Rapid Postbauer-Heng 2024

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Beim Rapidturnier in Postbauer-Heng waren drei Neumarkter am Start. Andreas Hierl war in der U16 sehr experementierfreudig unterwegs, stand aber trotzdem nach sechs Runden mit vier Punkten, wobei er sich nur den beiden Führenden geschlagen geben musste, gut da. Eine unerwartete Niederlage zum Abschluss kostete ihn Rang fünf und er wurde Zehnter. Vinzenz Schilay holte drei Zähler und belegte Platz 21. Lorenz Schilay hatte in der U25 eine Runde vor Schluss nur zwei Remis gegen den Setzlistenersten sowie dem Turniersieger abgegeben und lag damit auf Rang zwei. In der letzten Runde musste er jedoch die erste Niederlage quittieren, wodurch er um einen halben Buchholzpunkt vom Podest purzelte.

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Deutsche Schulschachmeisterschaft WK III 2024 – WGG wird Deutscher Vize-Meister!!!

Posted by Sebastian in Jugend 23/24, Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für Deutsche Schulschachmeisterschaft WK III 2024 – WGG wird Deutscher Vize-Meister!!!

Vom 27. – 30. April findet in Aurich die Deutsche Schulschachmeisterschaft in der WK III statt, für das sich das Willibald-Gluck-Gymnasium wie schon im Vorjahr als Bayerischer Meister qualifiziert hat. Es ist bereits die siebte Teilnahme des WGG an einer Deutschen Schulschachmeisterschaft, wobei man 2005 als Vize-Meister und 2008 als Dritter bereits zweimal das Podest erklimmen konnte. Nach Rang sechs im Vorjahr, geht das Team bestehend aus Ivan Krushevsky, Laura Sophie Bauer sowie Simon Koberstein, Jonah und Julian Cwiklik (SC Postbauer-Heng) als Setzlistenzweiter ins Rennen und will im Kampf um den Titel ein Wörtchen mitsprechen. Gespielt werden sieben Runden Schweizer System bei einer Bedenkzeit von 50 Minuten + 10 Sekunden – Dauemn drücken!

Turnierseite

Das WGG feiert seinen größten Erfolg seit 2005 und wurde zum zweiten Mal Deutscher Vize-Meister. Nach einem Auftaktsieg folgten am ersten Turniertag noch zwei Unentschieden, wodurch man auf Rang drei lag. Tags darauf stand das richtungsweisende Duell gegen den Bayerischen Vize-Meister, das Donau-Gymnasium Kelheim, an, das man bei der Bayerischen mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Auch diesmal behielt das WGG mit 2,5:1,5 die Oberhand und war damit erster Verfolger des topgesetzten Cecilien-Gymnasiums aus Düsseldorf, die mit Philipp Leon Klaska (2173) den nominell stärksten Spieler in ihren Reihen hatten. Gegen den bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer gelang ein 2:2 Unentschieden, womit Rang zwei verteidigt wurde. In Runde sechs folgte ein weiteres Unentschieden gegen das Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg, doch auch die Verfolger nahmen sich gegenseitig die Punkte weg, so dass das WGG ein punktgleiches Trio auf den Rängen zwei bis vier anführte. Dank der guten Buchholz hatte man alles selbst in der Hand und mit einem 2,5:1,5 Sieg zum Abschluss sicherte man sich mit 10:4 Punkten hinter Düsseldorf (13:1) und vor Magdeburg (10:4) ungeschlagen die Vize-Meisterschaft.

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Termine Mai 2024

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Termine Mai 2024

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Regionalliga Nordost – Runde 9

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Die erste Mannschaft zeigte ausgerechnet im Endspiel um den Klassenerhalt der Regionalliga Nordost die schlechteste Saisonleistung und muss nach einer deutlichen 1,5:6,5 Niederlage gegen SW Nürnberg Süd II wieder zurück in die B1. Ohne unser etatmäßiges Spitzenbrett gingen wir als Außenseiter in den wichtigen Wettkampf, den die Süder unbedingt gewinnen mussten, wohingegen wir auch mit einem Unentschieden leben konnten. Nach einem frühen Remis von Jozef Smyk war es das dann aber mit den guten Nachrichten. Mattias Birkner war am Königsfügel mit seinen Bauern vorgeprescht, was sich als Bumerang erwies und er verlor durch eine Fesselung eine ganze Figur. Wolfgang Brunner geriet im Mittelspiel unter Druck, als der gegnerische Läufer auf b6 seinen schwachen e3-Bauern ins Visier nahm. Der Gegner tauschte viel ab und der Punkt wurde geteilt. Andreas Niebler versäumte es den gegnerischen Springer zu tauschen und wurde in der Folge den gegnerischen Druck nicht mehr los, bis Materialverlust nicht mehr zu vermeiden war. Eine scharfe Stellung hatte Erwin Hirn auf dem Brett, nachdem er auf Bauernjagd gegangen war, dabei aber die Entwicklung seines Königsflügels vernachlässigt hatte. Auch nach dem Damentausch hatte sein Gegenüber noch Mattdrohungen und als Erwin es versäumte das notwendige Fluchtfeld für seinen Monarchen zu schaffen, war die Messe gelesen. Lorenz Schilay hatte eine Chance in Vorteil zu kommen, doch in Zeitnot wählte er eine andere Variante und konnte den gegnerischen Mattangriff nicht mehr stoppen. In der Partie von Sebastian Mösl wurde der Vormarsch am Königsflügel gestoppt und im Zentrum gekontert, wobei Sebastian zwei Bauern verlor. Einen bekam er sogar wieder zurück, aber das Turmendspiel war trotzdem hoffnungslos. Zuletzt kämpfte noch Martin Simon im Turmendspiel, nachdem er längere Zeit unter Druck gestanden war. Am Ende hatte Martin den letzten Bauern auf dem Brett, aber die Schlüsselfelder kontrollierte der Gegner. Durch die 1,5:6,5 Niederlage zogen die Süder nach Punkten mit uns gleich, doch in dem punktgleichen Trio mit Süd II und Herzogenaurach II haben wir die wenigsten Brettpunkte und stehen somit als Neunter erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz. Dabei haben wir eigentlich eine gute Saison gespielt und den fehlenden sechsten Punkt locker holen können, doch insbesondere beim 4:4 gegen Herzogenaurach haben wir einfach zu viele Chancen liegengelassen. Damit endet unsere Regionalliga-Premiere leider bereits nach einer Saison, aber wir wollen natürlich zurückkommen.

Regionalliga Nordost

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Vereinspokal- Spieltag 5

Posted by Mattias Birkner in Allgemein, Saison 23/24, Saison 23/24, Turniere 23/24, Turniere 23/24 | Kommentare deaktiviert für Vereinspokal- Spieltag 5

Das Teilnehmerfeld dünnt allmählich aus, und es bleiben hochkarätige Paarungen zu verfolgen.

Erwin vs. F.X. – Metamorphosen

Im Spiel um Platz 11 traf Erwin Hirn mit den weißen Steinen auf F.X. Beer. Erwin startete entschlossen in die Partie und konnte zum Ausgang der Eröffnung soliden und brettübergreifenden Raumvorteil für sich verbuchen. Allerdings gestattete er danach F.X. etwas Entlastung durch Figurentäusche für einen Bauerngewinn. Als F.X. gerade wieder Luft zum Atmen bekam verwandelte er durch einen falsch eingefädelten Tausch von Dame und Turm in eine Bauernstruktur-Ruine.

Nach F.X. 35…Dd5?? mit anschließendem Damen- und Turmtausch
erhält Weiß einen gedeckten Freibauern auf d6 und Schwarz hat
null Gegenspiel. Ein einfaches Finish für Erwin.

Nach diesem Sieg endet Erwins Turnier auf Rang 11 (trotz 2 Siegen und zwei Remisen in den langen Partien, aber eben auch zwei Tiebreak-Niederlagen – was England lange Jahre im Fußball war (Elfmeter-Shootout-Loser), ist Erwin im Pokal!).

Martin vs. Andi – Endspiel!

Nach der Tiebreak-Niederlage gegen Andi in Runde 2 war Martin Simon auf Wiedergutmachung gegen Andi Hierl aus – wo kommen wir denn hin, wenn sich die jahrelangen Meister aller Klassen durch Minderjährige ausknocken lassen (liegt wohl im Trend, denn der nächste WM-Herausforderer ist der 17jährige Inder Gukesh)? Martin ließ es jedoch zunächst ruhig angehen und erreichte ein Leichtfiguren-Endspiel mit jeweils 3 gegen 4 Bauern auf den Flügeln. Sorgen musste man sich zu diesem Zeitpunkt allenfalls um Andis relativ passive Leichtfigurenstellung machen und um seine knappe Bedenkzeit (er hielt sich nur noch mit dem 30 Sekunden-Inkrement über Wasser). Zur Überraschung aller Zuschauer bot Martin jedoch den Tausch seines aktiven Springers gegen Andis lahmen Gaul an und kassierte dabei auch noch einen Doppelbauern. Andi setzte daraufhin blitzartig seine 4-Bauern-Mehrheit in Bewegung und die beiden erreichten im 32. Zug die zweite denkwürdige Endspielstellung der Partie. Wohl im Irrglauben, mit seiner eigenen 4 gegen 3 Mehrheit am Damenflügel durchbrechen zu können, unterließ Martin die Bildung eines eigenen Freibauern, die er in jeder Blitzpartie vermutlich automatisch gezogen hätte. Nach dem folgenden Abtausch der Läufer geriet er in ein strukturell verlorenes Bauernendspiel.

Nach Andis 32…Lxh2 hätte Martin mit 33.h5! Siegchancen bewahren können.
Er tausche jedoch mit 33. hxg5?. Nach Läufertausch kann Schwarz einen
Freibauern am Königsflügel bilden und damit gewinnen, weil der weiße

Bauernvormarsch am Damenflügel jederzeit mit a6 gestoppt werden kann.

Damit wurde Martin also quasi in der Nachspielzeit ausgeknockt, und Andi steht im kleinen Finale 1.

Lorenz vs. Sebastian – kämpferisch

Was ist das Gegenteil von kampflos? Nachdem Sebastian Mösl bisher in 5 Runden dreimal kampflos weitergerückt ist, war die Erleichterung diesmal groß, dass es gegen Lorenz Schilay kämpferisch am Brett entschieden werden musste. Allerdings begann die Partie nicht straßenkämpferisch sondern es entspann sich ein ruhiger, strategischer Kampf um die Kontrolle des Zentralfeldes d5. Sollte das Feld (aus Sebis Sicht) mit Figuren oder Bauern besetzt werden, oder (aus Lorenz Sicht) um das Feld d5 herum anderweitig Initiative erlangt werden?

Die Kontrolle von d5 shaut erstmal vielversprechend für Sebi aus.
Aber kurz darauf fühlt er sich zu Lxe6 gezwungen und nach fxe6
gehört d5 wieder Lorenz.

Durch einen mehr oder weniger erzwungenen Abtausch auf e6 wurde d5 für Sebi schließlich unerreichbar, durch einen unglücklich-aktiven Springerzug verlor er zudem noch einen Bauern. Schließlich vor die Wahl gestellt, mit Damentausch in ein unangenehmes Endspiel mit Minusbauern zu gehen, oder Lorenz Dame und Turm den Einbruch auf der ersten Reihe zu gestatten, ließ Sebi letzteres zu, mit schließlich undeckbarem Matt.

Kurz vor Schluss kann Lorenz mit 35…Df1 Matt drohen.
Nach der Parade 36. f3 und 36…Tb1 ist das Matt auf h1 nur mit
größten Verlusten zu vermeiden.

Damit trifft Lorenz im kleinen Finale 1 auf Andi, und Sebi spielt mit Martin um Rang 5.

Spielplan

Die nächste Runde findet am 10.05. statt.

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Kandidatenturnier 2024

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Vom 03. – 22. April findet das Kandidatenturnier und das Kandidatenturnier der Frauen in Toronto statt. In je einem Achterfeld wird der Herausforderer für Ding Liren und die Herausforderin für Ju Wenjun gesucht. Es wird doppelrundig gespielt, die Bedenkzeit beträgt 2h für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest der Partie mit 30 Sekunden Inkrement ab Zug 41 bei den Herren und 1,5h + 30 Minuten mit 30 Sekunden Inkrement ab Zug 1 bei den Damen. Rundenbeginn ist jeweils um 20:30h.

Bei den Herren wird mit Spannung erwartet, ob es Ian Nepomniachtchi nach seinen Erfolgen 2021 und 2022 als erstem Spieler gelingen wird das Kandidatenturnier zum dritten Mal zu gewinnnen. Fabiano Caruana hat das Turnier ebenfalls bereits gewonnen und gilt für viele als Top-Favorit. Auch die neuen Top-Stars sind bereits in Person von Praggnanandhaa und Gukesh vertreten.

Vor der letzten Runde können noch vier Spieler das Kandidatenturnier gewinnen und genau diese Vier treffen nun aufeinander. Aus dem Führungstrio gelang es Gukesh Firouzja in einem spannenden Endspiel niederzuringen und die alleinige Führung zu übernehmen, da Nepo und Nakamura remisierten. Nicht weniger spannend war die Partie zwischen Caruana und Pragg, die Caruana gewann und damit zu Nepo und Nakamura aufschließen konnte.
In der letzten Runde bot Gukesh keine Angriffsfläche, wickelte in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab und sicherte sich mit einem Remis mindestens den Tie-Break. Hochdramatisch verlief das Duell zwischen Caruana und Nepo, wobei Caruana am Drücker war, aber kurz vor der ersten Zeitkontrolle in Zeitnot Nepo ein Quali-Opfer erlaubte, wonach die Verwertung des Endspiels sehr kompliziert wurde. Prompt zeigt die Engine nach dem 41. Zug Ausgleich an, aber auch das Eis auf dem sich Nepo bewegte war sehr dünn und so bekam Caruana immer wieder Chancen. Mit unter zwei Minuten fand Caruana den Gewinnweg nicht und nach 109 Zügen war das Remis besiegelt. Damit gewinnt Gukesh als jüngster Spieler der Geschichte mit 17 Jahren das Kandidatenturnier und wird im Herbst Weltmeister Ding Liren herausfordern.

1. Gukesh 9,0
2. Nepomniachtchi 8,5
2. Nakamura 8,5
2. Caruana 8,5
5. Praggnanandhaa 7,0
6. Vidit 6,0
7. Firouzja 5,0
8. Abasov 3,5

Paarungen R13 am Samstag:
Ian Nepomniachtchi – Hikaru Nakamura remis
Praggnanandhaa R – Fabiano Caruana 0:1
Vidit Santosh Gujrathi – Nijat Abasov remis
Gukesh D – Alireza Firouzja 1:0

Paarungen R14 am Sonntag:
Hikaru Nakamura – Gukesh D remis
Alireza Firouzja – Vidit Santosh Gujrathi remis
Nijat Abasov – Praggnanandhaa R 0:1
Fabiano Caruana – Ian Nepomniachtchi remis

Im Feld der Damen sind mit Aleksandra Goryachkina und Lei Tingjie die Siegerinnen der beiden vorherigen Turniere mit von der Partie, sowie die Vorgängerin von Ju Wenjun, Tan Zhongyi .

Bei den Damen kam Tan Zhongyi mit einem Remis gegen Anna Muzychuk dem Turniersieg einen großen Schritt näher, da ihre einzige Verfolgerin Lei Tingjie gegen Vaishali verlor und damit einen ganzen Punkt Rückstand aufweist. Für Vaishali war es nach vier Niederlagen nacheinander in den Runden 6-9, nun der vierte Sieg in Folge.
Mit einem Remis zum Abschluss sicherte sich Tan Zhongyi den Turniersieg, während Lei Tingjie die zweite Niederlage in Folge kassierte. Damit konnten sowohl Koneru Humpy als auch Vaishali mit ihrem fünften Sieg in Folge noch zu Lei Tingjie aufschließen.

1. Tan Zhongyi 9,0
2. Lei Tingjie 7,5
2. Koneru 7,5
2. Vaishali 7,5
5. Goryachkina 7,0
6. Lagno 6,5
7. Salimova 5,5
7. Muzychuk 5,5

Paarungen R13 am Samstag:
Nurgyul Salimova – Kateryna Lagno remis
Tan Zhongyi – Aleksandra Goryachkina remis
Humpy Koneru – Anna Muzychuk remis
Vaishali Rameshbabu – Lei Tingjie 1:0

Paarungen R14 am Sonntag:
Kateryna Lagno – Vaishali Rameshbabu 0:1
Lei Tingjie – Humpy Koneru 0:1
Anna Muzychuk – Tan Zhongyi remis
Aleksandra Goryachkina – Nurgyul Salimova remis

Turnierseite

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Vereinspokal u1500, u1500B (Spieltag 4)

Posted by Johannes Hierl in Allgemein | Kommentare deaktiviert für Vereinspokal u1500, u1500B (Spieltag 4)

Am Freitag fand der vierte Spieltag des Vereinspokals für alle unter 1500 statt. Im Winners Final konnte ich mich gegen Vinzenz Schilay mit 2-0 durchsetzen. Im Losers Halbfinale gewann Niklas gegen Noah mit 1,5 – 0,5. Somit ziehe ich ins Grandfinal ein und warte nächste Woche auf meinen Gegner.

Tabelle:

In der Gruppe B bahnt sich ein Sieg von Daniel Markert vor Huien Ge an.

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Vereinspokal Tag 4

Posted by Mattias Birkner in Allgemein, Saison 23/24, Saison 23/24, Turniere 23/24, Turniere 23/24 | Kommentare deaktiviert für Vereinspokal Tag 4

Am vierten Tag des Vereinspokals wurden nur wegen Verlegungen und Absagen nur drei Partien gespielt.Wolfgang Brunner muss sich leider aus persönlichen Gründen vom Turnier zurückziehen, was Sebastian sein drittes kampfloses Weiterrücken beschert. Man witzelt schon, wie viele Partien Sebi verlieren müsse, um am Ende den Pokal zu gewinnen (nach aktuellem Stand: 2 Niederlagen, ein Sieg würden reichen).

Philipp vs. Thomas – Aljechins feuchter Traum

In der Partie von Philipp Kaufmann gegen Thomas Hummel probierte Thomas es mal wieder mit der Aljechin-Verteidigung, wobei sich die Grundidee des vierten Weltmeisters auf Trefflichste erfüllte: die weißen Bauern nach vorne locken, damit sie anfällig werden und der Schutzwall der weißen Stellung porös wird.

Nach Philipps 13.Kc3 sind nur der König und ein Läufer „entwickelt.“
Hier hätte 14…Txd4 schnell gewonnen, aber auch Thomas 14…f6 sorgt
für einen schnellen Zusammenbruch.

Nach 18 Zügen war das Gemetzel zu Ende und Thomas belegt in der Schlusstabelle Rang 13, Philipp Rang 14.

F.X. vs. Ivan – Waagschalen

Anfang der 1990er Jahre brachte ChessBase sein Schachprogramm Fritz 3 (unter DOS) auf den Markt. Als damals begeisterter Schachjünger hatte ich meinen Spaß an der automatischen Textkommentierung von eingegebenen Partien. Einer von Fritzens Lieblingssprüchen bei der Kommentierung meiner juvenilen Kreisklassepartien war:“wild schwanken die Waagschalen.“ An der Partie von F.X. Beer gegen Ivan Krushevsky hätte Fritz seine helle Freude gehabt. Der Enginebalken zeigt wilde Ausschläge von -2 nach +2, ehe das Spiel in ein ruhiges Endspiel verflachte und der Punkt geteilt wurde.

Nachdem F.X. ein Bauernfrühstück am Damenflügel ausgelassen hatte,
hätte Ivan nach 14.Lc4? mit 14…Se5! (mit Angriff auf den Läufer und g2)
den Bauern g2 gewinnen können, weil die Deckung mit 15. Lf1 wegen
der drohenden Gabel auf d3 nicht funktioniert.

Im anschließenden Tiebreak zeigte sich wieder einmal, dass gepflegte Seniorität gegen jugendliches Schnelldenkertum einen schweren Stand hat, gewann Ivan doch beide Blitzpartien auf Zeit, um es nicht mit Goethe zu sagen:

Hat einer dreyßig Jahr vorüber, So ist er schon so gut wie todt. Am besten wärs, euch zeitig todtzuschlagen.

J.W. v. Goethe, Faust II

Mattias vs. Martin – logisch

Ich liebe das Schachspiel, weil es so logisch ist.

Efim Bogoljubow

Früher mal – in des Autor Jugend – galt die russische Verteidigung als „Remis-Autopilot“. Dass das eine krasse Fehleinschätzung ist, zeigte die Halbfinalbegegnung zwischen Mattias und Martin Simon, wo bereits nach 10 Zügen eine IQP-Struktur entstanden ([ei kjuh pih] isolated queen’s pawn , isolierter Damenbauer auf d4, keine Bauern auf der c- und e-Linie). Diese Struktur verspricht Weiß ein aktives Spiel gegen den Königsflügel mit den logischen Plänen:

  • Batterie Dame – Läufer auf der Diagonale b1-h7
  • Springervorposten auf e5
  • evtl Turmtransfer über e1 und e3 nach g3
  • ggf. Durchbruch mit d4-d5

Aber auch die schwarzen Pläne ergeben sich logisch aus der Struktur:

  • Abtausch des starken weißfeldrigen Läufers
  • generell Figurentausch, weil im Endspiel der isolierte Bauer schwach wird
  • Blockade des Bauern mit Sd5

Mit der Ei Kjuh Pih war die Bühne bereitet für eine interessante Partie, spätestens um den 14. Zug Fahrt aufnahm.

Nach Martins 14…Lb4 wäre 15.Ld2 natürlich gewesen, aber der Abtausch
des nach h6 schielenden Läufers wäre im Sinne des Schwarzen gewesen,
weshalb das Qualitätsopfer 15.Txe6 logisch ist. Auch wenn daraus nichts Konkretes
folgt, schwächt es die weißen Felder um den schwarzen König und nötigt
Schwarz zu großer Vorsicht.

Martin verbrauchte in der Folge einen Großteil seiner Bedenkzeit und Mattias hatte im Mittelspiel meistens 20 Minuten mehr auf der Uhr. Beide Spieler verpassten in der Folge Möglichkeiten zum Vorteil, aber immerhin konnte Mattias die Qualität zurückgewinnen, und das Spiel mündete in ein Endspiel Läufer gegen Springer mit entfernten Freibauern.

Um den fünfzigsten Zug machte sich Mattias noch Hoffnung in
Martins Zeitnot (<1 Minute) mit dem langreichweitigen Läufer
und dem aktiven König etwas rauszuholen. Aber nach den
Gesetzen der Logik ist diese Stellung totremis.

Nach dem fälligen Friedensschluss stand also auch hier ein Tiebreak an. Da kann man sich noch so jugendlich und schnelldenkerisch fühlen, gegen Martin hilft das alles nichts. Mattias verlor die erste Blitzpartie in guter Stellung auf Zeit, in der zweiten war nicht mehr als ein Remis drin.

Irgendwie unlogisch.

Ich liebe das Schachspiel, weil es so unlogisch ist.

Savielly Tartakower

Martin steht somit im zweiten Halbfinale mal wieder gegen Andi Hierl und durch Wolfgangs Rückzug endet Mattias Turnier auf Platz 7.

Nächste Runde

Die nächste Runde findet am Freitag, 26.04.2024 um 20 Uhr statt.

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Kreisliga 3 – Spieltag 6: War’s das mit dem Aufstieg?

Posted by Johannes Hierl in Allgemein | Kommentare deaktiviert für Kreisliga 3 – Spieltag 6: War’s das mit dem Aufstieg?

Ein Kommentar von Noah „dem Goldjungen“ Lehner

In Runde 6 der Kreisliga 3 durfte die dritte Mannschaft des SK Neumarkt 3 gegen Zabo-Eintracht Nürnberg 4 ran. Klar war: Wenn der Aufstieg in die Kreisliga 2 geschafft werden will, muss der Sieg her. Nach knapp 10 Minuten zeichnete sich auf Brett 6 mit Noah Lehner ab, dass Neumarkt wohl den ersten Punkt holt. Der Gegner spielte gegen die Königsbauern-Eröffnung von Lehner 1. e4 a5 2. Sf3 h5 3. Lc4 e6 4. Sc3 b6 5. d4 Lb7 6. O-O g6 und stand in kurzer Zeit völlig auf Verlust. Der „Goldjunge“ sprengte mit Entwicklungsvorsprung gekonnt das Zentrum auf und nutzte die Fehler des Gegners so aus, dass bereits nach 10 Zügen ein Figurengewinn bevorstand und kurz darauf die Aufgabe folgte. 1:0 für den SK Neumarkt.

Auch auf Brett 4 übte Leonhard Franke gezielt Druck aus, bis der Gegner eine Bauerngabel übersah und schließlich eine Figur hergeben musste. So wickelte Franke in ein gewonnenes Endspiel ab, und konnte durch die Mehrfigur erst König und Dame gabeln und dann noch auf g7 Matt setzten. 2:0, alle Zeichen Richtung Sieg.

Auf Brett 7 konnte Vinzenz Schilay im Vierspringerspiel seinem Gegner früh einen Zentrumsbauern nehmen, aber durch den Entwicklungsvorsprung des Gegners, der den Springer auf e4 fesselte, musste er im Mittelspiel dann die Figur geben und wurde schließlich – ohne Rochiert zu haben, Matt gesetzt. 2:1

Auf Brett 8 spielte Martina Götz ihre Schottische Vorbereitung, übersah aber im Mittelspiel, dass der Gegner einen Zentrumsbauern gewinnen konnte. Auf diesen Schock verlor sie dann erst eine Figur, und ließ dann zu, dass ihre Dame gefangen wurde. Trotzdem gab sie nicht auf, und hatte die Chance auf ein Grundreihenmatt – aber auch dieses übersah sie leider und so musste sie wenig später aufgeben. 2:2, die Spannung steigt.

Ronald Trinks spielte auf Brett 5 eine moderne Verteidigung und nach einem ausgeglichenen Mittelspiel einigten sich Widersacher auf ein Remis. 2½:2½

Währenddessen stand Rudi Appl auf Brett 3 mit einem Bauern weniger im Endspiel schlechter und Johannes Hierl auf Brett 1 hatte eine Figur weniger.  Nur Paul Neppert auf Brett 2 stand auf Remis. Ist der Aufstieg Geschichte?

Nach einem eher ruhigen Mittelspiel hatte Appl im Endspiel das Läuferpaar, stellte aber einen Bauern ein. Der Gegner versuchte jedoch übereifrig den Vorteil abzuwickeln, und übersah ein Grundreihenmatt. Dieses mal nutzte der SK Neumarkt in Form von Appl diese Gelegenheit und plötzlich war der Aufstieg wieder ein Stück wahrscheinlicher (3½:2½). Konnte Paul Neppert sein Spiel noch gewinnen.

22:00 Uhr. Neppert und Hierl spielen noch. Hierl mit 15 gegen 60 Minuten. Neppert mit ca. 30 gegen 30. Beide haben die 40 Züge noch nicht geschafft. Zum aktuellen Zeitpunkt steht Neppert auf Remis.

Hierl, welcher nach einem Entwicklungsvorsprung in der Eröffnung, im entscheidenden Moment verpasste das Zentrum zu öffnen und es geschlossen ließ, stellte relativ bald durch einen Abzugsangriff die Figur ein. Er stellte sich jedoch sehr aktiv und konnte den Entwicklungsvorsprung nutzen um den Gegner einzuschränken. Dieser schlug sich jedoch hartnäckig. Hierl versucht jetzt die Königsstellung zu öffen.

22:15 Uhr. Neppert steht immer noch auf Remis. Wars das mit dem Aufstieg?

22:20 Uhr. Hierls Gegner spielt – und dieser Blitzt. Tg2+. Entweder die Dame muss dazwischenfahren – oder der König geht Matt. Der Gegner überlegt, sucht einen Zug. Findet keinen. Nach einer halben Stunde wickelt Hierl das Spiel sicher ab. Sicher – das heißt, er nimmt die Dame statt mit einem Bauern, mit dem Turm. Und verliert diesen prompt wieder. Aber was solls, die Qualität mehr reicht um sich 3 verbundene Freibauern auf dem Damenflügel zu sichern. Hierl gibt die Dame für den Turm – und der Gegner auf. Kreisliga 2 wir kommen!

Neppert schaffte es eine Stunde später sein Spiel zu gewinnen. Er stand im Mittelspiel kurz schlechter, aber die Zeitnot des Gegners nutzte er um diesen Matt zu setzten. So beenden wir einen langen, spannenden Tag mit 5½:2½.

Im nächsten Spiel müssen wir gegen Schwabach ran – aber da machen wir es uns hoffentlich leichter.
Aber diese Geschichte, erzählen wir an einem anderem Tag.

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Regionalliga Nordost – Runde 8

Posted by Sebastian in Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für Regionalliga Nordost – Runde 8

In der achten Runde der Regionalliga Nordost musste sich unsere erste Mannschaft der klar favorisierten SGem Fürth mit 2,5:5,5 geschlagen geben. Bei Ralf Seitner war schon in der Eröffnung etwas schief gegangen und er hatte zwei Bauern weniger, aber ohne Entwicklungsvorsprung. Ralf versuchte noch Fragen zu stellen, aber sein Gegenüber brachte die Partie sicher nach Hause. Dagegen hatte der Kontrahent von Andreas Niebler einen taktischen Schlag zugelassen, wonach Andreas einen wichtigen Zentrumsbauern gewann. Den musste er zwar alsbald zurückgeben, aber da der weiße König auf seinem Ausgangsfeld verharrte, sah die Sache weiterhin aussichtsreich aus. Im weiteren Verlauf verlor Andreas einen Bauern und nach dem Damentausch war der gegnerische Freibauer nicht mehr zu stoppen. Sebastian Mösl hatte im Mittelspiel einen taktischen Schlag übersehen, wonach sein Gegenüber für die geopferte Qualität die zwei Zentrumsbauern und starken Angriff bekam. In beiderseitiger Zeitnot wäre das Remisfenster an einer Stelle nochmal aufgegangen, doch danach musste Sebastian angesichts des unabwendbaren Matts das Handtuch schmeißen. Lorenz Schilay konnte im Mittelspiel mit seinem Läuferpaar die Initiative übernehmen und den weißen Monarchen attackieren. Dies brachte ihm einen Mehrbauern ein und Lorenz wickelte in ein gewonnenes Bauernendspiel ab. Erwin Hirn hatte ein mobiles Bauernzentrum und eroberte aus dem daraus resultierenden aktiven Figurenspiel eine Qualität, die er im Endspiel verwertete. Franz Xaver Beer erlaubte mit einem unglücklichgen Figurentausch dem Kontrahenten mehr Einfluss im Zentrum. Zudem hatte dieser Spiel auf der halboffenen b-Linie und in Verbindung mit dem Läufer aud der langen Diagonale, ging der b-Bauer letztlich über Bord. Die etwas bessere Bauernstruktur hatte Martin Simon auf der Habenseite, der mit einem entfernten Freibauern auf der a-Linie die etwas besseren Chancen hatte. Martin wählte die Option Köngisangriff, doch dafür musste der a-Bauer für den f-Bauern aufgegeben werden und mehr als Dauerschach war in der Fogle nicht herauszuholen. Zuletzt lief noch die Partie von Jozef Smyk, der in einer scharfen Stellung einen Bauern gegegen hatte, dafür aber mit dem König in der Mitte verbleiben musste. Welches Läuferpaar nun gefährlicher für den gegnerischen Monarchen sein würde, war die große Frage. Letztlich verblieb der Gegner mit dem Mehrbauern, der im Endspiel zur Dame wurde. Durch die 2,5:5,5 Niederlage fielen wir auf Rang acht zurück, da Herzogenaurach II mit einem Kantersieg um einen halben Brettpunkt an uns vorbeizog. Da auch Nürnberg Süd II mit einem Sieg auf zwei Zähler an uns herangerückt ist, kommt es nun in der letzten Runde zu einem Endspiel bei den Südern.

Regionalliga Nordost

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