Vor 50 Jahren: WM-Kampf Spassky gegen Fischer

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1972 fand in Reykjavik das „Match des Jahrhunderts“ zwischen Weltmeister Boris Spassky und Bobby Fischer statt. Mitten im Kalten Krieg wurde ihr Weltmeisterschaftskampf zum Duell der Systeme stilisiert, dominierte die Sowjetunion doch seit 1951 die Schachwelt. Nicht zuletzt deshalb erhielt das Match so viel Aufmerksamkeit wie nie eines zuvor. Dabei wäre es aufgrund der geforderten Bedingungen von Fischer beinahe nicht zustande gekommen und am geplanten ersten Spieltag am 2. Juli befand sich dieser noch in New York. Am 11. Juli saßen sich Spassky und Fischer dann doch zur ersten Partie am Brett gegenüber, die mit einem Fehler des US-Amerikaners im Endspiel Spassky die Führung brachte. Am Ende setzte sich aber Fischer mit 12,5:8,5 durch und wurde zum elften Schach-Weltmeister. Zu einem weiteren WM-Kampf des Schachgenies Fischers sollte es nicht mehr kommen, er zog sich vom Schach zurück und nachdem alle Verhandlungen 1975 ergebnislos bieben, wurde Herausforderer Anatoli Karpov neuer Weltmeister.

Artikel bei Chessbase
Bericht in der Sportschau

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SJO Camp 2022

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Mit Christoph Reger, Andreas Hierl und Leonahrd Franke nahmen erstmals drei Neumarkter am Camp der Schachjugend Oberpfalz in Tannenlohe teil. Dieses besteht aus einer Jugendbildungsmaßnahme, einer Jugendfreizeit und einem Turnier des OSJ-Cups. Bei letzterem wurde Christoph in der U16/18 mit 4 Punkten als achtbester U16-Spieler Zwölfter. In der U14 unterlag Andreas nur den ersten Drei und wurde mit 4 Zählern Siebter, einen Rang vor dem punktgleichen Leonhard.

Endstand

Bericht beim SK Kelheim mit vielen Fotos

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Kandidatenturnier 2022

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Am 17. Juni beginnt das Kandidatenturnier in Madrid, bei dem acht Spieler bis zum 5. Juli den nächsten WM-Herausforderer ausspielen. Wie üblich wird doppelrundig gespielt, d.h. es stehen 14 Runden auf dem Programm, wobei nach jeweils drei Spieltagen ein Ruhetag folgt. Neu ist, dass bei Gleichstand nicht der direkte Vergleich, SoBe o.Ä. herangezogen wird, sondern es gibt Tie-Break-Spiele beginnend mit 15+10 Schnellschach und danach ggf. 3+2 Blitz.

Von den 28 Partien der Hinrunde fanden acht einen Sieger: viermal gewann Nepo, dreimal Caruana und einmal Nakamura. Damit liegt der Sieger des Kandidatenturniers 2020/21 Nepo mit beeindruckenden 5,5/7 an der Spitze und einzig der Sieger des Kandidatenturniers von 2018 Caruana mit nicht minder starken 5/7 ist noch in Reichweite. Denn Nakamura hat mit 3,5 Zählern schon zwei Punkte Rückstand, der Rest hat weniger als 50%, darunter auch die hochgehandelten Ding und Firouzja.
Die erste Runde der zweiten Halbzeit sah ein unspektakuläres Remis zwischen Nepo und Ding, während Caruana Nakamura unterlag. Firouzja und Radjabov teilten nach sieben Stunden den Punkt und Rapport holte seinen ersten Sieg. Tags darauf gewannen auch Ding, Radjabov und Firouzja ihre erste Partie im Turnier. Im Duell der Führenden hatte Caruana eine gute Stellung erreicht, verpasste aber an einer Stelle die optimale Fortsetzung, so dass Nepo seinen Vorsprung von einem Punkt verteidigen konnte. In der zehnten Runde hatte mit Duda nun auch der letzte Spieler sein erstes Erfolgserlebnis, womit er den Turniersiegchancen von Caruana einen erheblichen Dämpfer verpasste. Nepo zog mit einem Remis auf 1,5 Punkte davon, während Nakamura und Ding – letzterer mit einem Sieg in einer sehr inhaltsreichen Partie gegen Rapport – mit Caruana gleichziehen konnten. Einen Tag später ein vertrautes Bild bei diesem Turnier: ein Spieler traf gegen Nepo fragwürdige Entscheidungen und dieser sammelte den nächsten ganzen Punkt ein. Ding setzte sich in einer spannenden Partie gegen Caruana durch und war damit erster Verfolger, da Nakamura remiserte. Für Ding war es der dritte Sieg in Folge, dagegen fiel Caruana nach 5/7 zur Halbzeit und 1,5 Zähler Vorsprung auf den Drittplatzierten, mit gerade einmal einem Remis aus den letzten vier Partien auf Platz vier zurück. Nepo fand in Runde zwölf mit Nakamura einen Abnehmer für ein schnelles Remis und damit hätte Ding in Schlagdistanz kommen können. Aber dieser traf gegen Radjabov falsche Entscheidungen und wurde mit einem in der Mitte verbliebenen König nicht glücklich. Caruana wählte nach den Nackenschlägen der vergangenen Tage einen ruhigen Ansatz und trennte sich von Rapport unentschieden. In der vorletzten Runde machte Nepo mit einem Remis gegen Rapport den Deckel drauf und gewann damit das zweite Mal in Folge das Kandidatenturnier. Nakamura stand gegen Duda kritisch, doch dieser kam vom rechten Weg ab und verlor noch. Da Caruana und Radjabov den Punkt teilten und auch Ding gegen Firouzja remisierte, war Nakamura nun alleiniger Zweiter. Zum Abschluss teilte Nepo den Punkt mit Duda und kam somit ungeschlagen durch das Turnier. Nach den überragenden 5,5/7 in der ersten Hälfte, erzielte er weitere vier Zähler und lag damit auch in der Rückrunde über 50%. Dagegen brach Caruana nach 5/7 zur Halbzeit komplett ein, verlor in der letzten Runde auch gegen Firouzja und blieb bei 1,5 Punkten in der Rückrunde. In dieser holten Ding Liren und Radjabov mit je 5/7 die meisten Zähler. Radjabov bezwang zum Abschluss Rapport und Ding Liren setzte sich gegen Nakamura durch, wodurch er ihn wieder von Platz zwei verdrängen konnte. Nun liegt der Ball bei Magnus Carlsen, ob es sein zweites WM-Match mit Nepo geben wird oder er tatsächlich auf die Titelverteidigung verzichten wird. Dann würde Nepo mit Ding Liren einen neuen Weltmeister ausspielen.

Alle Runden werden auf Chess24 live kommentiert.

Bericht Runde 1
Bericht Runde 2
Bericht Runde 3
Bericht Runde 4
Bericht Runde 5
Bericht Runde 6
Bericht Runde 7
Bericht Runde 8
Bericht Runde 9
Bericht Runde 10
Bericht Runde 11
Bericht Runde 12
Bericht Runde 13
Bericht Runde 14

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Ankündigung Lenz Wastl Gedächtnis Turnier 2022

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Auch in diesem Jahr führen wir wieder in Gedenken an unseren langjährigen 1.Vorsitzenden Wastl Lenz eine Schnellschach-Turnierserie an drei Terminen durch:

Lenz Wastl Gedächtnis Turnier 2022

Termine: freitags, 08. Juli, 15 Juli, 22. Juli, jeweils 19:30 Uh

Ort: Gesindehaus, Woffenbach

Spielmodus: Schnellschach, 15 Minuten/Partie + 5 Sekunden Inkrement ab Zug 1, FIDE-Regeln (d.h. erster ungültiger Zug verliert)

Turnier-Modus: 5 Runden, Schweizer System
Startgeld: Erwachsene 2€, Jugendliche 1€
Gesamtwertung: der Sieger eines Einzelturniers erhält 20 Punkte, der Zweitplatzierte 19 Punkte, usw.  Das schlechteste Ergebnis eines Spielers in der Serie wird gestrichen. Sachpreise am Ende der Serie.

 Turnierleitung: Dr. Mattias Birkner (mattias.birkner(at)gmx.de, 0176/45976455)

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Vereinsmeisterschaft 2022 – Martin Simon erringt den Titel – zum 15. Mal!!

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Die diesjährige Vereinsmeisterschaft (Gruppe A) endete mit einem souveränen Sieg vom Martin Simon, der sich damit den insgesamt 15. VM-Titel sicherte. Herzlichen Glückwunsch.! In der gestrigen Abschlussrunde hätte Martin gegen Mattias bereits ein Remis zum Gesamtsieg gereicht, aber er baute sich von Beginn an eine druckvolle Stellung auf und errang um 1 Uhr nachts den wohlverdienten Sieg. Wertungsfavorit Jozef Smyk erwischte gestern einen schwarzen Tag gegen einen glänzend aufgelegten Christian Junker, der Jozef in einem scharfen Königsgambit sensationell niederrang.

In der doppelrundigen Gruppe B sicherte sich Leo Franke knapp den ersten Platz.

Gruppe C ist mangels Beteiligung leider ausgefallen.

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Champions Chess Tour 2022 (4) – Chessable Masters

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Die Champions Chess Tour geht auf die vierte Etappe: vom 19. – 26. Mai findet das Chessable Masters statt. Mit von der Partie ist natürlich Weltmeister Magnus Carlsen, hinzu gesellen sich u.a. die #2 der Weltrangliste Ding Liren, Anish Giri, Shakhriyar Mamedyarov, Praggnanandhaa und der jüngste GM der Geschichte Abhimanyu Mishra.

Alle Partien werden wieder auf Chess24 von mehreren Kommentatoren-Teams live übertragen. Spielbeginn ist jeweils um 18h.

Anish Giri hieß diesmal der Sieger der Vorrunde, der ungeschlagen blieb und 29 Punkte holte. Knapp dahinter lief Magnus Carlsen mit 28 Zählern ein, der seine einzige Niederlage gegen Pragg kassierte, nachdem er im Remisendspiel eine Figur per Doppelangriff einbüßte. Mit Ding Liren blieb ein zweiter Spieler ungeschlagen und wurde mit 25 Punkten Dritter, punktgleich vor Pragg, Wei Yi (24), Mamedyarov (22), David Anton und Aryan Tari (je 20).

Bericht Tag 1
Bericht Tag 2
Bericht Tag 3
Bericht Tag 4

Viertelfinale:

Giri – Tari 2,5:0,5
Carlsen – Anton 2,5:0,5
Ding – Mamedyarov 2,5:1,5
Praggnanandhaa – Wei 2,5:1,5

Vorrundenprimus Anish Giri gewann die ersten beiden Partien gegen Aryan Tari und sicherte mit einem Remis den Einzug ins Halbfinale. Auch Carlsen benötigte nur drei Partien zum 2,5:0,5 Erfolg über David Anton. Ding Liren ging 2:0 in Führung, doch dann schlug Mamedyarov zurück, ehe Ding das notwendige Remis erzielte. Dasselbe Bild gab es im Duell zwischen Pragg und Wei Yi: Pragg gewann die ersten beiden Partien, doch dann unterlief ihm im Endspiel ein Fehler und Wei Yi verkürzte auf 1:2. In der letzten Partie ließ Pragg aber nichts mehr anbrennen und zog damit ebenfalls ins Halbfinale ein.

Bericht VF

Halbfinale:

Giri – Praggnanandhaa 2:2 0,5:1,5
Carlsen – Ding 1,5:2,5

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen der Nummer #1 der Weltrangliste Carlsen und der #2 Ding hielt was es versprach. Zunächst gab es drei hochklassige Remispartien, wobei einzig Carlsen in der dritten sich vorübergehend Chancen erspielt hatte. In der letzten Partie landete der Weltmeister früh in einer schwierigen Stellung, was Ding letztlich ausnutzte und damit erstmals in ein CCT-Finale einzog.
Dort trifft er auf einen anderen Final-Debütanten: Praggnanandhaa. Dieser setzte nach einem Auftaktremis Anish Giri mit Weiß erheblich unter Druck, bis dieser bei der Verteidigung einmal danebengriff. In der dritten Partie opferte Giri einen Bauern und setzte auf der halb-offenen g-Linie zum Königsangriff an. Die Engine zeigt an einer Stelle sogar Matt in 11 Zügen an, doch Giri entglitt sein Vorteil und Pragg rettete sich ins Remis. Danach griff Giri mit dem Rücken zur Wand auch mit Schwarz zum Angriff am Königsflügel und diesmal war er Pragg, der bei der schwierigen Verteidigung nicht den besten Zug fand und Giri erzwang den Blitz-Entscheid. Hier unterlief Giri mit wenigen Sekunden auf der Uhr ein großer Überseher und er büßte eine Figur per Doppelangriff ein. In der zweiten Partie bot Pragg keine Angriffsfläche und es war wiederum Giri der in Zeitnot einen taktischen Schlag übersah.

Bericht HF

Finale:

Ding – Praggnanandhaa 2,5:1,5 1,5:2,5 1,5:0,5

Der erste Finaltag sah gleich drei Schwarzsiege: Ding ging in Führung, doch Pragg schlug zurück, ehe Ding erneut mit Schwarz siegreich bleib. In der letzten Partie ließ er dann keine Verwicklungen zu und sicherte sich den Match-Sieg. Tag zwei begann mit einem ruhigen Remis, bevor Pragg einen leichten Endspielvorteil in einen Sieg ummünzen konnte, nachdem es ihm gelungen war Ding so lange unter Druck zu setzen, bis diesem der entscheidende Fehler unterlief. In der dritten Partie drückte Ding, doch Pragg fand unter Druck die beste Antwort und hielt remis. Mit einem weiteren Unentschieden erzwang der 16-Jährige einen Blitz-Entscheid. Hier hatte er in der ersten Partie alle Trümpfe in der Hand, aber mit wenigen Sekunden auf der Uhr, gelang es ihm nicht den Sack zuzumachen und Ding rettete sich ins Remis. In der zweiten Partie wurde es unübersichtlich, zunächst hatte Pragg starken Angriff, doch Ding verteidigte stark und war in einem packenden Finalduell letztlich der Sieger.

Bericht Finale Tag 1
Bericht Finale Tag 2

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Vereinsmeisterschaft

Posted by Mattias Birkner in Allgemein, Saison 21/22, Turniere 21/22 | Kommentare deaktiviert für Vereinsmeisterschaft

Hinweis an alle Teilnehmer: bei der Verlegung einer Partie ist der Turnierleiter unaufgefordert über den neuen Termin und das Ergebnis zu informieren!

Gruppe A

Nächste Runden:

Gruppe B

Nächste Runden:

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Bezirksliga 1 – Runde 10

Posted by Sebastian in Saison 21/22 | Kommentare deaktiviert für Bezirksliga 1 – Runde 10

Die erste Mannschaft gewann in der zehnten Runde der Bezirksliga 1 kampflos gegen den SK Nürnberg 1911 und sicherte sich damit die Vize-Meisterschaft. Mehr und damit der Traum vom ersten Regionalliga-Aufstieg kann es aber nicht mehr werden, da Jäklechemie mit einem 5,5:2,5 über Heideck-Hilpoltstein die Tabellenführung um einen halben Brettpunkt behauptet hat. Denn die „11er“ hatten auch schon die letzte Runde gegen Jäklechemie abgesagt, wodurch sie niemanden im Aufstiegskampf benachteiligen. Entsprechend können wir selbst bei einem optimalen Ergebnis in Rothenburg nach Brettpunkten nicht mehr gleichziehen, so dass Jäklechemie nach TO bereits als Meister feststeht – wobei dies das erste Bezirksturnier in dieser Saison wäre, bei der tatsächlich die in der TO vorgeschriebenen Feinwertungen zum Einsatz kämen…
Glückwunsch an die Enten – folgerichtig war unsere Niederlage im direkten Duell entscheidend.

Bezirksliga 1

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U20 Bezirksliga 1 – Runde 1 + 2

Posted by Sebastian in Jugend 21/22, Saison 21/22 | Kommentare deaktiviert für U20 Bezirksliga 1 – Runde 1 + 2

Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Landesliga, trat unsere U20-Mannschaft zum ersten Mal seit 2012/13 wieder in der Bezirksliga 1 an. Und gleich der erste Auftritt war ein Rückfall in finstere Zeiten Ende der 00-Jahre mit dem Tiefpunkt am 06.12.2008, wo wir in einer Doppelrunde nur zu Dritt und einmal sogar nur zu Zweit antreten konnten. Diesen „Rekord“ haben wir nun eingestellt, denn wie so oft kam alles zusammen und aus einem Ausfall, wurden deren fünf… So sorgten einzig Christoph Reger und Leonhard Franke dafür, dass wir immerhin antreten konnten, für die zweite Runde erhöhte dankenswerterweise noch Max Blank kurzfristig die Mannschaftsstärke.
Auch unsere Gäste aus Postbauer-Heng konnten nicht in Bestbesetzung antreten, waren aber immerhin vollständig und gingen mit einer komfortablen 2:0 Führung in den ersten Wettkampf. Doch trotz nominellen Vorteilen auf den beiden vorderen Brettern, kam sogar ein Punktgewinn für unser Duo in Reichweite. Zwar hatte Christoph im Mittelspiel einen Bauern verloren, doch nach einem Fehler seines Gegenüber, war es Christoph der im Doppelturmendspiel mit einem Mehrbauern auf Gewinn spielte. Leonhard hatte ebenfalls einen Bauern weniger auf dem Brett, aber dank eines aktiven Läuferpaars und der schlechten Entwicklung des Gegners ausreichend Kompensation. An einer Stelle hätte Leonhard daraus größeren Vorteil ziehen können, später hatte er ob der ungleichfarbigen Läufern noch ausgezeichnete Remischancen, als er einen Abzugsangriff übersah, der eine Quali kostete. Christoph hätte noch ohne Risiko auf Sieg spielen können, sah aber kein Durchkommen und gab die Partie remis.
Im zweiten Duell hätte Max vorteilhaft aus der Eröffnung kommen können, verhedderte sich dann aber auf der d-Linie, so dass eine Fesselung eine Figur kostete. Diese hätte er später in der Partie zurückgewinnen können, doch nach dieser verpassten Chance war die Sache schnell erledigt. Leonhard hatte derweil schon in der Eröffnung daneben gegriffen und versuchte mit einem Figurenopfer auf f2 noch Verwirrung zu stiften. Im Mittelspiel sah man auf beiden Seiten mehr Figuren aus dem Spiel, als aktiv am Geschehen teilhaben. Als Weiß dann seinen Damenflügel entwickelte, war es für Leo an der Zeit die Segel zu streichen. Am Spitzenbrett nahm die Partie fast denselben Verlauf wie in Runde eins: erneut beging Christoph den ersten Fehler und wiederum griff sein Gegenüber kurz darauf daneben, so dass Christoph statt einer Quali weniger, eine Figur mehr im Turmendspiel hatte. Er versäumte es jedoch diese in die Waagschale zu werfen, stattdessen wurden Bauern getauscht und nach einem falschen Zug, war es nicht mehr zu vermeiden, dass Christoph kein Bauer übrigbleiben würde. Damit war der Springer wertlos und der Punkt wurde geteilt.

U20 Bezirksliga 1

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Champions Chess Tour 2022 (3) – Oslo Esports Cup

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Vom 22. – 28. April fand die dritte Etappe der Champions Chess Tour statt. Der Oslo Esports Cup war dabei das erste Major-Turnier dieser Saison und zum ersten Mal auf der CCT waren alle Spieler vor Ort. Dabei spielten die acht Teilnehmer ein Rundenturnier mit Matches über vier Partien, bei Unentschieden folgte wie gewohnt ein Blitzentscheid und ggf. eine Armageddon-Partie.

Partien auf Chess24

Den besten Start hatte mit Praggnanandhaa der Jüngste im Feld: er bezwang der Reihe nach Jorden Van Foreest, Shakhriyar Mamedyarov und Liem Le jeweils mit 2,5:0,5. Dagegen musste ein gesundheitlich angeschlagener Magnus Carlsen in Runde zwei eine Niederlage gegen Le hinnehmen. Doch im direkten Duell mit Spitzenreiter „Pragg“ zeigte er, wer der Weltmeister und wer das Nachwuchstalent ist und gewann mit 3:0. Aber in der fünften Runde unterlag Carlsen Van Foreest, während Pragg mit einem weiteren 2,5:0,5 gegen Eric Hansen erneut die Tabellenspitze übernahm. In der vorletzten Runde drehte sich die Sache wieder: Pragg verlor gegen Jan-Krzysztof Duda, wohingegen Carlsen Hansen bezwang. Damit hatte es der Weltmeister mit 12 Punkten dank des gewonnenen direkten Vergleichs im letzten Match selbst in der Hand, währen Pragg (12), Le und Duda (je 11) auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen mussten. Und tatsächlich bekam Carlsen gegen Mamedyarov kein Bein auf den Boden und verlor mit 0,5:2,5. Pragg konnte dies nicht ausnutzen und unterlag Anish Giri ebenfalls mit 0,5:2,5. Duda wiederum bezwang Hansen mit 2,5:0,5 und musste nun bangen, dass Le sein Match nicht in den vier Schnellschachpartien gewinnen würde. Dieser war gegen Van Foreest zwar 1:0 in Führung gegangen, doch nach vier Partien stand es 2:2 und damit feierte Duda den Turniersieg.

Bericht Tag 1
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