BayerischeEM 2021 – Maria Schilay ist Bayerische Meisterin in der U18!!!

Posted by Sebastian in Jugend 20/21, Saison 20/21 | Kommentare deaktiviert für BayerischeEM 2021 – Maria Schilay ist Bayerische Meisterin in der U18!!!

Vom 31. Mai – 04. Juni findet Teil zwei der Bayerischen Meisterschaften in Bad Kissingen statt. Maria Schilay ist in der U18w mit von der Partie und Laura Sophie Bauer, die in der U12w bereits einen Freiplatz für die Deutsche bekommen hatte, startet in der U14w.

Turnierseite

U14w:
R1: Bauer Laura Sophie – Loos Violeta (SG Post/Süd Regensburg) 1:0
R2: Muhina Alina (SC Garching) – Bauer Laura Sophie 0:1
R3: Bauer Laura Sophie – Prinzen Siri Marleen (SK Tarrasch 1945 München) 0:1
R4: Ding Tina (SC Kempten 1878) – Bauer Laura Sophie remis
R5: Bauer Laura Sophie – Kallipke Felizitas Birgit (SC Uttenreuth) 1:0
R6: Reich Elisabeth (ATSV Oberkotzau) – Bauer Laura Sophie remis
R7: Bauer Laura Sophie – Burdett Sabah (TV Tegernsee) 0:1

Laura verliert leider die letzte Partie und verpasst somit Rang zwei. Mit 4/7 belegt sie als U12-Spielerin des jüngeren Jahrgangs Rang sechs in der U14.

U18w:
R1: Schilay Maria – Vuckovic Katarina (SF Augsburg) remis
R2: Schilay Maria – Röll Laura (SC Vaterstetten) 1:0
R3: Dietrich Christina (SGem 1882 Fürth) – Schilay Maria 0:1
R4: Schilay Maria – Cheredzhiyska Iva (TV Tegernsee) remis
R5: Albayrak Berrak (SC Noris-Tarrasch Nürnberg) – Schilay Maria 0:1

Maria hatte in der letzten Runde im Mittelspiel einen Bauern verloren und kämpfte im Doppelturmendspiel um das Remis, das Rang zwei und die Quali für die Deutsche Meisterschaft bedeutet hätte. Irgendwie zauberte sie aus dem Minusbauern zwei Mehrbauern heraus und lag damit zusammen mit Iva Cheredzhiyska (TV Tegernsee) in allen Wertungen gleichauf an der Spitze. Damit kam es erstmals zu einen Blitzentscheid um den Titel. In der ersten Partie führte Maria die schwarzen Steine und verlor. Doch mit Weiß gelang ihr der Ausgleich und nun musste eine Armageddon-Partie die Entscheidung bringen. Iva wählte Weiß und hatte damit sechs gegen fünf Minuten, musste dafür aber gewinnen. Maria setzte sich letztlich durch und krönte sich nach zwei dritten Plätzen 2013 und 2017 im zehnten Anlauf erstmals zur Bayerischen Meisterin!

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Champions Chess Tour 2021 (6) – FTX Crypto Cup

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Weiter geht es mit der Champions Chess Tour, vom 23. – 31. Mai steht die sechste Etappe auf dem Programm. Beim FTX Crypto Cup handelt es sich um das dritte und letzte Masters-Turnier, bei dem sich der Sieger direkt für das Finale qualifiziert. Und das Teilnehmerfeld sucht seinesgleichen: die gesamte Top-10 der Weltrangliste ist am Start und dazu kommen mit MVL, Firouzja, Nakamura, Svidler und Dubov weitere illustre Namen. Einzig Alan Pichot gehört nicht den Top-30 an und hat unter 2700 ELO.

Alle Partien werden wieder auf Chess24 von mehreren Kommentatoren-Teams live übertragen. Spielbeginn ist jeweils um 17h.

Bericht Tag 1
Bericht Tag 2
Bericht Tag 3

Mit Blick auf das starke Teilnehmerfeld war klar, dass viele große Namen die KO-Phase nicht erreichen würden. Dass es aber um ein Haar den Weltmeister erwischt hätte, der bis dato alle fünf Vorrunden für sich entschieden hatte, kam dann doch überraschend. Nachdem Carlsen einige gute Stellungen nicht verwertet hatte, benötigte er in der letzten Partie einen Fehler von Radjabov, der in ein verlorenes Bauernendspiel abwickelte, um sich zu qualifizieren. Dasselbe galt für WM-Herausforderer Nepo, der sich mit einem Schlussspurt mit 3,5/4 gerade noch Rang acht sicherte, dank des gewonnenen direkten Vergleichs mit Aronian, der damit genauso Ausschied wie u.a. Mamedyarov und Firouzja. An der Spitze des Feldes lag CCT-Debütant Fabiano Caruana mit 10/15 vor einem Quartett bestehend aus Giri, Nakamura, MVL und So mit einem Zähler Rückstand.

VF:

Vorrundensieger Caruana hatte sich in 15 Partien nur einmal geschlagen geben müssen, aber zu Beginn des Viertelfinales gegen Nepo konnte er den zunehmenden Druck im Endspiel nicht abschütteln. Nach zwei Unentschieden war Nepo drauf und dran den Matchsieg einzufahren, aber er ließ Caruana vom Haken und im Endspiel konnte dieser letztlich zum 2:2 ausgleichen, gleichwohl er die Tür für Nepo noch mehrfach geöffnet hatte. Tag zwei begann mit einem unspektakulären Unentschieden und auch in der Partie darauf schien die Punkteteilung unterschriftsreif, auch wenn Caruana im Damenendspiel einen Bauern weniger hatte. Aber Nepo unterlief ein Fehler und nun hätte Caruana gewinnen können, begnügte sich aber mit einer Zugwiederholung. Die Geschichte wiederholte sich in Partie Nummer drei: lange stand es ausgeglichen, doch nach einem Fehler von Nepo bekam Caruana erneut die Chance zur Führung. Aber wiederum ließ er diese ungenutzt und nachdem auch zum Abschluss ein Remis das Resultat war, ging es in den Blitzentscheid. Hier übersah Caruana in einer Schlagkombination einen Zwischenzug und war in der Folge chancenlos. Die zweite Partie ging schnell in ein Doppelturmendspiel, in der Caruana aus dem Nichts einen Bauern gewann. Jedoch war die resultierende Stellung alles andere als leicht zu gewinnen und Nepo gelang es alle Steine vom Brett zu bekommen.
In den ersten beiden Partien zwischen MVL und So hatte der Franzose an einer Stelle eine gute Chance ausgelassen. Dann schlug So mit der Berliner Mauer zu und als MVL in der letzten Partie das Risiko erhöhen musste, nutzte dies So ohne Umschweife zum 3:1 Endstand. Tags darauf setzte MVL nach einem Remis zu Beginn alles auf seine Weißpartie, schlug eine Zugwiederholung aus und verlor. Daraufhin sicherte sich So mit einem sicheren Remis den Einzug ins Halbfinale.
Erstaunlich einseitig verliefen die Partien zwischen Nakamura und Carlsen am ersten Tag aus weißer Sicht ohne das Schwarz jeweils einen Fuß auf den Boden brachte. Das zweite Match begann dann jedoch mit einem Schwarzsieg von Nakamura, nachdem Carlsen in einer Opfervariante etwas übersehen hatte. Aber er nutzte die Chance in der folgenden Partie eine kompizierte Stellung mit ungleichmäßiger Materialverteilung herbeizuführen, in der Nakamura fehlgriff und letztlich seine Mehr-Quali gegen drei verbundene Freibauern chancenlos war. Im Anschluss kam Carlsen gut aus der Eröffnung, doch nach einem Fehler stand er mit dem Rücken zur Wand. Er verlor zwei Bauern, aber dank seiner aktiv postierten Dame, gelang es ihm mit einem Minusbauern in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zu kommen. Es folgte ein weiteres Unentschieden, so dass es zum Blitzentscheid kam. Doch wer gedacht hatte, dass die verkürzte Bedenkzeit eher Nakamura in die Karten spielen würde, sah sich getäuscht. In der ersten Partie stand Carlsen bereits ausgangs der Eröffnung überlegen und in Partie zwei kam er nie in Schwierigkeiten, sondern setzte im Gegenteil selbst zum entscheidenden Schlag am Königsflügel an.
Giri und Radjabov starteten ihr Match mit einem 161-Züge-Remis, wobei Radjabov im Endspiel Springer gegen Bauer diesen auch schon 37 Züge früher hätte schlagen können… In der zweiten Partie hatte sich Radjabov im Endspiel mit Läufer gegen Springer eine gewonnene Stellung erspielt, ließ Giri aber ins Remis entschlüpfen, da er es versäumt hatte zunächst dem Springer den Zugang zu seinen Bauern abzuschneiden und erst danach die verbliebenen gegnerischen Bauern einzusammeln. Nach einem weiteren Unentschieden setzte sich Radjabov in der letzten Partie durch. Dies nutzte er am zweiten Tag und versuchte seine Führung zu verwalten. Auch Giri hatte kein Problem damit, die beiden Schwarzpartien schnell in den Remishafen zu steuern, um mit Weiß den nötigen Sieg zu holen. In der ersten Partie hatte er Vorteile im Endspiel, doch diese endete letztlich genauso unentschieden wie die Letzte. Damit hatte im Duell der Sieger der beiden bisherigen Masters-Turniere Radjabov die Nase vorne.

Caruana – Nepomniachtchi 2:2 2:2 0,5:1,5
Vachier-Lagrave – So 1:3 1:2
Nakamura – Carlsen 2:2 2:2 0:2
Giri – Radjabov 1,5:2,5 2:2

Bericht VF Tag 1
Bericht VF Tag 2

HF:

Das Duell Nepo gegen So startete mit zwei Unentschieden, wohingegen in Partie drei Nepo am Drücker war. Einen einfachen Figurengewinn per Turmschach übersahen beide Spieler und So kam mit einem blauen Auge davon. Zum Abschluss war es So der in einem ausgeglichenen Endspiel noch nach etwas Greifbarem fischte. Da Nepo kurioserweise aber mittlerweile mehr gegen einen Moskitoschwarm zu kämpfen hatte als gegen seinen Kontrahenten, unterlief ihm ein Fehler und gegen zwei Mehrbauern war dann kein Kraut mehr gewachsen. Am nächsten Tag war Nepo entsprechend in Angriffslaune und startete einen Opferangriff, doch So fand die richtige Verteidigung und zwang Nepo zum Dauerschach. Partie zwei endete schnell unentschieden und mit Weiß suchte Nepo wiederum taktische Verwicklungen. Aber So blieb eiskalt, ließ nichts zu und machte das entscheidende 2:1 zum Finaleinzug.
Carlsen konnte nach zwei Remispartien einen Fehler in der Eröffnung seitens Radjabov zur Führung ausnutzen. Aber Radjabov konterte noch einmal mit feiner Eröffnungsvorbereitung und glich zum 2:2 aus. Tags darauf schüttelte Carlsen in der ersten Partie den Druck ab und nach einem Fehler von Radjabov im Endspiel ging der Weltmeister in Führung. Diese verteidigte er zunächst mit einem Remis, fand sich aber danach in einem Turmenspiel mit Minusbauer wieder. Dieses war wohl gewinnbar, aber Radjabov wählte den falschen Plan und musste mit der Punkteteilung zufrieden sein. Mit dem Rücken zur Wand griff Radjabov zu einer unorthodoxen Eröffnungswahl, konnte aber nie Druck entwickeln und verlor die Partie letztlich.

Nepomniachtchi – So 1,5:2,5 1:2
Carlsen – Radjabov 2:2 3:1

Bericht HF Tag 1
Bericht HF Tag 2

Finale:

Carlsen gegen So hieß es bereits zweimal im Finale der CCT, jeweils mit So als Sieger, aber erstmals standen sich die beiden in einem Masters im Finale gegenüber. In Partie eins investierte Carlsen früh viel Bedenkzeit und stand ausgangs der Eröffnung schlechter. Doch dann kam So vom rechten Weg ab, plötzich harmonierten die schwarzen Figuren und als So seine Dame zu weit vom eigenen König wegzog, brach ein schneller Mattnagriff über ihn herein. Dies war die erste Niederlage für So in Partie Nummer 30 des Turniers! Nach einem schnellen Remis kam So mit Weiß wiederum mit Zeit- und Stellungsvorteil aus der Eröffnung. Der resultierende isolierte Tripel-Bauer auf der g-Linie machte keinen guten Eindruck und So machte im Königsangriff kurzen Prozess. In der letzten Partie versuchte Carlsen nichts mehr und das erste Match endete 2:2. Das zweite Match begann ebenfalls mit einem Carlsen-Sieg. Mit aktivem Figurenspiel übte er Druck aus bis die schwarze Stellung zusammenkrachte. Aber So kam umgehend zurück. Nachdem Carlsen in der Eröffnung einen Zug zu sorglos gespielt hatte, konnte er den Druck nie abschütteln und musste sich geschlagen geben. In der dritten Partie überraschte Carlsen seinen Gegenüber mit einer vorbereiteten Variante, aber So fand am Brett die notwendigen Lösungen. Zum Abschluss wollte So kein Risiko gehen und forcierte mit einem schnellen Remis den Blitzentscheid. Hier übersah Carlsen in der ersten Partie ein Grundreihenmatt und büßte somit einen ganzen Turm ein. Doch diesmal war es Carlsen der zurückschlug und dank seines Freibauers auf der a-Linie den Ausgleich erzielte. In der folgenden Armageddon-Entscheidung wählte So die schwarzen Steine, geriet aber früh unter Druck, nachdem er Carlsen Raumvorteil im Zentrum überließ und konnte die Partie nicht halten.

Derweil zeigten Nepo und Radjabov was sie vom Sinn eines Spiels um Platz drei hielten: 15, 11, 15 und 14 Züge in jeweils knapp zwei Minuten… Am zweiten Tag entschieden sie sich dann für einen anderen Ansatz und spielten wilde Partien. Zum Auftakt kam 1. b3 b6 aufs Brett, mit dem besseren Ende für an anziehenden Nepo. Danach kämpfte Radjabov 95 Züge ehe er sich mit Dame gegen Springer und Läufer durchgesetzt hatte. Auch in Partie Nummer drei setzte sich Weiß durch und danach hielt Nepo das Endspiel mit Minusbauer.

So – Carlsen 2:2 2:2 1:1 0:1
Nepomniachtchi – Radjabov 2:2 1,5:2,5

Bericht Finale Tag 1
Bericht Finale Tag 2

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European Hybrid World Cup Qualifier

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Vom 10. Juli – 6. August ist der World Cup in Sotchi geplant. 36 europäische Quali-Plätze werden vom 24. – 30. Mai unter 264 Teilnehmern in hybridform ausgespielt. Dabei werden im KO-Format jeweils zwei Partien gespielt, beim Stand von 1:1 folgen zwei Schnellschachpartien und ggf. eine Armageddon-Entscheidung. Im Feld befinden sich auch 14 Deutsche, u.a. Matthias Blübaum, Alexander Donchenko, Rasmus Svane und Vincent Keymer. Die Setzliste führt ein russisches Trio mit knapp über 2700 ELO an: Vladislav Artemiev, Evgeny Tomashevsky und Andrey Esipenko (dem souveränen Sieger der U10 bei der Europameisterschaft 2012 in Prag, an der auch Maria und Lorenz Schilay teilgenommen haben).

Spielbeginn der jeweiligen ersten Partie ist um 14h, die zweite Partie tags darauf beginnt um 13h, GM Klaus Bischoff kommentiert die Partien auf SchachdeutschlandTV.

Turnierseite
Partien bei Chess24

Von den sieben deutschen Spielern, die sich für die zweite Runde qualifiziert hatten, gelang Fünf der Einzug in die dritte Runde, in der Freitag und Samstag die World-Cup-Teilnehmer ermittelt werden. Ausgeschieden ist Frederik Svane, der nach seinem Überraschungs-Erfolg gegen Alexander Moiseenko dem Serben Velimir Ivic 0:2 unterlag. Zudem musste Vincent Keymer auf sehr bittere Art die Segel streichen: er hatte Viktor Laznicka in der ersten Partie mit einer klasse Kombination eine Figur für zwei Bauern abgeluchst, doch mit einem falschen Zug im Endspiel wurde aus der Schönheitspreis-Partie eine schmerzhafte Niederlage. Tags darauf war dann nicht mehr drin als ein Unentschieden.

Paarungen Runde 3:

Indjic Aleksandar – Donchenko Alexander 0,5 1:0
Rakhmanov Aleksandr – Braun Arik 0:1 0,5
Bluebaum Matthias – Ivanisevic Ivan 0:1 0:1
Sjugirov Sanan – Kollars Dmitrij 0,5 0,5 0,5 1:0
Movsesian Sergei – Svane Rasmus 0,5 0,5 0:1 0:1

Arik Braun konnte sich mit 1,5:0,5 durchsetzen, Rasmus Svane gewann nach zwei Remis die beiden Schnellschachpartien und qualifizierte sich damit ebenfalls für den World Cup. Alexander Donchenko und Dmitrij Kollars schieden aus, während Matthias Blübaum trotz seiner Niederlage beim World Cup dabei sein wird, da er den deutschen Freiplatz bekommt.

Bericht beim DSB

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Mitropa-Online-Cup 2021

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Der im Jahr 2020 geplante Mitropa-Cup in Davos (Schweiz) wird nun vom 4. – 12. Mai als Hybrid-Turnier gespielt. Dabei treffen sich die Spieler der zehn Nationalmannschaften dezentral in ihrem jeweiligen Land und tragen die Partien unter Schiedsrichteraufsicht online aus. Die deutschen Herren spielen mit einer Perspektiv-Mannschaft bestehend aus IM Ashot Parvanjan, FM Ruben Gideon Köllner und FM Alexander Krastev. Komplettiert werden sie von den beiden GMs Daniel Fridman und dem in Parsberg lebenden Michael Prusikin, die als Trainer beider Teams fungieren. Im Frauen-Team – FM Jana Schneider (die Anfang April die DSB-Kader-Challenge gewonnen hat, WGM Hanna Marie Klek, WIM Annmarie Mütsch, WGM Melanie Lubbe und WIM Fiona Sieber – sind ebenfalls drei Spielerinnen Jahrgang 2000 und jünger.

Spielbeginn ist jeweils um 15h, die letzte Runde am 12.05. fängt um 10h an, GM Klaus Bischoff kommentiert die Partien auf SchachdeutschlandTV.

Turnierseite

Für die deutschen Damen lief das Turnier bislang hervorragend. Nach drei Siegen gegen die Schweiz (3:1), Österreich (2,5:1,5) sowie Kroatien (3:1) liegt man zusammen mit den topgesetzten Italienerinnen an der Spitze.
Die Erfolgsserie riß unglücklich in Runde vier mit einem 1,5:2,5 gegen Ungarn. Danach folgten ein 3:1 über Slowenien sowie ein glattes 4:0 gegen die Slowakei, so dass man mit 10:2 Punkten auf Rang zwei liegt, einen Zähler hinter dem morgigen Gegner Italien.
In Runde sieben waren die deutschen Damen drauf und dran Tabellenführer Italien zu stürzen und selbst die Spitze zu übernehmen, aber nachdem an Brett 3 die Partie gekippt war, unterlag man mit 1,5:2,5. Es folgte ein etwas glückliches 2:2 gegen Tschechien und ein 2,5:1,5 Erfolg über Frankreich. Damit kamen die deutschen Damen mit 13:5 Pukten als Dritter auf das Podest.

Endstand

Die Herren mussten nach einem 3:1 Auftakterfolg über die Schweiz eine empfindliche 0,5:3,5 Niederlage gegen Österreich hinnehmen. Dank eines 3:1 gegen Kroatien liegt man nach einem Drittel auf Rang drei, einen Punkt hinter Tschechien und Frankreich.
In der vierten Runde gab es einen überraschenden 3:1 Erfolg über Ungarn und tags darauf einen ausgeglichenen Wettkampf gegen Slowenien mit vier Unentschieden. Dagegen musste man gegen die Slowakei mit 1:3 die zweite Niederlage hinnehmen. Damit liegt man mit 7:5 Punkten derzeit auf Rang fünf und bekommt es nun mit Drei der Top-4 zu tun.
Gegen Italien war mindestens ein Punkt in Reichweite, aber am Ende stand eine 1:3 Niederlage. In Runde acht gegen Tschechien war von 3:1 bis 1:3 alles drin und letztlich wurde es eine Punkteteilung. Zum Abschluss folgte eine unnötige 1,5:2,5 Niederlage gegen Frankreich und man beendete das Turnier mit 8:10 Punkten auf Rang sechs.

Endstand

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Champions Chess Tour 2021 (5) – New In Chess Classic

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Die fünfte Etappe der Champions Chess Tour findet vom 24. April – 02. Mai statt. Das New In Chess Classic überschneidet sich dabei mit dem Kandidatenturnier, so dass die Finalisten der letzten Etappe Giri und Nepo genauso wie weitere Hochkaräter diesmal nicht mit von der Partie sein werden. Aber mit den bisherigen Etappen-Siegern So und Radjabov, Weltmeister Carlsen, WM-Herausforderer Karjakin, Nachwuchsstar Firouzja (17) usw. ist hochklassiges Schach garantiert. Gespannt sein darf man auf das CCT-Debüt vom Sieger der ersten Etappe der Challengers Chess Tour Praggnanandhaa (15).

Alle Partien werden wieder auf Chess24 von mehreren Kommentatoren-Teams live übertragen. Spielbeginn ist jeweils um 19h.

Bericht Tag 1
Bericht Tag 3

Auch bei der fünften Etappe der CCT heißt der Sieger der Vorrunde Magnus Carlsen. An allen drei Tagen holte er 3,5/5 und blieb dabei ungeschlagen. Sechs Siege und neun Unentschieden bedeuteten wie zuletzt beim Magnus Carlsen Invitational 10,5 Punkte. Allerdings nutzte Carlsen der souveräne Sieg in der Vorrunde bislang nichts, läuft er doch dem ersten Turniersieg bei der CCT noch hinterher. Auch Hikaru Nakamura blieb ungeschlagen und kam mit 9,5 Punkten auf Rang zwei vor dem punktgleichen Shakhriyar Mamedyarov, der mit den meisten Siegen (7) erstmals die KO-Phase erreicht hat. Ein zweites neues Gesicht in den Playoffs ist Quang Liem Le, der mit 8,5 Zählern Siebter wurde. Die weiteren Qualifizierten sind der zweifache Etappen-Sieger Wesley So (4./9 Punkte), der sich nach schwerem Start mit drei Niederlagen aus den ersten sechs Partien zurück nach vorne kämpfte, Levon Aronian (5./9 Punkte), Alireza Firouzja (6./ 8,5 Punkte) sowie Etappen-Sieger Teimour Radjabov (8./8,5 Punkte), der nach Tag eins mit 4/5 in Front gelegen hatte, aber in der letzten Runde noch ein Remis gegen Vidit Gujrathi zur Quali benötigte. Vidit war derweil lange auf Kurs sich erstmals für die KO-Phase zu qualifizieren, lag nach acht ungeschlagenen Partien mit 5 Punkten auf Platz vier. Aber der vergebene Sieg gegen seinen Landsmann Praggnanandhaa in Runde acht brachte ihn aus der Spur und nach vier Niederlagen in Folge waren die Quali-Plätze außer Reichweite. Nachwuchsstar Pragg zeigte bei seinem CCT-Debüt eine bärenstarke Leistung und spielte auch gegen die großen Namen forsch auf Sieg. Gleich zum Auftakt bezwang er Jan-Krzysztof Duda und gewann auch gegen „Verteidigungsminister“ Sergey Karjakin, da er in einer taktischen Variante einen Zug weiter gerechnet hatte. Damit lag er nach Tag eins mit 3/5 auf dem geteilten vierten Platz. Die Ausbeute an Tag zwei mit 1,5 Zählern – darunter ein Erfolg über Radjabov – war dann zu gering für eine gute Ausgangslage um sogar um die Playoffs mitspielen zu können. In den letzten drei Partien holte er jeweils ein Unentschieden gegen Carlsen, Nakamura und Firouzja, wobei er auch den Weltmeister unter Druck setzte. Mit sieben Punkten kam Pragg auf einen guten zwölften Platz. Zwei Ränge vor ihm wurde punktgleich Aryan Tari bester Debütant, Gawain Jones (3) und Johan-Sebastian Christiansen (1,5) beendeten ihre erste CCT-Teilnahme auf den Plätzen 15 und 16.

Am ersten Tag des Viertelfinales endeten alle vier Partien zwsischen Carlsen und Radjabov remis, wobei der Weltmeister Glück hatte, dass ihn Radjabov in der zweiten Partie nochmal vom Haken ließ. Tags darauf hatte Carlsen alles unter Kontrolle, gewann die zweite Partie mit druckvollem Spiel von Anfang an und geriet in den restlichen Spielen nie in Gefahr.
Wesley So wurde in der Auftaktpartie gegen Aronian ein Mouseslip zum Verhängnis und auch Partie zwei ging verloren. Hier hatte er sich auf seinen Mattangriff verlassen, doch Aronian konterte mit einer Unterverwandlung in einen Springer und da dies mit Schach erfolgte war es nun der schwarze König der im Mattnetz zappelte. So verkürzte nochmal auf 1:2, aber auch in der vierten Partie schlug der Taktikhammer nochmal zu und Aronian gewann mit zwei Leichtfiguren für einen Turm das erste Match. Am zweiten Tag gab es die ersten beiden Unentschieden zwischen den beiden, was So noch mehr unter Druck setzte. Die Entscheidung fiel in der dritten Partie als So eine Figur stehen ließ, um mit beiden Türmen auf die zweite Reihe zu kommen. Aber Aronian konnte in ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern abwickeln und So gab sich geschlagen.
Erstaunlich einseitig verlief das Duell zwischen Mamedyarov und Firouzja. Das Top-Talent hatte schon in der Vorrunde gegen Mamedyarov verloren und bekam im Match kein Bein auf den Boden. Meist kam er schon schlecht aus der Eröffnung und übersah ungewöhnlich viele taktische Möglichkeiten. Mamedyarov gewann Partie eins und nach einem Remis schien die Entscheidung nach einem Qualigewinn in Partie drei bereits gefallen. Zwar zog Firouzja nochmal den Kopf aus der Schlinge und in Partie vier hatte er erstmals eine vorteilhafte Stellung erreicht, doch wenige Züge später befand er sich erneut auf der Verliererstraße. Tag zwei ging schnell über die Bühne. In Partie zwei wurden schnell die Züge wiederholt und die beiden Weißpartien stellte Firouzja ein.
Nakamura konnte die Auftaktpartie gegen Le gewinnen und brachte seinen Vorsprung mit drei ungefährdeten Unentschieden nach Hause. Großes Spektakel gab es dafür zu Beginn von Tag zwei: Le opferte eine Figur und bot in der Folge weiteres Material an. Nakamura gelang es die erste Angriffswelle abzuwehren und Dauerschach von ihm war nun die objektiv beste Bewertung der Engine. Aber Le gab einen Turm um aus dem Dauerschach rauszukommen, was Nakamura klar in Vorteil brachte. Doch im weiteren Verlauf war die Stellung mal 0.00, dann zu Gunsten von Le, wiederum 0.00 und am Ende doch noch gewonnen für Nakamura. Die zweite Partie konnte Nakamura in ruhigem Fahrwasser halten, aber danach war Le erneut am Drücker mit zwei Mehrbauern im Doppelturmendspiel. Nach langem Kampf verflachte der Vorteil, aber nach dem Tausch eines Turmpaars verpasste Le seine letzte Chance, als er den Übergang in ein gewonnenes Bauernendspiel übersah.

Carlsen – Radjabov 2:2 2,5:1,5
So – Aronian 1:3 1:2
Mamedyarov – Firouzja 3:1 2,5:0,5
Nakamura – Le 2,5:1,5 2:1

Bericht VF Tag 1
Bericht VF Tag 2

Aronian ging in der ersten Partie des Halbfinales die Sache mit Schwarz gleich aggressiv an und gewann tatsächlich einen Bauern. Aber Carlsen reduzierte das Gewinnpotential und rettete sich im Damenendspiel ins Dauerschach. Nach einem ereignislosen Unentschieden, musste sich Carlsen mit Weiß erneut um Ausgleich bemühen. Im Damenendspiel hätte Aronian die Züge wiederholen können, tauschte aber die Damen und brachte sich mit dem folgenden Bauernzug umgehend auf die Verliererstraße. Doch Aronian gelang es in der letzten Partie des Tages im Endspiel den schwarzen Monarchen einzuschnüren und zum 2:2 auszugleichen. Es war Carlsens erste Niederlage in der 27. Partie des Turniers!
Tag zwei sah zunächst ein komplett ausgeglichenes Remis, ehe Carlsen in Partie zwei eine feine Kombination auspackte. Allerdings verpasste er es den Sack zuzumachen und nachdem er eine Verteidigungsressource übersehen hatte, konnte er mit eienr Minus-Quali froh sein, dass Aronian aufgrund seiner gerignen Bedenkzeit die Züge wiederholte. Dafür lief die folgene Partie ganz in seinem Sinne und wie schon Tags zuvor ging er mit 2:1 in Führung. Diesmal hatte er zum Abschluss Weiß und Aronian griff schon im sechsten Zug zu g5. Carlsen ließ aber keinen Angriff zu und bald war es Schwarz der Materialverlust nicht mehr verhindern konnte.

Im Duell zwischen Nakamura und Mamedyarov gab es am ersten Tag vier entschiedene Partien. Zum Auftakt konnte Mamedyarov den Druck am Damenflügel nie abschütteln und musste letztlich eine Figur geben. Umgekehrt war es in der folgenden Partie und Mamedyarov kam mit druckvollem Spiel zum Ausgleich. Erneut konnte Nakamura in Führung gehen, nachdem Mamedyarov eine Taktik der einfacheren Art übersehen hatte. Doch diesmal konnte Mamedyarov nicht zurückschlagen. Er opferte eine Quali um die Königsstellung zu öffnen, aber Nakamuras Verteidigung hielt stand.
Hatta Nakamura an sechs Turniertagen von 26 Partien nur eine gegen Mamedyarov in derem ersten Match verloren, ging Match zwei unerwartet mit 0:3 verloren. Dabei war Nakamura in den ersten beiden Partien jeweils lange Zeit besser gestanden. Zum Auftakt griff er letztlich im Damenendspiel daneben, in der folgenden Partie büßte er eine Figur ein. In Partie Nummer drei musste Nakamura gewinnen, doch Mamedyarov hatte die Lage stets im Griff und erzwang einen Blitz-Tiebreak. Da beide Blitzpartien nie das Gleichgewicht verließen musste eine Armageddon-Partie die Entscheidung bringen, bei der Nakamura die schwarzen Steine wählte. Mamedyarov kam gut aus der Eröffnung, fand dann aber keinen guten Plan gegen Nakamuras Aufbau. Er verbrauchte seinen Zeitvorsprung, verlor einen Bauern und Nakamura machte die Türe nicht mehr auf.

Carlsen – Aronian 2:2 3:1
Nakamura – Mamedyarov 3:1 0:3 2:1

Bericht HF Tag 1
Bericht HF Tag 2

Im lange nicht mehr gesehenen Finale zwischen Carlsen und Nakamura kam Carlsen in der ersten Partie einem gewinnversprechenden Vorteil nahe, aber Nakamura verteidigte ein schwieriges Endspiel. Nach einem weiteren Unentschieden war es wiederum Carlsen, der mit den weißen Steinen eine aussichtsreiche Stellung auf dem Brett hatte. Allerdings übersah er in einer Schlagvariante eine Verteidigungsressource und musste fortan mit zwei Bauern für eine Figur spielen. Aber auch Nakamura griff noch einmal fehl, Carlsen gewann die Figur zurück und in der Folge das Damenendspiel nach 90 Zügen. Zum Abschluss von Tag eins war Nakamura drauf und dran auszugleichen, aber er verlor seinen Vorteil und später die Partie. Zum Auftakt von Match zwei erspielte sich Nakamura einen noch größeren Vorteil, aber an einer Stelle hätte Carlsen die Partie für sich entscheiden können. Er wählte eine Variante die ausgleicht, griff aber kurz danach fehl und Nakamura ging in Führung. Diese hätte er danach versuchen können auszubauen, wiederholte aber in etwas besserer Stellung die Züge. Dies nutzte Carlsen umgehend mit einem fein vorgetragenen Königsangriff zum Ausgleich. Damit reichte dem Weltmeister ein Remis in der letzten Partie, die er von Anfang an dominierte und sich somit seinen ersten Sieg auf der CCT sicherte.

Im Kampf um Platz drei ließen es Aronian und Mamedyarov richtig krachen und es gab vier Schwarzsiege im ersten Match. Tags darauf ließ Mamedyarov einen weiteren Erfolg mit den schwarzen Steinen folgen, forcierte ob der Ereignisse des Vortags dann aber ein Remis mit Weiß. In der dritten Partie schlug er dann wiederum mit Schwarz zu und sicherte sich somit Rang drei. In den Playoffs hatte er somit 12 der 19 Partien gewonnen (bei vier Remis).

Carlsen – Nakamura 3:1 2:2
Aronian – Mamedyarov 2:2 0,5:2,5

Bericht Finale Tag 1
Bericht Finale Tag 2

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Bayerische Online Blitz-Mannschaftsmeisterschaft 2021

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An der ersten Bayerischen Online Blitz-Mannschaftsmeisterschaft (3+2) nahmen 33 Mannschaften teil. Unser Team – Kevin Beesk, Ralf Seitner, Sebastian Mösl, Erwin Hirn und Martin Simon – ging von Setzlistenplatz #22 aus ins Rennen.

Zum Auftakt trafen wir auf #6 SC 1868 Bamberg, die in der ersten Runde nur zu Dritt antreten konnten, so dass uns Erwin kampflos in Front brachte. Aber Sebastian stellte früh zwei Bauern ein und auch Kevin geriet im Mittelspiel zusehends unter Druck. Dafür hatte Ralf eine gute Chance zum Ausgleich, doch die Stellung verflachte trotz Mehr-Quali.
In Runde zwei wartete mit #29 SC Windischeschenbach eine junge unterbewertete Mannschaft. Ralf und Erwin brachten uns 2:0 in Front, aber sowohl Kevin als auch Sebastian verpassten ein taktische Chance und verloren ihre Partien noch. Im Anschluss folgte die nächste vermeidbare 1,5:2,5 Niederlage gegen #28 SK Landau-Dingolfing und gegen #28 SC Heilsbronn 1951 kamen wir nicht über ein 2:2 hinaus. Auch in Runde fünf gab es eine Punkteteilung, diesmal gegen #19 SK Kriegshaber.
Den lange ersehnten ersten Sieg feierten wir endlich in Runde sechs mit einem 3:1 gegen #30 SC Königsspringer Dombühl. Diesem ließen wir gleich den nächsten folgen und bezwangen #23 SK Dinkelsbühl ebenfalls mit 3:1, auch wenn es Sebastian als neues persönliches Tageshighlight gelang mit einem ganzen Turm mehr die Partie noch wegzuschmeißen. In Runde acht wurde unser Vorwärtsdrang jedoch von #11 SC Roter Turm Altstadt unsanft mit 4:0 gestoppt, wobei wir uns unisono selbst ein Bein stellten und Erwin seine erste Niederlage hinnehmen musste, nachdem er in gewonnnener Stellung ein einzügiges Matt übersehen hatte.
Nach der 30-minütigen Mittagspause trafen wir auf den #31 SC Ansbach, die ausschließlich mit Jugendlichen antraten. Beim 3:1 Erfolg musste sich nur Kevin Senkrechtstarter Markus Albert, der letztes Jahr sensationell Deutscher U14-Meister wurde, geschlagen geben, nachdem er die ganze Partie über besser gestanden war und in Zeitnot fehlgegriffen hatte. Danach wartete mit dem #26 SK Kelheim 1920 die nächste junge hungrige Truppe. Erwin musste seine zweite Niederlage quittieren, doch Kevin brachte beim Stand von 2:1 sein gewonnenes Endspiel sicher nach Hause.
Durch den vierten Sieg in fünf Runden lagen wir nach zwei Dritteln des Turniers mit erstmals positivem Punkteverhältnis auf Rang zehn. Dafür bekamen wir mit #5 SC Gröbenzell einen Hochkaräter mit einem Schnitt von über 2200 zugelost. Hierbei waren wir beim 0:4 letztlich chancenlos, einzig Sebastian verpasste eine taktische Chance. Im Anschluss ging es gegen den nächsten starken Gegner, #14 SK 1911 Herzogenaurach. In Erwins Partie blieb alles symmetrisch und der Punkt wurde früh geteilt. Dafür ging es an den anderen Brettern wild zu. Martin hatte sich ausgiebig warmgelaufen und war gleich auf der Gewinnerstraße. Allerdings machte er es nach einem Figurenverlust nochmal spannend, aber am Ende ging die Taktik in seinem Sinne auf und der Freibauer auf c7 entschied die Partie. Ralf war schon fast auf den Brettern als sein Gegenüber die Dame hängen ließ, womit der Mannschaftssieg in trockenen Tüchern war. Kevin stand nach einem Quali-Opfer seines Kontrahenten permanent unter Druck und gerade als er sich aus dem Gröbsten befreit hatte, entschied ein Zeitnotfehler die Partie.
Somit waren wir wiederum auf Rang zehn angekommen und durften nun gegen den Setzlistenzweiten FC Bayern München (Schnitt 2326) antreten, wobei wir uns ausgezeichnet verkauften. Zwar war Erwin früh in Probleme geraten, aber an den restlichen Brettern war die Sache nicht so klar. Martin stand lange schlechter, doch dann war er am Drücker bis seine Zeit ablief. Ralf hielt die Partie gegen IM Thomas Reich fast druchgehend im Ausgleich und griff erst im Turmendspiel fehl. Total unübersichtlich war die Stellung die Kevin gegen IM Alexander Belezky auf dem Brett hatte. Optisch schien die Sache in Richtung des Favoriten zu laufen, die Engine gibt Kevin aber durchgehend Vorteil. Mit einem feinen Springerzug öffnete Kevin das Zentrum und plötzlich drohte der gegnerische König in ein Mattnetz zu geraten. Sich schon im Inkrement befindend fand Kevin den sofortigen Gewinn nicht, doch auch danach ist die Stellung +5. Da aber kein einfacher Plan in Sicht war, wiederholte Kevin die Züge zum 0,5:3,5 Endstand.
In der vorletzten Runde kreuzten wir mit dem #10 SC Unterhaching die Klingen. Erwin hielt dem gegnerischen Druck stand und am Ende konnte sein Kontrahent froh über die dreifache Stellungswiederholung sein. Ralf kam früh in Vorteil und spielte die Partie sicher nach Hause. Derweil kam Martin im Mittelspiel vom Weg ab und büßte eine Figur ein. Als der Gegner aber seine Dame verschmähte, gewann er die Figur zurück und es war ein Remisendspiel entstanden. Dort verteidgte Martin mehrere Male die Matt-Drohung, doch ein unachtsamer Moment sorgte für ein bitteres Ende. Dies ereilte auch Kevin, in dessen Partie die Waage in beide Richtungen ausgeschlagen hatte, aber der letzte Fehler verliert halt.
Damit waren wir in dem engen Mittelfeld auf Platz 26 abgerutscht, ein Sieg hätte Rang acht bedeutet. Vorteil der ärgerlichen Niederlage war das Freilos in der letzten Runde, womit wir nochmal einen Sprung machten und das Turnier mit 15:15 Punkten und 29,5 Brettpukten auf einem guten 15.Platz beendeten. Dabei konnten Kevin (4,5/14) und Sebastian (3,5/11) leider nicht an die zuletzt guten Leistungen in der Quarantäne-Liga anknüpfen. Beide nahmen zu viele Geschenke der Gegner nicht an, verteilten dafür aber genügend. Ralf (8,5/14) und Erwin (8/14) waren wichtige Stützen der Mannschaft, Martin holte aus seinen drei Partien einen Punkt.

Endstand

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Kandidatenturnier 2020/21

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Im März 2020 musste das Kandidatenturnier in Jekaterinenburg nach sieben von vierzehn Runden abgebrochen werden. Nun findet vom 19. – 28. April die zweite Hälfte der Suche nach dem nächsten Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen statt.

Alle Runde werden auf Chess24 live kommentiert. Montag, Dienstag und Mittwoch gehört der Weltmeister persönlich zum Kommentatoren-Team, danach übernimmt Judith Polgar. Runde 13 beginnt am Montag um 13h.

Die ersten drei Partien liefen für Nepo sehr günstig: er holte 2/3, während MVL eine Niederlage hinnehmen musste. In Partie Nummer vier hielt Nepo mit einem Remis seinen Verfolger Caruana auf Distanz. Dafür konnte Giri mit einem Erfolg über Ding Liren auf einen halben Zähler an den Spitzenreiter heranrücken. Dagegen musste MVL einen weiteren Rückschlag hinnehmen und unterlag Grischuk. Runde zwölf sah einen wichtigen Sieg von Giri gegen Caruana, aber auch Nepo holte gegen Wang Hao einen ganzen Punkt. MVL wahrte seine Chancen mit einem Erfolg über Alekseenko.

Die vorletzte Runde brachte die Entscheidung über den neuen Herausforderer von Magnus Carlsen. MVL musste gegen Nepo unbedingt gewinnen und versuchte es mit einem Doppel-Fianchetto-Aufbau. Dabei geriet er in eine schlechte Stellung, die er letztlich halten konnte, da Nepo mit Blick auf die Partie seines ärgsten Verfolgers die sichere Variante wählte. Denn Giri hatte gegen Grischuk ob des sich abzeichnenden Siegs von Nepo das Risiko erhöht, was sich nicht bezahlt machte. Da Nepo den direkten Vergleich gegen Giri mit 1,5:0,5 für sich entschieden hatte, steht er mit einem Punkt Vorsprung als Herausforderer im WM Kampf Ende des Jahres (24.11. – 16.12.) fest.
In der letzten Runde unterlag Nepo Ding Liren, der das Turnier mit drei Siegen am Stück beendete. Rang zwei sicherte sich MVL mit einem Erfolg über Wang Hao, da Giri gegen Alekseenko eine Niederlage kassierte.

Endstand nach 14 Runden:

1. Ian Nepomniachtchi 8,5
2. Maxime Vachier-Lagrave 8,0
3. Anish Giri 7,5
4. Fabiano Caruana 7,5
5. Ding Liren 7,0
6. Alexander Grischuk 7,0
7. Kirill Alekseenko 5,5
8. Wang Hao 5,0

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DSB-Kader-Challenge 2021

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Vom 05. – 11. April findet in Magdeburg die „DSB-Kader-Challenge 2021“ statt. Zehn Männer und acht Frauen tragen jeweils ein Rundenturnier aus, um Spielpraxis im klassischen Schach zu sammeln. GM Klaus Bischoff kommentiert die Partien auf SchachdeutschlandTV.

Zeitplan:

05.04. 14h R1/1
06.04. 14h R2/2
07.04. 10h R3
07.04. 16h R4/3
08.04. 14h R5/4
09.04. 10h R6
09.04. 16h R7/5
10.04. 14h R8/6
11.04. 10h R9/7

Nach vier von sieben Runden führte bei den Frauen Jana Schneider, der wir als Mitglied unserer U14-Mädchenmannschaft bei der DVM 2014 natürlich besonders die Daumen drücken, mit 3/4 vor einem Verfolgerinnentrio bestehend aus Annmarie Mütsch, Antonia Ziegenfuß und Elisabeth Pähtz mit einem halben Zähler Rückstand. Nachdem Jana in Runde fünf eine kritische Stellung gegen Josefine Heinemann überstanden hatte, verteidigte sie ihre Führung mit Sieg Nummer vier gegen Antonia Ziegenfuß. Damit kam es in der letzten Runde zum direkten Duell um den Turniersieg mit der topgesetzten Elisabeth Pähtz, die mit einem halben Zähler Rückstand in die Partie ging. Jana verteidigte sich bis in Damenendspiel und sicherte sich per Dauerschach den Turniersieg mit 5/7. Hinter Pähtz (4,5) komplettierte Annmarie Mütsch (4) – Siegerin der Deutschen Frauen-Schnellschachmeisterschaft 2019 in Neumarkt – das Podest.

Bei den Herren lag Rasmus Svane nach fünf Runden mit 3,5 Zählern an der Spitze, vor Matthias Blübaum, Alexander Donchenko sowie Andreas Heimann mit je 3 Punkten. In der siebten Runde musste sich Svane Donchenko geschlagen geben, der damit zusammen mit Blübaum und Dmitrij Kollars die Führung übernahm. Das Trio wurde in Runde acht um Daniel Fridman zum Spitzenquartett erweitert und da zum Abschluss alle Partien remis endeten änderte sich daran nichts mehr. Der Turniersieg ging dank der besten Zweitwertung (Sieg gegen Fridman, während alle anderen direkten Duelle der Vier unentschieden endeten) an Alexander Donchenko, der 2019 die Deutsche Schnellschachmeisterschaft in Neumarkt gewonnen hatte. Rang zwei belegte Dmitrij Kollars vor Matthias Blübaum und Daniel Fridman, Rasmus Svane wurde mit einem halben Punkt Rückstand Fünfter.

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Challengers Chess Tour

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Vom 08. – 11. April findet mit der „Polgar Challenge“ das erste Turnier der Challengers Chess Tour statt. Judit Polgar und Vladimir Kramnik haben je ein Team aus fünf U25-Damen sowie fünf U18-Jungs zusammengestellt und begleiten ihre Teams zusammen mit sechs Trainern wie Hou Yifan und Boris Gelfand auf der fünfmonatigen Tour. Es werden vier Rundenturniere mit 10+5 ausgetragen, wobei der Sieger eine Wildcard für das folgende Turnier der Champions Chess Tour erhält. Die besten Acht der Challengers Chess Tour qualifizieren sich für das Finale. Unter den 20 Teilnehmern befindet sich im Team Polgar auch die große deutsche Nachwuchshoffnung GM Vincent Keymer (16).

Polgar und Kramnik kommentieren live auf Chess24. Spielbeginn ist jeweils um 16h.

Bereits eine Runde vor Schluss stand der Turniersieg von einem der hoffnugsvollsten indischen Talente Praggnanandhaa fest. In dem starken Teilnehmerfeld hatte er am Ende 15,5/19 auf dem Konto und lag damit 1,5 Zähler vor einem Quartett bestehend aus dem Usbeken Abdusattorov, den Indern Gukesh und Sarin sowie dem Russen Murzin. Knapp dahinter ging mit 13,5 Punkten Vincet Keymer als Sechter durchs Ziel. Er hatte am ersten Tag 3,5/5 geholt und dabei nur gegen Gukesh verloren. Eine Doppelnull in den Runden acht und neun gegen Abdusattorov und Murzin warf ihn dann weiter zurück. Zum Auftakt von Turniertag drei hatte Keymer Nihal Sarin in den Seilen, konnte seinen Vorteil aber nicht konservieren. Danach spielte er sich mit sieben Siegen am Stück u.a. gegen den Turniersieger auf den geteilten zweiten Platz nach vorne. In der letzten Runde war Keymer drauf und dran mit einem weiteren Erfolg Zweiter zu werden, verlor die Partie aber noch.

Die weiteren Termine:

10. – 13. Juni „Gelfand Challenge“
15. – 18. Juli „Hou Yifan Challenge“
12. – 15. August „Kramnik Challenge“
tba Finale

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Champions Chess Tour 2021 (4) – Magnus Carlsen Invitational

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Mit dem Magnus Carlsen Invitational findet vom 13. – 21. März die vierte Etappe der Champions Chess Tour statt. Es handelt sich dabei um das Zweite der drei Masters, d.h. es geht um mehr Punkte für die Tour-Wertung. Eine Änderung gegenüber dem Airthings Masters gibt es: wie bei den regulären Turnieren sind es ab sofort auch bei den Masters 16 Teilnehmer, da bei nur zwölf Spielern die Remis-Quote sehr hoch war, um die Quali für die KO-Phase abzusichern.

Alle Partien werden wieder auf Chess24 von mehreren Kommentatoren-Teams live übertragen. Spielbeginn ist jeweils um 17h.

Bericht Tag 1
Bericht Tag 2
Bericht Tag 3

Nach der Vorrunde hatten sich fast durchweg die üblichen Verdächtigen durchgsetzt, einzig Alireza Firouzja war neu in den Playoffs der CCT. Dagegen mussten u.a. Radjabov und Dubov die Segel streichen. Vorrundensieger Magnus Carlsen setzte sich im Viertelfinale erstauntlich probemlos gegen Aronian durch. Zwei Siege und ein Remis in besserer Stellung im ersten Match waren eine klare Ansage. Match zwei startete mit einem weiteren Carlsen-Sieg und erst in Partie Nummer drei hatte Aronian den Weltmeister erstmals in den Seilen, doch dieser entkam noch einmal in ein Endspiel mit Randbauer und falscher Läufer.
Einen unerwarteten Verlauf nahm das Match zwischen Nakamura und Nepo: zunächst ging Nakamura dank dreier Leichtfiguren gegen einen Turm in Führung, aber Nepo konterte mit exzellenter Eröffnungsvorbereitung. Es folgten zwei Unentschieden, wobei Nepo deutlich näher am Match-Sieg war. Diesen Schwung nahm er in den zweiten Tag und holte zwei Siege, die fast schon einfach aussahen. Mit einem Remis sicherte er danach den Halbfinaleinzug.
Wesley So hatte bei den CCT zwei der drei Turniere für sich entschieden und zeigte auch im Duell mit Top-Nachwuchsstar Firouzja seine Klasse. Zweimal 2,5.0,5 hieß es am Ende, wobei die Partien alles andere als einseitig waren, aber So hatte immer die bessere Antwort. Ein Highlight war dabei sein Läuferopfer auf d3 in der zweiten Partie von Match zwei.
Einen schlechten Start ins VF erwischte Anish Giri, als er eine gute Möglichkeit ausließ und später sogar noch verlor. Aber er konnte sofort ausgleichen und danach gab es zwei Unentschieden. Im zweiten Match ging Giri dank eines Sieges in Partie zwei in Führung. Nach einem Remis musste MVL unbedingt gewinnen und daher das Risiko erhöhen, aber er landete schnell in einer hoffnungslosen Stellung.

Carlsen – Aronian 2,5:0,5 2:1
Nakamura – Nepomniachtchi 2:2 0,5:2,5
So – Firouzja 2,5:0,5 2,5:0,5
Giri – Vachier-Lagrave 2:2 3:1

Bericht VF Tag 1
Bericht VF Tag 2

Das Halbfinale zwischen Carlsen und Nepo sah zunächst zwei Unentschieden, ehe Carlsen in der dritten Partie auf dem Weg zur Führung schien. Doch er übersah einen Konter und verlor die Partie sogar noch. Ein weiteres Remis brachte den Match-Sieg für Nepo. Tag zwei begann mit einem Remis, ehe das Drama seinen Lauf nahm. Zunächst hatte Carlsen gute Chancen auf den ersten Sieg, doch in Zeitnot kippte die Partie, so dass Nepo nur noch ein Remis vom Finaleinzug entfernt war. Dieses Remis war in Partie drei zum Greifen nahe, doch Nepo verpasste das Springeropfer mit folgendem Dauerschach. So kam Carlsen mit einem Figurenopfer dank starker Freibauern in Vorteil. Eine Ungenauigkeit in der Zugreihenfolge machte die Tür für Nepo wieder auf, aber er fand den Weg zum Ausgleich nicht. Doch Carlsen benötigte einen weiteren Sieg in Partie vier und dieser kam überraschend schnell, da Nepo überhaupt kein Bein auf den Boden brachte. Somit standen zwei Blitzpartien auf dem Programm und in der ersten wickelte Nepo in ein Endspiel mit Turm gegen Turm und Springer ab. Carlsen spielte weiter und nach 44 Zügen stellte er per Mouseslip seinen Turm ein. Dies nutzte Nepo um noch weitere 36 Züge mit Turm gegen Springer zu spielen, ehe eine dreifache Stellungswiederholung auf dem Brett war. In der zweiten Blitzpartie war Carlsen am Drücker, verpasste aber den Moment in dem es besser gewesen wäre das Remis abzusichern und nicht mehr weiter auf Gewin zu spielen. Denn im Damenendspiel rückte der Freibauer von Nepo immer weiter nach vorne und war letztlich nicht mehr aufzuhalten.
Für Giri begann das HF ähnlich wie das VF gegen MVL: wieder hatte er eine bessere Stellung und diesmal griff er gleich richtig daneben und lag erneut zurück. Es folgte ein schnelles Remis und danach erhöhte Giri das Risiko und prompt unterlief auch Wesley So ein Fehler. In turbulenter Stellung mit zwei offenen Königen, allen Schwerfiguren am Brett, Abzugsdrohungen und Fesselungen musste Giri noch ein paar einzige Züge finden, meisterte diese Aufgabe aber mit Bravour. In der letzten Partie schien So seine gewohnte Ruhe zu verlieren und als die Lage unübersichtlich zu werden drohte, überzog er und fand sich auf der Verliererstraße wieder. Am zweiten Tag verpassten beide je eine gute Möglichkeit in den ersten beiden Partien und auch die Dritte endete Remis. Damit musste So zum Abschluss unbedingt gewinnen, übersah aber einen taktischen Trick, der eine Figur kostete.

Carlsen – Nepomniachtchi 1,5:2,5 2,5:1,5 0,5:1,5
So – Giri 1,5:2,5 1,5:2,5

Bericht HF Tag 1
Bericht HF Tag 2

Am ersten Finaltag gab es vier Unentschieden zwischen Giri und Nepo, wobei Ersterer in Partie eins mit zwei Mehrbauern nah am Erfolg war, aber aufgrund eines Mattnetzes Dauerschach geben musste. Match zwei sah zunächst ein weiteres Unentschieden, ehe Giri den ersten Treffer landete. Dieser hielt mit Schwarz stand und war nur noch ein Remis vom Turniersieg entfernt. Doch Nepo zeigte die Stärke des Läuferpaars gegen zwei Springer und erzwang somit einen Blitzentscheid. Hier versuchte Giri mit einem Figurenopfer dem in der Mitte verbliebenen Monarchen zu Leibe zu rücken, aber Nepo verteidgte sich umsichtig. Mit einem falschen Turmzug legte er allerdings doch noch einen taktischen Gewinn auf und Giri griff zu. In der zweiten Blitzpartie gelang es Giri eine Abwicklung zu forcieren, die ihm einen traumhaften Springervorposten auf c5 einbrachte, während der gegnerische Läufer auf d3 unwesentlich mehr als ein Bauer war. Diesen Vorteil nutzte Giri zur Schaffung eines unaufhaltsamen Freibauern, womit er sich den Masters-Sieg sicherte und damit als zweiter Spieler nach Radjabov für das CCT-Finale qualifiziert ist.

Zweimal musste sich Carlsen bei der CCT Wesley So im Finale geschlagen geben, so dass die Antwort auf die Frage was er tun müsse um ein Turnier zu gewinnen logisch erschien: „endlich Wesley So schlagen“. Doch nun spielten die beiden nur den dritten Platz aus. Magnus gewann die erste Partie und man gewann den Eindruck, dass er sich mehr für dieses Duell motivieren konnte. Nach zwei Remis gab es den nächsten Carlsen-Sieg zum 3:1. Am zweiten Tag konnte Carlsen wiederum die Auftaktpartie für sich entscheiden und mit zwei Unentschieden sicherte er den dritten Platz.

Nepomniachtchi – Giri 2:2 2:2 0:2
Carlsen – So 3:1 2:1

Bericht Finale Tag 1
Bericht Finale Tag 2

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