Die erste Mannschaft kam in der siebten Runde der Bezirksliga 1 zu einem glücklichen 4,5:3,5 Erfolg beim SC Erlangen 48/88 3. Der Wettkampf hatte kaum begonnen, da gab es am Brett von Martin Simon angesichts eines frühen Damentausches das erste Remisgebot. Martin spielte zwar weiter, aber letztlich kam es doch zur Punkteteilung. Ralf Seitner startete einen klassischen Minoritätsangriff, eroberte dabei zwei Bauern und wickelte in ein gewonnenes Turmendspiel ab. Johannes Hierl versäumte es derweil den für seine Stellung typischen Angriffsplan am Königsflügel durchzusetzen, so dass er ob seines Raumnachteils am anderen Flügel sich kaum bewegen konnte. Der Befreiungsschlag am Damenflügel hätte eigentlich eine Figur verloren, doch sein Gegenüber schloss die Stellung und musste nach dem Tausch der letzten Schwerfiguren feststellen, dass es trotz Raumvorteils nichts mehr gab, worauf man hätte spielen können. Sebastian Mösl agierte behutsam ob des Drucks auf seinen e-Bauern, wobei er zu spät bemerkte, dass sich auch eigene Angriffsideen in der Stellung versteckt hatten. Nach dem Abtausch aller Schwerfiguren war in der symmetrischen Bauernstruktur nichts mehr los und es gab die nächste Punkteteilung. Doch beim Stand von 2,5:1,5 begannen die Felle davon zu schwimmen. Christian Junker war zwar meist in der Defensive, doch im Endspiel waren die Probleme gelöst, aber als er erstmals besser stand, beendete eine Spingergabel jäh die Partie. Zu allem Überfluss büßte Wolfgang Brunner in Zeitnot eine Figur ein, nachdem er lange Zeit besser gestanden war. Damit schien der Mannschaftskampf gelaufen, denn Jozef Smyk sah schon lange wie der sichere Verlierer aus. Dessen Gegner hatte eine Figur geopfert, um danach den König übers halbe Brett und wieder zurück zu jagen, mit dem Ergebnis eines Mehrturms und dreier Mehrbauern. Jozef wollte eigentlich auch schon lange aufgeben, aber die wenige Bedenkzeit auf der Uhr des Gegners und vage Schummelchancen ließen ihn ausharren. Prompt griff sein Kontrahent im 41.Zug (!) daneben und Jozef erzwang mit einem Springeropfer ein Dauerschach mit der Dame, beobachtet von drei weißen Schwerfiguren. Und es kam noch besser: Wolfgang hatte die Figur zurückgewonnen und im Damenendspiel blieb seinem Gegenüber trotz Mehrbauers nichts anderes übrig als Dauerschach zu geben. Damit stand es unverhofft 3,5:3,5 und Matthias Bothe hatte beste Gewinnaussichten. Sein Kontrahent hatte eine Figur geopfert, doch der Angriff schlug nicht durch. Trotzdem gab Matthias die Figur zurück und kam dank aktiverer Figuren in ein Endspiel mit Mehrbauer. Dieser hätte zusammen mit der aktiveren Leichtfigur zum Sieg gereicht, die Sache wurde allerdings beschleunigt als der angegriffene Turm nicht weggezogen wurde. Dank des knappen Erfolgs zogen wir mit Spitzenreiter Jäklechemie nach Punkten gleich und liegen nur einen halben Brettpunkt hinter dem Platz an der Sonne.
Bezirksliga 1 – Runde 7
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