Sonnwendfeier Riedenburg 2016

Posted by Sebastian in _Saison 15/16 | Kommentare deaktiviert für Sonnwendfeier Riedenburg 2016

Ein paar schöne Stunden verbrachten einige Mitglieder des SK Neumarkt bei der Sonnwendfeier in Riedenburg, zu der wir von der Schachabteilung des TV Riedenburg eingeladen wurden. Der Tourismusverein Riedenburg hat ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt: einen großen Flohmarkt, Musikprogramm am Ufer und in der Altstadt sowie als Höhepunkt ein großes Feuerwerk zum Empfang mehrerer Ausflugsschiffe aus Kelheim. Auf dem Marktplatz erhielt die Schachabteilung großzügig Platz (davon können wir beim Neumarkter Altstadtfest nur träumen…) und lud ein zum Uhrenhandicap-Simultan gegen IM Raul Schmidt, einem Schnellschachturnier mit nach DWZ-Differenz angepasster Bedenkzeit sowie Bretter für freies Spiel.


Beim Simultan trat IM Raul Schmidt gegen zwölf Gegner mit einer Bedenkzeit von jeweils 60 Minuten an. Angesichts der illustren Gegnerschaft (u.a. Siegfried Schmid aus Beilngries, der frühere Bayerische Jugendmeister Stefan Blodig, sowie Vertreter der starken Jugend vom SK Kelheim) eine ambitionierte Aufgabe. Vom SK Neumarkt forderten Maximilian Lutter, Wolfgang Brunner und André Schilay den IM heraus und sorgten dabei für ein glattes 3:0. Auch Stefan Blodig und Ralf Käck konnten den IM bezwingen, der zudem noch drei Remis abgab.
Im parallel stattfindenden Schnellschachturnier kämpften 24 Spieler in fünf Runden um die Plätze. Das Besondere dabei war die angepasste Bedenkzeit: bei einer DWZ-Differenz von mehr als 200 Punkten spielte der Stärkere mit 8 gegen 12 Minuten, bei >400 6 gegen 14, bei >600 4 gegen 16, bei >800 3 gegen 17 und bei einer Differenz von mehr als 1000 waren es nur noch 2 gegen 18 Minuten. Somit wurde es den Favoriten nicht langweilig… Martin Simon und Sebastian Mösl (der trotz Staus gerade noch rechtzeitig von der JHV der SJM aus Schwabach ankam) gingen als Setzlistenzweiter und -dritter ins Rennen und „durften“ gleich zum Auftakt mit 3 gegen 17 Minuten spielen. Martin musste dabei im Vereinsduell gegen Vinzenz Schilay hart kämpfen, ehe er sich knapp durchsetzen konnte. Auch in Runde zwei blieben die Zwei trotz deutlichen Zeitnachteils siegreich und trafen danach im direkten Duell aufeinander. Dabei gewann Sebi im Mittelspiel zwei Bauern, fand aber gegen die gegnerische Reiterei kein Durchkommen. Mit beginnender Zeitnot (ausnahmsweise starteten die Beiden mit je 10 Minuten gleichauf) stellte er die Mehrbauern zurück und der Punkt wurde geteilt. In Runde vier spielte Sebi eine wilde Partie gegen Martin Blodig (SK Kelheim), in der er sich aus gedrückter Stellung rauswurschtelte und nach einem Bauerngewinn auf einem guten Weg war. In Zeitnot spielten dann beide fehlerhaft und letztlich musste Sebi eine Figur für den gegnerischen Freibauern geben. Die Stellung dürfte trotzdem noch haltbar gewesen sein, was er aber angesichts des gegnerischen Remisgebots nicht mehr beweisen musste. Martin hatte seine Partie indes gewonnen und musste zum Abschluss gegen den verlustpunktfreien Setzlistenersten Constantin Blodig (SK Kelheim) antreten. Trotz vier Minuten Zeitvorteils konnte auch er dem Favoriten keinen Fleck auf die weiße Weste verpassen, wurde aber mit 3,5 Zählern Zweiter. Diesen Rang verpasste Sebi da er in der letzten Runde gegen den Riedenburger Nachwuchsspieler Samuel Blodig nicht über ein Remis hinauskam. Mit 3 gegen 17 Minuten ließ Sebi schon in der Eröffnung eine gute Möglichkeit liegen, da er die Folgen eines gegnerischen Damenschlags auf f7 nicht berechnen wollte. Später sah er sich mit einem starken gegnerischen Freibauern konfrontiert, brachte aber beide Türme auf die zweite Reihe mit der Idee sich ob der knappen Bedenkzeit ins Dauerschach zu retten. Die Engine findet den Plan auch gut und zeigt 0,00 an. Blöderweise hat Sebi nach einem gegnerischen Fehler aber das einzügige Matt übersehen und sich für das Dauerschach entschieden. Die Strafe war das Verpassen der Podestränge aufgrund der schlechteren Buchholz hinter Martin und Samuel. Sepp Lehmeier, Erich Schilay, Wolfgang Heider und Vinzenz Schilay belegten derweil die Ränge 13 – 16.
Nach dem offiziellen Schachprogramm lösten wir gleich noch die gewonnenen Essensgutscheine ein und bewunderten das imposante Feuerwerk. Erfreulicherweise hielt trotz der ein oder anderen dunklen Wolke am Horizont das Wetter im Gegensatz zum Neumarkter Altstadtfest am Wochenden davor aus, so dass wir auf einen rundum gelungenen Vereinsausflug zurückblicken können.

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