Die zweite U20-Mannschaft schlug in der letzten Doppelrunde der B1 den SC Erlangen 48/88 II mit 3,5:0,5 und trennte sich vom SV Lauf 2:2 Unentschieden. Damit sicherte sich der Vorjahresmeister der B2 als Aufsteiger die Vize-Meisterschaft mit 8:4 Punkten – das beste Resultat der Zweiten in der Vereinsgeschichte! Als einzige Mannschaft blieb man ungeschlagen (wie in der Vorsaison auch – damit wurde das neu formierte Team in 13 Wettkämpfen noch nicht bezwungen), aber vier Unentschieden waren ein bisschen zu viel für die Meisterschaft, die sich der SC Jäklechemit mit einem Zähler Vorsprung sicherte.
Gegen Gastgeber Erlangen sorgte Max Herrmann mit einem schnellen Königsangriff für die frühe Führung. Johannes Hierl nutzte seine aktiveren Figuren zum Gewinn zweier Bauern, die er im Leichtfigurenendspiel sicher verwertete. In der Partie von Maria Schilay war der weiße Angriff gerade im Begriff zu versanden als ein ausgeschalteter Verteidiger einen Doppelangriff mit Turmgewinn ermöglichte. Eine spannende Partie mit vielen Komlikationen gab es am Spitzenbrett bei Timon Götz zu sehen. Bei heterogenen Rochaden verpasste Timon zunächst einen versteckten Bauerngewinn und öffnete dann das Zentrum zu früh. Sein Gegenüber nutzte die Chance zur Übernahme der Initiative nicht und Timon kam noch zur Rochade. In der Zeitnot des Gegners wagte er ein objektiv nicht korrektes Figurenopfer, das aber vorsichtshalber nicht angenommen wurde. Im weiteren Verlauf war Timon am Drücker, einige Gewinnzüge lagen aber einfach nicht auf der Hand. Als sich der Rauch verzogen hatte war viel Gewinnpotential vom Brett und man einigte sich auf Remis.
Da zeitgleich der bis dato ungeschlagene Spitzenreiter überraschend gegen SK Nürnberg 1911 unterlegen war zogen wir durch den hohen Erfolg um einen halben Brettpunkt an ihnen vorbei und plötzlich die Meisterschaft in eigener Hand. Da der Klassenerhalt der Ersten in der Landesliga Nord noch nicht in trockenen Tüchern war, wurde schon geflachst dass die Teams nächste Saison die Rollen tauschen… Doch zunächst musste man den SV Lauf möglichst hoch schlagen und auf etwas Schützenhilfe der Zaboraner hoffen, die aber leider nicht in Bestbesetzung gegen Jäklechemie antreten konnten. Wie so oft in dieser Saison hatte Timon an Brett 1 einen klar favorisierten Gegner und wurde bald einen Bauern los. Schnell kam weiteres Material hinzu und er musste die Waffen strecken. Max hatte im Schwerfigurenendspiel einen Mehrbauern und sammelte weitere Bauern am Damenflügel ein. Dies nutzte sein Gegenüber um mit e- und f-Bauer nach vorne zu preschen und nach einem Fehler wäre die Chance da gewesen Max in einer Variante auf ein undeckbares Matt zu stellen, so dass er Dauerschach hätte geben müssen. Danach konnte Max Figuren tauschen und zum 1:1 ausgleichen. Johannes stand von Anfang an besser, da die gegnerischen Figuren unkoordiniert waren. Aber er tauschte zu viel ab, so dass der Vorteil verflachte. Beim Übergang ins Turmendspiel gelang es ihm dann doch einen Bauern zu erobern. Da dies mit dem a2 ein entfernter Freibauer war, hatte Johannes noch beste Gewinnchancen. Er wählte jedoch den falschen Plan, musste letztlich selbst einen gegnerischen Freibauern auf der h-Linie neutralisieren und unterm Strich blieb ein nutzloser Mehrbauer übrig. Maria hätte im Mittelspiel in Vorteil kommen können, trat aber den Rückzug an und verrechnete sich obendrein. Mit zwei Minusbauern waren die Felle am davonschwimmen, aber das Blatt wendete sich nochmal und Maria gewann mit einem Zwischenschach eine Figur. Doch kurz darauf endete die Partie nach einer dreifachen Stellungswiederholung mit einer Punkteteilung, da Maria den Fluchtweg aus dem Dauerschach nicht gefunden hatte. Damit waren wir nicht über ein 2:2 hinausgekommen, während Jäklechemie mit einem 3,5:0,5 die Meisterschaft unter Dach und Fach brachte. Bei einem möglichen 3:1 gegen Lauf wären sie übrigens wegen der besseren Fünftwertung (!) – MP 9:3, BP: 15, direkter Vergleich: 2-2, Berliner Wertung: 5-5, Anzahl Mannschaftssiege: 4-2 – auch vor uns geblieben. Mit der Vize-Meisterschaft als Aufsteiger können wir natürlich auch sehr gut leben, zumal die Erste die Saison ja noch gerettet hat.
Timon hatte am Spitzenbrett einen schweren Stand und punktete gegen die Gegner auf Augenhöhe (1,5/6), der Rest des Teams leistete sich kaum Ausrutscher: Maria 4,5/6, Johannes 3/5, Max 5/6 und Josef 0/1.
U20 Bezirksliga 1 – Runde 6+7
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