In der ersten Runde der diesjährigen Bayerischen U12 Mannschaftsmeisterschaft empfingen wir die alten Bekannten Zabo-Eintracht Nürnberg und SC Erlangen 48/88. Mit einem 3:1 gegen Zabo sowie einem knappen 1,5:2,5 gegen Erlangen sicherten wir uns als Zweiter den Einzug in die nächste Runde am 16. Mai in Regensburg.
Zunächst ging es gegen Zabo und bereits nach wenigen Minuten lagen wir 0:1 hinten. Josef Franke wollte die offene Königsstellung seiner Gegnerin angreifen, bedachte aber nicht, dass sein eigener Monarch noch unsicherer stand und wurde Opfer eines Matts auf der g-Linie. Auch bei Carl-Luca Späth sah es im Damenendspiel mit zwei Minusbauern nicht gut aus. Aber er machte genau das Richtige, aktivierte seine Dame und stellte dem gegnerischen König nach. Die Stellung war abwechselnd remis und verloren, endete dann aber unerwartet mit einem Matt für Carl-Luca. Daniel Henseler hatte schon in der Eröffnung Turm und Figur erbeutet und brachte diesen Vorteil sicher nach Hause. Maria Schilay agierte in der Eröffnung zu sorglos und servierte ihrem Gegenüber eine Gewinnvariante. Dieser schlug aber mit der falschen Figur auf f6 und so entstand ein unklares Mittelspiel in dem Maria drei Bauern für eine Qualität hatte. Hier fand sie sich dann besser zurecht und letztlich entschied eine Springergabel zu ihren Gunsten.
Nachdem Erlangen den Zaboranern beim 4:0 keine Chance gelassen hatte, war die Qualifikation für die nächste Runde bereits sicher und es ging gegen den Favoriten nur noch ums Prestige. Daniel unterlief früh ein grober Lapsus und er wurde schnell Matt gesetzt. Carl-Luca hätte nach einem frühen Bauernverlust noch kämpfen können, stellte dann aber einzügig eine Figur ein. An den beiden anderen Brettern ging es dafür wesentlich spannender zu mit Chancen für beide Seiten. Allerdings hatte Josef viel Dusel, dass ein früher Figureneinsteller einen Zug zu spät bemerkt wurde und er so nur einen Bauern verlor. Im Anschluss gewann er diesen dank aktivem Spiels zurück. Im Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm und Läufer agierte er zunächst zu passiv und büßte zwei Bauern ein. Danach aktivierte er seine Figuren und eroberte die Bauern zurück. Mit beginnender gegnerischer Zeitnot gewann er sogar noch den Läufer, hing dafür aber in einer Fesselung und sein Kontrahent hatte immer noch einen gefährlichen Freibauern. Deshalb bekam dieser nochmal eine Chance aufs Remis, aber nachdem Josef die Türme vom Brett bekommen hatte, entschied sein verbliebener Bauer die Partie zu seinen Gunsten. Maria hätte einen Bauern gewinnen können, geriet danach jedoch in eine unangenehme Stellung mit vielen isolierten Bauern. Aber ihre Gegnerin Jessica Du brachte sich selbst in Schwierigkeiten als sie sich ihren Läufer verstellte. Mit einem Bauernopfer hätte sie die Figur noch retten können, doch diese Möglichkeit hatte Jessica nicht auf dem Schirm. So kam Maria mit einem Läufer mehr ins Turmendspiel, aber im Bestreben den Turmtausch zu erzwingen leistete auch sie sich einen Blackout und stellte die Figur zurück. Im weiteren Verlauf wurden noch die verbliebenen Bauern getauscht und somit der Punkt geteilt.