiber dieses Berichtes, gegen Hermann Krau\u00df, absolut ausgeglichene Stellung. Brett 5 Martin Simon gegen Manfred Lutzky, hier brannte das Brett, eine Prognose schwierig. Brett 6 Matthias Bothe gegen Alisa Semenova, hier war schon abzusehen, dass Matthias in Vorteil kommt. Brett 7 Wolfgang Brunner gegen Harald Lenz, ziemlich ausgeglichen. Brett 8 Andreas Niebler gegen Klaus Kelm, ebenso wie Brett 7 ziemlich ausgeglichen. Alles in allem schaute es nicht schlecht aus.<\/p>\n<p>Nach einer weiteren Stunde fielen die ersten Entscheidungen. An Brett 2 hatte sich Jozef komplett befreit und er bot seinem Gegner Remis an, was Dimi auch annahm. 0,5 &#8211; 0,5<\/p>\n<p>An Brett 5 hatte Martin die Dame gegen 2 T\u00fcrme gegeben und stand sehr gedr\u00fcckt, er fand dann\u00a0aber einen Weg, um sich zu befreien, und bot seinem Gegner Remis an, auch dieser nahm das Angebot an. Stand 1 &#8211; 1.<\/p>\n<p>An Brett 3 hatte ich gegen Hermann Krau\u00df die T\u00fcrme getauscht und damit die Gefahr abgewendet, dass er damit einen Angriff auf dem K\u00f6nigsfl\u00fcgel starten kann. Die Stellung war komplett ausgeglichen, und als ich sah, dass Matthias inzwischen klar auf Gewinn stand und es an Brett 7 und 8 inzwischen auch sehr gut ausschaute, bot ich ihm Remis an. Er verbrauchte fast seine komplette Zeit und nahm es dann an. 1,5 &#8211; 1,5.<\/p>\n<p>Nachdem ich nun Zeit hatte, schaute ich mir die Partien genauer an und hatte den Eindruck, dass dieser Wettkampf zu unseren Gunsten ausgehen sollte. Also\u00a0erstmal raus an die Luft, mit Jozef eine rauchen. Beide waren wir zuversichtlich, dass der Aufstieg heute festzumachen war. Nun aber ging das Drama los\u2026<\/p>\n<p>Als wir reingingen und uns umschauten, traute ich meinen Augen nicht. An Brett 6 hatte Matthias seine eigentlich klar gewonnene Stellung komplett vergeigt und stand trotz der gro\u00dfen Zeitnot seiner Gegnerin mit einer Figur weniger da, zwar mit 2 Bauern daf\u00fcr, aber ob dies noch f\u00fcr Remis gereicht h\u00e4tte, ist zweifelhaft. Er bot seiner Gegnerin daraufhin Remis an, was sie sicher aufgrund der Zeitnot annahm. Stand 2 &#8211; 2.<\/p>\n<p>Auch an Brett 3 war Lorenz nun auf Abwege geraten und hatte eine Figur weniger in sehr schwieriger Stellung. Es dauerte auch nicht\u00a0mehr lange, bis er dann die Partie aufgab. Stand 2 &#8211; 3.<\/p>\n<p>Es liefen noch 3 Partien, an Brett 7 und 8 hatten beide Gegner die falsche Entscheidung getroffen und eine Figur abgetauscht, die eigentlich f\u00fcr die Stellungen enorm wichtig war, also an beiden Brettern gute Gewinnchancen. An Brett 1 spielte Kevin, nachdem sein Gegner in der Er\u00f6ffnung zeitlich und spielerisch alles aufbieten musste, um die Stellung zu halten, nun in einem Endspiel mit Turm und Springer gegen 2 T\u00fcrme, Kevin hatte 2 Mehrbauern, wobei abzusehen war, dass einer davon verloren geht. Diese Stellung abzusch\u00e4tzen, ist sicher eher was f\u00fcr Computer oder Gro\u00dfmeister, ich kann hier keine Wertung abgeben.<\/p>\n<p>An Brett 8 hatte Andreas nach dem Turmtausch in einem Bauernendspiel mit seinem Springer gegen L\u00e4ufer sich gro\u00dfe Vorteile erk\u00e4mpft. Alle Bauern auf schwarze Felder gegen den wei\u00dffeldrigen L\u00e4ufer und nun Zug um Zug die Stellung verbessert. Nachdem er auf dem K\u00f6nigsfl\u00fcgel die Bauern bis auf je einen getauscht hatte, auf zum Damenfl\u00fcgel und mit ganz routiniertem\u00a0Schach den Sack zugemacht. Stand 3 &#8211; 3.<\/p>\n<p>Inzwischen hatte an Brett 7 Wolfgang seinen Gegner so weit, dass er ihn mit einer sch\u00f6nen Kombi dazu zwang, je einen Turm und L\u00e4ufer zu tauschen, aber mit dem gro\u00dfen Vorteil von 2 Mehrbauern.\u00a0An Brett 1 hielt Kevin die Stellung zusammen und schaffte es bis auf einen je 1 Bauern, diese abzutauschen. Also, so wie es ausschaute, im schlechtesten Fall 4 &#8211; 4\u2026<\/p>\n<p>Wieder zu Brett 7, Wolfgang hatte nun 5 verbundene Bauern gegen 3 Bauern und je einen Turm, eigentlich sollte dies schon reichen, auch weil er den gegnerischen K\u00f6nig auf die 7. Reihe gezwungen hatte. Auch zeitm\u00e4\u00dfig war er seinem Gegner weit voraus, nun aber begann Wolfgang sichtlich nerv\u00f6s zu werden und zog hin und her und hin und her, obwohl der Gewinnweg eigentlich schon ersichtlich war. Die Zeit verrann und man sah das Ungl\u00fcck kommen, nochmal\u00a0zog Wolfgang kopfsch\u00fcttelnd hin und her, bis sein Gegner dreimal gleiche Stellung reklamierte; da ich die ganze Zeit zuschaute, war mir das eigentlich auch schon bewusst geworden. Die Uhr wurde abgestellt und die Partie nachgespielt\u2026 Was rauskam, kann man sich denken, dreimal gleiche Stellung, Remis.<br \/>\nF\u00fcr Wolfgang tut es mir sehr leid, er war ja auch heuer wieder absoluter Punktesammler ohne Niederlage, aber ich glaube, er hatte heute einfach nicht die Nerven, um das Ding sicher nach Hause zu bringen. Stand 3,5\u00a0&#8211; 3,5.<\/p>\n<p>Nun lief noch die Partie an Brett 1, trotz gro\u00dfer M\u00fche und Gegenwehr gelang es Kevin nicht, das nun notwendige Remis einzufahren. Wie bereits geschrieben, kann ich es einfach nicht einsch\u00e4tzen, wie solche Stellungen einzusch\u00e4tzen sind. Nat\u00fcrlich hatte sein Gegner eine Qualit\u00e4t mehr, aber selbst wenn ein Fachmann oder Computer dies als Remis einsch\u00e4tzen w\u00fcrde, muss dies erst mal am Brett gespielt werden. Endstand 3,5\u00a0&#8211; 4,5<\/p>\n<p>Wenn man die 3 letzten Spieltage betrachtet, ist es nat\u00fcrlich sehr bitter, welche Chancen wir vergeben\u00a0haben, der Aufstieg k\u00f6nnte l\u00e4ngst besiegelt sein. Jeder tr\u00e4gt sicher sein Scherflein dazu bei. Wenn man sieht, dass Heideck auch nur Unentschieden gespielt hat, ist diese Niederlage umso bitterer. Jetzt hei\u00dft es zittern bis zum letzten Spieltag, ob Heideck noch einen Punkt abgibt. Der einzige Vorteil f\u00fcr uns ist, dass Anderssen die Punkte unbedingt gegen einen Abstieg braucht. Hoffen wir auf einen\u00a0\u201eSchachgott\u201c, der Mitleid mit uns hat&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: right\">Erwin Hirn<\/p>\n<h3>Related Images:<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diesen Wettkampf irgendwie in Worten zu fassen, ist wirklich nicht einfach&#8230; Zuversichtlich, unser erkl\u00e4rtes Ziel, den Aufstieg, heute klar zu machen, fuhren wir zu unserem Gegner Noris-Tarrasch N\u00fcrnberg. Sch\u00f6nes Wetter, gute Laune, Zuversicht, der Wettkampf konnte beginnen. Nach einem Blick &hellip; <a href=\"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/?p=9611\">Continue reading<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[42,45],"tags":[],"class_list":["post-9611","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-saison-1718","category-senioren-1718"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9611"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9611\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgang-kipferl.de\/sch_aktuell_blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}