Ein unerwartetes Happyend gab es für unsere erste Mannschaft in der letzten Runde der Bezirksliga 1. Zunächst konnten wir die „Pflicht“ mit einem 5:3 Sieg über den SC Postbauer-Heng erfüllen, dann traf die freudige Nachricht über die Schützenhilfe vom SK Herzogenaurach ein, der Spitzenreiter SK Rothenburg 5:3 bezwingen konnte. Damit hatten wir um 4,5 Brettpunkte die Meisterschaft doch noch für uns entschieden und steigen zum zweiten Mal nach 2023 in die Regionalliga auf.
Die Gäste mussten zwei ihrer Stammkräfte ersetzen, so dass uns die Favoritenrolle zufiel. Das erste Resultat gab es am Brett von Jozef Smyk, wo man sich trotz unterschiedlicher Rochaden früh auf ein Remis einigte. Bei Martin Simon ging es ins damenlose Mittelspiel, in dem der Gegner Raumvorteil hatte, aber Martin sich kompakt aufgestellt hatte. Ein klarer Weg in Vorteil kommen zu können, war für keinen ersichtlich und so wurde der Punkt geteilt. Erwin Hirn versuchte etwas Druck aufzubauen, aber es wurde viel getauscht und am Ende hatte sein Gegenüber sogar die bessere Leichtfigur, aber auch keine Einbruchsfelder. Sebastian Mösl bekam ein zweifelhaftes Gambit vorgesetzt, verpasste aber eine bessere Abwicklung. So hatte er zwar den Bauern mehr, aber sein Kontrahent war besser entwickelt. Bei unterschiedlichen Rochaden drohte ein gefährlicher Angriff am Firmament aufzuziehen. Sebastian versuchte deshalb die Damen vom Brett zu bekommen, was letztlich auch gelang. Dafür musste er sich jedoch seine Bauernstruktur schwächen lassen und nahm daher auch angesichts der knappen Bedenkzeit das Remisgebot an. Danach dauerte es eine ganze Weile bis zum nächsten Partieende, wobei es an allen vier verbliebenen Brettern gut für uns aussah. Den ersten Sieg konnte dann Ralf Seitner einfahren. Dieser hatte im Mittelspiel die Initiative übernehmen können, nachdem sein weißfeldiger Läufer zum Leben erwacht war. Dies mündete letztlich in einen Bauerngewinn, wonach das Endspiel nicht mehr zu halten war. Der Gegner von Andreas Niebler wählte einen eher passiven Aufbau, so dass Andreas Raumvorteil und anhaltende Initiative sein Eigen nennen konnte. Doch in Zeitnot opferte er einen Bauern für den vermeintlichen Damenfang und verlor prompt noch einen zweiten. Mit dem Rücken zur Wand warf er die Bauern am Königsflügel nach vorne und ein falscher Zug des Gegners ließ die Partie erneut kippen. Aber wiederum war die Bedenkzeit knapp und mit offenen Königen auf beiden Seiten durfte man sich keinen Fehltritt erlauben. Leider griff Andreas nochmal daneben, wonach die Messe gelesen war. Wolfgang Brunner hatte früh die Vorteile mit Raumvorteil und einem Springerstützpunkt auf d6 auf seiner Seite. Etwas Greifbares konnte er aber nicht herausholen und kurz vor der ersten Zeitkontrolle, hätte er sogar einen Bauern verlieren können. Danach gelang es ihm doch noch die Verteidigung zu durchbrechen und den entscheidenden Bauern zu gewinnen. Lorenz Schilay hatte von Anfang an eine komfortable Stellung und übte die ganze Partie über Druck aus. Auch er verpasste die Chance mehr aus seinen Stellungsvorteil herauszuholen und im Leichtfigurenendspiel war das Remis nicht mehr fern. Doch ein falscher Springerzug ermögliche Lorenz dank des aktiveren Königs die entscheidenden Bauern einzusammeln, während der gegnerische Freibauer rechtzeitig gestoppt werden konnte.
Als dann die Nachricht vom Sieg Herzogenaurachs eintraf, war da erst mal ungläubiges Kopfschütteln. Seit der 3,5:4,5 Niederlage im direkten Duell in Runde drei warteten wir vergeblich auf einen Ausrutscher von Rothenburg und irgendwie hatte niemand mehr so wirklich damit gerechnet. Doch nun sind wir tatsächlich mit 15:3 Punkten und 45,0:40,5 Brettpunkten B1-Meister und steigen zum zweiten Mal nach 2023 in die Regionalliga auf. Mit der haben wir nach dem völlig unnötigen Abstieg im Vorjahr noch eine Rechnung offen, diesmal wollen wir es besser machen.
Topscorer der Mannschaft war Lorenz Schilay, der mit bärenstarken 7/8 (Leistung 2210!) bester Spieler der Liga war. Zudem haben es Jozef Smyk (5/8), Martin Simon (5/8), Andreas Niebler (5/9), Ralf Seitner (4,5/8) und Erwin Hirn (4,5/8) in die Top-20 der Liga geschafft. Ein Garant waren auch unsere vier Ersatzspieler, die bei sechs Einsätzen sechs Zähler beisteuerten.
Bezirksliga 1 – Runde 9 – SKN steigt wieder in die Regionalliga auf!!!
Posted by in Saison 24/25
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