Zur Vorbereitung auf die neue Saison gab es für unsere Jugendlichen ein besonderes Highlight. Denn mit A-Trainer Holger Borchers stattete eine absolute Koryphäe im Jugendschach unserem Verein für ein Trainingswochenende einen Besuch ab. Der sympathische Berliner ist seit über 40 Jahren im Kinder- und Jugendschach aktiv und hat dabei seine Schützlinge auch zu zahlreichen Erfolgen geführt. So baute er u.a. eine Mädchenmannschaft auf die mehrfacher Deutscher Meister wurde. Außerdem war er für den letzten deutschen Titelgewinn bei einer Jugend-WM oder EM mitverantwortlich, als er Leonid Kritz 1999 zum WM-Titel in der U16 führte.
Familie Schilay und Sebastian Mösl lernten Holger im vergangenen Jahr bei den EU-Meisterschaften in Mureck (AUT) kennen. Dort agiert Holger seit Langem als Leiter der deutschen Delegation und betreute in dieser Funktion die Neumarkter Talente Lorenz und Maria Schilay. Schon dort reifte die Idee heran, dass man diesen erfahrenen Trainer gerne einmal nach Neumarkt holen möchte.
Dieses Wochenende war es nun soweit. Am Samstagvormittag gab Holger seine Erfahrungen an die Teilnehmer des parallel stattfindenden Lehrgangs für C-Trainer weiter. Hierbei erklärte er ahand der ZAK-Methode wie Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren Schach lernen sollten und auf welche Inhalte jeweils der Fokus gelegt werden sollte.
Am Nachmittag stand dann die erste Trainingseinheit mit dem Neumarkter Nachwuchs auf dem Programm. Dabei stand die Frage im Vordergrund wie man in einer Partie zur richtigen Strategie gelangt. Es wurden sämtliche Kriterien erläutert die in die Beurteilung einer Schachstellung miteinfließen, wie diese gegebenenfalls zu gewichten sind und wie man daraus einen guten Plan ableitet. Anhand einiger Beispiele wurde die Theorie in die Praxis umgesetzt, wobei schnell klar wurde, dass trotz aller Strategie immer auch nach taktischen Kombinationen Ausschau gehalten werden muss.
Sonntagvormittag wurden die Spieler der U20 Landesligamannschaft in die Geheimnisse der Turmendspiele eingeweiht. Holger der ob seiner profunden Endspielkenntnisse auch der Endspielfuchs genannt wird wiederholte die generellen Grundsätze und zeigte anhand einer älteren Partie des amtierenden Weltmeisters Magnus Carlsen wie wichtig es ist diese zu befolgen, aber auch dass selbst Weltklassespieler in elementaren Positionen diese mal vergessen können. Zum Abschluss wurden die Jugendlichen in zwei Gruppen aufgeteilt und versuchten in einer Blindpartie es den Großmeistern gleichzutun.





