EU Meisterschaft 2016

Posted by Sebastian in Jugend 15/16, _Saison 15/16 | Kommentare deaktiviert für EU Meisterschaft 2016

20160811_EUM2016 (0)Vom 3. – 11. August finden im österreichischen Mureck die 14. EU Meisterschaften statt und zum zweiten Mal nach 2013 ist der SK Neumarkt mit von der Partie. Der Deutsche Schachbund nominierte Vinzenz Schilay für die U8 (Vinzenz ist einer von elf Spielern ohne ELO) und #26Maria Schilay für die U12. Zudem erhielt #8Lorenz Schilay die Einladung in der U14 anzutreten.
Parallel findet das 23. Internationale Steirische Jugend-Open statt, bei dem #4Eva Schilay in der U16 antritt.

Wir werden wie immer versuchen tagesaktuell von den Geschehnissen zu berichten – Daumen drücken!

Turnierseite

UPDATE: Die EU-Meisterschaft 2016 ist vorbei und es gab zwei deutsche Goldmedaillen und zwei äußerst unglückliche vierte Plätze für Lorenz und Eva. Max und Lorenz remisierten, womit Max den Titel absicherte. Als dann überraschend der Setzlistenerste unterlag, war Rang drei für Lorenz zum Greifen nah. Leider konnte Lara ihre Gewinnstellung in Zeitnot nicht halten, weshalb ihr Gegner noch an Lorenz vorbeiziehen konnte. Eva gewann ihre Partie, hatte nach dem Remisschluss an Brett 2 aber in Sachen Buchholz das Nachsehen. Vinzenz gewann zum Abschluss ebenfalls und kletterte somit auf Rang acht und auch Maria holte den ganzen Punkt, wohingegen Lukas eine Niederlage quittieren musste. Im Endklassement landeten die beiden auf den Rängen 20 und 22.


Anreisetag:

Die Fahrt ins 500 KM entfernte Mureck zog sich diesmal hin. Als dann das Ziel so langsam in greifbare Nähe gerückt war, bremste uns noch ein Stau bei Deutsch Feistritz aus. So trudelten wir erst nach rund sieben Stunden in Mureck ein. Nach einem kurzen Besuch bei Turnierdirektor Erich Gigerl ging es weiter nach Deutsch Goritz, wo wir wieder im Gasthof Bader untergebracht sind. Bis zum Abendessen trafen dann auch die anderen Mitglieder der deutschen Delegation ein: Maximilian Paul Mätzkow (ESV Eberswalde), der auch 2013 mit von der Partie war, sowie Lara und Lukas Schulze vom SK Lehrte – einer der wenigen Vereine in Deutschland, der wie wir beide Qualitätssiegel „Deutscher TOP-Schachverein“ im Bereich Kinder- und Jugendschach sowie Mädchen- und Frauenschach erhalten hat (Lehrte sogar schon zweimal). Max und Lara sind in der U14 an #2 und #3 gesetzt, Lukas in der U12 an #22. Als Delegationschef fungiert wieder Holger Borchers, uns allen noch in guter Erinnerung vom Trainingswochenende 2014 bei uns in Neumarkt.
Gespannt sind wir übrigens auf die Temperaturentwicklung. Weggefahren sind wir bei leichtem Regen und knapp 20 Grad, angekommen bei rund 27 Grad – also im Prinzip wie 2013. Da hatten wir am Abreisetag 40 Grad…

Tag 1:
Der Vormittag war chillig, einzig Vinzenz durfte gegen Holger zeigen was er so drauf hat. Ansonsten fiel die Vorbereitung aus, da die Auslosung erst nach der Begrüßung veröffentlicht wird. Zwar kann man sich anhand der Teilnehmerliste ein Bild machen, aber da werden dann evtl. noch die ELO-Zahlen aktualisiert u.Ä.
Die Begrüßung verlief beinahe analog zu 2013 (gut es gibt einen neuen Bürgermeister) mit Reden vom Bürgermeister, einer Vertreterin des Lands Steiermark sowie des Präsidents des Österreichischen Schachbundes, eingebettet in die Klänge des obligatorischen Trompetentrios. Nach Aushang der Auslosung gab es noch ein paar Instruktionen des Hauptschiedrichters und danach wurden die Bretter zur ersten Runde freigegeben.
Das erste deutsche Resultat vermeldete dann Vinzenz, der es bei seinem ersten Auftritt für Deutschland mit dem Bulgaren Vincent Azmanov zu tun hatte. Vinzenz spielte die Eröffnung blitzsauber und kombinierte sich im Mittelspiel eine Figur heraus. Danach war er wohl schon etwas zu siegessicher und übersah, dass der gegnerische Springer seinen a-Bauern schlagen kann. Dadurch bekam sein Gegenüber einen starken Freibauern und nach weiteren Ungenauigkeiten war dieser nicht mehr zu stoppen – sehr schade.
Maria vergaß in der vorgesetzten Variante einen Zug und geriet unter Druck. Sie hätte noch die Option gehabt so abzuwickeln, dass sie zwar zwei Bauern weniger hat, die ihrem favorisierten Gegenüber aber lediglich in Form zweier Doppelbauerisolani geblieben wären. So wurden es zwei gesunde Mehrbauern und danach kostete ein taktischer Schlag auch noch eine Figur.
Von Lorenz gab es ebenfalls nichts gutes zu berichten: er hatte im Mittelspiel einen taktischen Schlag übersehen und zwei Figuren für seinen Turm eingebüßt. Im Anschluss wurden die gegnerischen Springer sehr stark, aber sein Kontrahent entschloss sich diese für Turm und Bauer zurückzugeben. Nun hatte Lorenz zwar einen Bauern weniger, aber einen einfachen Plan. Er marschierte mit seinem König am Damenflügel nach vorne und da sein Gegner ein wenig planlos agierte wendete sich das Blatt und Lorenz erreichte ein gewonnenes Bauernendspiel.
Nun hieß es warten auf Eva, die es mit einem vermeintlich einfachen Gegner zu tun hatte. Aber sie kam in eine unangenehme Stellung, in der es sich für Weiß leichter spielen lässt. Dies änderte sich auch nicht als Eva einen Bauern gewonnen hatte. Stattdessen griff ihr Gegenüber am Königsflügel mit dem g-Bauern an und öffnete die h-Linie. Eva befand sich zu der Zeit bereits im Inkrement (alle AKs spielen 90min + 30 sek) und verpasste den einzigen Rettungszug. So stand sie ob der Drohungen auf der h-Linie total auf Verlust, aber der Gegner hatte doch noch einen Aussetzer und stellte die Partie einzügig ein.
Max setzte seinen irischen Kontrahenten im Mittelspiel mit aktivem Figurenspiel unter Druck und gewann eine Figur. Dagegen musste Lara als Setzlistenzweite eine unerwartete Niederlage hinnehmen. Sie verlor aufgrund eines Tripel-Angriffes einen Bauern sowie die Qualität und musste trotz harter Gegenwehr nach fast vier Stunden die Segel streichen. Auch Lukas – der in der Außenseiterrolle war – unterlag nachdem der gegnerische Königsangriff durchschlug.

Tag 2:
Im Gegesatz zu gestern war der heutige Vormittag von Vorbereitung geprägt, schließlich standen diesmal ja Gegner und Farbe fest. Danach Mittagessen und Mittagsruhe, ehe es auf die knapp 10minütige Fahrt zum Turniersaal ging – bei soliden 30 Grad (im Auto gefühlte 60…).
Erwartungsgemäß war Vinzenz als erstes fertig und hatte erneut eine gute Partie abgeliefert. Zwar hatte er einen Bauern in de Eröffnung eingebüßt, dafür aber Entwicklungsvorsprung, was den Gegner nicht davon abhielt seine bereits entwickelten Figuren zu tauschen. Als dieser dann seinen Turm aktivieren wollte, verstellte er seinen anderen Turm und darauf hatte Vinzenz nur gewartet und schnappte sich die Qualität, die er zum ersten Sieg verwertete.
Maria verpasste früh in der Partie einen mehrzügigen Bauerngewinn, aber die Pointe, dass die Dame am Ende überlastet ist und der Bauer wirklich hängt, ist schwer zu sehen. So war nach über 2 1/2 Stunden ein ausgeglichenes Enspiel mit jeweils T+L auf dem Brett. Doch anstatt einfach abzuwarten und hin- und herzuziehen versuchte Maria ihren Freibauern zur Geltung zu bringen und landete in einem verlorenen Bauernendspiel. Mit einem Durchbruch am Damenflügel hätte man den König ablenken können, um danach am Königsflügel entscheidend durchzubrechen. Stattdessen riegelte die Gegnerin selbst den Königsflügel ab und verbaute ihrem König damit jeglichen Weg über die Brettmitte und der Punkt wurde geteilt.
Lorenz wurde vom Setzlistenersten Tom O´Gorman (IRL/2150) schon im vierten Zug überrascht. Diese Variante bringt Weiß eigentlich nichts ein, aber Lorenz fand nicht die beste Erwiderung. So geriet er in die Defensive und musste mit seinen Leichtfiguren mitunter auf der Grundreihe veteidigen. Im weiteren Verlauf befreite sich Lorenz auf Kosten eines Bauern und wickelte in ein Turmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab. Dort war der Mehrbauer nichts wert, es wurde viel laviert ohne dass sich etwas signifikant geändert hätte. Nach über vier Stunden und kurz bevor die 50-Züge-Regel ins Spiel gekommen wäre, versuchte der Favorit mit einem Qualitätsopfer nochmal Würze in die Partie zu bringen. Aber Lorenz ließ sich nicht beirren, sperrte den gegnerischen König am Rand ein und nach 98 Zügen war das Remis gegen einen 400 ELO-stärkeren eingetütet.
Eva übernahm im Mittelspiel das Kommando, brachte ihre Figuren in Position und machte Druck bis ein Bauer eingeheimst war. Bald darauf gesellte sich ein zweiter hinzu und als ein dritter undeckbar war, hatte der Gegner genug.
Zwei weitere deutsche Siege gab es in der U14: Max hatte früh einen starken Springer, der ihm eine Qualität einbrachte, wonach die Partie nur noch Schaulaufen war. Lara tat sich lange schwer, konnte dann aber die Schwerfiguren vom Brett bringen und im Leichtfigurenendspiel kam ihr Läuferpaar zur Entfaltung und die gegnerische Verteidigung kollabierte innerhalb weniger Züge. Lukas konnte derweil einen Bauern gewinnen und hätte dank des in der Mitte verbliebenen Königs schon zum entscheidenden Schlag ausholen können. Danach machte er Jagd auf die gegnerische Dame, bis er in einen Abzugsangriff geriet, der die eigene Dame kostete.

Tag 3:
Am dritten Tag gab es sehr seltsame Phänomene zu beobachten, die wir von Mureck bisang nicht kannten. Nachdem es den ganzen Tag über drückend schwül bei über 30 Grad gewesen war, sah man am Nachmittag tatsächlich Wolken am Himmel. Während der Runde donnerte es auch ein paar Mal kräftig und am Abend hat es tatsächlich geregnet (sowas hatten wir 2013 vergeblich erhofft…) und auf rund 20 Grad abgekühlt. Das tat dem Genuss des Grilabends aber keinen Abbruch.
Schachlich zogen ebenfalls dunkle Wolken auf und es gab tatsächlich einen glatten „Schilay-Nuller“. Den unglücklichen Auftakt machte Vinzenz, der den Setzlistendritten Zdenek Taus (TCH/1310) trotz unbekannter Eröffnung mit einem schönen Königsangriff zweizügig auf Matt stellte, dann aber den Ball nicht reinmachte. Stattdessen verlor er die Mehrfigur und mit zwei Mehrbauern zusehends den Faden bis ein Grundreihenmatt der Partie ein Ende setzte.
Maria hatte eine chancenreiche Stellung erreicht, wählte dann aber einen falschen Plan und lief obendrein in einen Abzugsangriff mit folgender Springergabel, was Bauer und Qualität kostete.
Lorenz verließ den anvisierten Pfad da er dachte einen Bauern zu gewinnen. Dann kostete ein taktischer Trick auch noch das Rochaderecht und er fand sich in einer unangenehmen Stellung wieder. Analog zu gestern befreite er sich mittels Baueropfer und Übergang ins Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern. Diesmal aber unter wesentlich ungünstigeren Vorzeichen. Der Gegner erhielt einen Freibauern und hatte aktive Figuren. Trotzdem war die Stellung wohl noch haltbar, aber leider musste man rechtzeitig sehen, dass der offensichtliche Plan den Läufer nach b3 zu überführen an einer Opfervariante scheitert und als dieser schon auf a4 stand, nun aber nach d3 hätte müssen, konnte der gegnerische Turm entscheidend auf die Grundreihe eindringen.
Eva saß heute dem anderen deutschen Teilnehmer im Open gegenüber, dem topgesetzten Lars Kasüschke (SG Schwäbisch Gmünd/1941). Dabei ließ sich Eva von einer Zugumstellung irritieren und landete in einer unbequemen Stellung mit unentwickeltem Damenflügel. Somit hatte Weiß aktives Spiel und versuchte Nadelstiche zu setzen. Dennoch konnte Eva das Material im Ausgleich halten, bekam später sogar einen Bauern, allerdings immer noch zu Lasten der gegnerischen Aktivität. Doch nach circa 3h übersah Eva die gegnerische Drohung und ihr Turm wurde eingefangen.
Besser lief es bei Lara und Lars, wobei letzterer seinen Punkt kampflos erhielt, da es die Turnierleitung für eine gute Idee hielt einen U10-Spieler, der in der U12-Meldeliste auftauchte, nach (!) der ersten Runde die AK wechseln zu lassen, so dass jetzt U10 und U12 mit Freilos spielen müssen… Lara öffnete Linien da ihr Gegenüber nicht rochiert hatte und kam zu einem durchschlagenden Angriff. Max stand mit dem Läuferpaar zwar etwas besser, musste aber am Ende im Turmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern mit Remis zufrieden sein.

Tag 4:
In der Nacht wollte ein müder Trainer nach Partiestudium der Gegner kurz nach 1h eigentlich schlafen, als die Alarmanlage des Gasthofs losging. Diese wurde relativ schnell von den Wirtsleuten ausgemacht, wobei nicht zu eruieren war warum sie ausgelöst wurde. Auf jeden Fall war Sebi wieder wach, während der Rest der deutschen Delegation überhaupt nichts mitbekommen hatte…
Durch den Regen am Abend war es am Vormittag recht angenehm und in der nun mittlerweile 13.Runde mit Neumarkter Beteiligung ging es erstmals bei unter 30 Grad an die Bretter…
Vinzenz verlor einen Bauern, hätte aber bei Beendigung der Entwicklung noch gutes Spiel gehabt. Nach einem schlechten Figurentausch kostete ein Doppelangriff einen zweiten Bauern. Im weiteren Verlauf sah es zunächst danach aus, als könnte er sich in die Partie zurückkämpfen, aber seine Gegnerin fand ein paar gute Züge (v.a. Zwischenzüge), wonach Vinzenz König vor die Bauernkette musste und letztlich kostete eine Kombination die Dame.
Maria war heute als erste fertig und feierte ihren ersten Sieg. Diesmal ging sie auch als nominelle Favoritin in die Partie und kam zu einem starken Angriff am Königflügel der bald Material einbrachte und nur weniger später zum Matt führte.
Lorenz spielte im Glauben sonst einen Bauern zu verlieren einen positionell fragwürdigen Springertausch. So konnte sich seine Gegnerin die einzige offene Linie sichern und die Kiebitze waren sich einig, dass seine Stellung sehr bedenklich sei. Lorenz dagegen war der Meinung, dass er nicht so schlecht stand und startete einen Bauernsturm am Damenflügel. Tatsächlich gibt ihm die Engine recht: diese findet seine Stellung ebenfalls stets in Ordnung. Die Gegnerin gab dann auch noch freiwillig die Linie auf und nun platzierte Lorenz seinen Turm auf e2, paralysierte die gegnerischen Kräfte und die Aufgabe folgte wenig später.
Eva hatte in der Vorbereitung große Sorgen ob einer möglichen Variante und wollte sich auch nicht von Sebis Hermann Krauß Mantra „des spielt der net“ beruhigen lassen. Aber Sebi hatte (natürlich) recht, der Gegner spielte sogar noch schlechter als erhofft und hätte nach neun Zügen mit Turm und Bauer weniger getrost aufgeben können.
In der U14 gab es heute erstmals 3/3 für Deutschland. Lara hatte eine gute Mittelspielposition und eroberte mit einer feinen Variante Qualität für Bauer und verwertete diesen Vorteil schnörkellos. Max übte mit seinem Gegner eine lange Theorievariante, da dieser aber alles wusste stand Max optisch etwas gedrückt (die Engine zeigt zügelang trocken 0). Danach fand der Kontrahent aber nicht den besten Plan und landete in einem Doppelturmendspiel mit Minusbauern, wo es nach einem schlechten Zug sofort aus war. Lukas stand im Mittelspiel erneut gut, geriet dann aber auf Abwege und verlor seine Dame per Abzugsschach.
Am Abend stattete die Neumarkter Delegation noch dem Freibad einen Besuch ab, ehe es zurück zum Pizzaessen ging (die gab es vor drei Jahren auch nach der vierten Runde).

Tag 5:
Vinzenz hatte heute das Glück des Tüchtigen. Zunächst hätte er einen Bauern gewinnen können, übersah stattdessen aber eine Kombination, die Bauer und Qualität kostete. Danach nutzte er aber die offenen Linien am Königsflügel um seine Figuren in Position zu bringen und als die Chance da war, griff er zu und setzte dreizügig Matt.
Maria stand gegen den Setzlistenfünften Luca Pirveli (AUT/1687) in der Eröffnung sehr gut und eroberte zwei Bauern. Aber sie befürchtete, dass ihre Dame eingefangen werden könnte und gab somit einen davon wieder zurück und bekam dadurch auch eine passive Stellung. Kleinere Ungenauigkeiten kosteten zwei weitere Bauern, doch dann übersah ihr Gegenüber eine Kombination und Maria bekam die Qualität. Im Endspiel blieb sie passiv und versäumte es zu versuchen Linien für ihre Türme zu öffnen, so dass es zum Remisschluss kam.
Lorenz geriet von Beginn an in die Defensive und gab lieber einen Bauern um sich zu entwirren. Glücklicherweise entschied sich sein Gegenüber dazu den falschen Läufer auf dem Brett zu lassen, so dass Lorenz Springer ein starkes Feld bekam und er eine Zugwiederholung erzwingen konnte.
Eva spielte heute gegen den älteren Bruder ihres gestrigen Gegners (Max und Moritz…). Dieser tauschte im Mittelspiel alle Leichtfiguren gnadenlos ab. Die Bauernstruktur war obendrein symmetrisch und nachdem auch die Türme vom Brett kamen, war ein Damenendspiel entstanden in dem man schlicht auf nichts mehr spielen kann. Eva „probierte“ aber noch etwas und verlor ersatzlos einen Bauern, was noch nicht so tragisch gewesen wäre, wenn sie später nicht noch übersehen hätte, dass der Gegner den Damentausch erzwingen kann.
Lukas kam nun auch am Brett zu seinem ersten Erfolg. Nachdem er schon früh einen Bauern gewonnen hatte, kam alsbald eine Figur und später noch weiteres Material hinzu. Max vergaß einen wichtigen Zug, was zwischenzeitlich einen Bauern kostete. Im Doppelturmendspiel hatte er zwar den entfernten Freibauern, der Topgesetzte aber verdoppelte Türme auf der zweiten Reihe – daher Remis. Lara dagegen schnürte ihren Kontrahenten sukzessive ein und gewann eine Figur.
Nach fünf von neun Runden hat Max erstmals die Führung übernommen. Zu dem Spitzenquartett mit 4 Zählern gehört auch Lara auf Rang drei, Lorenz liegt mit 3 Punkten auf einem sehr guten sechsten Platz. Lukas und Maria liegen in der U12 mit je zwei Zählern auf den Rängen 22 und 23. Vinzenz hat in der U8 als Zwölfter ebenfalls zwei Zähler auf der Habenseite – etwas unter Wert, aber für sein erstes Turnier in der Größenordnung macht er seine Sache sehr gut. Eva fiel durch ihre unnötige Niederlage heute auf Rang sechs zurück.

Tag 6:
Vinzenz hatte heute mehr oder weniger eine Räuberschachpartie (die hatte er ja gestern mit Christian Mätzkow trainiert), er kam mit dem Einsammeln gar nicht hinterher und hatte nach neun Zügen bereits drei (!) Figuren mehr. Danach fraß sich sein c-Bauer weiter durch bis auf f1… Mit seinem zweiten Sieg in Folge liegt er nun wieder bei 50%.
Maria war ebenfalls auf einem guten Weg zu Punkt Nummer drei. Sie kam zu einem starken Angriff, der ihr eine Qualität einbrachte, wobei sogar noch eine Kombination mit mehr Ertrag möglich gewesen wäre. Danach leistete sie sich ein paar Ungenauigkeiten und der Gegner erhielt einen starken Springer. Mit weniger als fünf Minuten auf der Uhr übersah sie einen drohenden Doppelangriff der Turm und Partie kostete.
Lorenz traf heute auf Nikash Urwyler (SUI/1733) mit dem er schon 2012 beim Internationalen Jugendturnier Liechtenstein die Klingen gekreuzt hatte, damals mit dem besseren Ende für ihn. Diesmal verlor Lorenz im Mittelspiel einen Bauern und geriet mächtig unter Druck. Ein Qualiverlust und später wohl noch mehr wäre drin gewesen, aber es blieb beim Minusbauern bis ins Endspiel, wo der Gegner mit D+S gegen D+L aber immer noch klar besser stand. Aber dieser tauschte die Damen ab und so bekam Lorenz den gegnerischen Freibauern und rettete sich ins schmeichelhafte Remis.
Eva bekam früh die bessere Bauernstruktur und wickelte ins Bauernendspiel ab, das sie dank der gegnerischen Felderschwächen gewann. Damit kletterte sie zurück auf Rang drei und hat morgen ein ganz wichtiges Duell im Kampf um die Podestplätze gegen Alice O´gorman (IRL/1780).
Lara saß nach ihrer Auftaktniederlage heute erstmals am Spitzenbrett und bekam gegen den Setzlistenersten Tom O´gorman (IRL/2150) ihre Vorbereitung aufs Brett. Obwohl sie 20 Züge lang alles mehr oder weniger a tempo spielte, fraß dieser drei Bauern und ging danach im Königsangriff unter. Mit dem fünften Sieg in Folge liegt sie nun zusammen mit Max einen Punkt vor einem Verfolgertrio. Dieser eroberte im Mittelspiel einen Bauern, schuf sich einen Freibauern und entschied die Partie mit feiner Taktik. Lukas hatte gegen Marias gestrigen Gegner ein in etwa ausgeglichenes Endspiel erreicht, in dem letztlich der gegnerische Freibauer auf h2 den Ausschlag gab.
Schilays versuchten dann im Freibad fürs Foto synchron ins Becken zu springen (es blieb wohl beim Versuch…) und nach dem Abendessen spielten Max und Lorenz wie jeden Tag eine Runde Fussball.

Tag 7:
Heute war das Fernsehen (ORF) da und interviewte u.a. Vinzenz Gegener Julian Jetzl – seines Zeichens amtierender Steirischer U8-Meister und Fünfter bei der Österreichischen Meisterschaft – vor Partiebeginn. Vinzenz spielte erneut stark: er rochierte lang und griff mit dem h-Bauern an, der Gegner verteidigte. Er griff mit dem f-Bauern an, der Gegner verteidigte. Er bot ein Bauernopfer für einen Mattangriff an und eroberte eine Figur. Doch dann schlug er mit der Dame einen Bauern am Damenflügel, was schon gar nicht zum bislang tadellosen Plan gehörte und zu allem Überfluss dem Gegner ein einzügiges Matt per Abzugs-Doppelschach servierte. Damit stand er wieder nach einer sehr guten Partie mit leeren Händen da. Hinzu kommt noch, dass er morgen das Freilos bekommt, bei einem Sieg hätte er sich mit dem verlustpunktfreien Führenden Simeon Todev (BUL/1498) am Spitzenbrett messen dürfen.
Maria nutzte einen taktischen Überseher ihres Gegenübers zum Gewinn einer Figur. Danach musste sie ob ihres in der Mitte verbliebenen Königs sowie eines starken Bauernduos im Zentrum noch etwas arbeiten, gewann aber letztlich souverän.
Bei Lorenz war diesmal Kurzarbeit angesagt. Sein Gegenüber ließ den kompletten Königsflügel im Stall, Lorenz indes war super aktiv, spielte im Prinzip mit drei Figuren mehr und erzwang im 19. Zug die Aufgabe.
Eva dagegen kämpfte knapp vier Stunden mit der Setzlistenzweiten Alice O´gorman (IRL/1780). Zunächst stand Eva etwas aktiver, dann brachte die Gegnerin Dame, Turm und Läufer bedrohlich am Königsflügel in Stellung. Diese war aber noch ausgeglichen als die Irin Eva das starke Zentralfeld d5 für ihren Springer überließ. Danach konnte Eva alle Schwerfiguren tauschen und gewann dabei noch einen Bauern. Zudem war ihr Springer besser als der gegnerische Läufer. Mit wenig Bedenkzeit sah Eva nicht die beste Fortsetzung und nahm dann zu früh ein Remisgebot an, denn sie hätte noch völlig risikolos weiter auf Sieg spielen können.
Im deutschen Spitzenduell der U14 kam Lara in eine sehr bequeme Stellung und nach einem doppelten Figurenopfer musste Max die erste Niederlage quittieren. Lukas stand aus der Eröffnung heraus aktiver und fing einen gegnerischen Springer ein.
Lara kürte sich mit dem sechsten Sieg in Folge zwei Runden vor Schluss zur EU-Meisterin. Max führt ein Spitzentrio der Jungs an, Lorenz lauert mit einem halben Zähler Rückstand auf Gesamtrang fünf, hat morgen aber den schweren Prüfstein Lara vor sich. Eva ist ebenfalls Fünfte und steht vor dem vorentscheidenden Duell mit der Setzlistendritten Ana Urbanc (SLO/1681) um das Podest. Vinzenz liegt auf Rang zwölf, Maria und Lukas auf Platz 20 und 21.

Tag 8:
Was ist nur mit Mureck los? Schon gestern Nachmittag frischte Wind auf, dunkle Wolken waren am Horizont zu sehen und es kühlte merklich ab. Während das am Freitag nur ein kurzes Intermezzo war, begrüßte uns diesen Morgen ein bewölkter Himmel und es schüttete kräftig. Damit wurden am insgesamt 19.Tag in Mureck erstmals die langen Hosen ausgepackt. Selbst Holger, der ja schon seit Jahren die deutsche Delegation in Mureck betreut, konnte sich an keinen regnerischen Tag erinnern. 16 Grad sind schlappe 22 weniger als vor drei Jahren am vorletzten Tag…
Vinzenz war heute spielfrei und spazierte trotz Regens mit André die Mur entlang. Maria hatte im Mittelspiel die Wahl zwischen einem sehr guten und einigen normalen Zügen. Nach über 25 Minuten fiel ihre Wahl auf einen mit dem keiner gerechnet hatte und der die Partie im Prinzip in die Tonne trat. Mit Minusbauer und schlechter Stellung wehrte sie sich zwar noch eine ganze zeitlang, war aber chancenlos. Und das ausgerechnet an ihrem Geburtstag.
Im Spitzenduell der U14 belauerten sich Lorenz und Lara zunächst. Lara ließ ihren König in der Mitte, täuschte am Damenflügel an, am Königsflügel, lavierte und auch Lorenz wartete ab. Als sich Lara dann doch mit dem g-Bauern vorwagte, startete Lorenz eine Attacke am Damenflügel und überführte einen Springer auf das starke Feld f6. Einen dreizügigen Figurengewinn für Lorenz hatten beide nicht auf dem Schirm, doch auch danach steht Weiß klar besser. Bei knapper Zeit leistete sich Lorenz ein paar Ungenauigkeiten, Lara verteidigte sich trotz meist nur noch zwei Minuten auf der Uhr gut und es entstand ein Endspiel Springer vs. Läufer. Dies ist bei genauem Spiel wohl Remis, aber als Lorenz mit seinem König zum Damenflügel lief und einen Bauern einsackte, wäre da schwarze Gegenspiel eigentlich zu spät gekommen. Aber Lorenz beorderte seinen König zurück und man einigte sich auf Remis.
Eva benötigte gegen die Setzlistendritte Ana Urbanc (SLO/1681) einen Sieg um diese von Rang drei zu verdrängen. Diese ließ aber nichts zu, stand ganz am Ende sogar leicht besser, aber aufgrund der ungleichfarbigen Läufer bot sie Remis.
Max wurde das Leben heute sehr schwer gemacht. Er und sein Gegner waren bereits bei unter drei Minuten angekommen, als eine objektiv ausgeglichene aber sehr unübersichtliche Stellung mit offenen Linien und Diagonalen bei jeweils fünf Figuren auf dem Brett war. Allerdings war der gegnerische König nicht von Bauern geschützt und so ergab sich ein taktischer Schlag für Max, bei dem er die Dame für Turm und Figur eroberte. Lukas landete in einem Turm-und Springerendspiel mit gleichvielen Bauern. Da der gegnerische Springer eher planlos umherzog, kam er aus dem Nichts zu zwei Mehrbauern und verwertete diesen Vorteil sicher.
Max verteidigte seine Führung in der Jungenwertung. Lorenz hat als Vierter noch theoretische Podestchancen, muss dafür aber Max im nächsten deutschen Duell schlagen und selbst dann dürfte die Buchholz gegen ihn sprechen. Eva liegt auf Rang vier und braucht morgen neben einem eigenen Sieg auch das passende Ergebnis an Brett 2 für das Podest. Vinzenz ist Elfter, Lukas kletterte auf Platz 16 während Maria auf Rang 24 zurückfiel und endgültig raus ist aus dem Podestrennen bei den Mädchen.

Tag 9:
Am letzten Tag ist alles etwas hektisch, da die Runde schon um 8:30h angeht. Zeit für etwas Vorbereitung bleibt also nur am Vorabend.
Vinzenz eroberte im Mittelspiel eine Figur, opferte diese später zurück um die Damen vom Brett zu bekommen und jeglichen Königsangriff aus dem Spiel zu nehmen. Dies konnte er sich dank einer Springergabel die eine Quali einbrachte auch leisten, zudem hatte er noch zwei Mehrbauern. Überraschenderweise gab sein Gegner hier schon auf – in der U8 äußerst selten und in diesem Fall auch zu früh.
Maria geriet im Mittelspiel aufgrund einer unglücklichen Figurenkonstellation in arge Bedrängnis und musste eine Figur geben. Sie sammelte dafür zwar drei Bauern ein, stand aber total kaputt. Doch dann tauschte der Gegner die Damen, was sie zurück ins Spiel brachte. Kurz darauf bekam Maria dank einer Fesselung sogar die Figur zurück und gewann die Partie noch.
Bei Lorenz und Max war noch nicht viel passiert als der punktgleiche Konkurrent von Max um den Titel remisierte. Da Max mit ordentlichem Buchholz-Vorsprung in die Runde gegangen war, nutzte er die Gelegenheit zu einem Remisgebot, was Lorenz auch annahm. Denn selbst ein Sieg hätte bei den zu erwartenden Resultaten „nur“ zu Rang vier gereicht. Doch dann verlor überraschend der topgesetzte Tom O´Gorman und plötzlich war Lorenz Dritter und einzig der Österreicher Simon Prato konnte Lorenz noch überholen. Dazu musste er aber gegen Lara gewinnen und da waren wir eigentlich guter Dinge. Vor allem nachdem Lara eine Qualität und einen Bauern gewonnen hatte. Ihr Gegner opferte gleich noch eine Quali hinterher um mit dem Läuferpaar die Stellung kompliziert zu halten. Und da Lara nur noch vom Inkrement lebte war die Sache nicht so einfach, sie verlor schließlich vollkommen den Faden und wurde Matt gesetzt. Damit purzelte Lorenz vom Podest und konnte sich nun doppelt über den ausgelassen Gewinn gegen Lara vom Vortag ärgern, der für Rang drei gereicht hätte.
Eva kam erneut mit besserer Bauernstruktur ins Endspiel und nachdem sie zwei Bauern erobert hatte, hatte ihr Gegner genug. Leider blieb die erhoffte Schützenhilfe von Alice O´Gorman aus, die mit Ana Urbanc remisierte. Damit waren Eva und Ana punktgleich und die Buchholz musste den Ausschlag über den dritten Rang geben. Hier hatte Eva vor der Runde zwar einen halben Punkt Vorsprung, aber Ana machte mit der Letztrundenpaarung 1,5 gut. Und diesen konnte Eva durch die Resultate der anderen Spieler nicht mehr aufholen und musste mit Rang vier vorliebnehmen.
Lukas stand zwischenzeitlich sehr gut, verlor dann aber insgesamt drei Bauern. Zwar konnte er noch in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abwickeln, aber das Freibauernpaar war zu stark.
Nach der Siegerehrung ging es für die Neumarkter Delegation diesmal ohne Zwischenstopp am Schwarzlsee gen Heimat (bei 18 Grad auch nicht so angenehm wie bei 40). Eine Sperrung des Gleinalmtunnels warf uns aber früh aus der Vorbereitung. Dieser ist nach einem Unfall mit folgendem Brand am vergangenen Freitag noch bis September gesperrt. Der Verkehr wurde über Klagenfurt, Villach und Salzburg umgeleitet, was ein Riesenumweg für uns gewesen wäre (150 KM über München, 250 KM über Passau). Wir suchten aber eine Alternativroute aus und kürzten über die Landstraße ab, so dass wir nur knapp 40 Extra-KM abreißen mussten. Und nachdem wir noch ganz knapp einem Stau kurz vor Neumarkt entkommen konnten, waren wir um halb zehn wieder zu Hause.

U8:
R1: Schilay Vinzenz – Azmanov Vincent (BUL) 0:1
R2: Burdot Yvan (LUX) – Schilay Vinzenz 0:1
R3: Schilay Vinzenz – Taus Zdenek (TCH/1310) 0:1
R4: Sosovickova Martina (SVK/1148) – Schilay Vinzenz 1:0
R5: Schilay Vinzenz – Binz Norris (SUI) 1:0
R6: Kumin Eva (SVK) – Schilay Vinzenz 0:1
R7: Schilay Vinzenz – Jetzl Julian (AUT) 0:1
R8: Schilay Vinzenz – Freilos +:-
R9: Englisch Tobias (AUT) – Schilay Vinzenz 0:1

U12:
R1: Cwiek Ryszard (POL/1580) – Schilay Maria (1210) 1:0
R2: Schilay Maria (1210) – Sosovickova Jana (SVK/1383) remis
R3: Urbanc Tina (SLO/1419) – Schilay Maria (1210) 1:0
R4: Schilay Maria (1210) – Toplisek Maj (SLO/1177) 1:0
R5: Pirveli Luca (AUT/1687) – Schilay Maria (1210) remis
R6: Schilay Maria (1210) – Murko Tadej (SLO/1407) 0:1
R7: Winkin Jos (LUX/1247) – Schilay Maria (1210) 0:1
R8: Schilay Maria (1210) – Remenyik David (IRL/1594) 0:1
R9: Lazniewski Marcin (POL/1114) – Schilay Maria (1210) 0:1

U14:
R1: Schilay Lorenz (1784) – Winkin Pol (LUX/1391) 1:0
R2: O´gorman Tom (IRL/2150) – Schilay Lorenz (1784) remis
R3: Schilay Lorenz (1784) – Brilej Jaka (SLO/1885) 0:1
R4: Gombocz Zsofia (UNG/1806) – Schilay Lorenz (1784) 0:1
R5: Schilay Lorenz (1784) – Pivec Naj (SLO/1466) remis
R6: Urwyler Nikash (SUI/1733) – Schilay Lorenz (1784) remis
R7: Barth Can-Elian (SUI/1821) – Schilay Lorenz (1784) 0:1
R8: Schilay Lorenz (1784) – WFM Schulze Lara (2019) remis
R9: Schilay Lorenz (1784) – Mätzkow Maximilian Paul (2094) remis

Open U14/16:
R1: Herzog Alexander Martin (AUT/1067) – Schilay Eva (1579) 0:1
R2: Schilay Eva (1579) – Lackner Lorenz (1306) 1:0
R3: Kasüschke Lars (1941) – Schilay Eva (1579) 1:0
R4: Schilay Eva (1579) – Pernerstorfer Moritz (AUT/1252) 1:0
R5: Pernerstorfer Max (AUT/1447) – Schilay Eva (1579) 1:0
R6: Schilay Eva (1579) – Liszka Markus (AUT/1219) 1:0
R7: Schilay Eva (1579) – O´gorman Alice (IRL/1780) remis
R8: Urbanc Ana (SLO/1681) – Schilay Eva (1579) remis
R9: Schilay Eva (1579) – Fowler Caspian (WLS/1153) 1:0

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