Bezirksliga 1 – Runde 2

Posted by Sebastian in Saison 22/23 | Kommentare deaktiviert für Bezirksliga 1 – Runde 2

Unsere erste Mannschaft traf in der zweiten Runde der Bezirksliga 1 auf den SC Heideck-Hilpoltstein. Die Duelle mit den Heideckern sind immer eng und spannend bis zum Schluss, wobei die aktuelle Auflage keine Ausnahme darstellte. Nach einem frühen Remis von Ralf Seitner, brachte uns Jozef Smyk in Front. Dieser hatte schnell einen Bauern erobert, wonach die Partie nur eine Richtung kannte. Dagegen hatte Erwin Hirn in unscheinbarer Stellung die falsche Leichtfigur getauscht und geriet unter Druck. Mit einem Qualitätsopfer legte sein Gegenüber die Schwächen auf den weißen Feldern offen und hätte die schlechte Königsstellung von Erwin auch nach dem materiellen Ausgleich zu seinem Voteil nutzen können. Stattdessen legte er den Rückwärtsgang ein, tauschte die Damen und bald war ein ausgeglichenes Endspiel entstanden. Bei Andreas Niebler war die Eröffnung daneben gegangen, was eine moderne Engine schon dazu veranlasst den Abgesang einzuläuten. Doch zwei, drei Ungenauigkeiten reichten, Andi konnte sich entknoten und kam doch noch zur Rochade. Beim Remisschluss wäre es mittlerweile er gewesen, der auf Vorteil hätte spielen können. Martin Simon hatte dank der halboffenen f-Linie eine schöne Druckstellung gegen f7, entschloss sich aber zwei Figuren für einen Turm zu geben. In der Folge kamen noch zwei Bauern hinzu, doch dann kostete ein Blackout die Dame. Damit stand es unerwartet 2,5:2,5, was angesichts der Entwicklungen an den hinteren Brettern zu wenig war. Denn Sebastian Mösl hatte eine Abwicklung im Mittelspiel falsch bewertet und fand sich in der Folge in dem klassischen Strudel – unzufrieden mit der Stellung, erhöhter Bedenkzeitverbrauch, trotzdem Übersehen einer offensichtlichen Sache, noch mehr Unzufriedenheit, noch mehr Bedenkzeitverbrauch, usw. – wieder. Er versuchte seine Stellung mit einem katastrophalen Läufer auf b1 irgendwie unbeschadet über die Zeitkontrolle zu bringen, doch für seinen Gegner spielte sich alles wie von selbst und nach Zug 35 hätte man auch getrost aufgeben können. Aber da er erst am Freitag zuvor im Vereinstraining über das Thema Retten von verlorenen Stellungen referiert hatte, wollte er mit gutem Beispiel voran gehen und aufgeben kann man später ja immer noch. Prompt spielte sein Gegenüber einen verlockenden Zug, so dass Sebastian nur eine statt zwei Figuren weniger hatte. Zudem bekam er noch ein verbundenes Freibauernpärchen am Königsflügel, wonach die Stellung immer noch verloren war, aber es gab einen Grund weiterzuspielen. Und während Schwarz am Damenflügel keine Fortschritte machte, hatten es die Bauern f3 und g2 bis nach f6 und g5 geschafft und nun drohte die Partie sogar zu kippen. Somit musste die Mehrfigur zur Verteidigung beordert werden und es blieb Schwarz nichts anderes übrig als einer Zugwiederholung zuzustimmen. Wolfgang Brunner war von Anfang an eingeschnürt worden und bekam seinen Königsflügel nicht entwickelt. Er musste die Dame für einen Turm geben, wonach sich sein Gegenüber sogar den Luxus erlauben konnte einen Springer herzuschenken, ohne dass es eine Auswirkung gehabt hätte. Somit musste Matthias Bothe beim Stand von 3:4 das Unentschieden retten. Er hatte im Mittelspiel das Kommando übernommen und zwei Bauern erobert. Im Endspiel drohte es nochmal eng zu werden, als einer der Mehrbauern verloren ging. Aber Matthias behielt im Spingerendspiel die Übersicht, gab seinen Springer für zwei Bauern und führte sein Freibauerntrio zum Erfolg.

Bezirksliga 1

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Jugendstadtmeisterschaft 2022

Posted by Sebastian in Jugend 22/23, Saison 22/23 | Kommentare deaktiviert für Jugendstadtmeisterschaft 2022

Nach zwei Jahren Pause konnten wir wieder unsere Jugendstadtmeisterschaft durchführen. Dabei unterteilten wir diesmal nicht in die Altersklassen U14 und U20, sondern nach Spielstärke. In der Gruppe I entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Samuel Hierl und Sebastian Reger, wobei Ersterer zum Auftakt gegen Felix Sörgel schon seinen ganzen Glücksvorrat für dieses Turnier aufbrauchte. Das Los wollte es so, dass das entscheidende Duell in der letzten Runde stattfand und hier sicherte sich Samuel den Titel. Rang drei belegte Marek Brandl vor Niklas Lechner und Felix.
Die Gruppe II spielte doppelrundig und unser frischgebackener U14-Kreismeister Ivan Krushevsky wurde zum Auftakt von Andreas Hierl in der Eröffnung überrascht und musste sich geschlagen geben. Danach hatte Andreas gegen Christoph Reger zwei Minusbauern, aber in Zeitnot nahm Christoph lieber das Remis. Im Anschluss sammelte Ivan gegen Christoph drei Bauern ein und gewann. Doch mit einer Niederlage gegen Andreas, war der Titel für Ivan bereits außer Reichweite. Christoph dagegen blieb mit einem Erfolg über Andreas im Rennen und bezwang in der letzten Runde auch Ivan. Damit zog Christoph nach Punkten mit Andreas gleich und sicherte sich dank der besseren SoBe den zweiten Jugend-Stadtmeisterschaftstitel nach seinem Erfolg in der U14 2019.

Endstand Gruppe I

Endstand Gruppe II

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Monatsblitzturnier am Freitag

Posted by Mattias Birkner in Allgemein, Saison 22/23, Turniere 22/23 | Kommentare deaktiviert für Monatsblitzturnier am Freitag

am kommenden Freitag findet unser offenes Monatsblitzturnier statt.

Turnierbeginn: 21 Uhr (pünktlich)

Bedenkzeit: normalerweise 3 Minuten + 2Sekunden/Zug, je nach Teilnehmerzahl kann das noch kurzfristig geändert werden.

Modus: der Modus (Rundenturnier oder CH-System) und Bedenkzeit wird so gewählt, dass vor Mitternacht Schluss ist (abhängig von Teilnehmerzahl). Eventuell spielen wir doppelrundig.

Voranmeldung: bei mattias.birkner[at] gmx.de

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Termine November 2022

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Termine November 2022

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KJEM 2022

Posted by Sebastian in Jugend 22/23, Saison 22/23 | Kommentare deaktiviert für KJEM 2022

Bei den Kreis-Jugendeinzelmeisterschaften in Nürnberg waren wie im Vorjahr leider nur vier Neumarkter mit von der Partie. Dafür gab es erfreulicherweise einen Meistertitel durch Ivan Krushevsky in der U14 sowie einen weiteren Podestplatz von Christoph Reger als Dritten der U16 zu feiern.

Die U16 und U18 spielten zusammen, wobei Christoph Reger als Vierter der Setzliste ins Rennen ging. In seiner Auftaktpartie konnte er nach einem Bauernopfer mit aktivem Figurenspiel den gegnerischen Springer erbeuten und verwertete diesen Vorteil schnörkellos. Am nächsten Morgen kam sein Kontrahent nicht, was Christoph eine ausgedehnte Mittagspause bescherte. Dies war vermutlich kontraproduktiv, denn das folgende Duell mit dem späteren Kreismeister Marco Ammon (TSV Cadolzburg) verlief zu einseitig. Tags darauf hätte Christoph die unterlassene Rochade in Schwierigkeiten bringen können, doch seine Gegnerin fand den richtigen Plan nicht und als sie auf g7 zugriff, hätte Christoph die Dame einfangen können. Stattdessen kam er mit einem Mehrbauern ins Turmendspiel, was dank verbundener Freibauern ebenfalls klar gewonnen war. Doch eine vermeintlich elegante Abkürzung zum Gewinn wurde nicht weit genug berechnet, womit beide Bauern und sämtlicher Vorteil dahin waren. Immerhin umging Christoph damit den Co-Tabellenführer und hatte zum Abschluss die nominell leichtere Aufgabe zu bewältigen. Hier nutzte er die halboffene h-Linie zum Schwerfigurenangriff, eroberte zwei Bauern und wandelte einen seiner Freibauern im Turmendspiel um. Damit hatte sich Christoph mit 3,5 Punkten den starken dritten Rang gesichert.
In der U14 durfte man gespannt auf das Abschneiden von Ivan Krushevsky bei seiner ersten Meisterschaft in Deutschland sein. Zum Auftakt sammelte er sukzessive Material ein und holte den ersten Punkt. Tags darauf war gegen den Setzlistenzweiten Julian Cwiklik (SC Postbauer-Heng) ein kompliziertes Mittelspiel auf dem Brett, bei dem die Engine in beide Richtungen ausschlug. Ivan hatte einen starken Königsangriff, aber aufgrund der fehlenden Rochade war sein Th8 nicht im Spiel, was Julian Gegenchancen gab. Letztlich konnte Ivan seinen Turm aktivieren, eine Qualität erobern und seine Freibauern mit feiner Taktik umwandeln. Danach wartete Jonas Dersewski (SC Noris Tarrasch Nürnberg), der zwar noch keine DWZ hat, aber zuvor den topgesetzten Henry Uhl (SC Postbauer-Heng) bezwungen hatte. Ausgangs der Eröffnung hätte Ivan in Schwierigkeiten kommen können, aber auch starke Spieler hatten bei der Analyse nicht in Erwägung gezogen, dass man den Schlag Lxg7 trotz kurzer Rochade problemlos zulassen konnte. Später nutzte Ivan seinen Druck auf der halb-offenen c-Linie, um eine Figur zu gewinnen und fing den gegnerischen Freibauern rechtzeitig auf d2 ein. In der vierten Runde stand Ivan in der Eröffnung sehr gedrückt, was der Engine überhaupt nicht gefällt. Doch im weiteren Verlauf versandete der weiße Vorteil, obwohl man keinen Zug stark kritisieren könnte. Im Endspiel wurde de Punkt geteilt, wobei hier schon Schwarz den Vorteil auf seiner Seite hatte. Zum Abschluss ließ Ivan nichts mehr anbrennen und holte mit 4,5 Punkten den Titel.
Dagegen erwischte Leonhard Franke in der U14 keine guten Tage. In der Auftaktpartie gegen Henry brachte sich Leonhard selbst in Schwierigkeiten und beschleunigte das Ende mit einem größeren Überseher. Nach einem schnellen Sieg in Runde zwei, hatte er in der folgenden Partie Glück, dass sein Gegner einen Figurengewinn ausließ und stattdessen selbst kurz darauf eine Figur per Doppelangriff einbüßte. Damit hatte Leonhard gegen Joans die Chance in den Kampf um die Podestplätze einzugreifen, aber wiederum war die Partie nach einem groben Fehler früh entschieden. Dies bescherte ihm das Freilos und er wurde mit 3 Punkten noch Vierter.
In der U8/10 spielte Theo Markert sein erstes Turnier. Die Aufregung, das ungewohnte Spielen mit der Uhr und das ganze Drumherum, machten sich leider bemerkbar und ihm unterliefen ungewöhnlich leichte Fehler. Theo gelang es einen halben Zähler zu erzielen, womit er als Vierter der U8 insgesamt Rang elf belegte.

Endstand U14

Endstand U16/18

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Bayerische Schnellschacheinzelmeisterschaft der Frauen 2022

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Auch bei der Bayerischen Schnellschacheinzelmeisterschaft der Frauen 2022 tags darauf in Nürnberg war Maria Schilay mit von der Partie. Nach einer Auftaktniederlage gegen die spätere Meisterin Jana Bardorz (TSV 1869 Rottendorf), holte Maria zwei Siege und drei Unentschieden, womit sie auf Rang sieben lag. In der letzten Runde musste sich Maria geschlagen geben und wurde mit 3,5 Punkten Zwölfte.

Turnierseite

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Bayerische Blitzeinzelmeisterschaft der Frauen 2022

Posted by Sebastian in Saison 22/23, Turniere 22/23 | Kommentare deaktiviert für Bayerische Blitzeinzelmeisterschaft der Frauen 2022

Bei der Bayerischen Blitzeinzelmeisterschaft der Frauen 2022 in Nürnberg belegte Maria Schilay mit 7,5 Punkten Rang 14. Dabei konnte sie sogar die Zweit- und Viertplatzierte bezwingen, musste aber auch gegen die hinter ihr klassierten Spielerinnen zwei Niederlagen hinnehmen.

Turnierseite

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Monats-Rapidturnier am Freitag

Posted by Mattias Birkner in Allgemein, Saison 22/23, Turniere 22/23 | Kommentare deaktiviert für Monats-Rapidturnier am Freitag

am kommenden Freitag findet unser offenes Monatsrapidturnier statt.

Turnierbeginn: 20 Uhr (pünktlich)

Bedenkzeit: normalerweise 10 Minuten + 10 Sekunden/Zug, je nach Teilnehmerzahl kann das noch kurzfristig geändert werden.

Modus: der Modus (Rundenturnier oder CH-System) und Bedenkzeit wird so gewählt, dass vor Mitternacht Schluss ist (abhängig von Teilnehmerzahl).

Voranmeldung: bei mattias.birkner[at] gmx.de

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Wir spielten ein kleines und kurzes 5-rundiges Rundenturnier mit 10 Minuten Bedenkzeit und 10 Sekunden Zuschlag pro ausgeführtem Zug. Martin Simon gewann souverän mit 5 aus 5, wobei er beim direkten Duell mit dem Co-Führenden Jozef Smyk in der letzten Runde einem potentiell entscheidendem Mattangriff seines Gegners mit Dame und Springer entgehen konnte und das Blatt zu seinen Gunsten wendete.

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Fischer-Random-Weltmeisterschaft 2022

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Vom 25. – 30. Oktober findet in Reykjavik die Weltmeisterschaft im Fischer-Random-Schach statt. Mit Matthias Blübaum hat sich auch ein Deutscher für das achtköpfige Finalfeld qualifiziert. Er trifft in der Gruppe B auf Magnus Carlsen, Hikaru Nakamura und Vladmir Fedoseev. In einer ausgelosten Anfangsstellung tragen die Spieler ein Mini-Match über zwei Partien aus. Der Sieger erhält zwei Punkte, bei Unentschieden beide Spieler einen. Die Gruppenersten und -zweiten qualifizieren sich für das Halbfinale am Samstag, das über vier Partien ausgetragen wird. Die Bedenkzeit beträgt 25 Minuten für 30 Züge + 5 Minuten für den Rest der Partie mit 5 Sekunden Inkrement ab Zug 31.

Live-Übertragung auf Chess24

Bericht beim DSB

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Champions Chess Tour 2022 (8) – Aimchess Rapid

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Die achte Etappe der Champions Chess Tour – das Aimchess Rapid – findet vom 14. – 21. Oktober statt. Erneut gehört die deutsche Nummer 1 Vincent Keymer dem Teilnehmerfeld an, der bei der letzten Etappe groß auftrumpfte und erst im Halbfinale gegen Weltmeister Magnus Carlsen ausschied.

Alle Partien werden wieder auf Chess24 von mehreren Kommentatoren-Teams live übertragen. Spielbeginn ist jeweils um 18h.

Der erste Tag begann für Keymer mit einem Sieg und einem Unentschieden, ehe er auf Magnus Carlsen traf. Dieser hatte zum Auftakt schon eine Niederlage gegen Mamedyarov kassiert und bot auch gegen Keymer Angriffsfläche. Besonders bitter war ein verpasster Doppelangriff mit Schach und am Ende behielt Carlsen mit einer Mehr-Quali die Oberhand. Dafür beendete Keymer Tag eins mit einem Sieg über Weltcup-Gewinner Jan-Krzysztof Duda und gehörte damit einem Quintett mit je 7 Zählern auf den Rängen zwei bis sechs an.

Bericht Tag 1

Tags darauf gelang Keymer ein perferkter Start und er bezwang mit Mamedyarov einen weiteren Weltklassemann. Es folgten zwei Unentschieden, wobei er gegen Giri im Endspiel mit Figur für drei Bauern Gewinnchancen hatte. Zum Abschluss musste sich Keymer jedoch dem jungen Inder Aditya Mittal – dem einzigen (Noch-)IM im Teilnehmerfeld – geschlagen geben, so dass er mit 12 Punkten Platz sechs belegte.

Bericht Tag 2

Leider folgte ein komplett gebrauchter Tag für Keymer mit vier Niederlagen gegen Rapport, Anton, Erigaisi und Vidit. Hauptproblem war dabei die Zeitnot, in der er in guten oder ausgeglichenen Stellungen auf Abwege geriet. Damit fiel er auf Rang 13 zurück und anbetracht von sechs Zählern Rückstand auf den letzten Qualifikationsplatz, war der Viertelfinaleinzug nur noch theoretischer Natur.

Bericht Tag 3

Am letzten Tag zeigte sich Keymer gut erholt von den Nackenschlägen des Vortags und bezwang Gukesh, ehe ein Remis gegen Harikrishna endgültig das Aus besiegelte. Mit einem Sieg über Schnellschachweltmeister Abdusattorov beendete Keymer das Turnier mit einem weiteren Highlight und verpasste das Viertelfinale als
Zehnter mit 19 Zählern letztlich nur knapp. Kurioserweise war er der einzige Spieler, der die Top-3 allesamt geschlagen hat, dafür holte er gegen die Ränge 11 bis 15 nur drei Unentschieden. Sieger der Vorrunde wurde diesmal Duda mit 28 Punkten vor Gukesh, Mamedyarov und Erigaisi mit je 27. Für Magnus Carlsen reichte es diesmal nur zu Rang fünf mit 26 Punkten, da er gegen das Trio vor ihm unterlegen war. An die souveräne Vorstellung bei der letzten Etappe mit nur einer Niederlage in 27 Partien, konnte er bei weitem nicht anknüpfen. Ebenfalls ins Viertelfinale zogen Abdusattorov (23), Rapport (22) und Vidit (21) ein. Letzterer überholte mit einem Sieg in der letzten Runde noch Giri (20), der im Zeitnotduell gegen Erigaisi danebengriff.

Bericht Tag 4

Viertelfinale:

Duda – Vidit 2,5:0,5
Gukesh – Rapport 1,5:2,5
Mamedyarov – Abdusattorov 2,5:1,5
Erigaisi – Carlsen 0,5:2,5

Dreimal hieß es im Viertelfinale Duell zwischen Nachwuchsstar der dieses Jahr die 2700er-Marke geknackt hat gegen arrivierten Super-GM. In allen drei Fällen hatte der Nachwuchs die Partie in der Vorrunde gewonnen, doch im Match schlug das Imperium zurück. Dabei hatte Carlsen in der Neuauflage des Finales der letzten Etappe gegen Erigaisi zwei Bauern eingebüßt und stand mit dem Rücken zur Wand. Aber er leistete zähen Widerstand und tatsächlich kam Erigaisi kurz vorm Ziel vom rechten Weg ab und musste sich nach 136 Zügen ins Remis fügen. Dies konnte der „Iceman“ nicht aus den Kleidern schütteln und verlor die folgenden beiden Partien. Mamedyarov gelang es Abdusattorov zum Auftakt im Turmendspiel zu bezwingen und gab diesem in den restlichen Partien keine Chance mehr zurückzukommen. Gukesh ging gegen Rapport sogar 1,5:0,5 in Führung, musste aber umgehend den Ausgleich hinnehmen. In der vierten Partie musste Gukesh zwei Figuren für einen Turm geben, doch er schaffte es, sich in das berüchtigte Endspiel mit Turm gegen Turm und Läufer zu retten. Da Gukesh noch einen Bauern hatte, bekam Rapport mehr als 50 Züge Zeit und prompt griff Gukesh in Zug 155 (!) daneben und musste zwölf Züge später die Waffen strecken. Das Match zwischen Duda und Vidit startete mit einem Remis, ehe Duda zweimal gewinnen konnte.

Bericht VF

Halbfinale:

Duda – Carlsen 3:1
Mamedyarov – Rapport 3,5:2,5

Im Duell zwischen Duda und Carlsen brachte nach einem Remis zum Auftakt die zweite Partie die Vorentscheidung. Hier hatte Duda eine starke Stellung, da Carlsens König ins offene Gelände musste. Allerdings verpasste er die beste Fortsetzung und für zwei Züge stand sogar der Weltmeister besser, ehe dieser ebenfalls bei einer 50:50-Entscheidug seinen König auf das falsche Feld zog, wonach Duda sich im Turmendspiel mit Mehrbauer durchsetzen konnte. Es folgte ein weiteres Remis, so dass Carlsen nun gewinnen musste. Er konnte jedoch keine Vorteile erzielen und übersah in ausgeglichener Stellung einen Doppelangriff.
Das zweite Halbfinale sah einen Auftakterfolg von Rapport und anschließend zwei Unentschieden. Doch Mamedyarov gelang es mit einem Erfolg im Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern auszugleichen, da er sich einen unstoppbaren Freibauern schaffen konnte. Im Blitzentscheid war Rapport lange am Drücker, doch dann büßte er eine Figur ein. In der zweiten Partie ließ Mamedyarov nichts zu und wiederholte in besserer Stellung die Züge.

Bericht HF

Finale:

Duda – Mamedyarov 3:1 0,5:2,5 2:0

Am ersten Finaltag ging Duda nach einem Remis zum Auftakt in Führung. Diese verteidigte er mit einem weiteren Unentschieden und gewann auch Partie vier.
Doch Tags darauf schlug Mamedyarov zurück. Mit einem objektiv nicht korrekten Damenopfer setzte er Duda unter Druck und innerhalb weniger Züge hatte er die Partie für sich entschieden. Auch die zweite Partie sah ein Figurenopfer von Mamedyarov, wonach Dudas König in der Mitte Opfer der gegnerischen Figuren wurde. Duda entschloss sich mit einem schnellen Remis sofort in den Blitz-Entscheid zu gehen und hier griff Mamedyarov in beiden Partien fehl.

Bericht Finale Tag 1
Bericht Finale Tag 2

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