Kreisliga 3 – Spieltag 4: Stolpern wir in Stein?

Posted by Johannes Hierl in Allgemein | Kommentare deaktiviert für Kreisliga 3 – Spieltag 4: Stolpern wir in Stein?

Wer die Tabelle in der K3 mitverfolgt, weiß dass es verdammt eng ist. Gleich vier Vereine standen vor dem Spieltag mit 6-3 Mannschaftspunkten da. Sollte es also etwas mit dem Aufstieg werden, war klar, gegen den punktgleichen SC Stein musste man Punkte mitnehmen. Vinzenz Schilay rannte furchtlos mit seinen Königsflügelbauern gegen den weißen kurz-rochierten König los. Aller Eröfnungsregeln zum trotz entwickelte er bis zum elften Zug nur eine einzige Figur, schaffte es aber seinen Gegner so einzuschüchtern, dass dieser einen Springer spucken musste. Kurz darauf rochierte er lang, um dann doch den König sicher auf d7 zu parken. Mit verbundenen Türmen startete er einen überwältigenden Königsangriff, den er dann in eine zweite Mehrfigur und dann ein Matt umsetzte.  Auch Noah Lehner, unser Goldjunge, endlich mit seiner ersten Weißpartie, rochierte in der Wiener Partie kurz, schloss die Stellung mi f5 und schoss mit seinem g Bauern auf den schwarzen König zu. Er gewann die beiden Königsflügelbauern und eroberte mit Turm und Dame die siebte Reihe. Per Spieß wurde dem Gegner die Dame geklaut, was den Gegner dazu brachte die Segel zu streichen. Paul Neppert nahm auf Brett 2 ohne zu zögern das Damengambit an und verteidigte den Gambitbauern mit b5. Mit seinem Platzvorteil, dominierte er auf dem Damenflügel, heimste sich zwei weitere Bauern ein und gewann die Qualität mit einer Gabel. Auch der Verfasser dieser Worte, der seine Liebe zu 1. e4 spontan wiedergefunden hatte, erreichte das perfekte Zentrum. Anstatt den König direkt anzugreifen besetzte er die c-Linie mit beiden Türmen und der Dame und schaffte es den Gegner so in die Enge zu treiben, sodass zwangsläufig erst die eine und dann die andere Taktik funktionierte und er den vierten Sieg einholen konnte. Martina Götz bekam mit schwarz das Läuferspiel vorgesetzt. Obwohl sie dem Gegner ein starkes Zentrum gab, weil Sie seinen Läufer mit ihrem Springer auf e3 schlug, gelang es ihr eine Springergabel auf f2 zu drohen. Selbst der noch so kritische Stockfish erkannte an, dass die Stellung klar besser ist. Mit einem starken Ablenkungsmanöver gelang es ihrem Gegner sie jedoch so zu verunsichern, dass sie ihre Dame auf die f(alsche) Linie zog, sodass nach Sf2, Tf1 der Springer an die Dame gefesselt war. So blieb ihr nur übrig den schlechten Abtausch zu nehmen, was sie relativ schnell die Partie kostete. Dennoch ein echt starker Auftritt. Nikalas Derichev kannte leider die Theorie im Zweispringerspiel nicht gut genug und lies sich seinen Läufer auf c4 Abtauschen. Er erholte sich jedoch gut davon und beide Spieler versuchten mir Ihren Königsflügelbauern nach vorne zu marschieren. Leider unterlief ihm mit b4 ein Bauerneinsteller, was den Angriff seines Gegners um ein Vielfaches beschleunigte. So konnte er das Eindringen der Schwerfiguren am Königsflügel nicht verhindern und wurde auf h1 mit der zweiten Dame mattgesetzt. Niklas Rebler benutzte die ganze Breite des Schachfeldes und stürmte mit 6 Bauern auf seinen Gegner zu. Es wird gemunkelt, dass dies die Gründerstunde des 6 Bauernangriffes in der Englischen Eröffnung sei. Leider verbarrikadierte der Gegner sich und schaffte es den Freibauern auf e6 dauerhaft mit seinem Springer zu blockieren. Zudem gelang es ihm die b-Linie zu öffnen und sich wie mit einem trojanischen Pferd in die Reihen des Gegners zu schleichen. Niklas verpasste leider den Zeitpunkt an dem er vom Angriffsmodus in den Verteidigungsmodus umschalten musste. Da half selbst der zweite Freibauer auf a5 nichts mehr. So musste auch er sich geschlagen geben. So lag es an Phillip Kaufmann, den halben Punkt noch zu holen. Er hatte slawisch auf dem Brett und in seiner Stellung war nicht viel los. Seinem Gegner gelang es aber mit d5 die D-Linie zu öffnen, was Phillips unrochierten König zum Verhängnis wurde. Denn ehe er sich versah standen zwei Türme und ein Läufer auf der siebten Reihe. Der Gegner machte leider keine Kompromisse und drängte Phillip auf die letzten 3 Reihen und zwang ihn in einer dominanten Stellung schließlich zur Aufgabe. So bissen wir uns nach dem 4-0 leider vergeblich die Zähne aus und kamen nicht über ein 4-4 hinaus. Trotz des kleines Ausrutschers stehen wir stabil auf Platz drei der Tabelle und haben immer noch gute Chancen auf den Aufstieg.

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Regionalliga Nordost – Runde 6

Posted by Sebastian in Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für Regionalliga Nordost – Runde 6

In der sechsten Runde der Regionalliga Nordost kassierte unsere erste Mannschaft das erste Mal eine hohe Niederlage. Gegen die zweite Mannschaft von Zweitligist Bavaria Regensburg gelang erstmals kein Einzelsieg und wir unterlagen mit 2:6. Schon früh zeichnete sich ab, dass das nicht unser Tag werden würde und keiner so richtig in Tritt kam. Erwin Hirn versuchte es mit einer frühen Expansion am Damenflügel, aber der Gegner nutzte den Raumvorteil am Königsflügel mit einem agilen Springer zum Qualitätsgewinn. Erwin versuchte noch an den ebenfalls am Damenflügel postierten gegenrischen König heranzukommen, aber der Angriff von Weiß war schlichtweg zwingender. In der Partie von Sebastian Mösl war im Mittelspiel eine kritische Stellung entstanden, bei der beide Spieler abwechselnd über 20 Minuten investierten und dann mit jeweils unter zehn Minuten Restbedenkzeit die Züge wiederholten. Nach der ausführlichen Analyse konnten beide gut damit leben, die Engine reklamiert derweil an der kritischen Stelle schwarzen Vorteil und sieht in der Endstellung Weiß besser. Aber was weiß die schon… Ralf Seitner verpasste es den Vormarsch der Bauern am Damenflügel zu erschweren, wonach sein Gegenüber dank des Raumvorteils die schwarzen Figuren zurückdrängen konnte. In der Folge musste Ralf erst eine Schwächung seiner Bauernstruktur hinnehmen und letztlich war Materialverlust nicht mehr zu vermeiden. Martin Simon griff schon in der Eröffnung daneben und verlor forciert Qualität und Bauer. Auch Jozef Smyk war früh unter Druck geraten und wurde im Endspiel den aktiveren gegnerischen Figuren in Verbindung mit dem Freibauern auf der a-Linie nicht mehr Herr. Bei Wolfgang Brunner war ebenfalls der Gegner am Drücker und hätte beim Remisschluss noch versuchen können aus dem isolierten c-Bauern Kapital zu schlagen. Andreas Niebler hatte im Mittelspiel die sicherere Königsstellung und dadurch die Chance auf Initiative ehe der Punkt geteilt wurde. Die längste Partie des Tages spielte Lorenz Schilay, der nach weitestgehend ausgeglichenem Verlauf um Zug 60 herum in Schwierigkeiten hätte geraten können, da der gegnerische König deutlich aktiver war. Doch ein ungenauer Zug reichte und es folgte eine Abwicklung ins Springerendspiel, bei dem am Ende sogar Lorenz einen Bauern mehr hatte, aber eine Schaukel das Remis besiegelte. In der Tabelle bleiben wir auf Rang sieben und haben nun den wichtigen Wettkampf beim Verfolger SK Herzogenaurach vor der Brust.

Regionalliga Nordost

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Kreisliga 1 – Runde 6

Posted by Sebastian in Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für Kreisliga 1 – Runde 6

Eine ärgerliche 3,5:4,5 Niederlage gab es für die zweite Mannschaft in der sechsten Runde der Kreisliga 1 gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer SV Postbauer. Nach einem frühen Remis von Ivan Krushevsky, musste Benedikt Münz seine Partie aufgeben. Dafür hatte sich Andreas Hierl sukzessive Vorteile erarbeitet und stellte den Ausgleich her. Christoph Reger hatte ebenfalls eine gewinnnträchtige Stellung, doch leider unterlief ihm in Zeitnot ein Fehler und er musste sich mit einem Remis begnügen. Bei Timon Götz war eine zweischneidige Position auf dem Brett, doch als sein Gegenüber in Zeitnot eine Figur einbüßte war die Messe gelesen. Christian Junker und Thomas Hummel konnten den Druck nicht abschütteln und mussten sich jeweils geschlagen geben, so dass es nun an Franz Xaver Beer lag zumindest einen Punkt zu sichern. FX konnte dem gegnerischen Turm alle Rückzugsfelder nehmen und gewann die Qualität, doch dafür hatte der Kontrahent einen gefährlichen Freibauern. Aber FX setzte seinerseits seinen Zentrumsbauern in Bewegung, der die Entscheidung hätte bringen können, doch eine Unaufmerksamkeit kostete diesen Trumpf per Springergabel und letztlich war eine Stellung entstanden, in der keiner mehr auf Sieg spielen konnte.

Kreisliga 1

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BezirksEM U12-18 2024 – Rang drei für Andreas Hierl in der U16

Posted by Sebastian in Jugend 23/24, Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für BezirksEM U12-18 2024 – Rang drei für Andreas Hierl in der U16

Vom 14. – 17. Februar finden in Vorra wieder die diesjährigen Bezirksmeisterschaften in den Alterklassen U12-U18 statt. In der U16 sind mit #5 Ivan Krushevsky, #7 Andreas Hierl und #10 Leonhard Franke gleich drei Neumarkter am Start, in der U18 ist #7 Christoph Reger mit von der Partie.

Christoph unterlag zum Auftakt dem topgesetzten Benno Funk (SGem Fürth) und spielte am Nachmittag unentschieden. In der U16 wurden Ivan und Andreas in der ersten Runde ihrer Favoritenrolle gerecht, Leonhard unterlag dem Setzlistenzweiten Arne Deschler (SC NT Nürnberg). Dafür gewann Leonhard seine zweite Partie, während Ivan gegen die #1 Levin Isbilir (SC Erlangen 48/88) verlor. Für eine faustdicke Überraschung sorgte Andreas, der gegen Arne gewinnen konnte und damit erstmals einen Spieler mit über 2000 DWZ bezwang.
In Runde drei musste Christoph eine überraschende Niederlage hinnehmen und hatte am Nachmittag spielfrei. In der U16 gab es das erste Vereinsduell, in dem sich Ivan gegen Leonhard durchsetzen konnte. Andreas gewann auch seine dritte Partie und traf danach auf den topgesetzten Levin. Die beiden trennten sich Remis und führen mit je 3,5/4 das Feld an. Auch Ivan sorgte für ein starkes Resultat und nahm Arne ein Unentschieden ab, während sich Leonhard geschlagen geben musste.
Am dritten Turniertag musste Christoph zunächst eine weitere Niederlage hinnehmen, ehe er in Runde sechs seine Partie gewann. In der U16 hat es nun auch Andreas erwischt, der sich #3 Narek Gewondow (SGem Fürth) geschlagen geben musste. Ivan und Leonhard konnten ihre Partien gewinnen. Die Nachmittagsrunde brachte einen weiteren Sieg für Andreas, Ivan remsisierte gegen Narek und auch Leonhard teilte den Punkt. Damit liegt Andreas vor der letzten Runde mit 4,5 Punkten auf Rang drei und hat das Podest in der eigenen Hand. Leider muss er gegen Ivan spielen, der als Fünfter mit 4 Zählern selbst mit einem Sieg noch Dritter werden kann.
Schon vor der letzte Runde war klar, dass ein Neumarkter auf dem Podest stehen würde. Allerdings hatte Andreas sogar die Chance auf Rang zwei verbunden mit der Qualifikation zur Bayerischen. Nach langem Kampf endete das Vereinsduell remis, womit Andreas mit 5/7 Dritter wurde und Ivan mit 4,5 Vierter – ein sehr starkes Resultat der beiden! Leonhard spielte ebenfalls unentschieden und kam mit 3 Punkten auf Rang elf. Christoph beendete das Turnier mit seinem zweiten Sieg in Folge und belegte mit 3,5 Zählern Platz acht.

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Monatsblitz Endstand und Super-Cup Zwischenstand

Posted by Mattias Birkner in Saison 23/24, Turniere 23/24 | Kommentare deaktiviert für Monatsblitz Endstand und Super-Cup Zwischenstand

Das zweite Monatsblitzturnier des Jahres fochten sieben Spieler doppelrundig unter sich aus. Sebastian Mösl startete zwar langsam mit 0,5 aus zwei, legte dann aber eine der gefürchteten Serien von 8 Siegen hintereinander hin, so dass er sich am Ende sogar eine Niederlage gegen Jozef leisten konnte und trotzdem mit einem halben Punkt vor Martin siegte.

Im laufenden Super-Cup behält Martin mit diesem zweiten Platz die Führung vor Jozef:

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Freestyle G.O.A.T. Challenge 2024

Posted by Sebastian in Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für Freestyle G.O.A.T. Challenge 2024

Ein neues Superturnier findet in Deutschland statt: vom 09. – 16. Februar treffen sich acht Weltklasse-Spieler – #1Magnus Carlsen, #2Fabiano Caruana, #4 Ding Liren, #6 Alireza Firouzja, #13 Gukesh Dommaraju, #16 Nodirbek Abdusattorov, #17 Vincent Keymer und #25 Levon Aronian – an der Ostsee zur Freestyle G.O.A.T. Challenge, einem Turnier in Schach960. An den ersten beiden Tagen spielt jeder gegen jeden Schnellschach (25+10), wobei die Endtabelle die Paarungen im folgenden KO-Modus ergibt. Hier werden je zwei Partien (90min für 40 Züge, 30min für den Rest der Partie, 30sek Inkrement ab Zug 41) gespielt, bei Gleichstand folgen zwei Schnellschach-Partien (15+10) sowie ggf. zwei Blitz-Partien (5+2) und Armageddon. Spielbeginn ist jeweils um 13h.

Trailer
Spieler

Vincent Keymer hatte einen starkern ersten Tag und bezwang nach einem Remis gegen Carlsen der Reihe nach Aronian, Ding Liren und Caruana. Damit ging er als Führender in Tag zwei, wo er nach einem Remis gegen Abdusattorov in Runde sechs gegen Firouzja das erste Mal eine Niederlage quittieren musste. Zum Abschluss bezwang Keymer Gukesh und wurde hinter Abdusattorov (5,5) mit 5 Punkten Zweiter.

Im Viertelfinale traf Keymer auf Aronian und hatte in der ersten Partie eine gute Stellung auf dem Brett. Doch Aronian hielt seinen Laden zusammen und der Punkt wurde geteilt. Am zweiten Tag geriet Keymer früh untere Druck, schaffte es einfach nicht seine Dame auf b8 ins Spiel zun bringen und Aronian kam zum entscheidenden Königsangriff.

VF (11./12.02.):

Abdusattorov – Ding 1,5:0,5
Keymer – Aronian 0,5:1,5
Caruana – Gukesh 1,5:0,5
Firouzja – Carlsen 1:1 0:2

HF (13./14.02.):

Abdusattorov – Carlsen 0,5:1,5
Caruana – Aronian 1:1 1:1 1:1 1:0

Platz 5-8:

Firouzja – Ding 1,5:0,5
Keymer – Gukesh 1:1 0,5:1,5

Finale (15./16.02.):

Caruana – Carlsen 0,5:1,5

Platz 3:

Abdusattorov – Aronian 0,5:1,5

Platz 5:

Firouzja – Gukesh 1,5:0,5

Platz 7:

Keymer – Ding 2:0

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Mitropacup 2024

Posted by Sebastian in Saison 23/24 | Kommentare deaktiviert für Mitropacup 2024

Vom 15. – 23. Februar findet in Apolda der Mitropacup statt. Als Ausrichter schickt der Deutsche Schachbund in diesem Jahr keine Nachwuchsteams ins Rennen, sondern beinahe die komplette Elite. Einzig Vincent Keymer, Elisabeth Pähtz und Dinara Wagner sind nicht mit von der Partie. Damit sind sowohl die Herren (Matthias Blübaum, Alexander Donchenko, Rasmus Svane, Frederik Svane und Dmitrij Kollars) als auch die Damen (Josefine Heinemann, Jana Schneider, Hanna Marie Klek, Lara Schulze und Kateryna Dolzhykova) an #1 gesetzt. Spielbeginn ist jeweils um 15h, die letzten Runde um 10h.

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Monatsblitzturnier am Freitag

Posted by Mattias Birkner in Saison 23/24, Turniere 23/24 | Kommentare deaktiviert für Monatsblitzturnier am Freitag

Am kommenden Freitag, 16.02.2024, findet das nächste offene Monatsblitzturnier statt.

Beginn: 20:30 Uhr

Zeitkontrolle: 3 Minuten + 2 Sekunden Inkrement pro Zug

Modus: Rundenturnier (ggf. doppelrundig)

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Rapid Neumarkt und Bayerische U25-SchnellschachEM 2024

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Bei unserem traditionellen Jugendturnier waren 152 Teilnehmer am Start, 22 unter ihnen spielten den Bayerischen Schnellschachmeister der U25 aus.

In der U8 waren nach drei Runden der topgesetzte Simon Roscher (SK Germering) und Marlene Giss (SC Dillingen) verlustpunktfrei geblieben. Im folgenden Duell der beiden hatte Simon sich bei einer Kombination verrechnet und Marlene hätte eine Mehrfigur ihr Eigen nennen können. Aber auch sie fand nicht die beste Abwicklung und so war ein ausgeglichenes Endspiel endstanden, in dem Simon mit einem taktischen Trick letztlich die Oberhand behielt. In Runde fünf befand sich Simon gegen Marlenes Vereinskollege Yining Liu bereits auf der Siegerstraße, als er zu spät bemerkte, dass sein Turm auf ein vom gegnerischen Läufer kontrolliertes Feld gezogen war. Dies brachte ihn komplett raus, er büßte weiteres Material ein und musste die erste Niederlage quittieren. Doch in den letzten beiden Partien machte Simon kurzen Prozess – es schlug jeweils auf f7 ein – und gewann mit sechs Punkten das Turnier. Im Kampf um die weiteren Podestplätze hatten Yining und Maximilian Mitin (SG Büchenbach/Roth) nach einem Remis im direkten Duell – bei ungleichfarbigen Läufern war der Mehrbauer von Yining nichts wert – mit 4,5 Punkten vor der letzten Runde die beste Ausgangslage. Dahinter lauerten Marlene, Tina Phung (Baden Schachgesellschaft) und Samuel Heitele (SC Postbauer-Heng) mit einem halben Zähler Rückstand. Yining setzte sich gegen Marlene durch und sicherte sich somit Rang zwei, während Maximilian durch seine Niederlage gegen Simon das Podest knapp verpasste, da Tina ihn durch ihren Erfolg über Samuel überholen konnte. Tina wurde damit auch das beste Mädchen vor Marlene und Varvara Polishchuk (TSV Neunkirchen am Brand), die gleich viermal ein Schäfermatt am Brett hatte, dreimal zu ihren Gunsten.

Endstand U8

Schaut man sich die Endtabelle der U10 an, könnte man mit einem flüchtigen Blick meinen, es sei die vom Vorjahr. Mikhail Barsov (SK Gräfelfing) eilte wieder von Sieg zu Sieg, gab erst in der letzten Runde gegen Andrej Savchuk (SC Uttenreuth) ein Remis ab (2023 spielte Mikhail sein einziges Unentschieden in Runde sechs) und wiederholte mit 6,5 Punkten seinen Vorjahressieg. Andrej wurde – wie 2023 – mit 5 Zählern Dritter, einen halben Punkt hinter Dhruv Baht (SC Postbauer-Heng) – der hatte im Vorjahr tatsächlich nicht mitgespielt. Auf Platz vier mit nur einem halben Buchholzpunkt weniger als Andrej kam die Siegerin der Mädchenwertung Karla Kollmer (VSG 1880 Offenbach) – 2023 war ihr Bruder Otto mit derselben Punktzahl Vierter… – vor Sebastian Nabe (SC Eggerbachtal) mit ebenfalls 5 Zählern. Theo Markert machte leider ein paar leichte Fehler zu viel und kam mit 3 Punkten auf Rang 24 (muss man noch extra erwähnen, dass im Vorjahr der beste Neumarkter mit 3 Punkten Platz 24 belegte?), Viktor Borissov klassierte sich bei seiner Turnierpremiere mit einem Zähler weniger auf Platz 30.

Endstand U10

In der U12 lagen nach drei Runden Sarah Gubler (TSV Kareth-Lappersdorf), Alex Averin (SW Nürnberg Süd) und Lisa Adliwankina (TSV Maccabi Nürnberg) verlustpunktfrei an der Spitze. Sarah und Alex trennten sich unentschieden, so dass Lisa mit einem Sieg über Leo Mao (SC Erlangen 48/88) die alleinige Führung übernahm. Doch in der fünften Runde verlor Lisa gegen Sarah, so dass diese zusammen mit Alex, der Antonia Luible (SF Tegernheim) bezwingen konnte, wieder an ihr vorbeizogen. Sarah und Alex hielten sich auch in der vorletzten Runde schadlos und gingen punktgleich in die letzte Partie. Hier setzte sich Sarah auch gegen Antonia durch, doch Alex musste sich Felix Phung (Baden Schachgesellschaft) geschlagen geben. Damit gewann Sarah mit 6,5 Punkten das Turnier vor Felix, der nach einer Niederlage zum Auftakt gegen Antonia die folgenden sechs Partien für sich entscheiden konnte. Das Podest komplettierte Alex mit 5,5 Zählern vor Lisa und Leo (je 5) sowie einem Quintett bestehend aus Antonia, Nithya Ramayanam, Boyan Jiang (beide SC Erlangen 48/88), Leo Münch und Huien Ge (beide SK Neumarkt). Besonder erfreulich ist die Tatsache, dass sich gleich fünf Mädchen in den Top-10 befanden. Leo Münch kämpfte sich nach einer Auftaktniederlage mit drei Siegen am Stück langsam nach vorne, ehe ihn eine Niederlage in Runde fünf bremste. Mit 1,5 Zählern zum Abschluss kam er auf einen starken neunten Platz. Nur einen Rang dahinter erzielte Huien Ge ebenfalls ein starkes Resultat. Sie begann mit 1,5 aus vier und gewann die letzten drei Partien. Niklas Lechner und Felix Sörgel belegten mit jeweils 3 Zählern die Plätze 26 und 27, Luis Meyer bei seiner Turnierpremiere sowie André Stettinger mit je einem Punkt weniger die Ränge 30 und 33. Ayaan Siddigi von der Schulschachgruppe des Willibald-Gluck-Gymnasiums und sein Bruder Amaan nahmen den Kampf mit den Vereinsspielern auf, wobei Ayaan gleich drei davon bezwingen konnte und Amaan zwei, womit sie sich auf den Plätzen 22 und 32 klassierten.

Endstand U12

In der U14 gab es einen souveränen Durchmarsch von Tim Geist (Schachverein Isental), der Runde um Runde starke Gegnerschaft bezwang und mit perfekten 7/7 das Feld um zwei Zähler distanzierte. Das Podest komplettierten dank einer starken zweiten Turnierhällfte Vladislav Barsov (SK Gräfelfing) und Abhiraaj Arora (SC Erlangen 48/88) vor einem Quintett mit je 4,5 Punkten bestehend aus Alexander Savchuk (SC Uttenreuth), Benedikt Heller (SC Bechhofen), Jonah Cwiklik (SC Postbauer-Heng), Lorenz Fischer (SF Tegernheim) sowie Maximilian Häusler (TSV Kareth-Lappersdorf). Bestes Mädchen wurde Elisabeth Gubler (TSV Kareth-Lappersdorf) mit 3 Zählern auf Rang 16, dank eineinhalb Buchholzpunkten Vorsprung auf Daria Dreana-Ianciu (Schachklub Schweinfurt 2000).

Endstand U14

Wie sein Bruder in der U14 eilte auch Denis Geist (Schachverein Isental) in der U16 von Sieg zu Sieg. Erst in Runde sechs gab er ein Remis gegen Fabian Harrer (SF Tegernheim) ab, so dass Lukas Gubler (TSV Kareth-Lappersdorf) mit einem Zähler Rückstand noch in Schlagdistanz war. In der letzten Runde setzte sich Denis aber auch gegen Lukas durch und sicherte sich somit den Turniersieg. Lukas fiel noch auf Rang fünf zurück, da ihn Andreas Hierl (SK Neumarkt), Deniz Amberg (SGem 1882 Fürth) sowie Moritz Wolf (TSV Cadolzburg) mit Siegen zum Abschluss noch überholen konnten. Andreas startete stark ins Turnier, gewann die ersten drei Partien u.a. gegen Lukas. Nach einer Niederlage gegen Denis folgten zwei Remis, ehe er mit einem Sieg über Fabian sein bislang bestes Resultat bei einem Rapidturnier einfuhr. Ivan Krushevsky verlor nach perfektem Auftakt in Runde drei gegen Denis. Es folgte ein Remis gegen Deniz sowie Sieg Nummer drei, womit er punktgleich mit dem Zweitplartierten Andreas auf Platz fünf lag. In der vorletzten Runde warf ihn eine Niederlage gegen Lukas aus dem Kampf um die Podestplätze und er wurde mit 4 Punkten Siebter. Vinzenz Schilay legte mit zwei Siegen gegen nominell deutlich stärkere Gegner sehr gut los, doch dann kam nur noch ein Zähler in der letzten Runde hinzu und er belegte Rang 15.

Endstand U16

Bei der Bayerischen U25 Meisterschaft führten der Bayerische U16-Meister 2023 Niklas Heinisch (SF München) und der Deutsche U25-B-Meister 2018 Tobias Brunner (SC Windischeschenbach) die Setzliste an. Zudem musste man Titelverteiidger Lorenz Gauchel (SK Germering) und eine Handvoll weitere Spieler auf der Rechnung haben. Doch ausgerechnet Niklas erwischte einen Fehlstart und verlor zum Auftakt gegen Ludwig-Maria Kern (SV Isental) und dessen an 5 gesetzter Bruder Leopold-Xaver gab gegen Leon Seiler (SC Ansbach) ein Remis ab. Nach zwei Runden wiesen nur noch drei Spieler eine weiße Weste auf: Tobias, Niko Rosenboom (SGem 1882 Fürth) und Leo Geßler (SC Bechhofen). Tobias und Leo trennten sich unentschieden, während Niko gegen Christoph Blösch (Spgem Kötz/Ichenhausen) eine Niederlage quittieren musste. Tobias und Christoph gewannen ihre Partien in Runde vier und lagen damit mit je 3,5 Punkten in Front, gefolgt von Niklas und Lorenz mit einem halben Zähler Rückstand. Das Spitzenduell konnte Tobias für sich entscheiden und Niklas setzte sich mit seinem vierten Sieg in Folge gegen Lorenz durch. Mit einem Remis hielt Tobias seinen ärgsten Verfolger auf Distanz und ging mit einem halben Zähler Vorsprung in die letzte Runde. Dort traf er auf Verena Gauchel (SK Germering), die sich nach 1,5/3 zum Auftakt mit drei Siegen in Folge auf Rang drei nach vorne gearbeitet hatte. Die beiden spielten remis, so dass Niklas mit einem Sieg über Christoph nach Punkten gleichziehen konnte. Aber Tobias hatte mit 30,5:27,5 die Nase in der Buchholzwertung deutlich vorne und gewann damit nach zwei dritten Rängen 2019 und 2020 im letzten Versuch erstmals den U25-Titel. Hinter Niklas komplettierte Verena mit 5 Punkten das Podest vor Leopold-Xaver, Leo und Niko mit je 4,5. Paul Neppert spielte eine klassische Schweizer-Schaukel und wurde mit 4 Punkten Neunter. Timon Götz belegte mit 3,5 Zählern Rang elf und Noah Lehner klassierte sich bei seinem Debüt mit 2,5 Punkten auf Platz 19.

Endstand Bayerische U25SSEM

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Champions Chess Tour 2024 (1) – Chessable Masters

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Vom 31. Januar – 07. Februar findet mit dem Chessable Masters das erste von vier Turnieren der Champions Chess Tour 2024 statt. Wie im Vorjahr wurde der Modus geändert: am ersten Tag findet das PlayIn (9 Runden CH-System, 10+2) statt, das offen für alle GMs ist, sowie drei Qualifizierte aus dem Open Qualifier (offen für alle anderen Titelträger). Die besten 69 Spieler des Play-In qualifizieren sich für das Division Placement am zweiten Turniertag. Anschließend folgt das sechstägige Division Play, wie gehabt in drei Divisionen mit Double Elimination und 4er-Matches bzw. 2-er-Matches im Verliererbaum.

Für die Division I sind Magnus Carlsen, Maxime Vachier-Lagrave und Vladimir Fedoseev aufgrund des Ergebnisses des letzten CCT-Turniers bereits vorqualifiziert. Um die restlichen fünf Plätze in Division I kämpfen die besten Elf des Play-In sowie die für das Division Placement vorqualifizierten Ian Nepomniachtchi, Anish Giri, Vladislav Artemiev und Sam Sevian. Dies geschieht in zwei Runden: der Sieger des Play-In hat in Runde eins Freilos, die Zweit- bis Sechstplatzierten wählen der Reihe nach ihre Gegner aus dem Pool der Siebt- bis Elftplatzierten. Die fünf Gewinner dieser Matches, der Sieger des Play-In sowie die vier Vorqualifizierten spielen in Runde zwei um ein Ticket in Division I. Für die Verlierer aus den beiden Runden geht es in Division II.

Das Play-In hat Jose Eduardo Martinez Alcantara mit 7,5/9 gewonnen, Vincent Keymer wurde Sechster mit 6,5 Punkten. Er trifft in Runde 1 des Division Placement für Division I auf Wesley So. Matthias Blübaum (58.) und Rasmus Svane (63.) mit je 5,5 Zählern sind im Division Placement für Division III. Spielbeginn ist jeweils um 17h.

Vincent Keymer musste sich Wesley So 0,5:1,5 geschlagen geben und tritt damit in Division II an. Am Freitag ist sein erster Gegner Peter Svidler. Matthias Blübaum schied mit einem 1,5:2,5 gegen Kirill Alekseenko aus, dafür qualifizierte sich Rasmus Svane dank eines 2,5:1,5 Erfolgs über Alexander Predke für Division III, wo er zunächst auf Kacper Piorun trifft.

Vicent Keymer hat die Division II gewonnen und ist damit bei der nächsten CCT-Etappe für Division I qualifiziert. Nach Siegen über Peter Svidler (3:0), Jeffrey Xiong (3:1) und Benjamin Bok (3:2) gewann er auch das Finale gegen Levon Aronian (2,5:0,5). Dieser setzte sich im Verliererbaum durch und bezwang Keymer im Grand Final mit 3:2. Damit wurde ein weiteres Match nötig, in dem Keymer beide Partien für sich entscheiden konnte.

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