Vereinspokal – Tag 7

Posted by Mattias Birkner in Allgemein, Saison 23/24, Saison 23/24, Turniere 23/24, Turniere 23/24 | Kommentare deaktiviert für Vereinspokal – Tag 7

Nur noch eine Begegnung gab es am vergangenen Freitag, da sich der Pokal dem Ende nähert und die meistens Teilnehmer schon K.O. sind.

Lorrenz vs. Jozef – Vinzpiration

Im kleinen „Verlierer-Finale“ kämpften Lorenz Schilay und Jozef Smyk um den Finaleinzug gegen Ralf Seitner. Im Vorfeld war es sehr schwer hier einen Favoriten auszurufen, allerdings kann man davon ausgehen, dass Lorenz durch den deutschen Vizemeistertitel seines Bruders Vinzenz, des Nesthäkchens der „Schachfamilie“ Schilay, ausreichend motiviert und inspiriert war, gewann Vinzi doch die meisten seiner Weißpartien im schicken Angriffs- und Opferstil.

Lorenz ließ sich auf jeden Fall nicht lumpen und ließ auf Jozef nach einem harmlos aussehenden Bauernzug ein Opferfeuerwerk niedergehen, dass ihm die Ohren geschlackelt haben dürften.

14…h6? scheint erstmal nicht ungewöhnlich. Nach der Folge 15. Lxh6! gxh6
schlägt mit 16.Txe6! der nächste Hammer ein. Wenn Schwarz die Dame für
Turm und zwei Läufer gibt, steht er mit dem offenen König glatt auf Verlust.

Nach 37 Zügen, weiterem Materialverlust und 3 unaufhaltsam zur Umwandlung stürmenden Bauern, war jeder Widerstand zwecklos und Lorenz zieht Schönheitspreis-verdächtig ins Finale gegen Ralf ein und für Jozef endet das Turnier auf dem 3. Platz.

Spielplan:

Das große Finale zwischen Ralf und Lorenz findet am 07.06.2024 statt!

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DeutscheEM 2024 – Vinzenz Schilay wird Deutscher Vize-Meister!

Posted by Sebastian in Allgemein, Jugend 23/24, Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für DeutscheEM 2024 – Vinzenz Schilay wird Deutscher Vize-Meister!

Vom 18. – 25. Mai findet in Willingen mit den Deutschen Jugend-Meisterschaften wieder das Schach-Event in Deutschland statt und der Schachklub Neumarkt ist in Person von Laura Sophie Bauer, Andreas Hierl, Christoph Reger, Vinzenz Schilay sowie Betreuer Kevin Beesk mit von der Partie. Besonders gespannt sein darf man auf den Auftritt von Andreas, der im Vorjahr noch in der U25C mit einer DWZ von 1236 an #29 gesetzt war und sehr guter Neunter wurde. Nur ein Jahr später hat er fast 600 Punkte mehr auf der Waage und ist in der U25B sogar an #3 gesetzt! Aber das 115köpfige Feld ist eng besetzt und DWZ gewinnt bekanntlich keine Partien. Ebenfalls in der U25B ist Christoph als #42 der Setzliste am Start und Vinzenz ist in der U25C an #45 gesetzt. In der U14w ist mit Laura eine Neumarkterin sogar die Nummer 1 der Startrangliste und wird nur drei Wochen nach dem Gewinn der Deutschen Vize-Meisterschaft mit dem Willibald-Gluck-Gymnasium bei den Schulschachmeisterschaften in der WK II, wieder um den Titel bei einer Deutschen Meisterschaft kämpfen. Daumen drücken ist angesagt!

Vinzenz gewinnt die letzte Runde und ist mit 7,5/9 Deutscher Vize-Meister! Andreas und Christoph waren ebenfalls siegreich, Laura spielt remis.

Live-Übertragung der Siegerehrung ab 19h

Live-Partien auf Lichess

Zum Auftakt stand wie immer eine Doppelrunde auf dem Programm, bei der es insbesondere für die Vorderen der Setzliste gilt, sich schadlos zu halten. Aber erfahrungsgemäß ist gerade die Auftaktrunde für die nominellen Favoriten prädestiniert für einen Strauchler. Und so wackelte Andreas zum Auftakt bedenklich, nachdem er seinen König in der Mitte gelassen hatte und aufgrund einer Fesselung eine Figur hätte einbüßen können. Stattdessen kam er wenige Züge später mittels Abzugsangriff zum Damengewinn. In der Nachmittagsrunde verteidigte sich Andreas lange Zeit gut gegen die Angriffsversuche des Kontrahenten. Beim Übergang ins Schwerfigurenendspiel brachte er sich durch die Öffnung der g-Linie in potentielle Schwierigkeiten und hatte wiederum Glück, dass der Gegner den vermeintlich einfachen taktischen Gewinn übersah. So war ein ausgeglichenes Bauernendspiel entstanden, in dem Andreas wieder drauf und dran war sich selbst ein Bein zu stellen, aber es war der Gegner, der ins Stolpern geriet und nun war das Endspiel für Andreas sogar gewonnen. Doch es zählte jedes Tempo und Andreas gab eines unnötigerweise ab, so dass der Gegner gerade rechtzeitig eintraf um die Schlüsselfelder des Randbauern zu verteidigen.
Christoph nutzte die halboffene g-Linie zur Attacke und setzte nach einem Turmopfer Matt. Die Kombination hatte allerdings ein Loch in Form eines Zwischenschachs und danach wäre das Matt verteidigt und der Turm ersatzlos weg gewesen. Die zweite Partie ging schon in der Eröffnung gehörig daneben und Christoph musste nach frühem Materialverlust das Handtuch werfen.
Vinzenz nutzte in der Auftaktpartie die gegnerischen Fehler konsequent aus und kam mit einem Turm mehr ins Endspiel. Am Nachmittag hatte sein Gegenüber bei heterogenen Rochaden ob der aktiveren Figuren den gefährlicheren Angriff. Doch er schaltete auf Verteidigung und im Endspiel gewann Vinzenz per Röntgenschach eine Qualität.
Bei Laura war heute Thementag Karlsbader Struktur. Runde eins hätte dabei ein logisches Remis nach fehlerfreier Partie von beiden Seiten sein können. Aber im Schwerfigurenendspiel erlaubte die Gegnerin Laura ein gewinnträchtiges Freibauernpaar. Der Gewinnweg war jedoch schmal und mit dem richtigen Bauernhebel wurden Lauras Bauern neutralisiert. In Runde zwei wollte die Gegnerin den Botvinnik-Plan verwirklichen, büßte dabei aber den e-Bauern ein. In der Folge übte Laura starken Druck auf der e-Linie aus und gewann noch eine Figur.

Runde 1:
U14w #1 Laura Sophie Bauer – Ritu Chandrasekher (TuS Makkabi Rostock) remis
U25B #3 Andreas Hierl – Tristan Klein (SV Fischbach) 1:0
U25B #42 Ruslan Tarasenko (SG Schwäbisch Gmünd 1872) – Christoph Reger 0:1
U25C #44 Aleksandra Luzgina (SG Königskinder Hohentübingen) – Vinzenz Schilay 0:1

Runde 2:
U14w #6 Kristina-Maria Abram (Hamburger SK von 1830) – Laura Sophie Bauer 0:1
U25B #2 Jakob Ensslen (Karlsruher SF 1853) – Andreas Hierl remis
U25B #4 Christoph Reger – Loris Schedel (SF 1876 Göppingen) 0:1
U25C #8 Bruno Stopp (USV TU Dresden) – Vinzenz Schilay 0:1

Nach einem spielfreien Vormittag ging es in Runde drei und Andreas geriet bei heterogenen Rochaden gehörig unter Druck. Sein König stand unsicher und das gegnerische Läuferpaar war mehr als lästig. Im offenen Zentrum war es schließlich ein Springer der auf zwei Bahnen gefesselt war und verloren ging.
Christoph bekam es mit einem entfernten Freibauern auf der b-Linie zu tun, dem er nicht Herr wurde und so eine Figur für die neue Dame opfern musste. Aber Christoph bekam alle Bauern vom Brett und rettete sich ins Remis.
Einen kritischen Moment gab es in der Partie von Vinzenz, als sein Gegenüber einen taktischen Schlag übersah. Kurz darauf schlug Vinzenz gleich zweimal per Abzugsangriff zu und holte mit einem Turm mehr Sieg Nummer drei, womit er geteilter Tabellenführer ist.
Laura traf auf die Setlzistenzweite Tamila Trunz (SG Porz), gegen die sie keine gute Bilanz hat. Im damenlosen Mittelspiel entschied sich Laura das gegnerische Läuferpaar zu halbieren, verlor dadurch aber einen Bauern. Danach war der Weg zum Ausgleich sehr schmal und nach einem Fehltritt ging ein zweiter Bauer verloren, was im Turmendspiel nicht zu halten war.

Runde 3:
U14w #3 Laura Sophie Bauer – Tamila Trunz (SG Porz) 0:1
U25B #9 Andreas Hierl – Luca Marek Reuter (SV Empor Erfurt) 0:1
U25B #32 Rudi Oblender (SF Wilstermarsch & Itzehoe von 2014) – Christoph Reger remis
U25C #4 Vinzenz Schilay – Julian Moissl (SJ Herborn 1998) 1:0

Andreas konnte bei geschlossenem Zentrum in Ruhe einen Angriff am Königsflügel vorbereiten und als sein Gegenüber sich mittels Figurentausch entlasten wollte, hatte Andreas bald einen Turm mehr.
Die sichere Kontrolle über das Feld e5 und der bessere Läufer ermöglichten es Christoph einen Angriff am Königsflügel einzuleiten, bis es entscheidend auf g6 einschlug.
Vinzenz hatte trotz der weißen Steine leichten Entwicklungsrückstand, was ihn aber nicht davon abhielt bei heterogenen Rochaden eine Figur zu opfern. Dadurch war der gegnerische König offen und die Verteidigung nicht einfach. Als im 24. Zug dann endlich der weißfeldrige Läufer ins Spiel eingriff, gewann Vinzenz mittels Hinlenkung und Ablenkung die Dame. Damit bleibt er bei 100% und trifft morgen auf den Co-Tabellenführer.
Im bayerischen Duell stand bei Laura mal wieder die Karlsbader Struktur auf dem Programm. Beide Spielerinnen neutralisierten sich die Partie über, so dass folgerichtig der Punkt geteilt wurde.
Am freien Nachmittag begaben sich die Neumarkter in luftige Höhen beim „Sky Walk“ und aufs Glatteis in der Eislaufhalle.

Runde 4:
U14w #7 Charlotte Prokscha (FC Bayern München) – Laura Sophie Bauer remis
U25B #23 Alexander Claussen (SF Essen-Werden 1924/80) – Andreas Hierl 0:1
U25B #28 Christoph Reger – Azat Hildebrand (SC Borussia Lichtenberg) 1:0
U25C #2 Vinzenz Schilay – Rasmus Döscher (SK Bremen-Nord) 1:0

Tag vier bei der DEM beinhaltete die zweite Doppelrunde. Am Vormittag opferte der Gegner von Andreas zwei Figuren für Turm und zwei Bauern. Im weiteren Verlauf bekam Andreas Druck am Königsflügel und gewann die Qualität, allerdings war auch seine Königsstellung anfällig. Er verbrauchte fast seine komplette Restbedenkzeit, wählte leider den falschen Bauernzug und musste ins Remis einwilligen, da er entweder selber Dauerschach geben oder Dauerschach zulassen musste. Christoph spielte ebenfalls unentschieden, wobei in der Endstellung sein schwacher Bauer auf e6 verloren gehen sollte. Das Los bescherte für die Nachmittagsrunde ein Neumarkter Duell, das schnell friedlich endete.
Die Serie von Vinzenz wird langsam unheimlich. Auch gegen den Setzlistenersten stellte er in aller Ruhe eine taktische Drohung auf und schlug genüßlich zu, nachdem diese nicht abgewehrt wurde. Dies brachte Vinzenz die gegnerische Dame und die alleinige Tabellenführung. Am Nachmittag verfolgte Vinzenz früh das Ziel den gegnerischen König Matt zu setzen. Dabei ließ er sich auch nicht davon beirren, dass der Gegner einen ganzen Turm einsammeln konnte, denn dessen gesamter Königsflügel verharrte noch in der Ausgangsstellung. Als Schwarz aber unbeschadet zur kurzen Rochade gekommen war, hätte dann doch das Mehrmaterial die entscheidende Rolle spielen sollen. Aber ein falscher Zug und der Gegner musste ob der unparierbaren Mattdrohung das Handtuch werfen.
Ein unverhofft schnelles Matt gab es auch für Laura im nächsten bayerischen Duell. Zwar hatte die Gegnerin 30 Minuten investiert, ehe sie sich für die kurze Rochade entschieden hatte, doch nach f6 war die Messe schnell gelesen. Am Nachmittag ging die „Bayerische Meisterschaft“ für Laura weiter, wobei Weiß leichte Initiative hatte, aber die Partie nie wirklich die Remisbreite verlassen hat.

Nach sechs von neun Runden führt Vinzenz sensationell das Turnier mit perfekten 6/6 mit einem halben Zähler Vorsprung an. Andreas und Christoph liegen mit 3,5 Zählern auf den Rängen 36 und 39, Laura ist mit derselben Punktzahl Achte.

Runde 5:
U14w #5 Laura Sophie Bauer – Valentina Neumeier (SK Kelheim 1920) 1:0
U25B #13 Andreas Hierl – Kaiwen Wang (Hamburger SK von 1830) remis
U25B #14 Nils Magnus Kuhlmann (USC Magdeburg) – Christoph Reger remis
U25C #1 Marnin Classen (SG Trier 1877) – Vinzenz Schilay 0:1

Runde 6:
U14w #4 Cosima Thien-An Wagner (TV Tegernsee) – Laura Sophie Bauer remis
U25B #13 Christoph Reger – Andreas Hierl remis
U25C #1 Vinzenz Schilay – Samuel von Gehlen (TSG Oberschöneweide) 1:0

Andreas gab in der Eröffnung einen Bauern und stand zunächst kritisch. Bei hetreogenen Rochaden gelang es ihm aber aus dem Minus- einen Mehrbauern zu machen. Allerdings blieben ungleichfarbige Läufer auf dem Brett und es wurde remisiert.
Christoph hatte den König in der Mitte gelassen, griff aber am Königsflügel nicht konsequent genug an. Nach der Öffnung des Zentrums, konnte er zwar noch rochieren, aber aufgrund der aktiveren gegnerischen Figuren ging ein Bauer verloren und bald kam ein zweiter hinzu.
In der siebten Partie hat nun auch Vinzenz als letzter Spieler aller Altersklassen die 100%-Ausbeute eingebüßt. Mit den schwarzen Steinen kam er ohne Probleme aus der Eröffnung, es wurde munter getauscht und bald einigte man sich in symmterischer Stellung auf eine Punktteilung. damit hielt Vinzenz seinen ärgsten Verfolger auf Distanz und führt weiter mit einem halben Zähler Vorsprung das Feld an.
Bei Laura sah es nach einem Einschlag auf f2 bereits früh sehr düster aus. Aber die Gegnerin verpasste eine gute Möglichkeit und Laura war mit einem Bauern mehr wieder in der Partie und konnte nun ihrerseits den gegnerischen Monarchen attackieren. An einer Stelle gab es eine versteckte taktische Gewinnchance, doch danach ging es mit einem Minusbauern ins Springerendspiel, in dem die Gegnerin noch etwas hätte versuchen können, aber mit einem Remis zufrieden war.

Runde 7:
U14w #6 Laura Sophie Bauer – Anna Färber (SV 1947 Walldorf) remis
U25B #15 Andreas Hierl – Justus Fellberg (SK Wilhelmsburg 1936) remis
U25B #20 Jonas Klages (SC Aurich) – Christoph Reger 1:0
U25C #1 Karl Hantke (TSG Oberschöneweide) – Vinzenz Schilay remis

Eine Isolani-Stellung war heute auf dem Brett von Andreas zu sehen und er blockierte diesen umgehend und begann damit Leichtfiguren zu tauschen. Der Gegner wurde dank der Kontrolle über das Feld c4 in die Defensive gedrängt und sah sich schon genötigt eine Quali zu geben, was aber schnell in ein verlorenes Endspiel mündete.
Christoph attackierte bei heterogenen Rochaden am Königsflügel und verblieb am Ende mit einem Turm mehr.
Leider hat es nun auch Vinzenz erwischt, nachdem er im ausgeglichenen Mittelspiel in einen Doppelangriff lief. Durch die erste Niederlage ist nun auch die schöne Tabellenführung futsch.
Laura konnte sich in der Eröffnung das Läuferpaar sichern und als die Gegnerin ihr dann auch noch die Kontrolle der d-Linie gestattete, brachten zwei Türme auf der zweiten Reihe bald eine Mehrfigur ein.
Am Nachmittag besuchte die Neumarkter Delegation das Schieferbergwerk.

Eine Runde vor Schluss liegt Andreas mit 5 Punkten auf Rang 26 und Christoph mit 4,5 auf Platz 37. Vinzenz ist auf Rang vier zurückgefallen, da er von dem Trio mit 6,5 Punkten die schlechteste Buchholz aufweist. Er hat aber mit einem Sieg das Podest selbst in der Hand, weil der Zweite gegen den Spitzenreiter antreten muss. Laura ist mit 5 Zählern Neunte mit nur einem halben Buchholzpunkt Rückstand auf die Sechtsplatzierte. Ein Sieg könnte reichen, um das dritte Mal bei der Siegerehrung auf die große Bühne zu dürfen, wo die besten Fünf geehrt werden.

Runde 8:
U14w #4 Alice Dodul (Barnimer SF im SV Stahl Finow) – Laura Sophie Bauer 0:1
U25B #15 Max Reuter (SC Agon Neumünster) – Andreas Hierl 0:1
U25B #30 Christoph Reger – Jan-Willem Malan (SC ML Kastellaun) 1:0
U25C #1 Vinzenz Schilay – Martha Polster (SchVgg Blankenese von 1923) 0:1

Eine Kurzpartie gab es zum Abschluss für Andreas, der am Köngisflügel zur Attacke blies und zuerst dank einer Fesselung Material gewann und bald darauf folgte Matt.
Christoph musste gegen einen Maroczy-Aufbau spielen und der Gegner stürmte am Königsflügel nach vorne. Da Christoph seinen König ebenfalls noch in der Mitte belassen hatte, war dies zunächst ungefährlich. Als sich das Zentrum öffnete, musste Christoph die Dame für Turm und Figur geben. Aber sein Gegenüber versäumte es zu rochieren und musste das Material zurückgeben, so dass Christoph ein angenehmes Endspiel mit besserer Bauernstruktur hatte. Er gewann einen Bauern und nachdem der gegnerische König am Rand zu weit weg vom Geschehen war, wickelte Christoph in ein gewonnenes Bauernendspiel ab.
Vinzenz kam gut aus der Eröffnung und schlug dann per Doppelangriff zu. Mit einer Figur mehr auf dem Brett marschierte sein Zentrumsbauer durch und brachte einen Turm ein, wonach bald Matt folgte.
Laura ging den frühen Vereinfachungsversuchen ihrer Gegnerin so gut wie möglich aus dem Weg und als diese zuließ, dass Laura ihren Turm für zwei Figuren geben konnte, hatte sie das was sie wollte: ein Ungleichgewicht. Dafür musste sie eine geschwächte Königsstellung in Kauf nehmen und die gegnerischen Schwerfiguren machten Druck. Prompt hätte Schwarz bei Lauras Versuch die Damen vom Brett zu bekommen eine Figur gewinnen können, doch so kam Laura unbeschadet ins Endspiel. Dies sah nicht danach aus, dass man es gewinnen könnte, im Gegenteil, nachdem Laura einen vergifteten Bauern verspeist hatte, musste sie ihren Springer abgeben, da die Abwicklung ins Bauernendspiel hoffnungslos gewesen wäre. Aber auch mit der Quali weniger wäre die Sache eigentlich gegessen gewesen, die Gegnerin versäumte es jedoch Lauras König den direkten Weg in die Ecke des Randbauern zu versperren, so dass die Punkteteilung unterschriftsreif war.

Runde 9:
U14w #3 Laura Sophie Bauer – Neele Zoe Halas (SG Leipzig) remis
U25B #11 Andreas Hierl – Henry Paul Meyer (Ratinger SK 1950) 1:0
U25B #23 Thorben Mahr (SC Bisingen-Steinhofen) – Christoph Reger 0:1
U25C #3 Theo Weibrecht (SV Schott Jena) – Vinzenz Schilay 0:1

Mit den zwei Siegen zum Abschluss kämpfte sich Andreas mit 6/9 noch auf Platz 15 nach vorne. Ein gutes Resultat auch wenn er nicht immer seine PS auf die Straße brachte. Christoph verbesserte mit 5,5 Zählern auf Rang 25 sein Vorjahresergebnis und kann erneut zufrieden auf Willingen zurückblicken. Vinzenz sorgte für das Highlight schlechthin und stand nach Rang drei beim KIKA-Turnier 2018 als erster Neumarkter zum zweiten Mal bei einer DEM auf dem Siegertreppchen. Darauf war auch bei Laura zu hoffen, aber in so einer DEM-Woche muss halt alles zusammenpassen. 5,5 Punkte waren einer zu wenig für das Podest und sie wurde wie im Vorjahr Siebte, das mittlerweile fünfte Top-8-Ergebnis in Folge.

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10. Theo-Betz-Schulschachturnier 2024

Posted by Sebastian in Jugend 23/24, Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für 10. Theo-Betz-Schulschachturnier 2024

Am Samstag war wieder einmal großer Schachtag an der Theo-Betz-Schule, wobei man ein kleines Jubiläum feiern durfte, denn das große Schulschachturnier fand bereits zum zehnten Mal statt. Und waren es bei der Premiere 2013 noch 38 Kinder, die an den Brettern saßen, ist das Turnier seitdem stetig gewachsen und so nahmen schon zum dritten Mal über 100 Kinder, ehemalige Schülerinnen und Schüler der TBS sowie einige Eltern teil. Kein Wunder also, dass die Deutsche Schachjugend die Schule bereits zweimal mit dem Qualitätssiegel „Deutsche Schachschule“ ausgezeichnet hat. Das Schachspiel hat einen hohen Stellenwert an der Theo-Betz-Schule und die Schachbegeisterung ist den Kindern deutlich anzusehen.
Dies freute auch Direktor Wolfgang Wittmann, der bei der Begrüßung zusammen mit einigen Kindern ein Schachlied sang. Danach interviewte er einige Teilnehmenden und fragte was ihnen denn an Schach so gefällt. „Schach ist spannend und immer wieder anders“, „Schach macht einfach Spaß“ und „Schach ist auch gut für das Gedächtnis“ waren die Antworten der Kinder. Eine Schülerin berichtete, wie sie das Schachspiel von ihrem Bruder gelernt hat und stand damit stellvertretend für das, was man an diesem Tag oft beobachten konnte: Schach ist etwas für die ganze Familie. So saßen auch wieder zahlreich ältere Geschwister, Mamas und Papas an den Brettern, darunter viele „alte Hasen“, die schon seit Jahren mit von der Partie sind und sich jedes Mal auf das Turnier freuen.
Die Organisation lag wie immer in den Händen von Lehrerin Sabine Goehrke, die für ihr immenses Engagement einen großen Applaus von den Anwesenden bekam. Direktor Wittmann bedankte sich auch bei Theresa Beck, die im laufenden Schuljahr eine Schach-AG übernommen hatte sowie bei den vielen Eltern, die sich als Helfer beim Verkauf, dem abendlichen Grillen und Abbau zur Verfügung gestellt haben. Ein großes Dankeschön ging an den Schachklub Neumarkt, der die Schachaktivitäten der Schule von Anfang an begleitet hat und auch diesmal wieder in Person von Sebastian Mösl, Timon Götz, Vinzenz Schilay und Laura Sophie Bauer die Turnierleitung übernahm.

In der Gruppe I (1./2.Klasse Jungen) eilte der Vorjahreszweite Kosta Ovuka von Sieg zu Sieg und gewann alle sieben Partien. Carl Dess konnte die ersten drei Runden Schritt halten, musste sich dann aber Kosta geschlagen geben. Danach teilte Carl den Punkt mit Nghia Tran, wodurch ihn Roman Wedel und Leon Schertel überholen konnten. Doch Carl bezwang Roman in Runde sechs, während Leon gegen Kosta verlor. Zum Abschluss ließ Carl einen weiteren Sieg folgen und sicherte sich somit mit 5,5 Punkten Rang zwei vor Roman, der als einziger der Vierpunkter in der letzten Runde seine Partie gegen Leon gewinnen konnte. Jonas Lenk belegte Rang vier mit 4,5 Zählern gefolgt von gleich sieben Spielern mit je 4 Punkten angeführt von Nghia.

Endstand Gruppe I

Bei den Mädchen gewannen Laura Büttner und Elaine Steinig die ersten beiden Partien und trennten sich im folgenden direkten Duell unentschieden. Doch danach war Laura nicht mehr zu bremsen und holte mit 6,5 Punkten den Titel. Elaine spielte dagegen noch drei weitere Male unentschieden und kam somit in der Endabrechnung auf 5 Zähler. Dies reichte für Platz zwei, obwohl Jana Eibeck mit einem starken Schlussspurt mit drei Siegen am Stück noch nach Punkten gleichziehen konnte, aber zwei Buchholzpunkte weniger hatte. Auf die Ränge vier und fünf kamen Julia Eibeck und Emilia Prieb mit jeweils 4 Zählern.

Endstand Gruppe II

Den besten Start bei den Jungen der 3./4.Klasse hatte Turnierfavorit André Stettinger mit vier Siegen am Stück. Der Vorjahressieger bei den 1./2.Klässlern Niklas Rehan folgte mit einem halben Zähler Rückstand, nachdem er in Runde vier gegen den Vorjahreszweiten Lion Maliqi remisiert hatte. Niklas gelang es in der fünften Runde Spitzenreiter André zu stürzen, doch lange konnte er sich über die Führung nicht freuen, unterlag er doch in der Partie darauf Viktor Borissov. André ließ sich nicht zweimal bitten und war nach einem Erfolg über Hannes Göstl wieder zurück am Platz an der Sonne. Zum Abschluss holte er seinen sechsten Punkt gegen Leopold Dess und sicherte sich somit den Turniersieg. Niklas und Viktor gewannen ebenfalls in der letzten Runde und belegten mit je 5,5 Zählern die Plätze zwei und drei, wobei Niklas 2,5 Buchholzpunkte Vorsprung hatte. Dahinter klassierten sich Leopold und Ibrahim Hibic mit je 4,5 Punkten.

Endstand Gruppe III

Bei den Mädchen meldeten die ersten Drei des Vorjahres aus den Klassen 1/2 – Carlotta Schmer, Vanessa Völkl und Amra Hibic – von Beginn an Podestansprüche an. Vanessa hatte dabei in Runde eins gegen Lea Baier remis gespielt, Carlotta und Amra ihre ersten beiden Partien gewonnen. Das Duell der Spitzenreiterinnen in Runde drei entschied Amra für sich, doch danach musste sie sich Vanessa geschlagen geben, die damit die Führung übernahm. Im weiteren Verlauf gab Vanessa die Führung nicht wieder ab, gewann die restlichen drei Partien und kürte sich nach den Rängen drei und zwei in den letzten beiden Jahren erstmals zur Turniersiegerin. Amra wurde mit 5,5 Punkten Zweite vor Carlotta (4), dank eines halben Buchholzpunkts Vorsprung auf die punktgleiche Tara Sumiqi und Lea (3,5).

Endstand Gruppe IV

In der Gruppe V (5./6.Klasse) zog Leo Münch einsam seine Kreise, gewann alle Partien und damit das dritte Jahr in Folge das Turnier. Sein ärgster Verfolger war Paolo Kink, der nach drei Siegen zum Auftakt im Duell mit Leo den Kürzeren zog. Mit Siegen über Simon Frank und Bao Tran hielt Paolo seine Verfolger auf Distanz und wurde trotz einer Niederlage gegen Cem Urban zum Abschluss mit 5 Zählern Zweiter. Den verbleibenden Podestplatz sicherte sich Simon mit 4,5 Punkten vor Samuel Völkl, Cem und Bao mit je 4. Den Sieg in der Mädchenwertung holte sich Hala Jadoua mit 3,5 Zählern auf Rang sieben.

Endstand Gruppe V

Der Favorit in der Gruppe IV (ab 7.Klasse) war mit Max Blank ein vierfacher Turniersieger, doch zum Auftakt musste er sich dem Vorjahreszweiten Lucas Büttner geschlagen geben. Dies stellte sich bereits als entscheidend heraus, denn Lucas gewann Partie um Partie, u.a. auch gegen Titelverteidiger Razvan Popan in Runde vier. Max blieb ihm zwar auf den Fersen, aber am Ende hatte Lucas einen Punkt mehr auf dem Konto und trug sich damit erstmals in die Siegerliste ein. Hinter Max komplettierte Razvan mit 5 Punkten das Podest, vor der Siegerin der Mädchenwertung Johanna Meyer mit 4 Zählern, für die es bereits der vierte Triumph war.

Endstand Gruppe VI

Bei den Eltern entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Ali Sumiqi und Andreas Münch. Ali konnte im Vorjahr erst zur vierten Runde ins Turnier einsteigen und gewann dann alle vier Partien. Er knüpfte nahtlos an seine Serie an, doch in Runde drei hätte diese gegen Andreas reißen können, denn Andreas hatte zwei Figuen für einen Turm. Aber Andreas war auf der Uhr unter Druck und nachdem er seinen Springer eingebüßt hatte, war die Messe gelesen. In der vierten Runde bezwang Ali auch Thomas Meyer, der ebenfalls mit 3/3 perfekt gestartet war. Ein spannendes Duell gab es in Runde fünf zwischen Ali und Ghaith Al-Elwan zu beobachten. Ghaith hatte eine Qualität mehr und bei heterogenen Rochaden gute Angriffschancen. Mit einem Qualitätsopfer hätte er die Verteidigung überwinden können, doch eine Unachtsamkeit gab Ali die Möglichkeit selbst zum Mattangriff anzusetzen. Andreas setzte sich gegen Thomas durch und blieb Ali auf den Fersen. Er gewann auch die letzten beiden Partien, aber Ali behielt seine weiße Weste (turnierübergreifend gewann er damit alle 11 Partien!) und holte den Titel. Hinter Andreas kletterte Thomas (4) dank eines halben Buchholzpunkts Vorsprung als Dritter auf das Podest, punktgleich vor Sergey Markazov, Ali Jadoua und Nikolay Link. Siegerin in der Damenwertung wurde Nicole Feldberger mit 3 Punkten auf Rang zehn.

Endstand Gruppe VII

Bei der Siegerehrung bekamen die besten Drei einen Pokal, doch es wurden alle Kinder auf die Bühne gerufen, um sich dort ihre Medaille, ihre Urkunde und einen Sachpreis abzuholen.

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Champions Chess Tour 2024 (2) – Chess.com Classic 2024

Posted by Sebastian in Online-Schach | Kommentare deaktiviert für Champions Chess Tour 2024 (2) – Chess.com Classic 2024

Die zweite Etappe der Champions Chess Tour 2024, das Chess.com Classic 2024, findet vom 08. – 15. Mai statt. Für Division I sind die beiden Finalisten der ersten Etappe Magnus Carlsen und Alireza Firouzja sowie Vincent Keymer als Sieger der Division II bereits vorqualifiziert. Beim Play-in setzte sich Fabiano Caruana mit 7,5/9 durch, gefolgt von Maxime Vachier-Lagrave und Wesley So mit je 7 Punkten sowie zehn Spielern mit je 6,5. Darunter befanden sich auch Mattias Blübaum und Dmitrij Kollars auf den Rängen sieben und neun, die sich damit für das Division-I-Placement qualifizierten. Rasmus Svane auf Rang 54 mit 5 Zählern spielt im Division-III-Placement.

Kollars musste sich Wesley So mit 0:2 geschlagen geben und Blübaum unterlag Andrey Esipenko 0,5:1,5, so dass beide in Division II antreten. Rasmus Svane schied mit 0,5:2,5 gegen Eduardo Iturrizaga Bonelli aus.

Vincent Keymer spielte groß auf und bezwang sowohl Alexey Sarana als auch Jan-Krzysztof Duda jeweils mit 2,5:0,5 und zog damit ins Finale des Winner-Brackets gegen Magnus Carlsen ein. Hier stand es nach drei Partien 1,5:1,5, wobei Keymer in Partie eins in einem schwierigen Endspiel mit wenigen Sekunden auf der Uhr eine Abwicklung ins Unentschieden fand, die Carlsen entgangen war. In der zweiten Partie hatte Keymer eine Gewinnchance, die aber auch Kommentator GM David Howell erst nach Konsultation der Engine bemerkte. Zum Abschluss opferte Keymer zwei Figuren für Turm und zwei Bauern, übersah später aber eine starke Fortsetzung und Carlsen gelang es sich im Endspiel durchzusetzen. Damit ging es für Keymer in das Finale des Verliererbaums, wo er gegen Firouzja antreten musste. Dieser setzte sich in Partie eins durch, so dass Keymer danach bedingungslos auf Sieg spielen musste, was jedoch nicht gelang und er mit 0:2 ausschied. Firouzja holte sich dann auch den Turniersieg, da er sich zweimal gegen Carlsen im Armageddon durchsetzen konnte, nachem dieser im ersten Match in Partie vier den Sieg aus der Hand gegeben hatte.

In Division II setzte sich Kollars zunächst mit 3:2 gegen Lenier Dominguez Perez durch, währen Blübaum gegen Daniil Dubov mit 0,5:2,5 den Kürzeren zog. Im Viertelfinale unterlag Kollars dann Levon Aronian mit 0,5:2,5. Im Losers-Bracket musste Blübaum gegen Caruana antreten und schied mit 1:2 aus und auch für Kollars war nach zwei Remis gegen So Endstation, da im Armageddon mit Weiß das dritte Remis zu wenig war.

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Schnellschach Heideck

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Der SC Heideck-Hilpoltstein feierte sein 50jähriges Jubiläum und veranstaltete zu diesem Anlass ein Schnellschachturnier. Unter den 41 Teilnehmern befanden sich auch Erwin Hirn und Jozef Smyk, wobei Jozef nach verhaltenem Start mit 0,5/3 alle restlichen Partien gewann und damit noch Elfter wurde. Erwin kassierte gegen den Zweitplatzierten Promyshlyanskyy in sehr guter Stellung eine unnötige Niederlage und belegte mit ebenfalls 4,5 Zählern einen sehr guten neunten Platz. Turniersieger wurde mit 6/7 der klare Favorit GM Michael Prusikin.

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Vereinspokal Tag 6

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Im Rennen um den Gesamtsieg sind nur noch vier Spieler, außerdem gibt es noch eine hochkarätige Partie um den 5. Platz. Ein Schachfreund betritt nach ca. 1 Stunde Spielzeit den Spielsaal:“ Warum ist es hier denn so heiß?“ Antwort Kibitz:“ Feuer auf allen Brettern“. Sehen wir selbst:

Sebastian vs. Martin – Spiel um Platz 5

Das Spiel um Platz 5 zwischen Sebastian Mösl und Martin Simon begann ruhig, hatte jedoch einen lehrreichen Moment im 5. Zug

Wie hätte Sebi nach Martins 5. Lh5? einen Bauern gewinnen können?

Lösung: Nach 6. Sxe5! geht 6…Lxd1?? nicht wegen 7. Lxf7+ Ke7 8. Sd5# (Seekadettenmatt).
Auch 6..Sxe5 scheitert an 7.Dxh5 Sxc4 8.Db5+ nebst Dxc4.

Nun, stattdessen lief das Giouco piano zunächst entsprechend piano weiter, allerdings hatte Sebi bei beiderseitig langen Rochaden mehr Raum und etwas aktivere Figuren., was von Martin große Vorsicht verlangte, die er jedoch im 20. Zug vermissen ließ:

Martin fraß hier mit 20…fxe4?? den Bauern und erlaubte Sebi den Einfall
21. Da7! mit lästigen Mattdrohungen. Vom folgenden Überfall mit Sd5 und Txg7

kann sich die schwarze Stellung nicht erholen.

Dieser schöne kämpferische Sieg kompensiert die kampflosen Siege Sebis und er erringt damit einen starken 5. Platz in der Endabrechnung, wo Martin auf Rang 6 steht.

Andi vs. Lorenz – jugendliches Talent gegen ex-jugendliches Ex-Talent

Ganz ohne Zweifel steht Andi Hierl in den Startblöcken als bester Nachwuchsspieler seit Lorenz Schilay aus der Schachschule des Schachklubs hervorzutreten, hat er doch als Stammspieler in der Kreisliga 1 in dieser Saison den besten Score aller Spieler gemacht (8,5/9!). Im Kampf um den Einzug ins Finale lief es für Andi gegen Lorenz von Anfang an jedoch ungewohnt schlecht. Er opferte (verlor?) im 5. Zug einen Bauern ohne Kompensation und lief diesem Minusbauern permanent hinterher. Auch die scheinbare Aktivität gegen den schwarzen König erwies sich als Luftschloss.

Sieht bedrohlicher aus als es ist: Nach Andis 25.Tg3 behält Lorenz
ruhiges 25…Df6 beträchtlichen Vorteil für Schwarz wegen des (potentiellen) Drucks auf f2 und d4.

Nach dem Abtausch der Leichtfiguren wurde der Druck von Lorenz Dame/Turm-Batterien zu stark und Andis Stellung brach auseinander. Damit wird Lorenz Traum vom Einzug ins kleine Finale 2 Wirklichkeit und Andi beendet das Turnier auf einem sehr guten viertem Platz.

Jozef vs. Ralf – Gewinner unter sich

Mit Jozef Smyk und Ralf Seitner traten die zwei einzigen ungeschlagenen Spieler aufeinander um den direkten Einzug ins große Finale auszukämpfen. Die beiden folgten ca. 16 Zügen lang einer bekannten Theorievariante, für die die Datenbanken über 20 Vorbilder auf Meisterniveau ausspuken, und die Weiß einen minimalen Vorteil verspricht. Die Partie bleibt lange in etwa ausgeglichen, bis Jozef im 31. Zug einen Leichtfigurentausch unter für sich sehr schlechten Bedingungen zulässt und fortan ständig auf Matt steht.

In dieser Stellung leitet Jozef mit 31.Lxf4? eine ungünstige
Abtauschaktion ein, an deren Ende ein schwarzer Bauer
auf g3 zum weißen Sargnagel wird.

Sehenswert und nicht alltäglich, wie im Anschluss der weiße König vom Turm auf einer Reihe und einer Linie mit Matt bedroht wird, das letztlich nicht parierbar ist.

Der traurige weiße König steht auf Grundreihenmatt und Matt auf der h-Linie.
Nach 44…Te7! funktioniert 45.Te6 nicht wegen Ta7!, und 45. Le6 scheitert an Te8! (nebst Th8#).

Mit diesem schönen Sieg steht Ralf als erster Finalist fest, Jozef bekommt in zwei Wochen (24.05.) gegen Lorenz noch die Chance auf den Finaleinzug und eine Revanche.

Spielplan:

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Vereinspokal 2024 U1500

Posted by Johannes Hierl in Allgemein | Kommentare deaktiviert für Vereinspokal 2024 U1500

Bereits am 26.04.2024 fand die letzte Runde des Vereinspokals für alle u1500 in der Gruppe B statt. Ein enges Rennen um den ersten Platz lieferten sich Daniel Markert und Huien Ge. Am Ende verteidigte Daniel seinen Vorsprung und holte sich souverän mit 12 Punkten den Sieg. Huien Ge beendete das Turnier auf einem starken zweiten Platz. Theo Markert holte sich mit starken 6 Punkten den dritten Platz. Mit 23 Teilnehmer war es das größte Breitenschach Turnier in der jüngeren Schachklubgeschichte.

Zwei Wochen später fanden dann sowohl bei den Interessierten als auch in der Gruppe A die Entscheidungen statt. In der Interessierten Gruppe setze sich im Rundenturnier der dreibesten Andrè Stettinger vor Costa Ovuka und Lion Maliqi durch.

In der Gruppe A machte ich mir das Leben gegen Vinzenz selber schwer, schaffte es aber doch das Turnier ungeschlagen zu beenden. Niklas Rebler setzte sich im Armageddon gegen Noah Lehner durch. Die Partie Martina Götz gegen Rudi Appl wurde sehr zum Leidwesen des Turnierleiters nicht ausgespielt. Samuel Hierl setzte im Spiel um Platz sieben gegen Nikalas Derichev mit 2-0 durch.

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SKN beim Bowling

Posted by Sebastian in Jugend 23/24 | Kommentare deaktiviert für SKN beim Bowling

Neun Kinder des SK Neumarkt nahmen an einem Vereinsausflug zum Pirate Bowling in Velburg teil, bei dem alle viel Spaß hatten und auch der ein oder andere Strike gelang.

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Kreisliga 1 – Runde 9

Posted by Sebastian in Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für Kreisliga 1 – Runde 9

Die zweite Mannschaft bezwang in der letzten Runde der Kreisliga 1 den SK Zirndorf mit 5:3. Unsere jugendlichen Asse machten jeweils kurzen Prozess und so stand es schon vor 21h nach Siegen von Ivan Krushevsky, Andreas Hierl und Christoph Reger 3:0. Auch an den Brettern zwei bis vier sah es sehr gut aus, nur André Schilay hatte eine Figur eingebüßt und musste die Waffen strecken. Dafür brachten Maria Schilay und Christian Junker ihren Vorteil nach Hause, doch leider war bei Winfried Weber der Vorteil verflacht und er wurde zusehends in die Defensive gedrängt. Nach langem Kampf war die Konzentration weg und er wurde Matt gesetzt. Thomas Hummel hatte mittlerweile ebenfalls ein schwieriges Endspiel auf dem Brett und letztlich wurde sein Springer eingefangen. Da gleichzeitig Jäklechemie III überraschend hoch mit 6,5:1,5 gewonnen hatte, war das 5:3 zu wenig und die Zweite rutschte vom Aufstiegsplatz. Und das mit stattlichen sieben Saisonsiegen, doch leider waren dann zwei unnötige Niederlagen eine zu viel. Eine herausragende Saison spielte Andreas Hierl bei seiner Premiere in der Zweiten und war mit 8,5/9 mit Abstand der Top-Scorer der Liga.

Kreisliga 1

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Kreisliga 3 – Spieltag 7: Das Wunder von Schwabach

Posted by Johannes Hierl in Allgemein | Kommentare deaktiviert für Kreisliga 3 – Spieltag 7: Das Wunder von Schwabach

Am letzten Spieltag der K3 hieß es für uns den Aufstieg fest zu machen. Aufgrund von privaten Gründen mussten wir sowohl auf Paul Neppert als auch Benedikt Münz verzichten. Dafür feierte Samuel Hierl sein Mannschaftskampfdebut.

Der Mannschaftskampf startete mit einem Rückschlag. Leonhard Franke – vom Fußball stark lädiert – stellte gegen seinen aufstrebenden Gegner taktisch ein, sodass wir nach knapp einer Stunde eins zu null hinten lagen. Samuel Hierl schaffte das nicht vorherzusehende und setzte seinen Gegner Matt, nachdem er im schottischen Gambit eine aktivere Stellung erreichen konnte. Unser Goldjunge brachte sein berühmt berüchtigtes Wiener Gambit auf die Partie und überrollte seinen Gegner am Königsflügel. Zwei zu eins. Ich musste mich gegen die französische Partie – gegen die ich mich nicht vorbereitet hatte – durchschlagen. Es gelang mir meinen Gegner in eine Linksspringer Variante zu tricksen und taktisch am Königsflügel mit einem Figurenopfer zu vernichten. Drei zu eins. Niklas Rebler gewann ebenfalls in einer recht ruhigen Partie. Vier zu eins. Auch Vinzenz Schilay und Phillip Kaufmann schafften es im Anschluss ihre Partien zu gewinnen und uns so den Aufstieg zu sichern. Einzig Martina Götz verlor in der längsten Partie des Abends nach einem harten Kampf ihre Partie.

Somit steigt die dritte Mannschaft, die bei der Saisonplanung nicht existiert hatte hochverdient in die K2 auf. Den größten Respekt gilt unserem Goldjungen, der in seiner Debütsaison die weiße Weste behielt und bis heute auf seine DWZ wartet.  

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