Europäische Schulschachmeisterschaft 2018

Posted by Sebastian in Jugend 17/18, Saison 17/18 | Kommentare deaktiviert für Europäische Schulschachmeisterschaft 2018

Vom 29.Juni bis 8.Juli finden die Europäischen Schulschachmeisterschaften im polnischen Krakau statt und erstmals sind mit Vinzenz und Lorenz Schilay auch zwei Neumarkter mit von der Partie. Vinzenz ist in der 52-köpfigen U9 an #46 gesetzt, da er keine ELO-Zahl hat, der topgesetzte Ukrainer weist 1799 auf. In der U17 wird ein Rundenturnier mit zehn Teilnehmern gespielt, wobei der Georgier FM Nikoloz Petriashvili mit 2342 das höchse Rating hat, Lorenz ist die #7.

Turnierseite

In der ersten Runde traf Lorenz gleich auf den nominell stärksten Spieler FM Nikoloz Petriashvili (GEO/2342) und kam gegen den klaren Favoriten problemlos in ein ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel, wo er jedoch mit einem Blackout die Partie einzügig wegstellte (Partie). Vinzenz musste sich zum Auftakt Wiktor Zmarzly (POL/1204) geschlagen geben.
Runde zwei sah eine weitere Niederlage von Vinzenz gegen Jakub Kowalczyk (POL), dafür gewann Lorenz gegen Jan Gunajew (POL/1392). Dieser hatte Lorenz am Königsflügel angegriffen, musste dabei aber eine Quali abgeben. Später übersah Lorenz einen Gegenangriff und verlor die Quali wieder, setzte sich dann aber dank aktiverer Schwerfiguren durch (Partie).
In der dritten Runde machte Lorenz kurzen Prozess mit Maciej Rak (POL/1746), nachdem dieser ausgangs der Eröffnung einen Doppelangriff übersehen hatte, der eine Figur kostete (Partie). Vinzenz unterlag derweil auch Michał Wójcik (POL) und startete damit leider mit einer „langen Rochade“ ins Turnier.
Am vierten Turniertag stand eine Doppelrunde auf dem Programm, wobei Lorenz zunächst Daniel Varney (ENG/1829) unterlag. Er hatte im Mittelspiel seinen Springer auf die falsche Seite gezogen, so dass er dessen Deckung nicht aufrecht erhalten konnte. Einziger Ausweg wäre ein Turmopfer mit folgendem Dauerschach gewesen, so hatte Lorenz nach einer langen forcierten Abwicklung zwar nur eine Quali weniger, das Endspiel war angesichts des unaufhaltbaren Freibauern aber aussichtslos (Partie). Am Nachmittag hatte Lorenz auch gegen CM Halit Kaan Kesgin (TUR/2119) das Nachsehen, nachdem dieser seine unsichere Königsstellung attackiert hatte. Zwar ging die Bewertung der Engine nochmal auf 0,00 zurück, aber die Stellung mit offenem König und allen Schwerfiguren am Brett war in Zeitnot alles andere als angenehm zu spielen, so dass der Gegner zum entscheidenden Schlag kam (Partie). Vinzenz spielte gegen Maksymilian Nowakowski (POL/1069) remis und holte gegen Mateusz Szymocha (POL) seinen ersten Sieg.
Nach dem Ruhetag remisierte Vinzenz auch gegen Marcin Zabrzansski (POL), wohingegen Lorenz gegen Yaakov Sokolinsky (ISR/2045) eine Niederlage quittieren musste. In der Partie mit heterogenen Rochaden war Lorenz mit seinem Bauernsturm eigentlich schneller, aber ein Turmopfer brachte die Entscheidung zu Gunsten seines Gegenübers (Partie).
In der siebten Runde gab es zwei Niederlagen für die Neumarkter: Vinzenz unterlag Sebastian Balis (POL/1068) und Lorenz dem Setzlistenzweiten Radosław Psyk (POL/2300). Er geriet in einer Isolani-Stellung zusehends unter Druck, verlor letztlich einen Bauern und konnte das Schwerfigurenendspiel nicht halten (Partie).
Die vorletzte Runde ergab einen Sieg für Vinzenz gegen Piotr Kwapisz (POL), während Lorenz gegen den bis dato stark punktenden Okan Ozsakallioglu (TUR/1867) seine erste Remispartie des Turniers spielte. Dabei kamen unterschiedliche Rochaden aufs Brett, aber richtig brenzlig wurde es für keinen Monarchen und im Damenendspiel wurde der Punkt geteilt (Partie).
Am letzten Turniertag gab es nochmal Licht und Schatten für unsere Jungs. Vinzenz holte gegen Maksymilian Jedryka (POL) seinen zweiten Sieg in Folge und beendet das Turnier damit mit 4 Punkten auf Rang 36. Nach dem schlechten Start mit 0/3 verliefen die restlichen Runden mit 4/6 äußerst erfreulich. Vinzenz traf dabei ausschließlich auf Kontrahenten aus dem Gastgeberland, die allerdings auch rund die Hälfte des Feldes stellten. Lorenz unterlag zum Abschluss Akin Ozsakallioglu (TUR/1927) und wude somit mit 2,5 Zählern Neunter. In der letzten Partie hatte er zwar ein Freibauernpaar am Damenflügel, dafür aber Schwächen am Königsflügel, was sein Gegenüber zum Angriff nutzte. Dadurch musste Lorenz eine Quali geben und nachdem er sein Bauernpaar nicht halten konnte, war die Niederlage besiegelt (Partie).

Bericht beim DSB

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