Die zweite U20-Mannschaft traf am dritten Spieltag der Bezirksliga 1 auf Spitzenreiter SV Lauf sowie auf Gastgeber SK Nürnberg 1911 und musste ersatzgeschwächt zwei Niederlagen hinnehmen. Damit bleibt man auf Rang sechs und muss in zwei Wochen die nötigen Punkte für den sicheren Klassenerhalt holen.
Nachdem sich die Anfahrt als nicht so problematisch wie befürchtet erwiesen hatte – zwar ging punktgenau zur Abfahrt der Schnee in Regen über, das gefürchtete Blitzeis ereilte uns aber nicht – kamen wir pünktlich bei den 11ern an. Dort ging es zunächst gegen Tabellenführer SV Lauf und die Vorzeichen standen nicht gut. Schon in Bestbesetzung wäre ein Punktgewinn ein ordentliches Resultat gewesen, doch nach einem krankheitsbedingten Ausfall und der kurzfristigen Beförderung von Max Herrmann in die Erste, war man nach einem Anruf um 8:05h froh überhaupt noch zu Viert antreten zu können. Josef Franke durfte sich wie schon in Runde 1 am Spitzenbrett probieren und hatte dort mit Lorenz Hofmann (DWZ 1971) eine schwere Aufgabe vor sich. Nach ordentlichem Beginn machte er es seinem Kontrahenten dann aber zu einfach, zog die Deckungsfigur weg und ermöglichte somit einen taktischen Schlag, der seine Königsstellung zertrümmerte und Matt folgte alsbald. Leonhard Franke war im Expresstempo unterwegs und verlor eine Figur. Sein Gegenüber stand ihm aber in Sachen Zuggeschwindigkeit in nichts nach und stand auf einmal mit einer Figur weniger da. Allerdings hatte Leonhard für seinen Springer drei Bauern weniger auf dem Brett, was obejektiv ausgeglichen war. Einen möglichen Bauerngewinn, der ihm gute Gewinnaussichten gegeben hätte, übersah Leonhard und im Anschluss wurde der gegnerische König zu aktiv, woraus ein Bauerngewinn resultierte, woraufhin der Freibauer das Rennen machte. Daiana Burger ließ in einer Schlagkombination eine Chance aus per Zwischenzug materiellen Vorteil zu erlangen, aber ihr Kontrahent revanchierte sich einige Züge später mit einer verpassten Springergabel. Im Endspiel hatte Daiana zunächst leichten Vorteil, spielte aber den richtigen Zug zur falschen Zeit, woraufhin ein Bauer verloren ging. Zwar gelang es ihr zunächst die gegnerischen Figuren zu binden, aber letztlich erhielt ihr Gegner doch noch einen Freibauern, der die Partie entschied. Daniel Henseler hatte zwar einen Mehrbauern, dafür war sein König in der Mitte verblieben. Dieser wurde in der Folge attackiert, er geriet in eine Fesselung und nachdem er den richtigen Verteidigungszug übersehen hatte, war das 0:4 besiegelt.
Nach der Mittagspause wartete mit SK Nürnberg 1911 das nächste favorisierte Team, gegen das wir uns in Bestbesetzung einen Punkt ausgerechnet hätten, dieses Ziel in der aktuellen Aufstellung aber deutlich schwerer zu bewerkstelligen war. Leonhard nahm in der Eröffnung einen Bauern, den er später wieder verlor und obendrein erhielt sein Gegner eine gute Angriffsstellung. Er kam aber mit seinem König aus der Mitte und hätte zwei Angriffsfiguren tauschen können, wonach überhaupt nichts los gewesen wäre. Stattdessen zog er einen Verteidiger von f7 weg, so dass die Partie ein schnelles Ende fand. Josef war wieder klarer Außenseiter, unterstrich aber nochmal, dass er einen gebrauchten Tag erwischt hatte. Erneut kam er ordentlich aus der Eröffnung, versäumte es aber rechtzeitig zu rochieren, ansonsten hätte es zu einem interessanten strategischen Kampf kommen können. So war die Stellung schwierig, aber als er die gerade attackierte Figur ungeschützt ließ war das Problem behoben… In der Partie von Daniel war lange Zeit nichts los und just als er Material gewonnen hätte, übersah er ein zweizügiges Matt. So war es Daiana vorbehalten die Doppel-Null zu verhindern. Sie lieferte sich mit dem amtierenden U12-Kreismeister einen Kampf mit offenem Visier. In der unübersichtlichen taktisch geprägten Partie fanden beide nicht immer die besten Züge und als sich der Rauch verzogen hatte, nannte Daiana im T+S-Endspiel einen Mehrbauern auf der h-Linie ihr Eigen. Nach dem Springertausch gab sie den h-Bauern auf, bekam dafür mit ihrem Turm a- und b-Bauer und lief mit ihrem a-Bauern zum 1:3 Endstand durch.