Regionalliga Nordost – Runde 7

Posted by Sebastian in Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für Regionalliga Nordost – Runde 7

In der siebten Runde der Regionalliga Nordost ging es für unsere Erste zum SK Herzogenaurach II. Hier waren wir zuletzt vor vier Jahren angetreten, damals als Tabellenzweiter der B1 gegen den verlustpunktefreien Tabellenführer, wobei wir dem Favoriten einen großen Kampf lieferten, aber letztlich doch unnötig 3:5 unterlagen, wonach das Meisterrennen entschieden war. Diesmal hatten die Gastgeber die Verfolgerrolle inne und wir gingen sogar als leichter Favorit in den Wettkampf, wobei dies anbetracht zweier aufstrebender Nachwuchsspieler immer relativ ist. Im Gegensatz zur letzten Runde gegen Bavaria II, wo es früh auf den meisten Brettern düster aussah, hatte man diesmal zumeist gute Stellungen auf dem Brett und konnte sich demnach Hoffnungen auf einen ganz wichtigen Sieg machen. Wolfgang Brunner teilte den Punkt, nachdem er mit einem Isolani in ein Leichtfigurenendspiel abgewickelt hatte. Für die Führung sorgte dann Michael Iberl, der erstmals seit über 30 Jahren wieder für den SKN am Brett saß. Michael übernahm im Mittelspiel die Initiative, gelangte mit zwei Schwerfiguren auf die zweite Reihe und stellte mit einem feinen Springerzug eine unparierbare Mattdrohung auf. Lorenz Schilay kam glänzend mit besserer Entwicklung aus der Eröffnung, verpasste aber den vorentscheidenden Schlag. Somit gelang es seinem Gegenüber sich zu konsolidieren und ins Dauerschach zu retten. Auch Sebastian Mösl hatte im Mittelspiel eine aussichtsreiche Stellung auf dem Brett. Doch anstatt den geplanten Zug zu spielen, begann er Gespenster zu sehen (die er in der Analyse nicht einmal mehr benennen konnte), verbriet fast seine gesamte Bedenkzeit und wählte einen Notfallplan. Auch hier stand er immer noch besser, aber mit sieben Minuten für fast zwanzig Züge war keine Zeit mehr die kritischen Varianten zu rechnen, denn es galt unfallfrei über die 40 zu kommen. Im Sinne der Risikovermeidung nahm Sebastian dann auch ein Remisgebot an, womit er leider einen möglichen Bauerngewinn verpasste. Dafür erhöhte Ralf Seitner die Neumarkter Führung, nachdem er früh einen Bauern auf c6 fixiert hatte, wonach der Läufer auf b7 ein klägliches Dasein fristete. Diesen positionellen Vorteil nutzte Ralf im weiteren Lauf der Partie aus und gewann kurz vor der ersten Zeitkontrolle eine Qualität. Dagegen verlor Andreas Niebler nach einem Rechenfehler einen Zentrumsbauern, den er bis ins Läuferendspiel vergeblich hinterherjagte. In der Partie von Erwin Hirn kamen unterschiedliche Rochaden auf das Brett und es wurde wild. Erwins Angriff war zunächst gefährlicher, doch hätte er an einer Stelle erst das gegnerische Angriffspotential aus dem Spiel nehmen sollen und danach weiter attackieren. So kippte die Partie, doch auch im Endspiel war es noch kompliziert und der Gegner machte immer wieder die Tür einen Spalt auf. Eine letzte Remischance gab es im Turmendspiel, doch danach erschien unaufhaltsam die Lucena-Stellung am Horizont. Damit stand es unverhofft 3,5:3,5 und nun musste man sogar noch um das Unentschieden bangen. Denn Jozef Smyk war in die Defensive geraten, hatte aber eine Verteidigungsstellung errichtet, gegen die es im Leichtfigurenendspiel kein Durchkommen geben sollte. Sein Gegenüber versuchte einiges, aber letztlich hielt das Bollwerk. Damit stand unter dem Strich ein im Nachhinein ärgerliches 4:4, hatten wir doch aus drei sehr guten Stellungen nur zwei Remis geholt. Mit einem Sieg wäre uns Rang sieben nur noch theoretisch zu nehmen gewesen und wir wären auch näher an das Mittelfeld herangerückt. Immerhin konnten wir die Verfolger auf Distanz halten.

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