Die Aufbauliga geht in ihre zweite Saison und die Anzahl der Mannschaften hat sich erfreulicherweise fast verdoppelt. Neben unserer vierten Mannschaft ist diese Saison erstmals ein Team Neumarkt 5 am Start.

Johannes hatte bei seiner Mannschaftskampfpremiere den Ausgleich in der Hand, musste sich am Ende aber leider geschlagen geben. Sepp beobachtet interessiert, dass man die 90 Minuten auch ausschöpfen kann.
Die historische Premiere unserer Fünften hatte es dann gleich in sich. Aufgrund des Kaderlehrgangs und vieler Nachtschichten konnte man nur mit drei Mann gegen Stein 5 antreten. Doch nicht im neuen Spiellokal – vor dem wir zunächst ob der Nichtanwesenheit jeglicher Schachspieler rätselnd und herumtelefonierend standen, sondern noch im alten Spiellokal. Just als wir uns aufmachten dieses aufzusuchen, war auch schon eine Eskorte zur Stelle und wir konnten den Wettkampf mit 20minütiger Verzögerung aufnehmen. Unser frischgebackener Mannschaftsführer Florian Deininger begann gut, startete seinen Angriff dann aber doch zu früh und sah sich plötzlich in einer unangenehmen Fesselung. Flo überlegte lange und sah einen Gegenangriff, der nur einen Bauern gekostet hätte. Da aber der Gegner falsch abwickelte kam Flo mit zwei Mehrbauern und aktiver Stellung aus dem Schlamassel und sorgte nach einem Qualitätsgewinn für den Ausgleich. Sepp Lehmeier dagegen war wieder mal im Schnellschachmodus unterwegs und büßte dabei zu viel Material ein. Nun war es an Johannes Wastl bei seinem ersten Mannschaftskampf noch den Ausgleich zu erkämpfen. Nach anfänglichen Problemen griff er beherzt an, brachte seinen Turm auf die zweite Reihe und hätte kurz nach der ersten Zeitkontrolle entscheidend in Vorteil kommen können. So wogte die Partie einige Zeit zwischen Ausgleich und Vorteil für Johannes hin und her. Leider ließ er dann den Gegner zurück ins Spiel kommen und nun war sein offener König ein Angriffsziel für die gegnerischen Schwerfiguren. Sein routinierter Kontrahent nutzte dies geschickt aus, gewann mit einem feinen Manöver die Dame und setzte mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr matt. Somit ging die Premiere leider mit 1:3 verloren – aber ein spannender Wettkampf bis zum Schluss unterstrich einmal mehr dass das Konzept Aufbauliga eine positive Bereicherung darstellt.
Spannend verlief auch das Duell unserer Vierten mit Zabo 6. Die frühe Niederlage von Richie Meinl glich Hannes Queitsch am Spitzenbrett wieder aus. Nichts für schwache Nerven war die Partie von Captain Wolfgang Heider. Erst stand er besser, dann schlechter, zwischendurch komplett auf Verlust, dann wieder besser und so ging es munter weiter. Kurioserweise einigte man sich dann auf Remis, dabei hätte Wolfgang gerade zwei Figuren gewinnen können… Doch man hatte ja noch Lothar Beyer als Ass im Ärmel, der den lang rochierten König ins Visier genommen und schon die Dame gewonnen hatte. Es folgte eine Hetzjagd auf den schwarzen König von d8 über c4 auf g3 und wieder zurück zum Damenflügel, wobei hier schon das ein oder andere Mattnetz möglich gewesen wäre. Und wie es so ist wenn man seine Chancen nicht nutzt, der Gegner schlägt zurück. Besser gesagt: Lothar unterlief ein grober Schnitzer, aber der kostete die Dame und leider auch die Partie. Somit fuhren glückliche Zaboraner mit einem 2,5:1,5 im Gepäck wieder nach Hause.