Im Viertelfinale der Bayerischen U12 Mannschaftsmeisterschaft in Erlangen konnte sich unser Team – Maria Schilay, Josef Franke, Daniel Henseler und Denis Dechand – gegen den SC Höchstadt/Aisch und den Kronacher SK jeweils mit 3:1 durchsetzen und belegte hinter dem verlustpunktfreien SC Erlangen 48/88 den zweiten Platz. Damit haben wir uns zum zweiten Mal nach 2013 für das Halbfinale qualifiziert. Dort warten am 18. Juni neben Gastegeber Bindlach die Favoriten Erlangen und Großostheim auf uns.
In der Auftaktrunde gegen Kronach brachte uns Maria früh in Führung nachdem ihr Gegenüber statt des Qualitätsverlusts das Matt zuließ. Daniel eroberte schnell Material und erhöhte auf 2:0. Auch Josef war mit Mehrfigur bereits auf der Siegerstraße, unterschätzte dann aber den gegnerischen Königsangriff und wurde matt gesetzt. Denis stand ebenfalls deutlich besser, als er mit einem falschen Opfer und einem Turmeinsteller den Gegner aus heiterem Himmel auf die Siegerstraße brachte. Ob des offenen Königs hatte er noch Dauerschachchancen und gewann die Partie sogar noch glücklich, da sein Gegenüber bei einem Schachgebot übersah, dass man die Dame auch hätte schlagen können.
Nach der Mittagspause ging es gegen den klaren Favoriten Erlangen. Josef kam schon schlecht aus der Eröffnung und ließ dann noch eine Figur stehen. Denis hatte ebenfalls schon eine weniger und verschmähte obendrein den Rückgewinn. Später bekam er aber noch eine Qualität und auf einmal war die Stellung gar nicht mehr so klar. Als er aber seinerseits eine Qualität abgeben musste war gegen den gegnerischen Freibauern kein Kraut mehr gewachsen. Maria kam ausgezeichnet aus der Eröffnung und sammelte zwei Bauern ein. Sogar ein Dritter hätte hinzukommen können, aber sie traute dem Braten nicht und tauschte lieber die Damen. Nach zwei weiteren Ungenauigkeiten verflachte ihr Vorteil und sie konnte ihren Doppelbauer-Isolani nicht halten, wonach man sich auf Remis einigte. Daniel stand im Mittelspiel nach einem Bauernverlust schon schlechter, kam dann aber zu einem gefährlichen Angriff auf den langrochierten gegnerischen König. In sehr aussichtsreicher Stellung nahm er ein Remisgebot zum 1:3 Endstand an.
Nun kam es zum entscheidenden Duell ums Weiterkommen gegen den SC Höchstadt. Dank der zwei Remis gegen Erlangen hätte bereits ein 2:2 gereicht. Denis vermeldete die 1:0 Führung nachdem er einen gegnerischen Königsflügelangriff erfolgreich im Zentrum gekontert hatte. Daniel griff den lang rochierten König an, trieb ihn ins Freie und gewann entscheidendes Material. Josef konnte im Mittelspiel zwei Springer erobern, machte es aber im Endspiel gegen die gefährlichen verbundenen Freibauern nochmal spannend bis der Sieg feststand. Maria verpasste einen mehrzügigen Figurengewinn, stand aber trotzdem gut bis sie bei ihrem Abzugsangriff übersah, dass die gegnerische Dame mit Schach wegziehen kann und büßte so eine Figur ein. Trotzdem hätte es später sogar die Chance gegeben mit einem Zauberzug ein Mattnetz zu weben, dass ihre Gegnerin zum Dauerschach gezwungen hätte. Danach stand Maria total platt und auch nach dem unnötigen Damentausch war das Endspiel eigentlich kaputt. Doch ein Röntgenschach brachte einen Läufer ein und nun war das Turmendspiel Remis. Da Maria aber kaum noch Bedenkzeit hatte, wollte ihre Gegnerin noch mehr. Dabei brachte sie sich aber auf die Verliererstraße, doch leider schaffte es Maria nicht mehr zu gewinnen und fiel auf Zeit, da sie auch nicht daran dachte einen Antrag nach G4 zu stellen.
- SK Neumarkt – SC Erlangen
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