KJEM 2017 – Der Schilay Dreier reloaded

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An den diesjährigen Kreis-Jugendeinzelmeisterschaften in Nürnberg nahmen elf Nachwuchstalente des Schachklubs Neumarkt teil und errangen gleich drei Meistertitel. Für diesen Triumph zeichneten die Geschwister Schilay verantwortlich, die damit das Kunststück von 2015 wiederholten, wo es schon einmal drei Schilay-Kreismeister gegeben hat.


In der U8/10 führte Vinzenz Schilay die Setzliste an, zudem waren Max Blank und Laura Sophie Bauer mit von der Partie. Die beiden trafen gleich zum Auftakt aufeinander, wobei sich Max durchsetzen konnte. Danach traf er mit Vinzenz gleich auf den nächsten Neumarkter und hielt die Partie lange im Ausgleich ehe er durch zu schnelles Spiel erst einen Bauern und danach noch eine Figur verlor. In Runde drei war Vinzenz mit drei Leichtfiguren für einen Turm auch gegen Simon Koberstein (SC Postbauer-Heng) auf einem guten Weg, verhedderte sich aber im Königsangriff und stand plötzlich mit einer Quali weniger da. Da die weißen Figuren aber ihren König nicht alleine lassen durften wurde sich auf Remis geeinigt. Danach ließ Vinzenz aber nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit 6,5/7 den dritten Titel in Serie, nachdem er in den beiden vergangenen Jahren jeweils U8-Meister geworden war. Diesen Titel schickte sich nun Max an zu holen, konnte er doch seinen ärgsten Rivalen Simon im direkten Duell schlagen. In der letzten Runde war er mit einer Mehrfigur bereits auf einem guten Weg, doch dann kam ein Turm abhanden und er hatte letztlich noch Glück, dass er patt gesetzt wurde. Somit wurde er aufgrund der schlechteren Buchholz Vize-Meister der U8 und Gesamtfünfter. Laura Sophie sammelte drei Zähler und war als Vierte der U8 bestes Mädchen im Feld.

Endstand U8/10

Christoph Reger gehörte in der U12 zum Kreis der Podiumskandidaten. Er erspielte sich in den meisten Partien auch aussichtsreiche Stellungen (u.a. hatte er den neuen Kreismeister am Rande einer Niederlage), ließ sich mitunter aber nicht genügend Zeit was sich auf den Punkteertrag auswirkte. Mit drei Zählern wurde er letztlich Sechster.

Endstand U12

In der U14 stellten wir mit Maria Schilay, Josef Franke, Radena Burger, Daniel und Sebastian Henseler ein Drittel des Teilnehmerfelds. Zum Auftakt gab es Siege für Maria und Daniel, während Sebastian und Radena unterlagen. Josef trotzte der Setzlistenzweiten Nese Pinar Albayrak (Zabo-Eintracht Nürnberg) ein Remis ab. Tags darauf kamen er und Maria zu schnellen Siegen, während Daniel schon in der Eröffnung gegen den topgesetzten Hugo Danninger (Zabo-Eintracht Nürnberg) Schiffbruch erlitt. Sebastian stand gegen Radena bereits klar auf Gewinn, verlor dann aber beide Türme was einer zu viel war… Somit gab es für ihn das Freilos und Radena musste sich Daniel geschlagen geben. Josef stand in seiner Partie mal besser dann deutlich schlechter und am Ende wurde mit zwei Figuren für Turm und zwei Bauern remisiert. Marias Stellung gegen Nese sah unangenhem aus, die Engine findet sie aber besser und als der Remisschluss kam hätte Maria überraschend in einer langen Variante ein deutliches Materialplus erringen können. Am dritten Turniertag setzte sich Maria problemlos gegen den bis dato verlustpunktfreien Seryozka Hamazaspyan (SC Noris Tarrasch Nürnberg) durch, während Radena ihre Partie verlor. Sebastian hatte beste Chancen auf seinen ersten am Brett errungenen Sieg, begnügte sich aber mit einem Unentschieden. Im nächsten Vereinsduell zwischen Josef und Daniel ging es darum wer noch in den Kampf um die Podestplätze würde eingreifen können. Josef erspielte sich dabei eine ausgezeichnete Angriffsstellung, aber ein kapitaler Einsteller gab der Partie eine unerwartete Wendung. Die Auslosung der letzten Runde bescherte ein weiteres Neumarkter Duell zwischen Maria und Daniel, dabei war eigentlich damit zu rechnen dass der Setzlistenerste zu Maria hochgelost werden würde. Daniel griff in der Partie früh daneben und somit sicherte sich Maria mit 4,5/5 den Titel, während Daniel als Sechster einlief. Josef, Sebastian und Radena gewannen ihre Abschlusspartie unisono und kamen auf die Ränge sieben, neun und elf.

Endstand U14

Lorenz Schilay führte die Setzliste der U16/18 an, gewann in seiner Auftaktpartie früh einen Bauern und zeigte dann warum ein Figurenopfer seines Gegenübers nicht funktionierte. In Runde zwei setzte ein grober Fehler seines Kontrahenten der Partie ein jähes Ende. Danach kam es zum Favoritenduell mit U18-Meister Reinhold Volkovski (SC Noris Tarrasch Nürnberg), wobei Lorenz zunächst besser stand, danach aber Reinholds Stellung vorzuziehen war als der Punkt geteilt wurde. Am letzten Tag stand Lorenz nach einem h-Bauernangriff auf Verlust, hätte sein Gegner den taktischen Schlag Sxh7 gesehen. So verflachte der Vorteil langsam, Lorenz öffnete das Zentrum, tauschte die Damen und letztlich entschied der a-Bauer die Partie. In der letzten Runde stand Lorenz zwar immer etwas besser, bekam aber nichts Entscheidendes heraus. Im Bauernendspiel hatte er dann den Trumpf eines gedeckten Freibauers, fand aber die Gewinnabwicklung nicht und musste sich mit einem Remis bengügen. Damit verpasste er zwar den Gesamtsieg, holte aber zum dritten Mal in Folge den Titel in der U16. Für Daiana Burger war das Teilnehmerfeld hartes Brot: 500 DWZ-Punkte Abstand zur vor ihr in der Setzliste Platzierten und der einzige DWZ-lose spielte eine 1600er Leistung… Trotzdem erspielte sie sich ihre Chancen. War die Auftaktpartie noch eine klare Sache, spielte sie gegen den U14-Meister des Vorjahres Ba Duc Duong (SK Nürnberg 1911) eine gute Partie. Zwar hatte sie unnötigerweise in der Eröffnung einen Bauern hergegeben, bekam aber später sogar noch die Chance auf den Sieg. Erst im Turmendspiel war die gegnerische Aktivität entscheidend. Gegen Berrak Albayrak (Zabo-Eintracht Nürnberg) kamen unterschiedliche Rochaden aufs Brett und Daiana griff zuerst an. Sie öffnete die h-Linie, verpasste dann aber den vorentscheidenden Schlag. Später rollten die gegnerischen Bauern am Damenflügel und Daiana musste eine Figur geben. In Runde vier eroberte Daiana zwei Bauern in der Eröffnung und hatte einen Monsterläufer auf d6, der die gegnerische Rochade vereitelte, so dass die schwarze Stellung kurz vorm Kollabieren war. Leider unterlief ihr dann ein grober Fehler und die Partie kippte auf einen Schlag. Zum Abschluss konnte sie die Stellung bei heterogenen Rochaden nicht halten.

Endstand U16/18

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