Simultanveranstaltung in Bechhofen

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Anlässlich seines 100jährigen Jubiläums lud der SC Bechhofen zu einer Simultanveranstaltung mit GM Michael Prusikin und WGM Jana Schneider. Unter den 23 Gegnern von Michael Prusikin befand sich auch Laura Sophie Bauer, die eine der wenigen war, die dem GM ein Remis abnehmen konnte. Dabei hatte Laura kurz vor der Punkteteilung sogar die Chance den Großmeister in arge Bedrängnis zu bringen.

Bericht beim SC Bechhofen

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DeutscheEM 2023

Posted by Sebastian in Jugend 22/23, Saison 22/23 | Kommentare deaktiviert für DeutscheEM 2023

Es ist wieder Zeit für das größte Schach-Event in Deutschland: die Deutschen Meisterschaften in Willingen, die dieses Jahr vom 28. Mai – 03. Juni stattfinden, und auch der Schachklub Neumarkt ist wieder dabei. Erfreulicherweise haben sich neben den „alten Willingen-Hasen“ Timon Götz, Christoph Reger und Vinzenz Schilay, erstmals Leonhard Franke und Andreas Hierl der Neumarkter Delegation angeschlossen. Schachlich und kulinarisch betreut wird die Truppe von Kevin Beesk. Timon und Christoph sind in der U25B an #31 und #67 gesetzt, während Leonhard, Andreas und Vinzenz in der U25C von den Setzlistenplätzen #9, #29 und #63 aus ins Rennen gehen. Zudem ist unsere frischgebackene Vereinsmeisterin Laura Sophie Bauer in der U14w am Start. Die Dritte der U12w des Vorjahres ist in einem sehr engen Feld an #11 gesetzt und gehört zu den rund 15 Kandidatinnen, denen man zutrauen kann, im Kampf um den Titel ein Wörtchen mitzusprechen.

Turnierseite

Live-Partien auf Lichess

Am ersten Tag stand traditionell eine Doppelrunde auf dem Programm. Christoph musste sich zwei nominell stärkeren Gegnern geschlagen geben, hatte dabei aber insbesondere in der ersten Partie was liegen gelassen. Timon dagegen gewann Runde eins trotz mitunter bedenklicher Stellung und holte am Nachmittag mit einem Turm weniger ein Remis. In der U25C starteten Leonhard und Andreas mit zwei Siegen. Leonhard hatte dabei in der ersten Runde das taktische Radar noch nicht richtig eingestellt und musste einige kritische Momente überstehen. In Partie zwei war er mit einem frühen Läuferopfer auf f7 schnell auf der Siegerstraße. Andreas bekam den ersten Punkt kampflos und bezwang am Nachmittag den Setzlistenzweiten, da er bei heterogenen Rochaden den entscheidenden Schlag anbringen konnte. Vinzenz büßte in Partie eins früh ine Figur ein, gewann aber in Runde zwei dank eines frühen Damengewinns. Laura konnte ihre Auftaktpartie problemlos gewinnen, bekam aber am Nachmittag nach einigen Ungenauigkeiten im Mittelspiel die Aktivität der Setzlistenzweiten nicht mehr in den Griff.
In der dritten Runde kam Christoph mit einem hübschen Königsangriff zu seinem ersten Sieg. Timon machte im Endspiel Druck auf der offenen b-Linie, verpasste aber die Möglichkeit seine Dame auf die Grundreihe zu bringen. Er gewann zwar einen Bauern, musste aber die Züge wiederholen. Leonhard griff früh an und gewann eine Quali, doch danach kostete ein Blackout eine Figur und mit dem in der Mitte verbliebenen König zappelte er auch nach dem Damentausch bald in einem Mattnetz. Andreas opferte eine Figur, um den gegnerischen Monarchen den kompletten Bauernschutz zu nehmen. Mit dem richtigen Schach auf e3 wäre die Verteidigung auch zusammengebrochen, so musste er Dauerschach geben. Vinzenz hatte im taktischen Geplänkel im Mittelspiel nach einem feinen Springerzug unparierbare Drohungen aufgestellt, so dass der Gegner angesichts des notwendigen Damenverlusts das Handtuch warf. Für Laura stand heute die X-te Neuauflage des „Laura-Duells“ gegen Laura Huber aus Ergolding auf dem Programm, das Remis endete, nachdem früh viel Material vom Brett kam und es in der Endstellung nicht mehr viel gab, worauf man hätte spielen können.
Timon blieb auch nach Runde vier ungeschlagen, kam aber nicht über ein Unentschieden hinaus. Zwar hatte er einen Bauern gewonnen, dann aber für seinen König den falschen Platz ausgesucht, so dass sein Gegner Angriffsmöglichkeiten bekam. Dadurch wurde viel Material getauscht und im resultierenden Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern war der Mehrbauer nichts mehr wert. Christoph blies früh zur Attacke, übertrieb es dann aber, wonach ihm sein unrochierter König zum Verhängnis wurde. In der U25C blieben Andreas und Leonhard dank ihrer Siege im erweiterten Spitzenfeld. Andreas nutzte seine besser entwickelten Figuren, um Druck auszuüben, so dass der Gegner keine Koordination hinbekam und letztlich Material verlor. Leonhard verpasste eine bessere Fortsetzung im frühen Mittelspiel und hätte in der Folge ob seiner vorgerückten Bauern am Königsflügel in Schwierigkeiten kommen können. Er marschierte weiter voran und nachdem es ihm gelungen war den gegnerischen König ins Freie zu zerren, war das Matt nicht mehr weit. Vinzenz hatte sich bereits auf den schwarzen Feldern geschwächt, als er seinen schwarzfeldrigen Läufer abtauschen ließ, wonach der Angriffswirbel auf diesem Farbenkomplex nicht mehr zu stoppen war. Laura gewann zunächst einen Bauern und später kam noch eine Quali hinzu.
Die zweite Doppelrunde brachte zunächst einige Nackenschläge, mussten doch gleich vier Niederlagen verdaut werden. Am Nachmittag folgte die passende Antwort mit einem fast perfekten Ergebnis von fünf Siegen. Einzig Timon gelang dabei ein Doppelschlag, wobei er am Vormittag eine kritische Phase überstehen musste, nachdem er ohne Not einen Bauern verloren hatte und der Gegner einen vorentscheidenden taktischen Schlag auf dem Fuß hatte. Stattdessen lief dieser in eine Springergabel und Timon war wieder im Spiel. Als dann noch der Stolz der schwarzen Stellung, der gedeckte Zentrumsfreibauer, über Bord gegangen war, hatte Timon keine Mühe mehr die Partie siegreich zu Ende zu bringen. Am Nachmittag nutzte Timon die erste sich bietende Gelegenheit und gab zwei Figuren für Turm und zwei Bauern. Kurz darauf folgte ein Abzugsangriff mit Figurengewinn und die Messe war gelesen. Christoph war in der ersten Partie unter Druck, nachdem er seinen Monarchen in der Mitte gelassen hatte, wonach ein taktischer Schlag zwei Figuren für einen Turm kosteten. Aber sein Gegenüber versäumte es seine Figuren zu aktivieren und so bekam Christoph die Stellung in den Griff und der Punkt wurde geteilt. In der zweiten Partie kam Christoph in einer Schlagvariante mit einer Mehrfigur heraus, machte es aber unnötig spannend, als er diese später wieder zurückgab. Mit seinem verbundenen Freibauernpaar war das Endspiel dennoch eine klare Sache. Andreas musste sich in Runde fünf erstmals geschlagen geben. Auch in seiner Partie war das Thema Turm und zwei Bauern gegen zwei Leichtfiguren. Bevor es jedoch zum Duell des ungleichen Materialverhältnisses kam, kostete eine klassische Überlastung eine der Figuren und in der Folge wickelte seine Gegnerin in ein gewonnenes Bauernendspiel ab. Dafür konnte er am Nachmittag früh einen Springer am Rand gewinnen und brachte diesen Vorteil problemlos nach Hause. Leonhard hatte das Gambit seines Kontrahenten schnell in den Griff gekriegt und hätte Gelegenheit gehabt die Entwicklung abzuschließen. Stattdessen setzte er zu früh zum Gegenangriff an und bekam die Quittung in Form eines Doppelangriffs. In der zweiten Partie opferte sein Gegner eine Figur für zwei Bauern, um danach mit seinem Läuferpaar weiteres Material zu attackieren. Doch Leonhard fand die passende Reposte und als sich der Rauch verzogen hatte, konnte er eine Mehrfigur sein Eigen nennen. Vinzenz hätte mit einer gut getimten Zentrumsöffnung in Vorteil kommen können, geriet dagegen später in große Schwierigkeiten angesichts einer Gegenüberstellung seiner Dame mit dem gegnerischen Läufer, was entscheidendes Material kostete. Am Nachmittag sah er sich früh einem gefährlichen Königsangriff ausgesetzt und wurde nach einem Fehler Matt gesetzt. Laura hatte am Vormittag eine schwierige Mittelspielstellung auf dem Brett, in der beide Spielerinnen eine zeitlang nicht den besten Plan fanden. Leider bog Laura dann falsch ab, ihr Springer vergaloppierte sich und sie verlor einen Turm. Dafür konnte sie in der zweiten Partie früh einen Läufer in der Brettmitte einfangen.
Damit sind zwei Drittel des Turniers um, aber erfahrene Willingen-Fahrer wissen, dass das Turnier jetzt erst richtig los geht, insbesondere wenn man um vordere Plätze mitspielen will. In der U25B ist Timon einer von sechs Spielern, die noch ungeschlagen sind. Er gehört dem großen Verfolgerfeld auf den Rängen 5 bis 16 mit je 4,5 Punkten an, leider mit der schlechtesten Zweitwertung. Christoph steht aktuell bei 2,5 auf Platz 77. Andreas und Leonhard haben in der U25C eine gute Ausgangsposition für den Kampf um die Top-10. Mit 4,5 Zählern gehört Andreas als Neunter einem Sextett auf den Rängen 7 bis 12 an, Leonhard liegt mit einem halben Punkt weniger auf Platz 18. Vinzenz befindet sich mit 2 Zählern auf Rang 69. In der U14w lauern sieben Spielerinnen mit je 3,5 Punkten hinter den Top-5, darunter Laura auf Platz neun.

In der siebten Runde hat es nun auch Timon erwischt und er musste erstmals als Verlierer das Brett verlassen. Er spielte modern mit h5 gegen den geplanten Bauernsturm des Gegners und ließ seinen König in der Mitte. Doch die gegnerischen Türme kamen irgendwann doch durch, wonach das Matt nur noch eine Frage der Zeit war. Christoph versuchte es mit einem sehr spekulativen Figurenopfer, bei dem ein gefährlicher Angriff nicht wirklich in Sicht war. Doch dann verlor sein Gegenüber den Faden, die Schleusen öffneten sich und Christophs Bauer gelangte bis nach g7, wo er die Dame einbrachte. In der U25C kamen unisono heterogene Rochaden auf das Brett. Im Bauernwettrennen brach Andreas zuerst durch, da sein Gegner mittels b3 eine Angriffsmarke angeboten hatte. Nach dem Tausch auf b3 machten die Schwerfiguren auf der a-Linie kurzen Prozess. Leonhard hatte ebenfalls eine vielversprechende Angriffsstellung, schlug dann aber mit der falschen Figur auf g4, verlor einen Springer und nach dem forcierten Damentausch war auch der geplante Mattangriff dahin. Doch sein Gegenüber versäumte es seinem am Damenflügel am Rand gestrandeten Springer ein Rückzugsfeld zu schaffen und letztlich erzwang Leonhard im Turmendspiel mit einem Bauern weniger eine Zugwiederholung. In der Partie von Vinzenz agierte sein Kontrahent zu zaghaft, so dass die weißen Bauern losrollten, während am anderen Flügel keine Verteidigung erforderlich war. Laura unternahm im Mittelspiel mit ihrer Dame eine Reise mitten in die gegnerische Stellung, ohne Geleit und gesicherten Rückzug. Doch sie hatte Glück, dass ihre Gegnerin den möglichen Damenfang nicht fand und die Partie vollständig in ihre Richtung kippte.
Die vorletzte Runde brachte Timon ein sicheres Remis ein, wobei die Stellung sich durchweg im Ausgleich befand. Christoph bekam ein Traumangriffsszenario aufs Brett: offene lange Diagonale und halboffene g-Linie, was für ein schnelles Ende sorgte. Ganz bitter lief es dagegen für Andreas, der drauf und dran war bis auf einen halben Zähler an das Spitzenduo heranzurücken. Nachdem sein Gegenüber seinen Fianchetto-Läufer von der langen Diagonale weggezogen hatte, trieb Andreas den schwarzen König aus seinem Versteck bis nach g5. Die Engine zeigt schon Matt in sieben bzw. zehn Zügen an, doch dann spielte Andreas die Züge in der falschen Reihenfolge und kurz darauf war die Partie vollständig gekippt. Leonhard konnte einen Zwischenzug seines Gegners taktisch wiederlegen und hatte mit einem Turm mehr keine Probleme den Sieg einzufahren. Vinzenz gewann zunächst eine Figur per Doppelangriff, hatte dafür aber einen offenen König. Nachdem er mit seinem König auf das falsche Feld gezogen war, konnte der Gegner unverhofft eine Mehrquali sein Eigen nennen. Aber Vinzenz hatte noch eine Mattidee und die brachte ihm letztlich die Dame ein. Laura spielte heute eine starke Partie gegen die Tabellenführerin, die erst einen halben Zähler abgegeben hatte. Sie machte Druck am Damenflügel, wonach sich die gegnerischen Figuren dort auf den Füßen standen und sich mehr oder weniger nicht mehr rühren konnten. Ein versteckter taktischer Schlag hätte die Vorentscheidung bringen können, doch auch Lauras Abwicklung am Damenflügel schien vielversprechend. Aber nach einem ungenauen Zug, zog die neue Deutsche Meisterin den Kopf nochmal aus der Schlinge. Laura kam zwar mit einem Mehrbauern ins Springerendspiel, doch dieser war blockiert und band die weißen Figuren an seine Verteidigung, so dass die Punkteteilung nicht mehr zu vermeiden war.
Zum Abschluss hatte Timon Ausgangs der Eröffnung Entwicklungsvorsprung und die bessere Bauernstruktur. Im Doppleturmendspiel war sein Gegenüber gerade dabei endgültig auszugleichen, als er erst einen Bauern und im Zug darauf einen Turm einbüßte. Christoph geriet im Endspiel unter Druck, da die gegnerischen Figuren viel aktiver waren. Dies nutzte sein Kontrahent um in ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern abzuwickeln, wo er dann mit über einer Stunde auf der Uhr einzügig einen Turm verlor. Leonhard opferte einen Springer auf f2, was eigentlich keine Erfolgsaussichten gehabt hätte, aber sechs Züge später war der Gegner Matt und das beendet ja bekanntlich die Partie. Eine ausgeglichene Mittelspielstellung hatte Andreas auf dem Brett, als ihm die Röngtenwirkung seines Läufers eine Quali einbrachte. Derweil ließ Vinzenz ein Abzugsschach zu, das einen Bauern kostete und später kam ihm noch eine Figur abhanden. Laura hätte gegen die Setzlistenerste mit einer frühen Zentrumsöffnung, deren Entwicklungsrückstand ausnutzen können. Als sie den Bauernzug dann spielte, waren die gegnerischen Figuren bereits darauf vorbereitet und plötzlich ging Lauras Turm in einer Fesselung verloren.
In der Endabrechnung gibt es viele erfreuliche Resultate für die Neumarkter Delegation. Andreas und Leonhard haben es mit starken 6,5/9 als Neunter und Zehnter in die Top-10 geschafft und auch Vinzenz lag mit 4 Zählern auf Rang 59 knapp vor seinem Setzlistenplatz. Timon holte erstmals 6 Punkte und war mir Platz 18 so weit vorne wie noch nie und Christoph machte mit 5,5 Zählern einen Riesensprung in der Setzliste von 67 auf Rang 30. Laura war mit ihrem Turnier nicht zufrieden, sie brachte ihre PS in dieser Woche nicht immer auf die Straße und konnte nicht ganz in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Platz sieben mit 5 Punkten ist aber nach den Rängen vier, sechs und drei in den vergangenen Jahren bereits die vierte Top-Platzierung bei einer DEM.

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Termine Juni 2023

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Termine Juni 2023

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Monatsblitz am Freitag

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Am kommenden Freitag, 02.06.2023, findet das nächste offene Monatsblitzturnier statt.

Beginn: 20:30 Uhr

Zeitkontrolle: 3 Minuten + 2 Sekunden Inkrement pro Zug

Modus: Rundenturnier (ggf. doppelrundig)

Acht Teilnehmer fanden sich gestern im neu renovierten, Regionalliga-tauglichen Spielsaal des Schachklubs im Gesindehaus ein für das Monatsblitzturnier, das als doppelrundiges (also 14-rundiges) Turnier ausgetragen wurde.
Im ersten Durchgang bildete sich rasch eine Führungsgruppe um die „üblichen Verdächtigen“ Martin und Erwin, dicht gefolgt von Sebastian. Sebi hatte in den ersten zwei Runden gegen Erwin und Martin verloren, von da an aber eine unglaubliche Serie von 12 Siegen gestartet („Endspurt“ wäre in diesem Fall unzutreffend), und das Turnier mit 12 aus 14 und 1,5 Punkten Vorsprung vor Erwin und Martin und einer Leistung von fast 2200 souverän gewonnen.
Endstand

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Zabo-Triathlon 2023

Posted by Sebastian in Saison 22/23 | Kommentare deaktiviert für Zabo-Triathlon 2023

Zum ersten Mal seit 2019 lud Zabo-Eintracht Nürnberg wieder zum Zabo-Triathlon, diesmal in abgeänderter Form. Bislang war es immer ein Mannschaftswettbewerb, an dem drei oder vier Teams teilgenommen hatten, in diesem Jahr gab es eine Einzelwertung. Ein Neumarkter Trio bestehend aus Martin Simon, Franz Xaver Beer und Sebastian Mösl machte sich am Pfingstsonntag auf dem Weg, um die schöne Tradition mit am Leben zu halten. Als erste Disziplin stand Kegeln auf dem Programm, es gab zwei Durchgänge mit je 10 Wurf auf die Vollen, von denen der beste in die Wertung kam. Martin musste sich erst ein wenig einspielen, trumpfte dann in Durchgang zwei mit 60 Holz groß auf und gewann die Disziplin vor FX mit 53. Sebastian dagegen haderte mit seiner Leistung, bekam die Gasse nie richtig durchgesetzt und kam nur auf 39. Beim Schach wurden drei Runden mit je 10 Minuten im beschleunigten CH-System gespielt, wobei Martin in der ersten Runde gegen Andreas Stocker Federn lassen musste, während Sebastian und FX gewannen. FX unterlag danach Turnierfavorit Paul Wittmann, während Sebastian gegen Andreas mit Mehrfigur und deutlich besserer Zeit erst die gegnerische Dame vollkommen unnötig auf die Grundreihe ließ und als trauriger Höhepunkt in ein einzügiges Matt lief, als der Gegner noch zwei Sekunden auf der Uhr hatte. Die dritte Runde sah drei Neumarkter Siege, die damit hinter Paul mit 2/3 als geteilte Zweite einliefen. Zum Abschluss stand wie immer die Königsdisziplin Schafkopf an und hier gewannen Martin und FX ihre Tische mit derselben Punktzahl (46) und damit auch die Disziplinwertung. In der Endabrechnung hatte Martin dank der besseren Holzzahl beim Kegeln die Nase vorn, FX komplettierte den Neumarkter Doppelsieg. Wie immer beim Zabo-Triathlon hatten wir jede Menge Spaß und das gute Wetter tat sein Übriges.

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Champions Chess Tour 2023 (3) – ChessKid Cup

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Vom 22. – 26. Mai steht die dritte Etappe der Champions Chess Tour auf dem Programm, der ChessKid Cup. Von den Qualifizierten der Etappe zuvor hatte Magnus Carlsen seine Teilnahme abgesagt, so dass beim Play-In am 1. Mai fünf Plätze ausgespielt wurden. Einen davon sicherte sich überraschend Dmitrij Kollars, der als Neunter in die Play-Offs einzog und dort mit 1,5:0,5 gegen Jules Moussard gewann. Georg Meier qualifizierte sich für die Division II, Vincent Keymer, Matthias Blübaum und Alexander Donchenko treten in Division III an.

Alle Partien werden wieder auf Chess24 von mehreren Kommentatoren-Teams live übertragen. Spielbeginn ist jeweils um 17h.

Play-In auf Chess24

Bericht Play-In
Bericht Tag 1
Bericht Tag 2
Bericht Tag 3
Bericht Tag 4
Bericht Tag 5

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Rapid Ergolding 2023

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Beim Rapidturnier in Ergolding waren drei Neumarkter am Start, zudem sorgten Johannes Hierl und Lorenz Schilay als Turnierleiter dafür, dass alles reibungslos über die Bühne ging. In der U12 erkämpfte sich Felix Sörgel drei Siege und landete damit auf Rang 23. Ivan Krushevsky startete mit 3/4 stark in der U14 und musste sich dabei nur dem späteren Turniersieger geschlagen geben. Doch dann folgte eine lange Rochade, die ihn bis auf Platz 21 zurückwarf. Noah Sellger musste sich bei seinem zweiten Turnier drei nominellen Favoriten geschlagen geben, gewann zweimal und spielte zweimal Remis, was für Rang 29 gut war.

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9. Theo-Betz-Schulschachturnier 2023

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Am Samstag war die Theo-Betz-Schule wieder fest in der Hand der Anhänger des „Königlichen Spiels“. Dabei konnte man ein Jubiläum feiern, fand doch vor zehn Jahren die Premiere des großen Schulschachturniers mit damals 38 Kindern statt. In diesem Jahr gab es bei der mittlerweile neunten Auflage ein neues Rekordteilnehmerfeld mit sage und schreibe 125 begeisterten Schachspielerinnen und -spielern. 92 davon gehen aktuell in der TBS zur Schule, hinzu kamen noch ehemalige Mitglieder der dortigen Schach-AG sowie einige Eltern. Davon zeigte sich auch Direktor Wolfgang Wittmann bei der Begrüßung begeistert, unterstreicht dies doch einmal mehr den Stellenwert von Schach bei der im Vorjahr bereits zum zweiten Mal von der Deutschen Schachjugend mit dem Qualitätssiegel „Deutsche Schachschule“ ausgezeichneten Schule. Er bedankte sich bei „Schachlehrerin“ Sabine Goehrke, der Initiatorin aller Schachaktivitäten an der TBS, die einmal mehr mit viel Engagement das Turnier organisiert hat. Weiterhin galt sein Dank dem Schachklub Neumarkt, der das Schachprojekt von Anfang an unterstützt hat und wieder mit einem sechsköpfigen Team, bestehend aus Sebastian Mösl, Johannes Hierl, Timon Götz, Eva, Lorenz und Vinzenz Schilay, die Turnierleitung übernahm. Sabine Goehrke dankte zudem allen Eltern, die mit Kuchen- und Salatspenden oder als Helfer rund um den großen Schachtag einen wichtigen Beitrag leisten. Dann ging es an die Bretter, gespielt wurden wie immer sieben Runden CH-System mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten.

In der Gruppe I (1./2.Klasse) gab es bei den Mädchen ein richtiges Herzschlagfinale. Amra Hibic und Vanessa Völkl, die bereits im Vorjahr auf dem Podest gestanden hatten, kamen mit drei Siegen am besten aus den Startlöchern. In Runde vier gewann Vanessa gegen Amra, verlor jedoch danach gegen Carlotta Schmer, die damit mit Vanessa gleichziehen konnte. Amra trennte sich von Titelverteidigerin Paula Kühnlein remis, so dass beide einen halben Zähler hinter dem Spitzenduo lagen. In der vorletzten Runde setzte sich Vanessa gegen Paula durch, während Carlotta gegen Jana Eibeck unentschieden spielte. Doch auch Vanessa gab zum Abschluss noch einen halben Punkt gegen Laura Büttner ab, während Carlotta und Amra ihre Partien siegreich gestalten konnten. Damit hatten alle Drei 5,5 Punkte erzielt, Carlotta und Vanessa waren auch in der Zweitwertung gleichauf und erst die Drittwertung gab den Ausschlag zu Gunsten von Carlotta. Amra hatte in der Zweitwertung einen Punkt weniger und wurde daher Dritte, vor Paula mit 4,5 Punkten und Laura mit 4.

Endstand Gruppe I Mädchen

Bei den Jungen hatten nach vier Runden mit dem Vorjahreszweiten Hannes Göstl, Niklas Rehan sowie Daniel Zimmermann noch drei Spieler eine blütenweiße Weste. Doch einzig Daniel konnte auch seine fünfte Partie gewinnen, während Hannes gegen Leopold Deß unentschieden spielte und Niklas sich Titelverteidiger Ibrahim Hibic geschlagen geben musste. In der sechsten Runde setzte sich Hannes gegen Daniel durch und überflügelte ihn damit um einen halben Zähler. Punktgleich mit Daniel lagen Niklas und Kosta Ovuka in Schlagdistanz, die Leopold und Ibrahim bezwingen konnten. Nun kam es zum Showdown der ersten Vier in der letzten Runde: Hannes kassierte gegen Niklas seine erste Niederlage im Turnier und Kosta behielt gegen Daniel die Oberhand. Damit hatten Niklas und Kosta jeweils 6 Punkte erzielt, aber Niklas hatte einen Buchholzpunkt mehr auf dem Konto und gewann somit das Turnier. Hannes komplettierte mit 5,5 Zählern das Podest vor einem Trio mit jeweils 5 Punkten bestehend aus Ibrahim, Christoph Klinger und Daniel.

Endstand Gruppe I Jungen

In der Gruppe II (3./4.Klasse) der Mädchen gelang es einzig Hala Jadoua drei Punkte aus drei Runden zu erzielen. Danach trennte sie sich von Titelverteidigerin Luna Brunner unentschieden und teilte danach auch mit der Vorjahreszweiten Leni Kühnlein den Punkt. Dies nutzte Luna um mit einem Erfolg über Rebecca Eibeck nach Punkten mit Hala gleichzuziehen. Die beiden holten jeweils das Maximum aus den verbliebenen beiden Runden und hatten damit je 6 Punkte, wobei Luna einen halben Buchholzpunkt mehr gehabt hätte. Da der direkte Vergleich remis geendet hatte, schlugen die beiden Mädchen vor, dass sie sich den Turniersieg teilen und diesen Wunsch hat die Turnierleitung gerne erfüllt. Rang drei sicherte sich Leni mit 4,5 Zählern, vor Ronja Russ mit 4 sowie Rebecca mit 3,5.

Endstand Gruppe II Mädchen

Titelverteidiger Leo Münch schickte sich bei den Jungen an seinen Durchmarsch aus dem Vorjahr mit 7/7 zu wiederholen, doch in der vorletzten Runde gab er gegen Ayaan Siddigi sein erstes Unentschieden ab. Davon ließ er sich aber nicht aus der Ruhe bringen, gewann die letzte Partie und damit auch das Turnier. Ihm auf den Fersen war bis zuletzt Lion Maliqi, der nur das Duell mit dem Sieger verlor und mit 6 Punkten Zweiter wurde. Rang drei sicherte sich André Stettinger, der sich nur Leo und Lion geschlagen geben musste mit 5 Zählern dank der besseren Buchholz vor Ayaan. Dahinter klassierten sich gleich sechs Spieler mit je 4,5 Punkten angeführt von Simon Zagel.

Endstand Gruppe II Jungen

In der Gruppe III (5./6.Klasse) konnte Max Blank alle Partien für sich entscheiden und trug sich damit zum dritten Mal in die Siegerliste des Turniers ein. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Rang zwei lieferten sich Alexander Drössler und Julian Lenk. Sie hatten sich im direkten Duell unentschieden getrennt und nur gegen Max verloren. Am Ende hatte Alexander zwei Buchholzpunkte Vorsprung. Platz vier ging an Hannes Schwarz mit vier Punkten vor der Siegerin der Mädchenwertung Sara Memis.

Endstand Gruppe III

Eine Neuerung gab es in der Gruppe IV, die bislang den Eltern vorbehalten war. Da im Vorjahr viele Sechstklässler den Wunsch geäußert hatten, auch weiterhin am Turnier teilnehmen zu dürfen, konnten dieses Jahr auch ehemalige Schülerinnen und Schüler, die bereits in der 7.Klasse sind, in der Gruppe IV an den Start gehen. Im 22köpfigen Teilnehmerfeld befanden sich neun Ehemalige und die zeigten den Erwachsenen zumeist ihre Grenzen auf. Allen voran Laura Bauer, im Vorjahr Dritte bei den Deutschen U12w-Meisterschaften, die souverän ihre Kreise zog und sich mit perfekten 7/7 zum dritten Mal den Turniersieg sicherte. Spannend wurde es im Kampf um die Vize-Meisterschaft bzw. um das Podest in der Männerwertung. Hier hatte Razvan Popan lange Zeit die besten Karten. Er musste sich erst in Runde fünf gegen Laura im Turmendspiel erstmals geschlagen geben und hatte danach gegen Thomas Meyer glücklich in verlorener Stellung auf Zeit gewonnen. In der letzten Runde unterlag er jedoch Lucas Büttner, der damit genau wie Denis Schernosenko, der zum Abschluss Thomas bezwungen hatte, mit Razvan gleichzog. Die Buchholz-Wertung sah Razvan um zwei Punkte vor Lucas, der wiederum 1,5 Punkte Vorsprung auf Denis aufwies. Einen Zähler dahinter auf Rang fünf klassierte sich der beste Erwachsene Mensur Ramcilovic, vor Thomas sowie Ali Jadoua.

Endstand Gruppe IV

Bei der Siegerehrung durften sich alle Kinder über eine Medaille, eine Urkunde und einen Sachpreis freuen, für die besten Drei gab es zudem Pokale. Im Anschluss ließ man wie gewohnt bei sommerlichen Temperaturen den tollen Schachtag beim Grillen ausklingen.

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Vereinsmeisterschaft 2023 Endergebnis

Posted by Mattias Birkner in Allgemein, Saison 22/23, Turniere 22/23 | Kommentare deaktiviert für Vereinsmeisterschaft 2023 Endergebnis

Gestern Abend fanden die letzten Begegnungen der diesjährigen VM statt, die mit der Vergabe der Podestplätze zwar nichts mehr zu tun hatten, aber trotzdem noch heiß umkämpft waren. In Gruppe A kam Rudi Appl als Weißer gegen F. X. Beer bequem aus der Eröffnung, ließ dann aber zu, dass F. X. seine Königsstellung aufriss. Die Möglichkeit zu Figurengewinn und Matt ließ sich der alte Taktik-F(u)X dann natürlich nicht mehr nehmen.

Noch dramatischer ging es in der Begegnung zwischen Thomas Hummel und Paul Neppert zu. Paul kam gut aus der Eröffnung und konnte bald ein prächtiges Läuferpaar den Stolz seiner Stellung nennen. Als dann Thomas auf Bauernjagd seine Dame in den hintersten Winkel des Brettes (a6 und a8) beorderte, zogen allmählich schwarze Gewitterwolken um Thomas König auf. Nach der fatalen Öffnung der eigenen Königsstellung wurde es auf einmal eng für Thomas König und er durfte sich von nun an keinen Fehltritt mehr erlauben.

Hier hatte Thomas gerade 32. f4?? gezogen, was Paul
das Eindringen der Dame mit 32. …Dd6 erlaubte.

Allerdings „lebte“ Paul hier nur noch von seinem 30-Sekunden-Inkrement und fand nach einem weiteren Fehltritt von Thomas das unabwendbare Matt.

Anstatt des fatalen Fehlers 34. Sg2?? hätte Thomas
mit 34. e5! das Schlimmste verhindern können.
Mit wenigen Sekunden auf der Uhr fand Paul hier das hübsche
Mattfinale 34. … f5!

So findet ein harmonisches A-Turnier ein spektakuläres Ende. Über die Sensations-Siegerin Laura Bauer wurde bereits an anderer Stelle berichtet. An dieser Stelle nochmal Gratulation an alle Teilnehmer für die disziplinierte Bewältigung des Turniers (nur zwei kamplose Partien aus 21) und interessante Partien.

Im B-Turnier trennten sich Leonhard Franke und Karl Großer in einem verrückten Spiel der Irrungen und Wirrungen schließlich Remis. Am Durchmarsch von Christoph Reger, der sich mal wieder als Klasse für sich erwies, änderte das natürlich nichts. Auch hier herzliche Gratulation an den Sieger und alle Teilnehmer. Zwar ist es schon „Tradition“, dass im B-Turnier mehr kampflose Partien nicht stattfinden, aber mit 2 aus 12 ist es im Rahmen geblieben.

Da die VM ja ein Teil des Super-Cups 2023 ist, gibt nun au hier einen neuen Stand:

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Bezirksliga 1 – Runde 9 – SKN steigt erstmals in Regionalliga auf!!!

Posted by Sebastian in Saison 22/23 | Kommentare deaktiviert für Bezirksliga 1 – Runde 9 – SKN steigt erstmals in Regionalliga auf!!!

Es ist vollbracht: die erste Mannschaft gewinnt in der letzten Runde der Bezirksliga 1 gegen den SK Rothenburg mit 5:3 und kürt sich mit 2,5 Brettpunkten Vorsprung zum Meister. Damit spielen wir nächste Saison erstmals in der Regionalliga!
Die Ausgangslage vor dem letzten Wettkampf war wie folgt: wir waren punktgleich mit Zabo-Eintracht Nürnberg, hatten aber 2,5 Brettpunkte mehr auf der Habenseite. Daher wäre mit einem 6:2 Erfolg der Aufstieg gesichert gewesen, bei einem niedrigeren Sieg, durfte Zabo nicht um 2,5 Brettpunkte höher gewinnen. Denn dann hätten sie uns dank der besseren Fünftwertung (!) – die Anzahl der Einzelsiege über die gesamte Saison – überflügelt. Ein Szenario das uns bereits bekannt ist, hatten wir doch 2017 so die Meisterschaft in der B2b verpasst.
Mit den Rothenburgern hatten wir trotz ihres schlechten Tabellenplatzes einen schweren Gegner vor der Brust. Sie mussten aber auf zwei Stammkräfte verzichten, während bei uns nur Martin Simon ausfiel. Dafür sprang dankenswerterweise „Edeljoker“ Daniel Häckler ein.
Der Wettkampf begann mit einer Schrecksekunde für Ralf Seitner, der seine ursprünglich geplante Variante verbessern wollte und danach festsstellen musste, dass er so gar nicht spielen kann und in einer unangenehmen Stellung mit hängenden Bauern gelandet war. Sein Gegenüber war aber gesundheitlich angeschlagen und bot daher Remis, was Ralf ohne zu zögern annahm. Die Engine findet die Stellung von Ralf übrigens vollkommen in Ordnung. Die nächste Punkteteilung gab es bei Sebastian Mösl, der bei symmetrischer Bauernstruktur und dem sich abzeichnenden Abtausch aller Schwerfiguren auf der einzigen offenen Linie, keine Perspektiven mehr sah. Sein Schreckmoment kam erst in der häuslichen Analyse, hätte er doch einen Bauern eingestellt, aber sowohl er als auch sein Gegner hatten die Opfervariante in der falschen Zugfolge berechnet und so hätte sie auch nicht funktioniert… Zu diesem Zeitpunkt sah es an den anderen Brettern bereits gut aus, weshalb auch Erwin Hirn den Punkt teilte, nachdem er den gegnerischen Druck abgeschüttelt hatte und nun selbst die Initiative übernehmen hätte können. Für die Führung sorgte dann Jozef Smyk, der eine vielversprechende Angriffsstellung am Königsflügel hatte. Allerdings meckert die Engine, dass gerade aller Vorteil dahin sei, als sein Gegenüber die Qualität stehen ließ. Wolfgang Brunner hatte im Mittelspiel Druck gemacht und konnte dank einer Fesselung einen Bauern gewinnen. Danach kam noch eine Quali hinzu und diesen Vorteil verwertete Wolfgang problemlos. Andreas Niebler hatte in einer Isolani-Stellung die Initiative und es gelang ihm mit der Dame auf h7 einzudringen. Er vepasste aber die beste Fortsetzung und der schwarze Monarch machte sich auf den Weg zum Damenflügel. Mit nicht mehr allzu viel Bedenkzeit auf beiden Uhren hätte es nun wild werden können, aber nach dem gegnerischen Einschlag auf h2, fand Andi den besten Zug und man einigte sich auf Remis. Damit stand es 4:2 und es sah alles nach dem erhofften Resultat aus, das keine Fragen offen lassen würde. Doch dann ereilte Matthias Bothe die von allen Schachspielern gefürchtete „Schachblindheit“. Sein Gegner hatte früh einen Bauern geopfert und später noch die Quali. Die resultierende Initiative hatte Matthias bereits neutralisiert, als sein Gegenüber nochmal Öl ins Feuer goß und in Zeitnot wurde es vogelwild. In hochtaktischer Stellung griff erst Matthias daneben, dann der Gegner und alles kulminierte in einer tragikomischen Situation. In gewonnener Stellung schlug Matthias die gerade umgewandelte Dame mit seinem König, statt mit dem Läufer, wonach die Messe gelesen gewesen wäre. Denn er hatte ja vorausberechnet, dass er nach Tc8+ mit seinem Monarchen über f7 flüchten kann. Der Hinweis seines Kontrahenten, dass dies wegen dem Springer auf e5 nicht möglich sei und es daher aus dem Matt kein Entrinnen mehr gab, traf ihn dann wie ein Donnerschlag. Das spannte die Nerven der Kiebitze noch einmal an, aber Daniel hatte zwei Bauern und eine Quali mehr. Mittels Rückopfer der Quali und dem damit verbundenen Abtausch aller Figuren brachte er die Partie schnörkellos zum 5:3 Endstand nach Hause.
Somit hatten wir gut vorgelegt, die Tür aber eben doch noch einen Spalt offen gelassen. Nun hieß es Warten auf das Ergebnis von Zabo und als die Nachricht von deren 5:3 Sieg eintraf, konnte endgültig aufgeatmet werden. Mit jeweils 16:2 Punkten hatten wir letztlich mit 45:42,5 Brettpunkten knapp die Nase vorn. Beide Teams haben eine starke Saison gespielt, holten sieben Siege und gaben neben dem 4:4 im direkten Duell nur ein weiteres Unentschieden ab.
Nun ist er also tatsächlich wahr geworden, der Traum vom Regionalligaaufstieg. Dabei sind wir erst 2019 nach 22 Jahren in der Bezirksliga 2 mit vielen knapp gescheiterten Versuchen wieder einmal in die B1 aufgestiegen. Dort spielte man jedoch gleich vorne mit und nach den Rängen drei und zwei, gelang nun dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung der große Wurf. Top-Scorer des Teams war Sebastian Mösl, der mit 6,5/9 drittbester Spieler der Liga war. Mit Jozef Smyk (6/9), Ralf Seitner (5,5/8), Andreas Niebler (5,5/9) und Wolfgang Brunner (5/9) auf den Rängen fünf, sieben, zehn und fünfzehn haben es vier weitere Spieler in die Liga Top-20 geschafft.

Bezirksliga 1

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