„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“
Einige faustdicke Überraschungen lieferte der gestrige Abschluss der ersten Runde des Vereinspokals.

Lorenz Schilay vs. Niklas Rebler
Kurzen Prozess machte der Titelverteidiger Lorenz Schilay mit Niklas Rebler. Lorenz baute sich eine hübsche Angriffstellung gegen den schwarzen König auf. Niklas griff 3 Mal grob fehl und wurde im 16. Zug Matt gesetzt. Immerhin bekommt Niklas gegen André eine zweite Chance, im Turnier zu bleiben.
Ralf Seitner vs. Winfried Weber
Ralf wollte in dieser Partie offenbar auf Teufel-komm-raus einen Königsüberfall inszenieren, und es gelang ihm auf, beeindruckende Linien und Diagonalen zu öffnen. Allerdings fand Winfried die Verteidigungsressourcen, die den Laden zusammenhielten. Im entscheidenden Moment überspannte Ralf den Bogen und kam nur mit Materialverlust aus der Abwicklung.

aktives Figurenspiel, und damit mindestens Ausgleich, halten können.
Stattdessen ging er „all-in“ mit 23.Tfh4?, was den Le4 ohne
durchschlagenden Erfolg opfert.
Die folgende Abwicklung in ein gewonnenes Endspiel mit einem Turm mehr gelang Winfried mühelos. Seine zweite Chance bekommt Ralf gegen Wolfgang, den ebenfalls das Schicksal des Favoritensturzes ereilte.
Noah Lehner vs. Wolfgang Brunner
Gut aus den Startlöchern kam Noah als Weißer gegen Wolfgang als er diesen gleich zu Beginn mit einer Bauernwalze am Königsflügel anging. Ein kurzes Gemetzel später verblieb Noah mit 2 Mehrbauern bei einer seinerseits gesunden Bauernstruktur und schöner Figurenaktivität, während Wolfgangs Figuren seltsam unkoordiniert waren.

einsacken und die Partie praktisch direkt entscheiden können?
Lösung:
31. Sxe6! Txe6 32. Tg5! und Weiß gewinnt die Figur zurück, weil sich
Sf5 und Lg7 nicht gleichzeitig verteidigen lassen.
Stattdessen zog Noah 31. Lh5+ und es schloss sich ein Massenabtausch an.
Die Umwandlung der Mehrbauern gelang Noah mühelos, auch wenn Wolfgang letztlich die Zeit überschritt.
Andi Hierl vs. Sebastian Mösl
Der amtierende Stadtmeister und Blitzstadtmeister Andi Hierl musste gegen den Cheftrainer Sebastian Mösl als Favorit gelten. Allerdings gelang es Andi in einem sehr positionell angelegten Spiel nicht, etwas Greifbares aus der Eröffnung herauszuholen, und Sebi ließ keine Schwächung seiner Stellung zu. Zwar standen Andis Figuren „ein Näschen“ aktiver, aber als sich die ersten Figurentäusche anbahnten, blieb auch davon nichts übrig. So war der frühe Remis-Schluss nach 18 Zügen konsequent.
Am Ende der ersten Blitzpartie des Tiebreaks verlor Andi kurz die Übersicht und eine Figur, ein Malheur, das Sebi am Ende der zweiten Blitzpartie ereilte.
In der entscheidenden Armageddonpartie musste Sebi mit Schwarz und 4 Minuten auf der Uhr gegen Andi mit 5 Minuten mindestens Remis halten, um weiterzukommen. Tatsächlich wuchs Andis Zeitvorsprung im Laufe der Partie auf besorgniserregende eineinhalb Minuten an. Zwar gewann Sebi im Verlauf eine Qualität, aber ob seine Zeit bis zum Partieende ausreichte, war ungewiss. So flogen die Figuren gegen Ende über’s Brett und ein Sebischer Freibauer machte das Rennen: die dritte Überraschung des Abends war perfekt, und Andi bekommt seine zweite Chance gegen den Berichterstatter (und umgekehrt natürlich!).
Turnierplan
Der nächste Spieltag findet am 14.03.2025 statt!